Mittwoch, 28. Dezember 2011

Auf Nimmerwiedersehen 2011 - Ein Jahr wird abgeschirmt

Du, Spiegel,
bist uns zum letzten Jahreswechsel mit einem brandheißen Titel gekommen: "Im nächsten Jahr wird alles besser! Von schlechten Angewohnheiten und guten Vorsätzen."
Und fast, Spiegel, hätten wir das Heft auch wirklich mal wieder gekauft, einzig: Irgendwie war das Nasebohren dann doch interessanter. Aber nächstes Jahr, bestimmt!
Mit Vorsatz:
Die Brauseboys

Aus:
Auf Nimmerwiedersehen 2011 - das Buch
Ein Jahr wird abgeschirmt. 144 Seiten Brauseboys von Januar bis Dezember. Für 9,90 €, es gelten auch griechische Euro. Erschienen im Satyr-Verlag. www.satyr-verlag.de
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AUF NIMMERWIEDERSEHEN 2011 - Ein Jahr wird abgeschirmt

Amy Winehouse stirbt an Ehec, Knut an einer Alkoholvergiftung und der Papst spielt Frauenfußball im Olympiastadion. In Berlin schmelzen Mittelklassewagen, in Japan nur Atomkerne. William nimmt die Kate zur Frau und Wowereit den Henkel. Mubarak geht als Rentner in den Ruhestand, Gaddafi als Kanalarbeiter in den Untergrund. Und eine Frage brennt allen auf der Seele: Wieso gabs in Arabien einen Frühling, aber in Deutschland keinen Sommer?
Die Brauseboys sortieren ihre Erinnerungen: Was lohnt sich zu erhalten, und was übergibt man der geordneten Insolvenz der Geschichte? Texte, Lieder, Tanzeinlagen - Paul Bokowski, Hinark Husen, Robert Rescue, Frank Sorge, Volker Surmann und Heiko Werning geben alles!

Im Comedy-Club Kokkaburra
Schönhauser Alle 184
U2 Rosa-Luxemburg-Platz
Karten unter: 030 / 48 62 31 86

Alle noch kommenden Termine:
Mi. 28.12.11 - Fr. 30.12.11 >täglich 20.30 Uhr
Sa. 31.12.11 >16.00 Uhr & 19.30 Uhr
So. 01.01.12 - 19.00 Uhr
Mo. 02.01.12 - 20.30 Uhr
Mi. 04.01.12 - Sa. 07.01.12 >täglich 20.30 Uhr

www.comedyclub.de & www.brauseboys.de/presse.htm

Freitag, 16. Dezember 2011

Dienstag, 13. Dezember 2011

Brauseboys am 15.12.: Festprogramm


Sensationsmeldung zum Jahresende 

Am frühen Mittag wurden im Problembezirk Mitte Neuigkeiten zum Hicks-Teilchen vermeldet. "Der Große Trinker Kollidierer" im Stadtteil Wedding, die trockene Brunnenschale auf dem Leopoldplatz vermeldet, dass jetzt der Promillebereich umrissen werden konnte, in dem die Hicks-Teilchen mit hochprozentiger Wahrscheinlichkeit vorkommen. "Im Wedding haben wir hervorragende Bedingungen, aber erst im Vergleich mit den aktuellen Ergebnissen aus München sind wir jetzt einen wichtigen Schritt weiter", so Murat Juhnke vom Spätkauf "24 Stunden". Der große S-Bahn-Bierbeschleuniger im Süden der Republik lief am Wochenende letztmalig mit einem Energieaufkommen von mehreren tausend Flaschen. "Wir sind kurz davor, das Hicks-Teilchen nachzuweisen", führt Juhnke aus, "daher ist es sehr bedauerlich, dass die Anlage in München trockengelegt wurde. Hier im Wedding haben wir aber weiterhin stabile Bedingungen, natürlich vorkommende Trinker laufen hier täglich in größerer Geschwindigkeit um den Brunnen. Die Herausforderung besteht darin, in der gewaltigen Lautstärke beim Massenbesäufnis das schwer greifbare Hicks-Teilchen zu extrahieren, immerhin wirken auch bei uns Kräfte von mehreren hundert Pilsator." Einen hundertprozentigen Nachweis erwartet er spätestens zum Normaltrieb des Berliner S-Bahn-Rings in zwei Jahren. 

Freitag, 9. Dezember 2011

Dienstag, 6. Dezember 2011

Brauseboys am 8.12.: Spekulationen


Fernsehgebäck (von Volker Surmann) 

Es war nur ein kurzer Klick, aber mit ungeahnten Auswirkungen. Wieso heißt Spekulatius eigentlich Spekulatius? Aber die Wikipedia schwieg sich aus. Da hab ich mich wohl verspekuliert, dort was zu finden. Spekulieren kommt von speculari (spähen/beobachten). Aber was was soll das heißen? Dass diese Kekse gar nicht zum Essen da sind, sondern nur zum Angucken? Und zwar aus der Ferne. Fernsehkekse. Mit anderen Worten Chips. Also was jetzt? Knabbern oder nicht knabbern? 
Nein, das Internet muss doch mehr wissen! Spekulatius haben ihre Heimat im tiefen Westen: Belgien, Niederlande und Westfalen. Anders als in Deutschland ist in Holland zwar nicht das ganze Jahr über Weihnachten, aber man isst das ganze Jahr über Spekulatius, erfahre ich. Und auch in Indonesien isst man Spekulatius, aber Indonesien war ja mal niederländisch. Es gibt wahrlich Schlimmeres, was die Niederländer den Indonesiern angetan haben, als ihnen Spekulatius zu hinterlassen. 
Das Wiktionary will sich nicht festlegen: Kommen Spekulatius von speculum (Spiegel/Abbild) und heißen so, weil sie als Keks spiegelbildlich das abbilden, was die Form ausfüllt (Bauernscheune, Pferd, Elefant)? Oder sich weil das eigene Spiegelbild nach reichlichem Genuss wandelt Richtung entsprechendem Abbild (Bauernscheune, Pferd, Elefant)? Oder kommen die Kekse zu ihrem Namen über verschlungene mittelniederländische Wege von speculatie (Betrachtung, später auch Überlegung, Wohlgefallen, Fantasie)? Demnach wären Spekulatius Fantasiegebäck für Feinschmecker oder gebackener Tischschmuck. Also doch zum Angucken. Spekulatius - nichts anderes als eine frühe Vorform des Plasma-TV? 
Der Heilige Nikolaus trug übrigens auch den Beinamen Speculator (Bischof), weil Bischöfe halt auch immer so gucken. Außerdem schaute der Heilige Nikolaus immer den armen Leuten von fern ins Fenster, um zu gucken, ob es ihnen gut geht. Also schon wieder Fernsehen. Heiliges Fernsehen. Und Spekulatius heißen demnach Spekulatius, weil sie einstmals am Nikolaustage gebacken wurden. Das stimmt natürlich gar nicht, denn Spekulatius werden heute im August gebacken. Von da können sie Nikolaus natürlich nur aus der Ferne sehen. 

