Mittwoch, 17. Juli 2019

Brauseboys am 18.7. im Eschenbräu: Sie nennen es Lesung

Sie nennen es Urlaub (von Frank Sorge)

Für Reisegepäck erscheint es mir seit Jahren sinnvoll, neben dem Smartphone, dem Tablett, dem Reader und einem Medienserver (zwei sind gelogen), noch einen Laptop mitzunehmen. Um Newsletter zu verschicken, das ist doch ein guter Grund, und um überhaupt auch etwas arbeiten zu können im Urlaub. Kein guter Grund, aber ich nenne es ja auch nur Arbeit. Außerdem nehme ich natürlich einen Reiselaptop mit, weil ich genau zu diesem Zweck einmal einen angeschafft habe. Seit der ausgedient hat, nehme ich irgendeinen, der noch so rumsteht, egal wie schwer. Irgendwo aber in dieser Konstruktion musste ein Fehler sein, denn den ersten Tag verbrachten wir immer gemeinsam als Update-Tag. Wenn es überhaupt sinnvolle Internetverbindungen für das Downloaden gab, die an einem wahrscheinlichen zweiten Tag erst gesucht werden mussten. Der dritte Tag, so denn endlich updatefrei und mit guter Verbindung, nutzte ich für das Installieren mittlerweile dringend notwendiger Spielereien, die seit der letzten Reise als dringend notwendig angefallen waren. Mit großem Elan, erholungsinduziert, galt dann der vierte Tag immer der Rekonstruktion wichtiger Passwörter, die nicht hier gespeichert waren, aber leider nötig, um überhaupt einmal etwas sinnvolles anzufangen. Nach rund einer Woche war dann immer alles bereit, nur waren die Anlässe auf einmal gar nicht mehr so wichtig. Irgendwie war in den letzten Tagen rund um die Inbetriebnahme des Laptops doch aufgefallen, dass ich mich unter Palmen befand oder dergleichen, und die Motivation schwand oft so sehr, dass mit dem Laptop dann doch wenig anzufangen war. Fahrplanabfragen und Kartensuche, das machte schon längst ein anderes Gerät besser. Nach vielen Jahren kann ich jetzt sagen, wo mein Fehler war. Ich hätte nur Geräte mitnehmen dürfen, die ich auch sonst im Alltag benutze, ich hätte ich ihn also weglassen sollen, obwohl es ihn gab. Aber ich nenne es ja auch nur Urlaub.
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Donnerstag, 18.7. /20.30 Uhr
Eschenbräu (Triftstr. 67, nahe U-Leopoldplatz und S-Wedding)

Die Brauseboys - Lesebühne im Wedding - jetzt im Eschenbräu!

Seit sechzehn Jahren jede Woche neue Texte, Betrachtungen, Musik und belebende Heiterkeit. Während der ein oder andere sich hier oder dort befindet, finden sich andere hier und dort ein, was sich auch trefflich findet. Am 18.7. begrüßen Robert Rescue und Volker Surmann:

Falko Hennig (Rikscha Blues)
Samson (Kiezpoet)
Krazy (rockt)



Dienstag, 9. Juli 2019

Brauseboys am 11.7. im Eschenbräu: Sommergold

Schluppke macht auch das (von Frank Sorge)

Herr Schluppke, Sie wurden als Gegenkandidat für das Amt des Kommissionspräsidenten der Europäischen Union vorgeschlagen. Was haben Sie, was Ursula von der Leyen nicht hat?

Icke? Zeit. Die hat doch schon ohne Job ville zu tun, ick kann mir janz uff die Sache konzentrieren.

Sicherlich ein gutes Argument, Sie sind ja Arbeitsloser im Ruhestand.

Ja, ick sitze aber ooch jerne. Heißt ooch Vorsitzender in dem Fall, hab ick nachjekiekt. Ick sitze allet aus.

Im Gegensatz zu Frau von der Leyen wurden sie nicht von den europäischen Regierungschefs vorgeschlagen, sondern von der SPD-Ortsgruppe Rehberge-Ost. Wie kann sich das europäische Parlament ein Bild von Ihnen machen?

