Direkt zum Hauptbereich

Brauseboys am 16.11. bei Esche und am 17.11. im Mastul

Dröhnung

Unglaublich, welchen Gewinn an Lebensqualität der Einbau von zwei neuen Gehäuselüftern bringen kann. Seit Monaten schon schnarrte einer der beiden, oder sind es Jahre, anfangs ließ er sich durch ein beherztes Klopfen auf den PC aber noch beruhigen. Staub schien das Problem zu sein, bald half aber auch kein Klopfen mehr und kein Tritt, kein Aussaugen des Gehäuses brachte mehr Linderung, die Dröhnung war total. Als mich Paul im Nebenhaus kürzlich über Facebook anchattete, ob ich auch den kreisenden Helikopter hören würde, hörte ich schon seit Monaten ständig mehrere Helikopter, unter meinem Schreibtisch. Alles löschte das Dröhnen aus, das Radio konnte ich nicht mehr hören, kein Telefonat mehr im Zimmer führen. Es war in meinem Kopf, es füllte mich aus, es drohte mich zu verschlingen. Und jetzt? Der Computer scheint nicht mal angeschaltet zu sein. Aber er ist es, ein Wunder. 
Plötzlich höre ich wieder Radio und bemerke erst die Programmänderungen, von denen ich gelesen habe. Und als ich es ausmache, diese Stille, die zerstreute Seele traut sich wieder zurück ins Zimmer, setzt mich zusammen im leichten Klackern der Tastatur, wie herrlich. Warum ich das erzähle? Als mahnendes Beispiel, denn neben dem ganzen Wohlbefinden ist da noch ein Gefühl. Ein Gefühl von Verlust und Leere. So irrational es ist - ich weiß, es ist das Dröhnen des kaputten Lüfters, das mir fehlt. Nicht aber, die Dinge gleich anzugehen, möchte ich deswegen anmahnen. Nur, dass man sich an alles gewöhnen kann. Das ist doch das eigentlich Erschreckende. 

~#~#~#~#~#~#~#~#
Donnerstag, 17.11. /20.30 Uhr
Mastul (Liebenwalder Str. 33, nahe Osram-Höfe)

BRAUSEBOYS

Neue Texte, Musik und Multimedia mit Paul Bokowski, Hinark Husen, Robert Rescue, Frank Sorge, Volker Surmann, Heiko Werning und Gästen. ACHTUNG: Nicht im La Luz, sondern auf der anderen Seite des Häuserblocks im Mastul. 

Gäste:
Andreas Gläser (DJ Baufresse)
www.baufresse.de
Manfred Maurenbrecher (scheut kein Klavier)
www.maurenbrecher.com
~#~#~#~#~#~#~#~#
Bonustermin:
DAS IST KEIN BERLIN-BUCH - Unser drittes Buch ist erschienen.

Mittwoch, 16.11. /21 Uhr
Eschenbräu (Triftstr. 67)

Schluss mit dem ganzen Berlin-Quatsch!  Die Brauseboys entdecken unendliche brandenburgische Weiten, blicken nach Restdeutschland oder über große Teiche, begeben sich auf Expeditionen in virtuelle Reiche oder seltsame Parallelgesellschaften. Wer braucht da noch Berlin? Schöne Geschichten, druckfrisch präsentiert und verlesen von den Brauseboys in ihrer Lieblingsbrauerei. 
www.eschenbraeu.de
~#~#~#~#~#~#~#~#

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Heiligabend mit den Brauseboys

Was ich mache, wenn ich nicht den Newsletter schreibe 1.) Eine Strichliste anlegen, wie oft ich das Wort Blitzeis im Radio höre. Überlegen, wie ich mit den Varianten "Blitzendes Eis", "Blitzkrieg", "Blitzer" und "geblitzt wird" umgehen soll. 2.) Pfefferkörner kaufen und in die Pfeffermühle bis zum Rand einkullern lassen, dann eine Brötchenhälfte mit Kassler und Käse belegen und mit Pfefferschrot schwärzen. Mich am frischen Duft der zerrissenen Splitter berauschen. 3.) Aus dem Fenster sehen. Auf der verbliebenen Schneedecke im Hof ist ein Vogel herumgelaufen, offenbar von schwerer innerer Verwirrung betroffen hat er stundenlang in vielfältigen Kreisen sein verstörendes Schneegemälde gemalt. 4.) Zeitung lesen und über Kopenhagen informieren. Der sudanesische Sprecher und "Bremser" heißt Lumumba Stanislaus Di-Aping. Die Ladezeit der Facebook-Fanseite von Thorsten Schäfer-Gümbel ist enorm. Er sagt: "Dem Schneckentempo

Sarah Bosetti

Las bei uns ihre Texte vor, filmt aber auch sehenswert .

Brauseboys Live + Stream am 24.2. (20 Uhr, 2G) im Slaughterhouse: Mit Felix Jentsch

Russisches Roulett (von Frank Sorge) Ralle: Dit is' Ding, wa? Mit die Ukraine? Dieter: Wat ham die denn für ne Inzidenz? Ralle: Nich Corona, Dieter, Invasion. Dieter: Jibts ne neue Mutante? Ralle: Alte Mutante, Sowjet-Style. Dieter: Und jetzt ham die mehr Medaillen, oder wat? Ralle: Nich Olympia, Dieter, die Russen. Dieter: Ja, die hatten die meisten, oder? Ralle: Nee, dit war früher mal, die warn jarnich dabei, also doch, aber nich als Russland. Dieter: Ach, jenau, wegen Doping. Wie hieß do' gleich der chinesische Jesundheitsminister? Ralle: Janz olle Kamelle, Dieter. Minister ham die ooch, gloob ick, janich mehr, macht allet Putin. Dieter: Der kann Karate, wa? Ralle: Judo. Dieter: Und wat sacht der jetzt? Ralle: Versteh ick nich, aber wat er macht, sieht man ja. Panzer, Soldaten, Raketen, die janze Grenze lang een Uffmarsch. Een abjekartetet Spiel, sag ick dir. Dieter: Ick kenn nur Russisch Roulett. Ralle: Jenau, so ähnlich kommt mir dit vor, nur mit alle Patronen drin. Sag