Freitag, 2. Dezember 2011

Mittwoch, 30. November 2011

Brauseboys am 1.12.: Vorerst nebenan

Vorerst gelungen

Warum fügt jemand in eine Radiowerbung für Katzenstreu den Satz "Testen sie jetzt selbst" ein? Vermutlich, weil es schnell gehen musste und schnell mal was übersehen wird, wenn es schnell gehen soll. So wurde im schnellen Medium Internet auch aus Bokowski Borowski, in einem Tweet der Jungle World, die sehr zu unserer Freude in der letzten Woche Texte von uns Brauseboys enthalten hat. Von Paul Borowski, Volker Schimanski, Frank Thiel, Robert Blum, Heiko Batic und Hinark Lindholm - den Ballaufboys. Denn ich vermute, hier steckte am Montagmorgen nur ein verkaterter Tatortfreund mit erhöhter Wahrscheinlichkeit für freudsche Fehlleistungen bei Ähnlichkeit mit Tatortkommissarsnamen dahinter. Deutsche Sprache, Klebesprache, erhöhte Tatortkommissarsnamensfehlleistungsneigung vermute ich beim Social-Media-Befütterer in diesem Fall. Und als ich das Interview über den anderen Fall lese, das jetzt alle lesen, kommt mir der Eindruck, auch Guttenberg scheint es nicht schnell genug gehen zu können. Und das lässt vor allem auf eines hoffen: Fehler. Ach ja, der Blogeintrag musste auch sehr schnell geschrieben werden, ist ja schon spät. Morgen ist es schon soweit:

Freitag, 25. November 2011

Mittwoch, 23. November 2011

Brauseboys am 24.11.: Mundkunst

Standarddeutsch

Das erste Mal war ich in der Schweiz. Die Leute sind entspannt und nett, die Züge sind wirklich pünktlich und vermutlich alles andere auch. Schön ist es also in der Schweiz, eine gute Erkenntnis, nur dass mich auf der Straße Schweizer jeden Alters, auch Jugendliche, freundlich grüßen, lässt mich als Gewohnheitsweddinger zusammenzucken. Und dass der Döner umgerechnet 8 Euro kostet natürlich. Kurios finde ich auch, dass ich von allen verstanden werde, aber nicht alle verstehe. Eigentlich niemanden verstehe, wenn der das nicht möchte und das Deutsch nicht wechselt. Praktisch ist es also, dass ich als Vortragender und nicht als Zuhörer eingeladen bin. Was wir noch anerkennend Hochdeutsch nennen, wird hier mitunter locker als "Standarddeutsch" flachgehalten, so viel habe ich dann doch verstanden. Ich wandere halb auf einen Schweizer Berg, weil noch etwas Zeit ist, um darüber nachzudenken. Vor einem Schweizer Schild, das mich auf mein Ziel hinweist, bleibe ich stehen. Ich gehe nach Schönegg und Guggital. Niedlich, dieses Spezialdeutsch, oder? 

Samstag, 19. November 2011

Vernebelter Hafen

Auf einer schönen Hafenrundfahrt in Hamburg nebelte es sehr, mal weniger und mal sehr viel.
Der Hamburger Hafen ist bald kein Freihafen mehr, derweil lagern noch viele Orientteppiche zollfrei in den Lagern. Die Kräne sind zum Teil wohl schon vollautomatisch.
Hier wird gerade ein Geisterschiff be- oder entladen.
Ein sehr großer Hafen, der auch noch deutlich ausgebaut werden soll in den nächsten Jahren. Irgendwo im Nebel gibt es noch etwas Platz für mehr Schiffe.
Entspannt schaukelten wir zurück, auf einer Barkasse, die wohl schon Hans Albers befördert hat, den Nuschelhamburger.


Dienstag, 15. November 2011

Brauseboys am 16.11. bei Esche und am 17.11. im Mastul

Dröhnung

Unglaublich, welchen Gewinn an Lebensqualität der Einbau von zwei neuen Gehäuselüftern bringen kann. Seit Monaten schon schnarrte einer der beiden, oder sind es Jahre, anfangs ließ er sich durch ein beherztes Klopfen auf den PC aber noch beruhigen. Staub schien das Problem zu sein, bald half aber auch kein Klopfen mehr und kein Tritt, kein Aussaugen des Gehäuses brachte mehr Linderung, die Dröhnung war total. Als mich Paul im Nebenhaus kürzlich über Facebook anchattete, ob ich auch den kreisenden Helikopter hören würde, hörte ich schon seit Monaten ständig mehrere Helikopter, unter meinem Schreibtisch. Alles löschte das Dröhnen aus, das Radio konnte ich nicht mehr hören, kein Telefonat mehr im Zimmer führen. Es war in meinem Kopf, es füllte mich aus, es drohte mich zu verschlingen. Und jetzt? Der Computer scheint nicht mal angeschaltet zu sein. Aber er ist es, ein Wunder. 
Plötzlich höre ich wieder Radio und bemerke erst die Programmänderungen, von denen ich gelesen habe. Und als ich es ausmache, diese Stille, die zerstreute Seele traut sich wieder zurück ins Zimmer, setzt mich zusammen im leichten Klackern der Tastatur, wie herrlich. Warum ich das erzähle? Als mahnendes Beispiel, denn neben dem ganzen Wohlbefinden ist da noch ein Gefühl. Ein Gefühl von Verlust und Leere. So irrational es ist - ich weiß, es ist das Dröhnen des kaputten Lüfters, das mir fehlt. Nicht aber, die Dinge gleich anzugehen, möchte ich deswegen anmahnen. Nur, dass man sich an alles gewöhnen kann. Das ist doch das eigentlich Erschreckende. 

