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Es werden Posts vom 2011 angezeigt.

Auf Nimmerwiedersehen 2011 - Ein Jahr wird abgeschirmt

Du, Spiegel,
bist uns zum letzten Jahreswechsel mit einem brandheißen Titel gekommen: "Im nächsten Jahr wird alles besser! Von schlechten Angewohnheiten und guten Vorsätzen."
Und fast, Spiegel, hätten wir das Heft auch wirklich mal wieder gekauft, einzig: Irgendwie war das Nasebohren dann doch interessanter. Aber nächstes Jahr, bestimmt!
Mit Vorsatz:
Die Brauseboys

Aus:
Auf Nimmerwiedersehen 2011 - das Buch
Ein Jahr wird abgeschirmt. 144 Seiten Brauseboys von Januar bis Dezember. Für 9,90 €, es gelten auch griechische Euro. Erschienen im Satyr-Verlag. www.satyr-verlag.de
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AUF NIMMERWIEDERSEHEN 2011 - Ein Jahr wird abgeschirmt

Amy Winehouse stirbt an Ehec, Knut an einer Alkoholvergiftung und der Papst spielt Frauenfußball im Olympiastadion. In Berlin schmelzen Mittelklassewagen, in Japan nur Atomkerne. William nimmt die Kate zur Frau und Wowereit den Henkel. Mubarak geht als Rentner in den Ruhestand, Gaddafi als Kanalarbeiter in den Untergrund. Und eine…

Danny im Profil

Danny Dziuk zur Abwechslung hier mal im Profil.

Ambros Waibel

Die Tapete des Winterquartiers Mastul umschmeichelt hier den Autoren Ambros Waibel.

Brauseboys am 15.12.: Festprogramm

Sensationsmeldung zum Jahresende 
Am frühen Mittag wurden im Problembezirk Mitte Neuigkeiten zum Hicks-Teilchen vermeldet. "Der Große Trinker Kollidierer" im Stadtteil Wedding, die trockene Brunnenschale auf dem Leopoldplatz vermeldet, dass jetzt der Promillebereich umrissen werden konnte, in dem die Hicks-Teilchen mit hochprozentiger Wahrscheinlichkeit vorkommen. "Im Wedding haben wir hervorragende Bedingungen, aber erst im Vergleich mit den aktuellen Ergebnissen aus München sind wir jetzt einen wichtigen Schritt weiter", so Murat Juhnke vom Spätkauf "24 Stunden". Der große S-Bahn-Bierbeschleuniger im Süden der Republik lief am Wochenende letztmalig mit einem Energieaufkommen von mehreren tausend Flaschen. "Wir sind kurz davor, das Hicks-Teilchen nachzuweisen", führt Juhnke aus, "daher ist es sehr bedauerlich, dass die Anlage in München trockengelegt wurde. Hier im Wedding haben wir aber weiterhin stabile Bedingungen, natürlic…

Frau Bosetti

Dem Mastul steht auch Sarah Bosetti gut, der Couchpoetin, die neue Geschichten mitbrachte.

Brauseboys am 8.12.: Spekulationen

Fernsehgebäck (von Volker Surmann) 
Es war nur ein kurzer Klick, aber mit ungeahnten Auswirkungen. Wieso heißt Spekulatius eigentlich Spekulatius? Aber die Wikipedia schwieg sich aus. Da hab ich mich wohl verspekuliert, dort was zu finden. Spekulieren kommt von speculari (spähen/beobachten). Aber was was soll das heißen? Dass diese Kekse gar nicht zum Essen da sind, sondern nur zum Angucken? Und zwar aus der Ferne. Fernsehkekse. Mit anderen Worten Chips. Also was jetzt? Knabbern oder nicht knabbern?  Nein, das Internet muss doch mehr wissen! Spekulatius haben ihre Heimat im tiefen Westen: Belgien, Niederlande und Westfalen. Anders als in Deutschland ist in Holland zwar nicht das ganze Jahr über Weihnachten, aber man isst das ganze Jahr über Spekulatius, erfahre ich. Und auch in Indonesien isst man Spekulatius, aber Indonesien war ja mal niederländisch. Es gibt wahrlich Schlimmeres, was die Niederländer den Indonesiern angetan haben, als ihnen Spekulatius zu hinterlassen.  …

Meikel Neid

Meikel Neid besuchte uns erneut und las auch mal ohne Bilder, das Mastul als Hintergrund steht ihm immer sehr gut.

Schnaps im Silbersee

Was es mit dem blauen Hirsch auf sich hat, den Schnaps im Silbersee kultisch zu verehren scheinen, erschließt sich mir in der Nachschau nicht mehr.