Bild ham wa jemacht, fürt Internet, schön mitm Tresen im Hintergrund. Schicket Teil da, steht für europäische Trinkkultur.

Aber wie erfährt man von ihren Ideen für Europa, Ihren Visionen, Ihren Gesetzesvorschlägen?

Ick habn Twitteraccount.

Meinen Sie, das reicht?

Sie leben nich uffm Mond, oder?

Sie posten dort ein Foto jedes Bieres, das Sie trinken. Finden Sie das angemessen, ihren Konsum so zur Schau zu stellen?

Ick stehe für volle Transparenz. Voll und transparent.
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Donnerstag, 11.7. /20.30 Uhr
Eschenbräu (Triftstr. 67, nahe U-Leopoldplatz und S-Wedding)

Die Brauseboys - Lesebühne im Wedding - jetzt im Eschenbräu!

Seit sechzehn Jahren jede Woche neue Texte, Betrachtungen, Musik und belebende Heiterkeit. Kein Wässerchen kann uns trüben, ob es aus bewölktem Himmel herabregnet, oder zart prickelnd, schaumig in gewohnt unfiltrierter Weise aus des Eschenbräus Zapfhähnen strömt. Am 11.7. begrüßen Thilo Bock, Robert Rescue und Frank Sorge ihren ehemaligen Mitstreiter der ehemaligen Lesershow, und einen Weddinger Autor mit historischem Weitblick:

Gerd Schönfeld (Ein Cello im Berufsverkehr)
Martin Goldenbaum (Melodie aus der Ferne)
Mädchen aus Berlin (zaubert Lieder aus dem Hut)


Dienstag, 2. Juli 2019

Brauseboys am 4.7. im Eschenbräu: Kümmer dich um deine Texte

Was wichtig ist (von Frank Sorge)

Besonders anrührend bei Kindern ist ja oft ihre Begeisterungsfähigkeit. Etwas geschafft zu haben, etwas zu entdecken, einen Sachverhalt zu feiern, den man verstanden hat. Es raschelt im Hausflur, ich höre ein Kind dorthin rennen. Es raschelt noch einmal, kurz etwas mit Mama im Wohnzimmer geklärt, dann aufgeregtes Stampfen in meine Richtung: "Papa, Papa, Papa!"
Es stürmt um die Ecke, die Augen leuchten. "Papa, Papa - ein Brief!"
"Oh, toll!", rufe ich, "danke schön." Nehme den Umschlag vorsichtig entgegen, sehe interessiert drauf, bedanke mich noch einmal überschwänglich, das Kind freut sich mit über das bunt bedruckte Papier.
Werfe die Möbelhauswerbung aber erst weg, als es aus dem Zimmer gelaufen ist. Ernüchterung kommt mal von ganz alleine, aber die Begeisterung vorher, die muss gelernt sein.
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Donnerstag, 4.7. /20.30 Uhr
Eschenbräu (Triftstr. 67, nahe U-Leopoldplatz und S-Wedding)

Die Brauseboys - Lesebühne im Wedding - jetzt im Eschenbräu!

Seit sechzehn Jahren jede Woche neue Texte, Betrachtungen, Musik und belebende Heiterkeit. Kühl und schattig, so erholsam kann ein Tag mit Luftaustausch, oder ein Donnerstagabend bei den Brauseboys sein. Mal zurücklehnen, mal zuhören, mal abschalten und die innere Lampe anschalten - dann gleich mit frischem Eschenbräu löschen.  Am 4.7. begrüßen die Sunnyboys Thilo Bock, Nils Heinrich, Robert Rescue und Frank Sorge den Gast:

Mathias Wildenbruch (Kümmer dich um deine Musik)



Dienstag, 25. Juni 2019

Brauseboys am 27.6. im Eschenbräu: Sommerboys

Vogel haben (von Frank Sorge)