Donnerstag, 10. November 2011

Der singende Tresen und Markus Liske


Dieses Mal waren wir vorbereitet, dass bald Konfetti fallen würde. Der singende Tresen hat nämlich immer welches dabei. Markus Liske brachte dazu Geschichten mit, ich habe es nach dem schönen Abend dennoch nicht mehr vermocht, ein Foto zu machen, auf dem nicht irgendjemand die Augen zu hatte.

Dienstag, 8. November 2011

Zuckerklub und Buch


An diesem Abend feierten wir eine Neuerscheinung, den Abschluss unserer Berlin-Trilogie. "Das ist kein Berlin-Buch" handelt im Gegensatz zu den ersten beiden nicht von Berlin, oder wenn, dann eher kritisch. So jedenfalls die Idee, es ist ein guter dritter Teil. Alle Menschen sollten dieses Machwerk besitzen. Zum Sondertermin luden wir uns den von uns angeschmachteten Zuckerklub, es wurde das geplant schöne Fest.

Montag, 7. November 2011

Buchpremiere am 8.11.: Das ist kein Berlin-Buch

Wir haben es wieder getan! Unser drittes Buch erscheint:
Brauseboys: DAS IST KEIN BERLIN-BUCH



Beim Herankommen muss ich das Alter des jungen Mannes deutlich herabsetzen, viel älter als fünfzehn ist der nicht. Er hält eine leere Plastiktüte in der Hand. Im Schillerpark hätte ich ihn für bekifft gehalten, aber hier in der westfälischen Pampa scheint mir das eine zu abwegige Vermutung. Trotzdem mutet es bizarr an, wie er da rumsteht und auf die Wildblume stiert. Es sind Sommerferien in Nordrhein-Westfalen und ideales Badewetter, so ein Teenager gehört doch ins Freibad und nicht an einen stinkenden Moorgraben. Vielleicht ist heute ja doch Ausflugstag für die schrägeren Vögel. (Hinark Husen: Drei Mann im Moor) 

Donnerstag, 3. November 2011

Mittwoch, 2. November 2011

Brauseboys am 3.11.: Das ist auch kein Berlin-Buch

Weichspeicher

Ja, es gibt Tage, an denen fühlt man sich unverstanden. Und dann gibt es Tage, da versteht man selbst niemanden und nichts mehr. Auch die Kombination ist beliebt. Im Grunde ist es nur wichtig, einen solchen Tag vorbeigehen zu lassen und am besten nichts zu tun. Wobei man also im Vorteil ist, wenn man keiner geregelten Tätigkeit nachgeht. Obwohl nun mancher einwerfen könnte, auch mit einer geregelten Tätigkeit ließe sich bisweilen sehr gut nichts tun, vielleicht sogar besser. Daher schreibe ich es hier schon hin, dann muss sich keiner outen. 
In all den vielen sozialen Netzwerken zum Beispiel, das größte Problem an der Kommentarfunktion ist ja, dass sie einen Kommentar ermöglicht. Bekanntlich wird alles gemacht, sobald die Möglichkeit besteht, wer also Kommentare ermöglicht, muss mit Kommentaren rechnen. Und setzt sich zusätzlich der Gefahr aus, auf Kommentare zu antworten. 
Aber es gibt auch Hoffnung, denn längst ist es nicht mehr so, dass das Internet nichts vergessen würde. So las ich vor wenigen Tagen eher zufällig eine unaufällige Email, dass mein Blog-Account wegen Untätigkeit heute gelöscht worden wäre. Ich loggte sofort ein, alles war noch da, aber mit wenigen Tagen Verspätung wäre alles wohl weg gewesen. Zwei Blogs wären einfach von der Landkarte verschwunden, das alte Brauseboys-Blog zum Beispiel. Ich glaube nicht mehr daran, dass immer im Internet steht, was einmal im Internet steht. Das ist eine Legende. 
Außerdem ist es hundertmal wahrscheinlicher geworden, nein, tausendmal, dass man sich daran erinnert, was jemand letztes Jahr auf Facebook geschrieben hat, als dass jemand anderes im Gegenzug  nach einer Woche schon überhaupt noch so lange eine Pinnwand bis zu der Stelle  rückwärts liest, wo der Eintrag steht. Loben wir also das Hirn, die beste Festplatte in unserem Besitz. 

Freitag, 28. Oktober 2011

Karl, Clint und Kollegin

An dem Abend war ich nicht dabei, sondern habe in meiner alten Heimat an der Brunnenstraße mein Buch vorgestellt, das von der Brunnenstraße handelt. In der schönen Philipp-Schaeffer-Bibliothek war das, eine Verbindung zum Wedding gibt es auch, denn Philipp Schaeffer wurde in Plötzensee geköpft. Danach jedoch war ich kurz im La Luz, die Gäste des Abends waren noch zugegen. Im Einzelnen: Karl Neukauf und Kollegin, sowie Clint Lukas von den Surfpoeten.

Mittwoch, 26. Oktober 2011

Brauseboys am 27.10.: Eiertanz

Autovervollständigung 2

Nicht nur als Orakel, sondern auch als Mitarbeiter für Autoren bewährt sich die Autovervollständigungsfunktion der Suchmaschine. Sie wird dabei zur Autorvervollständigungsfunktion, denn ich muss meine Sätze nicht mehr selbst zu Ende schreiben, das kann die Maschine. Hier unsere erste gemeinsame Geschichte, die jeden Literaturpreis absahnen kann und vermutlich wird, sie heißt: Schluss mit (dem Eiertanz) 

Ich ging (einmal spazieren), da wurde (mitten in der Nacht ein Kind geboren). Das Kind (mit der goldenen Jacke), geboren (um zu leben). Ich wusste nicht (immer, was ich will, doch ich wusste, wie ich es kriege), die Jacke (voll kriegen), voll (auf die Mütze). 
Ich habe kein Problem (mit Alkohol, nur ohne), kein Problem (mit schwierigen Menschen), kein Problem (mit Tinnitus) und kein Problem (mit Süßwasseralgen). Probleme sind (Gelegenheiten zu zeigen, was man kann).
Dichtung ist (redende Malerei), Dichtung ist (immer nur eine Expedition nach der Wahrheit). Das Kind ging (traurig davon), traurig über (das Leben). Bald werde (ich 30), sagt das (Kätzchen zu dem Hasen). Ende (der Welt), Schluss mit (Hotel Mama). 