Brauseboys am 1.12.: Vorerst nebenan

Vorerst gelungen

Warum fügt jemand in eine Radiowerbung für Katzenstreu den Satz "Testen sie jetzt selbst" ein? Vermutlich, weil es schnell gehen musste und schnell mal was übersehen wird, wenn es schnell gehen soll. So wurde im schnellen Medium Internet auch aus Bokowski Borowski, in einem Tweet der Jungle World, die sehr zu unserer Freude in der letzten Woche Texte von uns Brauseboys enthalten hat. Von Paul Borowski, Volker Schimanski, Frank Thiel, Robert Blum, Heiko Batic und Hinark Lindholm - den Ballaufboys. Denn ich vermute, hier steckte am Montagmorgen nur ein verkaterter Tatortfreund mit erhöhter Wahrscheinlichkeit für freudsche Fehlleistungen bei Ähnlichkeit mit Tatortkommissarsnamen dahinter. Deutsche Sprache, Klebesprache, erhöhte Tatortkommissarsnamensfehlleistungsneigung vermute ich beim Social-Media-Befütterer in diesem Fall. Und als ich das Interview über den anderen Fall lese, das jetzt alle lesen, kommt mir der Eindruck, auch Guttenberg schein…

Doc Schoko

Dass ich ein Fan seiner Musik bin, habe ich vermutlich schon mal erwähnt. Ich habe fast alle Platten, das reicht in diesen digitalen Zeiten vielleicht auch schon als Information.

Ilka Schneider

Ilkas Texten ist etwas sehr Schönes eigen, was schon wieder mehr ist, als gesagt werden muss.

Brauseboys am 24.11.: Mundkunst

Standarddeutsch

Das erste Mal war ich in der Schweiz. Die Leute sind entspannt und nett, die Züge sind wirklich pünktlich und vermutlich alles andere auch. Schön ist es also in der Schweiz, eine gute Erkenntnis, nur dass mich auf der Straße Schweizer jeden Alters, auch Jugendliche, freundlich grüßen, lässt mich als Gewohnheitsweddinger zusammenzucken. Und dass der Döner umgerechnet 8 Euro kostet natürlich. Kurios finde ich auch, dass ich von allen verstanden werde, aber nicht alle verstehe. Eigentlich niemanden verstehe, wenn der das nicht möchte und das Deutsch nicht wechselt. Praktisch ist es also, dass ich als Vortragender und nicht als Zuhörer eingeladen bin. Was wir noch anerkennend Hochdeutsch nennen, wird hier mitunter locker als "Standarddeutsch" flachgehalten, so viel habe ich dann doch verstanden. Ich wandere halb auf einen Schweizer Berg, weil noch etwas Zeit ist, um darüber nachzudenken. Vor einem Schweizer Schild, das mich auf mein Ziel hinweist, b…

Vernebelter Hafen

Auf einer schönen Hafenrundfahrt in Hamburg nebelte es sehr, mal weniger und mal sehr viel.
Der Hamburger Hafen ist bald kein Freihafen mehr, derweil lagern noch viele Orientteppiche zollfrei in den Lagern. Die Kräne sind zum Teil wohl schon vollautomatisch.
Hier wird gerade ein Geisterschiff be- oder entladen.
Ein sehr großer Hafen, der auch noch deutlich ausgebaut werden soll in den nächsten Jahren. Irgendwo im Nebel gibt es noch etwas Platz für mehr Schiffe.
Entspannt schaukelten wir zurück, auf einer Barkasse, die wohl schon Hans Albers befördert hat, den Nuschelhamburger.


Brauseboys am 16.11. bei Esche und am 17.11. im Mastul

Dröhnung

Unglaublich, welchen Gewinn an Lebensqualität der Einbau von zwei neuen Gehäuselüftern bringen kann. Seit Monaten schon schnarrte einer der beiden, oder sind es Jahre, anfangs ließ er sich durch ein beherztes Klopfen auf den PC aber noch beruhigen. Staub schien das Problem zu sein, bald half aber auch kein Klopfen mehr und kein Tritt, kein Aussaugen des Gehäuses brachte mehr Linderung, die Dröhnung war total. Als mich Paul im Nebenhaus kürzlich über Facebook anchattete, ob ich auch den kreisenden Helikopter hören würde, hörte ich schon seit Monaten ständig mehrere Helikopter, unter meinem Schreibtisch. Alles löschte das Dröhnen aus, das Radio konnte ich nicht mehr hören, kein Telefonat mehr im Zimmer führen. Es war in meinem Kopf, es füllte mich aus, es drohte mich zu verschlingen. Und jetzt? Der Computer scheint nicht mal angeschaltet zu sein. Aber er ist es, ein Wunder.  Plötzlich höre ich wieder Radio und bemerke erst die Programmänderungen, von denen ich gel…

Der singende Tresen und Markus Liske

Dieses Mal waren wir vorbereitet, dass bald Konfetti fallen würde. Der singende Tresen hat nämlich immer welches dabei. Markus Liske brachte dazu Geschichten mit, ich habe es nach dem schönen Abend dennoch nicht mehr vermocht, ein Foto zu machen, auf dem nicht irgendjemand die Augen zu hatte.