Seit Monaten habe ich jetzt schon die Rentnerin im Visier, die im Winter täglich Körner und Krümel auf dem Mittelstreifen verteilt. Für die Vögel, und für die Ratten auf diesem Wegabschnitt, der auch in tief verschneiten Wintern nie zusätzlich gestreut werden muss. Jahrelang sah ich nur ihr Werk, aber dann entdeckte ich sie doch eines Tages von meinem Beobachtungsposten auf dem Südbalkon. Ungefähr weiß ich jetzt die Zeit, in der sie auftaucht, und sehe regelmäßig fasziniert zu, wie sie unauffällig einen ganzen Gehweg mit Kleintiernahrung versorgt. Es sind so viele Vögel in den Büschen, dass diese auch im Winter immer voll belaubt aussehen, das Gezwitscher kann sich gut gegen den Straßenlärm durchsetzen. Was mich nur beschäftigt, während ich mittlerweile im seidenen Leibchen reglos in der Gluthitze des Balkonofens brüte, warum sie das ganze Jahr damit nicht aufzuhören scheint? Bekommt sie es nicht übers Herz, die Tiere mal einen Tag sich selbst zu überlassen? Irgendwann wird vielleicht auch der beste Wille von zwanghaften Gewohnheiten übermannt. Oder gibt es andere Gründe?
Wenn ich mich irgendwann wieder bewegen kann, unter diesem Zentralgestirn, dann folge ich ihr vielleicht mal ein halbes Stündchen und überprüfe weitere Theorien. Denn ich halte es für relativ ausgeschlossen, dass sie mit dem Weg hier ihr ganzes Tagespensum schon erfüllt hat. Verpfeifen werde ich sie aber nie, versprochen.
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Donnerstag, 27.6. /20.30 Uhr
Eschenbräu (Triftstr. 67, nahe U-Leopoldplatz und S-Wedding)

Die Brauseboys - Lesebühne im Wedding - jetzt im Eschenbräu!

Seit sechzehn Jahren jede Woche neue Texte, Betrachtungen, Musik und belebende Heiterkeit. Es ist ein logisches Szenario: Wenn auf der Erdoberfläche infolge der Apokalypse die Luft brennt, fliehen die schlauen Menschen in die Keller. Für eine steife Brise bei schweißtreibenden Lachbewegungen sorgt bei uns der frisch engagierte Sauseboy, mit der hervorragenden Versorgungslage (Bier von der Quelle & Brezeln) lässt sich jedes Temperaturextrem bestens überwintern. Am 27.6. begrüßen Volker Surmann, Thilo Bock und Robert Rescue die Gäste:

Spider (Liebe statt Drogen)
Lizzie Libera (Das Dasein im Hiersein)


Dienstag, 18. Juni 2019

Brauseboys am 20.6. im Eschenbräu: Sommer, Sonne, Lesebühne

Vorgestern im Seestern (von Frank Sorge)

Ralle, wattn? Keen Fußball?
Nö.
Is doch WM.
Hier nich.
Ick freu mir den janzen Tag auf dein Jerät, und du sparst Strom.
Denk ma an Klima, Peter.
Warste die Feiertage bei die Enkel?
Naja, ick habs versucht. Anner Türe haste se noch brav, Hallo und so, aber kaum sitzen die Alten, rennen die weg. So schnell kommt da keener von uns mehr hinterher, aber kannste mit 16 ooch nüscht mehr sagen.
Ham se dir janz schön in Jewissen jeredet, deine besorgten Jugendlichen.
Recht hamse.
Aber musste denn ausjerechnet bei die WM dit Klima schonen?
WM is Katar, wenn überhaupt.
Watt sagen denn die anderen? Und wo sind die überhaupt?
Drüben beim Helmut, gloob ick.
Ach, und watt machen die da?
Weeß ick. Eier schaukeln.
Du hast ja ne Laune. Ick würde sagen, wir schaun uns die Sache mal janz neutral an. Ick meene, eigentlich is doch dit Gleiche: Spieler, Schiedsrichter, Kommentatoren. Halt allet ne Oktave höher.
Finger weg von die Kiste.
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Donnerstag, 20.6. /20.30 Uhr
Eschenbräu (Triftstr. 67, nahe U-Leopoldplatz und S-Wedding)

Die Brauseboys - Lesebühne im Wedding - jetzt im Eschenbräu!