Es sind goldene Zeiten mit diesem lustigen Kraken Internet, den ich gerne an seinen Tentakeln greife, um ihn zum Eiertanz ins Paradies zu laden. Eigentlich fehlt mir nur noch eine weitere Autovervollständigungsfunktion zum perfekten Glück, zum Beispiel die für meinen Geldbeutel. Oder mein Konto. Autovervollständigung wäre hier wirklich sehr praktisch. 

Freitag, 21. Oktober 2011

Mittwoch, 19. Oktober 2011

Brauseboys am 20.10.: Neue Propheten

Autovervollständigung

Die alten Griechen hatten Delphi, wir Nachfolgegriechen haben das Google-Orakel. Vor allem die Autovervollständigungsfunktion erfüllt diesen Zweck, deshalb hat sie auch diesen langen, geheimnisvollen Namen verdient. Gebe ich etwa "Der Wedding wird" ein, vervollständigt die Funktion automatisch zu "Der Wedding wird schwarz". Und welche Farbe hat der Wedding, wo ich dieses notiere? Er ist schwarz wie die Nacht. Und morgen um die Zeit auch wieder. Zweiflern kann auf viele Weise gezeigt werden, dass das Orakel oft nachweislich Recht hat. Gibt man "Berlin wird" ein, kommen gleich vier Prophezeiungen, die alle eingetreten sind: Berlin wird Hauptstadt, Berlin wird größer, Berlin wird leben und die Mauer wird fallen, Berlin wird gegründet. Nun also, was wird aus Griechenland? 
Griechenland wird pleite gehen.
Drei weitere Prophezeiungen kommen, aber die erste ist die wahrscheinlichste. Absteigend dann: Griechenland wird nicht pleite gehen, Griechenland wird in eine bargeldlose Gesellschaft umgewandelt, Griechenland wird Weltmeister. Hier noch weitere Vorhersagen: Afghanistan wird zur Goldgrube, der Euro wird zusammenbrechen, Geld wird vom Handy abgezogen, Deutschland wird fit, China wird Weltmacht, Gott wird dich tragen, das Leben wird vorwärts gelebt und rückwärts verstanden. Und auch die eigene Zukunft sieht das Orakel nicht unbedingt günstig: Google wird nicht angezeigt. 

Freitag, 14. Oktober 2011

Mittwoch, 12. Oktober 2011

Brauseboys am 13.10.: Entlüften

Keine Angst vor Pferden

Das Internet hat mir heute Angst gemacht, gerade eben. Nicht, weil alles mögliche über mich darin steht, das meiste habe ich ja selbst reingeschrieben. Sondern weil es offenbar schon weiß, was ich tue, auch wenn ich nicht im Internet bin. So fragte mich Robert kürzlich, ob ich ihm bei einem Heizungsproblem behülflich sein könnte. Vielleicht müssten die Heizkörper nur ordentlich entflüftet werden, mutmaßte er, und zeigte mir im Internet, genauer, in "seinem" Internet zu Hause die passenden Entlüftungsschlüssel. Es tat aber auch ein Schraubenzieher und es lag nicht daran. 
Seit dem Sommer jetzt lese ich mit großer Freude Ebooks auf meinem Telefon, habe es aber bislang noch nicht zum telefonieren benutzt. So kompliziert ist die Welt geworden, jedenfalls hat Amazon viele Klassiker "für umme" und ich also jetzt auch, weil ich Freund der Klassiker bin. Amazon nervt mich im Gegenzug mit regelmäßigen Emails, die Email heute kann aber kein Zufall gewesen sein. "2 Stück Entlüftungsschlüssel Heizkörper Heizung Entlüften" ist der Betreff, "Sie suchen Produkte aus der Kategorie Heizgeräte & -technik? Dann haben wir die folgende Auswahl für Sie. " Jetzt die Preisfrage: Wie hat Amazon davon erfahren, dass ich beratend neben einem Computer stand, auf dem ein Bedürftiger nach "Entlüftungsschlüsseln" googelte? 
Vermutlich ist die Antwort einfach, Robert und ich stehen gemeinsam auf Buchcovern bei Amazon, daher flüstert mir Amazon auch mal, was Robert für schöne Sachen bei Amazon gefunden hat, sicherlich ist es etwas sehr Interessantes für mich. Es gibt auch eine Email von Robert mit dem Link auf "Entlüftungsschlüssel" bei Amazon, aber dass Amazon meine Emails liest, mag ich mir nicht vorstellen. Amazon muss mir außerdem nicht empfehlen, was mir schon direkt von Robert empfohlen wurde. Und da gäbe es bestimmt Rückkopplungen, was, wenn Amazon Mails von Amazon liest und Mails als Reaktion auf eigene Mails sendet? Aber könnte ich Robert also im Gegenzug eine subtile Botschaft senden, einfach, indem ich etwas bei Amazon suche? 
Ich starte das Experiment, werfe den weiße Kittel des irren Wissenschaftlers um und suche bei Amazon in Variationen "Wendy Pferdemagazin", "Wendy Pferdebücher" und "Wendy Pferde süß". Und das Wendy-Hörspiel Nummer 51 "Wendy, der Pferdeflüsterer" rufe ich sogar mal auf. "Das Rennpferd Löwenherz wird bei einem Unfall vor Rosenborg schwer verletzt. Liebevoll pflegen Wendy, Oliver und Vanessa den Hengst gesund. Doch das Geschehen hat Löwenherz traumatisiert: Er ist verängstigt und aggressiv. Wendy ist ratlos. Da taucht überraschend Billy Two Rivers, der Pferdeflüsterer, auf Rosenborg auf. Er muss helfen!" (Fortsetzung am) 