Zuckerklub und Buch

An diesem Abend feierten wir eine Neuerscheinung, den Abschluss unserer Berlin-Trilogie. "Das ist kein Berlin-Buch" handelt im Gegensatz zu den ersten beiden nicht von Berlin, oder wenn, dann eher kritisch. So jedenfalls die Idee, es ist ein guter dritter Teil. Alle Menschen sollten dieses Machwerk besitzen. Zum Sondertermin luden wir uns den von uns angeschmachteten Zuckerklub, es wurde das geplant schöne Fest.

Buchpremiere am 8.11.: Das ist kein Berlin-Buch

Wir haben es wieder getan! Unser drittes Buch erscheint:
Brauseboys: DAS IST KEIN BERLIN-BUCH



Beim Herankommen muss ich das Alter des jungen Mannes deutlich herabsetzen, viel älter als fünfzehn ist der nicht. Er hält eine leere Plastiktüte in der Hand. Im Schillerpark hätte ich ihn für bekifft gehalten, aber hier in der westfälischen Pampa scheint mir das eine zu abwegige Vermutung. Trotzdem mutet es bizarr an, wie er da rumsteht und auf die Wildblume stiert. Es sind Sommerferien in Nordrhein-Westfalen und ideales Badewetter, so ein Teenager gehört doch ins Freibad und nicht an einen stinkenden Moorgraben. Vielleicht ist heute ja doch Ausflugstag für die schrägeren Vögel. (Hinark Husen: Drei Mann im Moor) 

Tito Maffay raucht

Aber natürlich nur ganz selten mal vielleicht und dann immer im vollen Bewusstsein der Schädlichkeit. Er gestand am Mikrophon, nur sehr selten ein neues Lied zu schreiben, allerdings entstehen in seiner Singebühne "Sing dein Ding" einmal im Monat dafür umso mehr spontan.

Klaus Bittermann

Klaus Bittermann verantwortet und verlegt die feine Edition Tiamat, bei uns ist er aber ganz als Autor zu Gast und brachte dieses Mal Kreuzberger Szenen aus seinem neuen Buch "Möbel zu Hause, aber kein Geld für Alkohol" mit, das ich jetzt auch mein eigen nennen kann.

Brauseboys am 3.11.: Das ist auch kein Berlin-Buch

Weichspeicher

Ja, es gibt Tage, an denen fühlt man sich unverstanden. Und dann gibt es Tage, da versteht man selbst niemanden und nichts mehr. Auch die Kombination ist beliebt. Im Grunde ist es nur wichtig, einen solchen Tag vorbeigehen zu lassen und am besten nichts zu tun. Wobei man also im Vorteil ist, wenn man keiner geregelten Tätigkeit nachgeht. Obwohl nun mancher einwerfen könnte, auch mit einer geregelten Tätigkeit ließe sich bisweilen sehr gut nichts tun, vielleicht sogar besser. Daher schreibe ich es hier schon hin, dann muss sich keiner outen.  In all den vielen sozialen Netzwerken zum Beispiel, das größte Problem an der Kommentarfunktion ist ja, dass sie einen Kommentar ermöglicht. Bekanntlich wird alles gemacht, sobald die Möglichkeit besteht, wer also Kommentare ermöglicht, muss mit Kommentaren rechnen. Und setzt sich zusätzlich der Gefahr aus, auf Kommentare zu antworten.  Aber es gibt auch Hoffnung, denn längst ist es nicht mehr so, dass das Internet nicht…

Karl, Clint und Kollegin

An dem Abend war ich nicht dabei, sondern habe in meiner alten Heimat an der Brunnenstraße mein Buch vorgestellt, das von der Brunnenstraße handelt. In der schönen Philipp-Schaeffer-Bibliothek war das, eine Verbindung zum Wedding gibt es auch, denn Philipp Schaeffer wurde in Plötzensee geköpft. Danach jedoch war ich kurz im La Luz, die Gäste des Abends waren noch zugegen. Im Einzelnen: Karl Neukauf und Kollegin, sowie Clint Lukas von den Surfpoeten.

Brauseboys am 27.10.: Eiertanz

Autovervollständigung 2

Nicht nur als Orakel, sondern auch als Mitarbeiter für Autoren bewährt sich die Autovervollständigungsfunktion der Suchmaschine. Sie wird dabei zur Autorvervollständigungsfunktion, denn ich muss meine Sätze nicht mehr selbst zu Ende schreiben, das kann die Maschine. Hier unsere erste gemeinsame Geschichte, die jeden Literaturpreis absahnen kann und vermutlich wird, sie heißt: Schluss mit (dem Eiertanz) 
Ich ging (einmal spazieren), da wurde (mitten in der Nacht ein Kind geboren). Das Kind (mit der goldenen Jacke), geboren (um zu leben). Ich wusste nicht (immer, was ich will, doch ich wusste, wie ich es kriege), die Jacke (voll kriegen), voll (auf die Mütze).  Ich habe kein Problem (mit Alkohol, nur ohne), kein Problem (mit schwierigen Menschen), kein Problem (mit Tinnitus) und kein Problem (mit Süßwasseralgen). Probleme sind (Gelegenheiten zu zeigen, was man kann).
Dichtung ist (redende Malerei), Dichtung ist (immer nur eine Expedition nach der Wah…

Martin

Martingo ist ein Kürzel für Martin Goldenbaum. Sein mittlerweile viertes Album "ANKER" erscheint in diesen Tagen, dieses Mal unter der langen Version seines Namens.

