Dienstag, 26. August 2014

Brauseboys am 28.8.: Vertretung im Mastul/Brauseboys im Kookaburra

Das Buch, dessen Titel und vor allem Inhalt verhindert, dass man es liest
(von Robert Rescue)

Seit meinem Geburtstag liegt das Buch auf dem Küchentisch. Der Geburtstag ist schon ein halbes Jahr her und jedes Mal, wenn ich ein Buch fertiggelesen habe und beim Frühstück sitze, denke ich, jetzt lese ich das Geburtstagsgeschenk. Aber dann schaue ich auf das Cover, dann drehe ich es rum zum Backcover und denke mir: „Ach, wenn es so ist, dann kann das ja noch warten.“ Manchmal denke ich, dass keiner, der das Buch gekauft hat, es je gelesen hat. Das liegt bei den Leuten zuhause rum und alle nehmen sich vor, es zu lesen, aber keiner macht es. Wahrscheinlich sind alle Kritiken, die zu dem Buch erschienen sind, erstunken und erlogen. Die Autoren haben es dem Leser auch nicht leicht gemacht mit dem, worüber sie schreiben. „Dinge geregelt kriegen“ von Kathrin Passig und Sascha Lobo. Um Prokrastination geht es und das ist auch das Problem.
Ich kriege es einfach nicht geregelt, das Buch zu lesen.

Dienstag, 19. August 2014

Brauseboys am 21.08.: Wie man Bücher verkauft ...

Wie man Bücher verkauft ... (von Robert Rescue)

An diesem Abend zahlte es sich aus, in die Stammkneipe zu gehen. Ich saß keine 5 Minuten am Tresen, als Silke zu mir kam und meinte: "Mein Freund seit Kindheitstagen feiert bald Geburtstag und ich will ihm was Besonderes schenken. Ich habe mir das so gedacht. Auf dem Tresen liegen die Bücher von Frank und dir zum Verkauf. Wer als Erster von euch beiden heute Abend hier reinkommt, von dem kaufe ich ein Buch. Also, wie viel soll es kosten?"

Dienstag, 12. August 2014

Best of Brauseboys: Vom 28.-30.8. im Kookaburra

Mehr als ein volles Jahrzehnt beobachtet die Weddinger-Vorleseboygroup Alltag und Zeitgeschehen in ihrem Heimatkiez Wedding und anderen Provinzen von Berlin und dem Rest der Welt. Jahr für Jahr präsentieren sie im Kookaburra ihre Jahresrückblicksshow „Auf Nimmerwiedersehen“, nun laden sie erstmals zu einem dreitägigen Sommer-Special ins Kookaburra.

Donnerstag, 28.8. bis Samstag, 30.8. /20.30 Uhr
Comedyclub Kookaburra (Schönhauser Allee 184, Tram 8, U Rosa-Luxemburg-Platz)


Paul Bokowski, Robert Rescue, Frank Sorge, Volker Surmann und Heiko Werning präsentieren das Beste, Schönste und Schrägste aus einem vollen Jahrzehnt Lesebühnenschaffen: frisch geduschte Texte, absurde Videos, sprühende Intelligenz und Herz erwärmendes Liedgut. Ein Abend zwischen BER und NSA, zwischen Wedding und Weltraum, Dönermännern und Kopftuchmädchen.

Eintritt: 14 Euro, erm. 11 Euro, Kartentelefon: 030 / 486 231 86 (bis 17:30 AB), E-Mail: info@comedyclub.de

Brauseboys am 14.8.: Beobachtung in der U-Bahn

Beobachtung in der U-Bahn (von Robert Rescue)

Ein Mann sitzt mir gegenüber und hält vier Tüten Popcorn in der Armbeuge. Aus einer geöffneten isst er, aber seine Bewegungen sind so unkoordiniert, dass ihm die Hälfte auf den Boden fällt. Nach ein paar Minuten ist dieser mit Popcorn übersät. Dem Mann, der betrunken oder verrückt, vielleicht auch beides ist, gefällt das und er beginnt, das vor ihm liegende Popcorn zu zertreten, während er sich nach und nach eine Handvoll Popcorn ins Gesicht schmeißt. An der Station Turmstraße steigt er aus. Als er weg ist, setze ich mich an einen anderen Platz. Niemand soll denken, ich hätte was damit zu tun.

Dienstag, 5. August 2014

Brauseboys am 07.8.: Der Weg der Ware

Die online Bestellung auf dem Weg zu dir (von Robert Rescue)

Da postete jemand auf Facebook so eine Art Google Maps Video über seine Bestellung bei pizza.de. Auf der Seite kann man nicht nur die detaillierte Aufstellung der bestellten Waren sehen, sondern auch die Preise. Ich wundere mich, dass jemand Sushi bei Pizza.de bestellt. Zunächst sieht man einen sich langsam bewegenden Punkt (das ist der Lieferfahrer namens Li Peng auf dem Weg zum Auto) und dann sieht man einen sich langsam bewegenden Punkt (das ist Li Peng im Auto) und folgt seiner Route von Wilmersdorf in den Wedding. Gelegentlich hält er. Am großen Stern steht er an der Ampel und in Moabit liefert er Ware aus. Natürlich sieht man auch die Geschwindigkeitsanzeige. Ich schaue mir das Filmchen dreimal an und denke mir, ob das Ende der Fahnenstange erreicht ist oder noch mehr kommt in Sachen Spaßbereitung im Internet. Der Besteller hat den Weg der Pizza bestimmt auf seinem Smartphone verfolgt und in dem Moment den Türöffner betätigt, als der Wagen vor seinem Haus zu stehen kommt.
Jemand merkt in einem Kommentar an, dass Li Peng in zwei Tempo 30 Zonen zu schnell gefahren sei.