Freitag, 7. Oktober 2011

Mittwoch, 5. Oktober 2011

Brauseboys am 6.10.: Im Sommerherbst

Schwingungen

So ein schöner Sommer im Oktober, ein Sommerherbst. Dann gibt es bestimmt auch einen schönen Winter im nächsten April. Alles hängt ja mit allem zusammen. Schlechter Sommer im Sommer mit gutem Sommer im Herbst zum Beispiel. Worauf auch ein guter Herbst im Herbst folgt, aber ein schlechter Winter im Winter. Dafür dann aber der schöne Winter im Frühling und vielleicht noch ein schöner Frühling im Sommer, ein Frühlingssommer. Wenn ich das richtig verstehe, sind komplizierte Systeme wie Wetter immer so schwingend oder pendelnd. Bevor mich hier aber noch jemand korrigieren muss, der davon was versteht, leugne ich besser jede Einsicht in das Thema. Eher noch als das Wetter ist das eigene komplizierte System des Verstehens in meiner Hirnschale schwingend oder pendelnd. Manchmal verstehe ich alles und dann wieder habe ich nichts kapiert. So lese ich über die Forschung der diesjährigen Nobelpreisträger für Physik und begreife, dass sich das Universum weiter ausdehnt und sogar beschleunigt. Lese ich aber heute den vorstehenden Satz denke ich, das ist schön nachgeplappert aber doch lange nicht von mir verstanden. Das Universum dehnt sich aus, was soll denn das? Wohin denn? Wo will es denn hin, dieses Universum? Nicht zum nächsten Spätkauf, denn der ist ja erst da, wenn das Universum da ist. Wo also geht das Universum hin, wenn es da noch garnichts gibt? 

Freitag, 30. September 2011

Mittwoch, 28. September 2011

Brauseboys am 29.9.: Einladung

Schwerer Aufstieg

Mache Kaffee für mich und die Handwerker. Zwei Wasserspezialisten und einen Maurer. Die heiße Gabe aus der Superbohne haben sie sich wirklich verdient, der Wasserlehrling hat zum Beispiel sehr schön mein Bad geputzt. Manchmal muss man eben doch einfach abwarten, wie damals, als kurz bevor ich endlich die Fenster putzen wollte, neue eingesetzt wurden. Was hätte ich mich geärgert? Jetzt freue ich mich stattdessen, auch wenn mir etwas unsinnig erscheint, dass die Putzaktion schon gestern stattfand, obwohl sie heute mit dem Maurer wiedergekommen sind. Aber es ist eine alte Haushaltsweisheit - eine gewissenhaft hergestellte Grundsauberkeit ist nicht sofort zu erschüttern. Vielleicht waren sie auch gestern so gründlich, weil eine Nachbarin drüber trotz des offenen Fallrohrs ein fröhliches Vormittagsgeschäft in die Etagen drunter geschickt hatte. Mein Bad war später blankpoliert, die Flecken auf ihren Hemden habe ich mir aber besser nicht so genau angesehen. 
Es raschelt im Flur und Postboten haben es auch nicht leicht, stellen wir beim Kaffee fest. Vor allem, wenn sie wie hier im Haus noch an jede Haustür trotten müssen mit den Gratisblättchen. Der Lehrling erzählt, um eins draufzusetzen, wie er vor ein paar Jahren mal Quelle-Kataloge ausgetragen hat. "Siehste", sagt sein Schutzbefohlener, "und hättste in der Schule besser ufjepasst, hättste son Mist janich machen müssen. Und könntest jetzt schön in deim Sesselchen n' bisschen arbeiten." Sie verabschieden sich ins nächste Stockwerk und ich schwinge mich schön in mein Sesselchen, um endlich ein bisschen zu arbeiten. Zum Glück haben sie mich nicht gefragt, denke ich, womit ich kein Geld verdiene. 

Sonntag, 25. September 2011

Dönermesse


Der Papst kann zu Hause bleiben, ich bin am Wochenende lieber zur Dönermesse DÖGA gegangen. Das zweite Mal fand sie statt und der Sonntag war erstmals Besuchertag. Viele Besucher fanden sich am Sonntagnachmittag ein, vor allem junge, zugezogene Studenten. Denn für Studenten war der Eintritt kostenlos, was vermutlich auf irgendeinem Radiosender für junge, zugezogene Studenten verbreitet wurde. Ich lernte einen netten Dönerbrotfabrikanten aus Neukölln kennen und fotografierte ihn, das Foto sollte ich ihm unbedingt senden. So war es auch vereinbart, leider ist die Emailadresse auf seiner Visitenkarte nicht korrekt. Aber ist korrekt, dann rufe ich mal an und frage nach der richtigen. Gesetzt den Fall, wenigstens die Telefonnummern auf der Visitenkarte stimmen.


Außerdem präsentierten sich Dönerfleischfirmen wie diese.


Und natürlich nicht nur mit schönen Schildern, sondern auch schönen Schnipseln vom Fachmann. Aber Dönerschneider weltweit, seid gewarnt! Man plant, euch zu ersetzen.


Der Dönerroboter ist schon fünfzigmal verkauft worden, aus guten Gründen, behauptet der Hersteller Alkadur. Und lest die Liste noch einmal, um die subtile Kritik an euch zu entschlüsseln. Bedeuten die ersten fünf Punkte nicht eigentlich dann:
-Ständig wollt ihr selbst was essen oder nach Hause zu euren Familien
-Ihr seid enorm unflexibel
-Ihr schneidet krumm und schief
-Ihr habt dreckige Fingernägel
-Eure Dönerschnipsel sehen scheiße aus, und sind zu dick, zu groß oder zu klein

Hier an diesem Bild fehlt eindeutig etwas im Gegensatz zu dem vorletzten Bild, oder? Ihr!




Samstag, 24. September 2011

Schlimme Frisörsalonnamen (40a-40e)

Der Trend ist global, wie ich an dieser Stelle schon einmal bewies. Hier aber noch ein paar weitere Belege (da ohne fotografische Beweise nur "halb" mitgezählt):

Schlimme Frisörsalonnamen, die ich im Vorbeifahren in den USA sah, ohne dass ich die Möglichkeit hatte, ein Foto zu machen:
  • HAIR WE R, Ocean City, Maryland
  • HAIRPORT, Rehoboth Beach, Delaware
  • HAIR WE GO, Rehoboth Beach, Delaware
Schlimme Frisörsalonnamen, die Mike Mehnert in den USA sah, ohne dass er die Möglichkeit hatte, ein Foto zu machen:
  • HAIR AND NOW, Aurora, Colorado Link
  • ARISTOCUTS, Colorado Springs, Colorado Link

Donnerstag, 22. September 2011

Dienstag, 20. September 2011

Brauseboys am 22.9.: Sondiert uns

Schnipsel aus "Wie man einen Döner isst"