Marlen Pelny

Marlen machte sehr verrückte Dinge an diesem Donnerstag. Ihr Schlagzeug war ein Telefon, außerdem verdoppelte bis vervierfachte sich mit einem anderen Gerät. Alles war schön, schön.

Quo vadis, Berlin?

An diesem Donnerstag brachte uns Ralf Kohring seine Geschichten mit. Und eine Freundin, die auch auf dem Foto ist. Sein Buch heißt "Quo Vadis, Berlin?".

Brauseboys am 20.10.: Neue Propheten

Autovervollständigung

Die alten Griechen hatten Delphi, wir Nachfolgegriechen haben das Google-Orakel. Vor allem die Autovervollständigungsfunktion erfüllt diesen Zweck, deshalb hat sie auch diesen langen, geheimnisvollen Namen verdient. Gebe ich etwa "Der Wedding wird" ein, vervollständigt die Funktion automatisch zu "Der Wedding wird schwarz". Und welche Farbe hat der Wedding, wo ich dieses notiere? Er ist schwarz wie die Nacht. Und morgen um die Zeit auch wieder. Zweiflern kann auf viele Weise gezeigt werden, dass das Orakel oft nachweislich Recht hat. Gibt man "Berlin wird" ein, kommen gleich vier Prophezeiungen, die alle eingetreten sind: Berlin wird Hauptstadt, Berlin wird größer, Berlin wird leben und die Mauer wird fallen, Berlin wird gegründet. Nun also, was wird aus Griechenland?  Griechenland wird pleite gehen.
Drei weitere Prophezeiungen kommen, aber die erste ist die wahrscheinlichste. Absteigend dann: Griechenland wird nicht pl…

Jochen

Der Herr Reinicke kennt sich mit allem aus, das ist so seit jeher schon und seit wir ihn kennen. Auch mit dieser modernen Technik, wie dem hier gezeigten Mobiltelefon, weiß er gekonnt umzugehen. Schwarz ist seine derzeitige Lieblingsnichtfarbe.

Manfred

Manfred Maurenbrecher schickt sich an, einer unserer häufigsten Gäste zu werden. Das kann nur bedeuten, dass er einer unserer liebsten Gäste ist. Und das stimmt.

Brauseboys am 13.10.: Entlüften

Keine Angst vor Pferden

Das Internet hat mir heute Angst gemacht, gerade eben. Nicht, weil alles mögliche über mich darin steht, das meiste habe ich ja selbst reingeschrieben. Sondern weil es offenbar schon weiß, was ich tue, auch wenn ich nicht im Internet bin. So fragte mich Robert kürzlich, ob ich ihm bei einem Heizungsproblem behülflich sein könnte. Vielleicht müssten die Heizkörper nur ordentlich entflüftet werden, mutmaßte er, und zeigte mir im Internet, genauer, in "seinem" Internet zu Hause die passenden Entlüftungsschlüssel. Es tat aber auch ein Schraubenzieher und es lag nicht daran.  Seit dem Sommer jetzt lese ich mit großer Freude Ebooks auf meinem Telefon, habe es aber bislang noch nicht zum telefonieren benutzt. So kompliziert ist die Welt geworden, jedenfalls hat Amazon viele Klassiker "für umme" und ich also jetzt auch, weil ich Freund der Klassiker bin. Amazon nervt mich im Gegenzug mit regelmäßigen Emails, die Email heute kann aber k…

Sacha, aber nicht wie die Torte

Ich werde es mir künftig merken, dass der Vorname dieses Herrn zwar wie Sascha gesprochen, aber nicht wie Sascha geschrieben wird, sondern Sacha, ähnlich wie Sacher-Torte, nur eben wie Sascha gesprochen.

Hermann Frefel

Hermann Frefel macht Kabarett und Lieder, und das freundlich und direkt.