Einen guten Dönerimbiss findet man in Berlin im Grunde nur in den Dönerhochburgen Neukölln und Wedding. Auch im Gründungsstadtteil Kreuzberg, er wurde dort aber auch stark von Biofood verdrängt. Auch im Friedrichshain mag es guten Döner geben, aber hier konnte er nie ingesamt kulturell Fuß fassen, weswegen die Blütezeit des Döners vor Allem in den schon genannten Stadtteilen spätestens in den Neunzigern begann. Erstes Qualitätskriterium sind die Menge der Menschen an und im Imbiss, vor allem zu den Essenszeiten mittags oder nach Feierabend. Auch ein spät in der Nacht gut frequentierter Dönerladen kann ein guter sein, nachts sollte man allerdings herausfinden, ob alle in der Schlange ebenfalls Touristen zu sein scheinen. Oder ob alle sehr betrunken sind. Ist sogar beides der Fall, erwägen sie anhand weiterer Beobachtungen, doch einen anderen Imbiss zu suchen. Vermutlich sind Sie außerdem garnicht im Wedding oder in Neukölln, wie Sie dachten. Sollten Sie dennoch den Sog spüren, sich an die Schlange zu stellen, weil Sie auch ein sehr betrunkener Tourist sind, verschieben sie jetzt den Döner auf morgen. Wirklich. 
Wenn Sie tagsüber in einen Imbiss kommen, in dem all die vielen Herren vor dem Imbiss schon den halben Tag dort sind, aber offenbar keinen Döner gegessen haben und auch nicht werden. Und all die vielen im Imbiss auch nur den halben Tag Tee trinken, sind Sie vielleicht in einer Art Pausenraum für Grasdealer gelandet. Die Fleischqualität kann auch schwankend sein, vielleicht wollen Sie grad nichts rauchen. In diesem Fall ist es auch okay, wieder raus zu gehen und vielleicht zur Entschuldigung etwas wie “Ach, ich dachte hier gibts Pizza” zu murmeln. Oder, wenn es neben Döner auch Pizza, Chinapfanne, Currywurst und Hamburger gibt, greifen Sie auf die Wunderwaffe “Ich wollte nur mal gucken” zurück. Das versteht in Berlin jeder. “Ich wollte nur mal gucken”, da nickt jeder knapp zurück oder auch nicht, aber hat verstanden. "Ick wollte nur mal rinkieken, wer hier so rauskiekt”, das ist universelles Erbe Berlins. 

Donnerstag, 15. September 2011

Daniel Gollasch

Die Politikwochen vor der Wahl in Berlin waren eine gute Idee, vielleicht wiederholen wir das Ganze zur nächsten Bundestagswahl. Bestimmt sogar. Leider habe ich selbst die meisten Abende verpasst und daher auch dort keine Fotos machen können. Frisch zurück aus Schweden war ich immerhin noch am letzten Donnerstag dabei. Politischer Gast hier der grüne Kandidat für den unsrigen Wahlkreis im Wedding: Daniel Gollasch.

Und hier nochmal mit Volker und mir. Einer von uns dreien ist nicht Mitglied bei den Grünen.

Dienstag, 13. September 2011

Brauseboys am 15.9.: Sie haben Post (Kandidaten-Check)

Ihre Leidenschaft bewegt die Welt (Robert Rescue)

Das steht oben auf der Postkarte und ich denke mir, Ach nee. Zwei Skispringer, Langläufer, Snowboarder oder wie auch immer die heißen sind zu sehen und in einem Kasten unten steht: Setzen Sie ein Zeichen. Bekennen Sie sich zur Bewerbung um die Olympischen Winterspiele 2018 in München und gewinnen Sie tolle Preise. Ich drehe die Karte um und lese: An alle Wintersport-Fans, Seestraße xxx, 13353 Berlin. Ich schaue an der Reihe der Briefkästen entlang und gehe dann zu dem von Härtling/Neuruther. Von denen habe ich gehört, dass sie Sport treiben, weshalb ich die Karte bei ihnen einstecke. Bei mir war sie auf jeden Fall fehl am Platz.

Daniel Gollasch (Bündnis 90/Die Grünen)wird sich den Fragen der Brauseboys stellen und seine Wedding-Tauglichkeit unter Beweis stellen. Martin Betz wird das ganze musikalisch begleiten.


Dienstag, 6. September 2011

Brauseboys am 08.9.: 100 Lösungen für Berlin (Kandidaten-Check)

Das Buch der Bücher (Robert Rescue)

Für die 100 wichtigsten Probleme Berlins gibt es Lösungen, so meint die Berliner CDU und hat ein Buch drucken lassen. Dieses kann jeder Bürger für 50 Cent am Kiosk kaufen oder auf der Website des Spitzenkandidaten, Frank Henkel, lesen oder herunterladen. Ein interessanter Weg, ein Wahlprogramm zu vermarkten. Beklemmend ist aber der Hinweis auf dem Cover, dass es sich um die "Ausgabe 01/2011" handelt. Das lässt vermuten, das es eine Fortsetzung geben wird. "Noch mehr Lösungen für Berlin" wird es schlimmstenfalls heißen. Oder vielleicht doch "50 Lösungen für Berlin"?

Sven Rissmann (CDU) und ein Vertreter der PIRATEN werden sich den Fragen der Brauseboys stellen und ihre Wedding-Tauglichkeit unter Beweis stellen. Sebastian Krämer wird das ganze musikalisch begleiten.

Montag, 5. September 2011

Dienstag, 30. August 2011

Brauseboys am 01.9.: Über den Dächern des Wedding (Kandidaten-Check und Ortswechsel)

Über den Dächern des Wedding (Robert Rescue)

Die Brauseboys ziehen am 01.09. für eine Show aufs Dach. Genauer gesagt, ins Tanzstudio MAGNA MATA, wo in der Pause ein schöner Blick auf die Dächer des Weddings lockt. Wenn man durch den Haupteingang kommt, geht man nicht geradeaus zum La Luz, sondern wendet sich nach links und steuert auf den Turm (Aufgang 10) links neben dem Nebeneingang (ab 20 Uhr geschlossen) zu. Vorne ist ein Aufzug. Den besteigt man und fährt in die 4. Etage. Dann ist man da.
Für alle Fälle steht ein Brauseboy auf dem Gelände herum, der für die obenstehende Wegbeschreibung bessere Worte findet oder bei Bedarf ein Navi leiht.

Noch zwei Dinge:

1.) Das Essensangebot ist eingeschränkt. Voraussichtlich gibt es Nachos, Kartoffelsalat und Buletten oder Würstchen.

2.) Der Einlaß verschiebt sich auf 20:30 Uhr. Wir sehen aber zu, dass wir wie gewohnt mit der Show beginnen. Alles wird gut, alles wird schön!


Dr. Christian Hanke (SPD)und Hartmut Bade (FDP) werden sich den Fragen von Anchorman Heiko Werning stellen und ihre Wedding-Tauglichkeit in der Brauseboys Dia-Show unter Beweis stellen. Ove Thomsen wird das ganze musikalisch begleiten und die Brauseboys geben, wie jeden Donnerstag, ihr Bestes.

So ist es gedacht, so wird es gemacht.

Samstag, 27. August 2011

Pilz des Jahres

Den täglichen Pilz holt man sich besser auf dem Blog des Weddinger Nachbarn Heiko Sievers, und noch besser direkt von seiner Staffelei. Aber da ich im letzten Jahr hier wenigstens einen eigenen Pilz des Jahres gekrönt habe, mache ich mal den zweiten Schritt auf dem Weg zur Tradition. Mein diesjähriger Pilz des Jahres begeisterte mich durch seine Kraft. Vermutlich innerhalb eines Tages konnte er die feste Moosdecke im Norden Ölands durchstoßen und die Moosschollen beim Auffalten des Schirms von sich abwerfen. Selbst wenn er doch ein oder zwei Tage mehr gebraucht hat, es ist ein Superpilz.

Sonntag, 21. August 2011

Kühe

Sind die nicht eigentlich unpraktisch, diese Nummern im Ohr? Rascheln die nicht oder klappern im Wind? Und dann immer direkt vor dem Gehörgang, für mich wär das nix. Auf Öland ist es aber insgesamt nicht so laut,  daher scheinen diese Kühe trotzdem sehr entspannt zu sein.

Dienstag, 16. August 2011

Brauseboys am 18.08.: Hoher Besuch

Spruchweisheit (Robert Rescue)

Vor Jahren habe ich mal die Zigarettenblättchen der Firma MUSKOTE benutzt, die in jeder Packung einen Sinnspruch stehen haben. Einer gefiel mir besonders gut und ich habe ihn an die Pinnwand gehängt, weil er mir passend erschien, um das gelegentliche, manchmal auch häufige Nichtstun nicht zum schlechten Gewissen geraten zu lassen. Wer seine Hände in den Schoß legt, muss deshalb nicht untätig sein. Wann immer ich mal an der Pinnwand stehe und aus den Augenwinkeln das kleine Kärtchen sehe, rufe ich mir in Erinnerung, dass es nichts Schlechtes ist, dass ich das Wochen- oder Tagespensum nicht geschafft habe. Neulich dann habe ich den Karton mal abgenommen und als ich las, dass der Ausspruch von Casanova stammte, wurde mir klar, dass wir beide unterschiedliche Dinge gemeint haben.

Sonntag, 14. August 2011

Donnerstag, 11. August 2011

Dienstag, 9. August 2011

Brauseboys am 11.8.: Kurze Texte

Engage

Ich würde es nicht bei Twitter schreiben, aber hier besteht keine Gefahr, dass er es liest. Wesley Crusher nervt mich immer noch, erst auf dem Raumschiff und seit ich ihm auf Twitter followe, nervt er mich auch auf Twitter. Zum Entfollowen kann ich mich allerdings auch nicht entschließen. So sehr nervt es dann doch nicht, immerhin followe ich einem Mitglied der Enterprise. Das zu hören, bzw. lesen gefiele ihm bestimmt nicht - natürlich droht auch bei einem deutschen Posting, dass er es liest, ich lese auch türkische Kommentare auf Youtube per Google Translator. Und was dann dabei herauskommt, klingt bestimmt nicht charmanter. Data jedenfalls, dem ich auch followe, nervt es sehr, wenn man ihn mit der Figur verwechselt. Was eine Zeitlang dazu führte, dass mich sogar Data nervte, weil er ständig leugnete, Data zu sein. Aber das hat sich gelegt, glaube ich, und ich werde natürlich nicht den legitimen Nachfolger von Spock entfollowen. Und Spock natürlich auch nie. Geordi La Forge followe ich auch, aber dem ist es offenbar egal, auf eine Rolle reduziert zu werden. Das kann viele Gründe haben. Jedenfalls finde ich es interessanter, als eine Folge Star Trek zu gucken. Überhaupt gehört Star Trek nicht zu den Dingen, mit denen ich mich noch beschäftige, weshalb ich auch nicht sagen kann, warum ich überhaupt darüber schreibe. Vielleicht liegt es an den Trekking-Schuhen, die ich heute gekauft habe, hundert Mal habe ich auf irgendeinem Schild Trekking gelesen und das hallt dann so im Kopf nach, hin und her: Trek - king, Trek - king - king - Trek - Trek. Bestimmt war ich auch deswegen bei Burger King, obwohl ich durchaus ein Freund der selbstgekochten Steckrübe bin. Enterprise und Burger King, soweit ist es mit mir gekommen. Als Jugendlicher setzte ich jahrelang keinen Fuß in derlei Läden, wenn andere wollten, blieb ich eben draußen stehen und rauchte, bis sie gegessen hatten. Aus Überzeugung, da hatte ich noch Überzeugungen. Und jetzt das. Und auch das Wort Schuh hat so oft im Kopf wiedergehallt, dass ich gleich noch ein zweites Paar (siehe unten) kaufen musste. Aber ich bereue nichts - je ne regrette rien. Auch nicht, gestern die erste Pilotfolge der neuaufgelegten Serie "My little pony" gesehen zu haben. Ich wurde sehr bedrängt, diese Erfahrung zu machen, tagelang, und hatte keine Wahl, denn sonst endet das nie. Und ich bin überzeugt, garnicht übel. 