Brauseboys am 6.10.: Im Sommerherbst

Schwingungen

So ein schöner Sommer im Oktober, ein Sommerherbst. Dann gibt es bestimmt auch einen schönen Winter im nächsten April. Alles hängt ja mit allem zusammen. Schlechter Sommer im Sommer mit gutem Sommer im Herbst zum Beispiel. Worauf auch ein guter Herbst im Herbst folgt, aber ein schlechter Winter im Winter. Dafür dann aber der schöne Winter im Frühling und vielleicht noch ein schöner Frühling im Sommer, ein Frühlingssommer. Wenn ich das richtig verstehe, sind komplizierte Systeme wie Wetter immer so schwingend oder pendelnd. Bevor mich hier aber noch jemand korrigieren muss, der davon was versteht, leugne ich besser jede Einsicht in das Thema. Eher noch als das Wetter ist das eigene komplizierte System des Verstehens in meiner Hirnschale schwingend oder pendelnd. Manchmal verstehe ich alles und dann wieder habe ich nichts kapiert. So lese ich über die Forschung der diesjährigen Nobelpreisträger für Physik und begreife, dass sich das Universum weiter ausdehnt …

Der Bruder der Braut

Unter dem Namen "Bruder der Braut" kannten Robert und ich ihn schon aus dem Mastul, er hat aber auch einen richtigen Namen: Lasse Hölck. Er macht in Musike.

Daniel Erk

Daniel Erk ist Journalist und Autor, für die taz betreibt er sein erfolgreiches Hitlerblog, mittlerweile ist ein Buch in Vorbereitung.

Brauseboys am 29.9.: Einladung

Schwerer Aufstieg

Mache Kaffee für mich und die Handwerker. Zwei Wasserspezialisten und einen Maurer. Die heiße Gabe aus der Superbohne haben sie sich wirklich verdient, der Wasserlehrling hat zum Beispiel sehr schön mein Bad geputzt. Manchmal muss man eben doch einfach abwarten, wie damals, als kurz bevor ich endlich die Fenster putzen wollte, neue eingesetzt wurden. Was hätte ich mich geärgert? Jetzt freue ich mich stattdessen, auch wenn mir etwas unsinnig erscheint, dass die Putzaktion schon gestern stattfand, obwohl sie heute mit dem Maurer wiedergekommen sind. Aber es ist eine alte Haushaltsweisheit - eine gewissenhaft hergestellte Grundsauberkeit ist nicht sofort zu erschüttern. Vielleicht waren sie auch gestern so gründlich, weil eine Nachbarin drüber trotz des offenen Fallrohrs ein fröhliches Vormittagsgeschäft in die Etagen drunter geschickt hatte. Mein Bad war später blankpoliert, die Flecken auf ihren Hemden habe ich mir aber besser nicht so genau angesehen.  E…

Dönermesse

Der Papst kann zu Hause bleiben, ich bin am Wochenende lieber zur Dönermesse DÖGA gegangen. Das zweite Mal fand sie statt und der Sonntag war erstmals Besuchertag. Viele Besucher fanden sich am Sonntagnachmittag ein, vor allem junge, zugezogene Studenten. Denn für Studenten war der Eintritt kostenlos, was vermutlich auf irgendeinem Radiosender für junge, zugezogene Studenten verbreitet wurde. Ich lernte einen netten Dönerbrotfabrikanten aus Neukölln kennen und fotografierte ihn, das Foto sollte ich ihm unbedingt senden. So war es auch vereinbart, leider ist die Emailadresse auf seiner Visitenkarte nicht korrekt. Aber ist korrekt, dann rufe ich mal an und frage nach der richtigen. Gesetzt den Fall, wenigstens die Telefonnummern auf der Visitenkarte stimmen.


Außerdem präsentierten sich Dönerfleischfirmen wie diese.


Und natürlich nicht nur mit schönen Schildern, sondern auch schönen Schnipseln vom Fachmann. Aber Dönerschneider weltweit, seid gewarnt! Man plant, euch zu ersetzen.


Der Dönerro…

Schlimme Frisörsalonnamen (40a-40e)

Der Trend ist global, wie ich an dieser Stelle schon einmal bewies. Hier aber noch ein paar weitere Belege (da ohne fotografische Beweise nur "halb" mitgezählt):

Schlimme Frisörsalonnamen, die ich im Vorbeifahren in den USA sah, ohne dass ich die Möglichkeit hatte, ein Foto zu machen:
HAIR WE R, Ocean City, Maryland
HAIRPORT, Rehoboth Beach, DelawareHAIR WE GO, Rehoboth Beach, DelawareSchlimme Frisörsalonnamen, die Mike Mehnert in den USA sah, ohne dass er die Möglichkeit hatte, ein Foto zu machen:
HAIR AND NOW, Aurora, Colorado Link
ARISTOCUTS, Colorado Springs, Colorado Link

Frédéric Valin

Unser Gast Frédéric Valin hat die schöne Neuköllner Lesebühne "Read on, my dear" begründet, bzw. müsste ich mal genauer fragen, wie die Bühne eigentlich genau funktioniert. Jedenfalls lesen wohl Frédéric und Jan-Uwe Fitz fest mit und ein Gast ist immer dabei.