Montag, 8. August 2011

Mittwoch, 3. August 2011

Brauseboys am 4.8.: Heiter bis umwölkt

Samstag, 30. Juli, 11 Uhr

Am frühen Nachmittag habe ich einen Brief meiner Tante aus dem Briefkasten gefischt. Die Schwester meines Vaters ist eine sonderbare Kreatur. Der Begriff Kreatur mag negativ erscheinen, muss an dieser Stelle allerdings als Euphemismus gewertet werden, sprechen wir doch von einer Frau, die aussieht wie eine osteuropäische Hammerwerferin im Ruhestand, die seit Ende der siebziger Jahre unter psychosomatischem Haarausfall leidet und sich darüberhinaus in einen religiösen Wahn geflüchtet hat, seitdem in die Sozialwohnung unter ihr eine türkische Familie eingezogen ist.
Meine Tante, das herzensgute Ding, schickt mir Folgendens: Einen 50-Euro-Schein (in kommunistischer Tradition versteckt zwischen zwei Karteikarten), eine Glückwunschkarte zu meinem 29. Geburtstag (heute in 2 Wochen) und eine handschriftliche Notiz: "3. Buch Mose, Vers 22: Der Mann soll nicht beim Manne liegen, wie er bei einer Frau liegt."
Nach Rücksprache mit meiner Mutter, die ein ebenso großer Freund ihrer Schwägerin ist, wie ich, habe ich am Nachmittag im Karstadt am Leopoldplatz eine Dankes-Karte gekauft und folgende Nachricht hineingeschrieben: "Liebe Tante, vielen Dank für deine Glückwunschkarte zu meinem 29. Geburtstag (heute in 2 Wochen). Was deinen religiösen Eifer anbelangt möchte ich dir folgendes versichern: Du musst dir wirklich keine Sorgen um mein Seelenheil machen, denn niemals, wirklich niemals, würde ich bei einer Frau liegen, wie ich gelegentlich bei Männern liege. Mit besten Grüßen - Paul."

Donnerstag, 28. Juli 2011

Martin und Frank

Das Duo hatten wir zufälligerweise schon einmal. Zufällig, weil es sich ja garnicht um ein Duo handelt, sondern um den Liedermacher und "Lesershow Member" Martin Goldenbaum und den Slammer Frank Klötgen. Der baut zur Zeit gerne berühmte Bauwerke aus seinem Bücherstapel zu Hause nach.

Mittwoch, 27. Juli 2011

Brauseboys am 28.7.: Innere Auskehr

Es ist ein Kreuz

Arglos gehe ich an die Haustür, als es klingelt. Denn der Herr Nachbar klingelt gerade oft, um sich wechselndes Werkzeug auszuleihen. Akkuschrauber und Wasserwaage lassen darauf schließen, dass ich nicht daraus schließen kann, was er da baut oder aufhängt. Könnte alles sein, Garderobenhaken, Wandregale oder auch ein Andreaskreuz für Fesselspiele. Oder zum Anbeten natürlich, obwohl ich nicht weiß, ob man den heiligen Andreas per Andreaskreuz anbetet. Und ob dann Verehrer des heiligen Andreas auch an jedem Bahnübergang mit Andreaskreuz zu Andreas beten und ob das nicht gefährlich ist, immer mit gesenktem Blick innere Einkehr in direkter Nähe von Bahnschienen auszuüben. Und freut man sich als Andreas über Andreaskreuze allgemein, so wie ich mich immer freue, in Frankreich zu sein? Na, es gibt ja genug, die man fragen kann. 
Aber es stehen keine Nachbarn vor der Tür, sondern christliche Fundamentalisten. Haben Sie mich also wiedergefunden nach dem Umzug, haben ja eine Weile gebraucht. Die GEZ war jedenfalls vier Jahre schneller. Beide Fundamentalisten sind jung, sehr jung sogar. Sie haben Pickel und große Kulleraugen und wollen vermutlich über Gott mit mir reden. Irgendetwas an mir aber muss sie erschreckt haben, sie reichen mir nur schnell einen Zettel hin und laufen dann etwas überbetont eilig davon. Hätte ich nicht so herzhaft gähnen sollen, mit dem etwas irren, verschlafenen Blick? Hätte ich wenigstens versuchen sollen, meine Haare in ein oder zwei einheitliche Himmelrichtungen zu bändigen? Hätte ich doch etwas mehr anziehen sollen als einen BH meiner Freundin? Oder haben sie die wie für Andreas gekreuzten Samuraischwerter und die leuchtenden Teufelshörner irritiert, die ich für solche Gelegenheiten neben der Tür mit dem Akkuschrauber in Waage angebracht habe? Oder die Strichliste daneben mit den Tabelleneinträgen "Mormon, Jehova, Debitel", auf der ich immer mal wieder zum Spaß Striche mache? 

Donnerstag, 21. Juli 2011

Mittwoch, 20. Juli 2011

Brauseboys am 21.7.: Spinnen und Flöten

Brückensport

Für manche schockierend, mich eingeschlossen, aber ich war gerade eine Stunde laufen und schwimmen. Und es war gut. Vor allem der Körper hat sich gewundert, war aber die ersten zwanzig Minuten einfach zu überrascht, um Einwände zu formulieren. Dann allerdings hatte er gewichtige Argumente parat und legte sie in einer Liste vor: Atemnot, Herzstillstand, Sehnenriß, Muskelschwund, drohende Kernschmelze. Ich legte eine Pause ein, um den Reaktor zu überprüfen, entschied mich wegen der guten Werte aber gegen sofortige Abschaltung und für eine Laufzeitverlängerung. Ganz so schnell konnte ich jetzt noch nicht aufgeben. Und das Ziel lockte, der große Teich, das Plötzenmeer, anderthalb mal außen rum legte ich drauf und gerade noch rechtzeitig glitt ich hinein und kühlte die Brennstäbe. Ach herrlich war das, drumherum stieg Dampf auf, und wenn ich schon drin war, konnte ich ja auch mal hin und her plätschern. Gemütlich schlenderte ich zurück, ein bißchen, weil ich es verdient hatte, und noch viel mehr, weil die Beine jetzt wohl die ganze Woche zu keiner schnelleren Bewegung mehr fähig sein würden. Nach einer halben Stunde am Rechner erschien mir alles im Nachhinein unglaubwürdig, ja geradezu schockierend. Würde es mir wieder passieren und wohin würde mich der Brückensport führen? Würde ich mich nächste Woche beim Iron Man anmelden, die übernächste über den Himalaya sprinten und die überübernächste den Pazifik durchkraulen? 

Sonntag, 17. Juli 2011