Brauseboys am 22.9.: Sondiert uns

Schnipsel aus "Wie man einen Döner isst"

Einen guten Dönerimbiss findet man in Berlin im Grunde nur in den Dönerhochburgen Neukölln und Wedding. Auch im Gründungsstadtteil Kreuzberg, er wurde dort aber auch stark von Biofood verdrängt. Auch im Friedrichshain mag es guten Döner geben, aber hier konnte er nie ingesamt kulturell Fuß fassen, weswegen die Blütezeit des Döners vor Allem in den schon genannten Stadtteilen spätestens in den Neunzigern begann. Erstes Qualitätskriterium sind die Menge der Menschen an und im Imbiss, vor allem zu den Essenszeiten mittags oder nach Feierabend. Auch ein spät in der Nacht gut frequentierter Dönerladen kann ein guter sein, nachts sollte man allerdings herausfinden, ob alle in der Schlange ebenfalls Touristen zu sein scheinen. Oder ob alle sehr betrunken sind. Ist sogar beides der Fall, erwägen sie anhand weiterer Beobachtungen, doch einen anderen Imbiss zu suchen. Vermutlich sind Sie außerdem garnicht im Wedding oder in Neuköl…

Martin Betz

Für musische und musikalische Einlagen war an diesem Abend Martin Betz zuständig. Wie immer ruhte er in sich selbst und brachte viel wesentlich Klangvolles dar.

Daniel Gollasch

Die Politikwochen vor der Wahl in Berlin waren eine gute Idee, vielleicht wiederholen wir das Ganze zur nächsten Bundestagswahl. Bestimmt sogar. Leider habe ich selbst die meisten Abende verpasst und daher auch dort keine Fotos machen können. Frisch zurück aus Schweden war ich immerhin noch am letzten Donnerstag dabei. Politischer Gast hier der grüne Kandidat für den unsrigen Wahlkreis im Wedding: Daniel Gollasch.

Und hier nochmal mit Volker und mir. Einer von uns dreien ist nicht Mitglied bei den Grünen.

Brauseboys am 15.9.: Sie haben Post (Kandidaten-Check)

Ihre Leidenschaft bewegt die Welt (Robert Rescue)

Das steht oben auf der Postkarte und ich denke mir, Ach nee. Zwei Skispringer, Langläufer, Snowboarder oder wie auch immer die heißen sind zu sehen und in einem Kasten unten steht: Setzen Sie ein Zeichen. Bekennen Sie sich zur Bewerbung um die Olympischen Winterspiele 2018 in München und gewinnen Sie tolle Preise. Ich drehe die Karte um und lese: An alle Wintersport-Fans, Seestraße xxx, 13353 Berlin. Ich schaue an der Reihe der Briefkästen entlang und gehe dann zu dem von Härtling/Neuruther. Von denen habe ich gehört, dass sie Sport treiben, weshalb ich die Karte bei ihnen einstecke. Bei mir war sie auf jeden Fall fehl am Platz.

Daniel Gollasch (Bündnis 90/Die Grünen)wird sich den Fragen der Brauseboys stellen und seine Wedding-Tauglichkeit unter Beweis stellen. Martin Betz wird das ganze musikalisch begleiten.


Brauseboys am 08.9.: 100 Lösungen für Berlin (Kandidaten-Check)

Das Buch der Bücher (Robert Rescue)

Für die 100 wichtigsten Probleme Berlins gibt es Lösungen, so meint die Berliner CDU und hat ein Buch drucken lassen. Dieses kann jeder Bürger für 50 Cent am Kiosk kaufen oder auf der Website des Spitzenkandidaten, Frank Henkel, lesen oder herunterladen. Ein interessanter Weg, ein Wahlprogramm zu vermarkten. Beklemmend ist aber der Hinweis auf dem Cover, dass es sich um die "Ausgabe 01/2011" handelt. Das lässt vermuten, das es eine Fortsetzung geben wird. "Noch mehr Lösungen für Berlin" wird es schlimmstenfalls heißen. Oder vielleicht doch "50 Lösungen für Berlin"?

Sven Rissmann (CDU) und ein Vertreter der PIRATEN werden sich den Fragen der Brauseboys stellen und ihre Wedding-Tauglichkeit unter Beweis stellen. Sebastian Krämer wird das ganze musikalisch begleiten.

Seenkette in Lappland

Mal mit etwas mehr Licht und fast keinem Regen.

Mal mit wenig Licht und fast keinem Regen.

Brauseboys am 01.9.: Über den Dächern des Wedding (Kandidaten-Check und Ortswechsel)

Über den Dächern des Wedding (Robert Rescue)

Die Brauseboys ziehen am 01.09. für eine Show aufs Dach. Genauer gesagt, ins Tanzstudio MAGNA MATA, wo in der Pause ein schöner Blick auf die Dächer des Weddings lockt. Wenn man durch den Haupteingang kommt, geht man nicht geradeaus zum La Luz, sondern wendet sich nach links und steuert auf den Turm (Aufgang 10) links neben dem Nebeneingang (ab 20 Uhr geschlossen) zu. Vorne ist ein Aufzug. Den besteigt man und fährt in die 4. Etage. Dann ist man da.
Für alle Fälle steht ein Brauseboy auf dem Gelände herum, der für die obenstehende Wegbeschreibung bessere Worte findet oder bei Bedarf ein Navi leiht.

Noch zwei Dinge:

1.) Das Essensangebot ist eingeschränkt. Voraussichtlich gibt es Nachos, Kartoffelsalat und Buletten oder Würstchen.

2.) Der Einlaß verschiebt sich auf 20:30 Uhr. Wir sehen aber zu, dass wir wie gewohnt mit der Show beginnen. Alles wird gut, alles wird schön!


Dr. Christian Hanke (SPD)und Hartmut Bade (FDP) werden …

Pilz des Jahres

Den täglichen Pilz holt man sich besser auf dem Blog des Weddinger Nachbarn Heiko Sievers, und noch besser direkt von seiner Staffelei. Aber da ich im letzten Jahr hier wenigstens einen eigenen Pilz des Jahres gekrönt habe, mache ich mal den zweiten Schritt auf dem Weg zur Tradition. Mein diesjähriger Pilz des Jahres begeisterte mich durch seine Kraft. Vermutlich innerhalb eines Tages konnte er die feste Moosdecke im Norden Ölands durchstoßen und die Moosschollen beim Auffalten des Schirms von sich abwerfen. Selbst wenn er doch ein oder zwei Tage mehr gebraucht hat, es ist ein Superpilz.

Kühe

Sind die nicht eigentlich unpraktisch, diese Nummern im Ohr? Rascheln die nicht oder klappern im Wind? Und dann immer direkt vor dem Gehörgang, für mich wär das nix. Auf Öland ist es aber insgesamt nicht so laut,  daher scheinen diese Kühe trotzdem sehr entspannt zu sein.

Brauseboys am 18.08.: Hoher Besuch

Spruchweisheit (Robert Rescue)

Vor Jahren habe ich mal die Zigarettenblättchen der Firma MUSKOTE benutzt, die in jeder Packung einen Sinnspruch stehen haben. Einer gefiel mir besonders gut und ich habe ihn an die Pinnwand gehängt, weil er mir passend erschien, um das gelegentliche, manchmal auch häufige Nichtstun nicht zum schlechten Gewissen geraten zu lassen. Wer seine Hände in den Schoß legt, muss deshalb nicht untätig sein. Wann immer ich mal an der Pinnwand stehe und aus den Augenwinkeln das kleine Kärtchen sehe, rufe ich mir in Erinnerung, dass es nichts Schlechtes ist, dass ich das Wochen- oder Tagespensum nicht geschafft habe. Neulich dann habe ich den Karton mal abgenommen und als ich las, dass der Ausspruch von Casanova stammte, wurde mir klar, dass wir beide unterschiedliche Dinge gemeint haben.

Schlimme Frisörsalonnamen (40)

Für Nummer 40 sind wir aus dem inneren Kreis der Wortspielhölle zurück in der Vorhölle. Doch apropros Hermannstraße: Wieso ist eigentlich noch niemand auf "Hairmann" für einen ostwestfälischen Salon gekommen ...? # Hairmann der Etruskhair

Paula

Paula Jung macht eigentlich in Drehbuch und Film, was sie vom dabei fast unvermeidlichen Kellnern im La Luz geradewegs aber auch zum Vorlesen gebracht hat.

Manfred Maurenbrecher

Manfred besucht uns regelmäßig, seit es uns gibt, und ist offenbar sehr gern im Wedding, worüber wir uns auch immer freuen. Und das Publikum freut es auch, eine Win-Win-Win-Situation.

Brauseboys am 11.8.: Kurze Texte

Engage

Ich würde es nicht bei Twitter schreiben, aber hier besteht keine Gefahr, dass er es liest. Wesley Crusher nervt mich immer noch, erst auf dem Raumschiff und seit ich ihm auf Twitter followe, nervt er mich auch auf Twitter. Zum Entfollowen kann ich mich allerdings auch nicht entschließen. So sehr nervt es dann doch nicht, immerhin followe ich einem Mitglied der Enterprise. Das zu hören, bzw. lesen gefiele ihm bestimmt nicht - natürlich droht auch bei einem deutschen Posting, dass er es liest, ich lese auch türkische Kommentare auf Youtube per Google Translator. Und was dann dabei herauskommt, klingt bestimmt nicht charmanter. Data jedenfalls, dem ich auch followe, nervt es sehr, wenn man ihn mit der Figur verwechselt. Was eine Zeitlang dazu führte, dass mich sogar Data nervte, weil er ständig leugnete, Data zu sein. Aber das hat sich gelegt, glaube ich, und ich werde natürlich nicht den legitimen Nachfolger von Spock entfollowen. Und Spock natürlich auch nie. Geor…

Schlimme Frisörsalonnamen 39

Heldenhaft aus dem Auto geknipst haben dieses Etablissement Nicole Pflüger und Frederic Hormuth, und zwar in Reichelsheim im Odenwald. Heldenhaft vor allem, sich überhaupt in solche Orte zu begeben. Respekt!

Brauseboys am 4.8.: Heiter bis umwölkt

Samstag, 30. Juli, 11 Uhr
Am frühen Nachmittag habe ich einen Brief meiner Tante aus dem Briefkasten gefischt. Die Schwester meines Vaters ist eine sonderbare Kreatur. Der Begriff Kreatur mag negativ erscheinen, muss an dieser Stelle allerdings als Euphemismus gewertet werden, sprechen wir doch von einer Frau, die aussieht wie eine osteuropäische Hammerwerferin im Ruhestand, die seit Ende der siebziger Jahre unter psychosomatischem Haarausfall leidet und sich darüberhinaus in einen religiösen Wahn geflüchtet hat, seitdem in die Sozialwohnung unter ihr eine türkische Familie eingezogen ist.
Meine Tante, das herzensgute Ding, schickt mir Folgendens: Einen 50-Euro-Schein (in kommunistischer Tradition versteckt zwischen zwei Karteikarten), eine Glückwunschkarte zu meinem 29. Geburtstag (heute in 2 Wochen) und eine handschriftliche Notiz: "3. Buch Mose, Vers 22: Der Mann soll nicht beim Manne liegen, wie er bei einer Frau liegt."
Nach Rücksprache mit meiner Mutter, di…

Martin und Frank

Das Duo hatten wir zufälligerweise schon einmal. Zufällig, weil es sich ja garnicht um ein Duo handelt, sondern um den Liedermacher und "Lesershow Member" Martin Goldenbaum und den Slammer Frank Klötgen. Der baut zur Zeit gerne berühmte Bauwerke aus seinem Bücherstapel zu Hause nach.

Brauseboys am 28.7.: Innere Auskehr

Es ist ein Kreuz

Arglos gehe ich an die Haustür, als es klingelt. Denn der Herr Nachbar klingelt gerade oft, um sich wechselndes Werkzeug auszuleihen. Akkuschrauber und Wasserwaage lassen darauf schließen, dass ich nicht daraus schließen kann, was er da baut oder aufhängt. Könnte alles sein, Garderobenhaken, Wandregale oder auch ein Andreaskreuz für Fesselspiele. Oder zum Anbeten natürlich, obwohl ich nicht weiß, ob man den heiligen Andreas per Andreaskreuz anbetet. Und ob dann Verehrer des heiligen Andreas auch an jedem Bahnübergang mit Andreaskreuz zu Andreas beten und ob das nicht gefährlich ist, immer mit gesenktem Blick innere Einkehr in direkter Nähe von Bahnschienen auszuüben. Und freut man sich als Andreas über Andreaskreuze allgemein, so wie ich mich immer freue, in Frankreich zu sein? Na, es gibt ja genug, die man fragen kann.  Aber es stehen keine Nachbarn vor der Tür, sondern christliche Fundamentalisten. Haben Sie mich also wiedergefunden nach dem Umzug, hab…

Spider

Spider von LSD - Liebe statt Drogen, hier mit einem freundlichen Blick von der Seite.

Wenn Blicke flöten könnten

So heißt sein Album, aber vermutlich an diesem Abend, bestimmt unter Einfluss der gelben Kapuzenjacke, hatte die Blockflöte des Todes schon die aktuelle Single zur Lage einer Berliner Splitterpartei ausgeheckt.

Brauseboys am 21.7.: Spinnen und Flöten

Brückensport

Für manche schockierend, mich eingeschlossen, aber ich war gerade eine Stunde laufen und schwimmen. Und es war gut. Vor allem der Körper hat sich gewundert, war aber die ersten zwanzig Minuten einfach zu überrascht, um Einwände zu formulieren. Dann allerdings hatte er gewichtige Argumente parat und legte sie in einer Liste vor: Atemnot, Herzstillstand, Sehnenriß, Muskelschwund, drohende Kernschmelze. Ich legte eine Pause ein, um den Reaktor zu überprüfen, entschied mich wegen der guten Werte aber gegen sofortige Abschaltung und für eine Laufzeitverlängerung. Ganz so schnell konnte ich jetzt noch nicht aufgeben. Und das Ziel lockte, der große Teich, das Plötzenmeer, anderthalb mal außen rum legte ich drauf und gerade noch rechtzeitig glitt ich hinein und kühlte die Brennstäbe. Ach herrlich war das, drumherum stieg Dampf auf, und wenn ich schon drin war, konnte ich ja auch mal hin und her plätschern. Gemütlich schlenderte ich zurück, ein bißchen, weil ich es …

Weidenpalast

Der Weidenpalast in Auerstedt.