Seit sechzehn Jahren jede Woche neue Texte, Betrachtungen, Musik und belebende Heiterkeit. Warme Luft muss bewegt werden, am kommenden Donnerstag werden wir daher im Auge eines technisch entfachten Sturmtiefs unsere Blätter davonwehen sehen: Zur Unterstützung zieht ein Standventilator ("Sauseboy") ein! Am 20.6. begrüßen Thilo Bock, Nils Heinrich, Robert Rescue und Frank Sorge den Gast:

Tilman Birr (...alles andere später)


Dienstag, 11. Juni 2019

Brauseboys am 13.6. im Eschenbräu: Man muss Lesungen kompliziert machen

Gestern im Seestern (von Frank Sorge)

Haste jehört?
Watt?
Wir stehn unter Naturschutz.
Miliöö-Schutz meenste?
Ah, ja.
Is doch schon lange.
Ick meinte eigentlich, wir wern einjefrorn.
Davon merk ick aber nüscht bei die Hitze.
Sümbolüsch.
Ach, die Mieten meinste, Peter, du musst ma'n bisschen an dir arbeiten.
An watt?
An deine Jedanken.
Ach, ick denk mir da nüscht bei. Jute Nachrichten sind ja ooch mal wat.
Die Nachricht, Peter, is' aber noch nich die Sache selbst.
Mir überzeugste nich mit deine Schwarzmalerei, ich lass meene Wohnung uff jeden Fall einfriern.
Wenn ick schwarz male, dann nur nach Feierabend.
Ick dachte, ihr seid jeschiedn.
Sehr lustig.
Noch eens?
Ja, aber eiskalt.
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Donnerstag, 13.6. /20.30 Uhr
Eschenbräu (Triftstr. 67, nahe U-Leopoldplatz und S-Wedding)

Die Brauseboys - Lesebühne im Wedding - jetzt im Eschenbräu!

Seit sechzehn Jahren jede Woche neue Texte, Betrachtungen, Musik und belebende Heiterkeit.  Es wird sommerlich, mancher von uns erwägt,  Kleiderstücke in der Kurzversion anzuziehen. Mit ausgefeilter Schleusentechnik schaufeln wir aber ausreichend frische Luft ins Kellerdomizil, während der Aufgüsse werden Eiswürfel und Kaltschalen gereicht. Am 13.6. begrüßen Thilo Bock, Nils Heinrich, Robert Rescue, Frank Sorge und Heiko Werning die Gäste:

Manfred Maurenbrecher (Lieder und Romane)


Dienstag, 4. Juni 2019

Brauseboys am 6.6. im Eschenbräu: Da braut sich was zusammen

Familie Stein (von Frank Sorge)

Es gibt viele Hinweise darauf, dass Menschen vor zehntausend Jahren nicht wesentlich anders waren. Man wachte morgens auf und kümmerte sich den Tag über um die grundlegende Versorgung der Familie. Am Abend aß man Vergorenes und rauchte ein paar Kräuter vom Wegesrand, dachte sich vielleicht eine Geschichte aus, trug sie anderen vor. Oder ein Lied. Dann ab in die Kiste.
Alle trugen so einen flachen Stein mit sich herum. Wahrscheinlich guckten sie auch ständig drauf, ob sich irgendwas an der Oberfläche verändert hatte. 
“Ich muss schnell los, zum Jagen.”
“Warte, du hast deinen Stein vergessen.”
“Ah, ich hatte ihn noch in der Sonne zum laden.”
“Ich hol ihn dir.”
“Danke, ohne den Stein wär ich aufgeschmissen.”
Am Esstisch der Steinzeit, mit Mama Stein, Papa Stein, und den Kinder-Kieseln wurde weniger über Gluten gesprochen, Fett, Zucker und Salzgehalt. Papa Stein holte einen Klumpen aus dem Feuer, riss jedem ein Bein mit Keule ab, und im Duft des Fleischs wurde es andächtig still.
“Aber nehmt auch ein paar Nüsse und Beeren”, wurden die Kinder ermahnt.
“Ja, ja.”
Er legte ihr den warmen Stein in die Hand, sie bedankte sich.
“Ich möchte mich beruflich verändern, Schatz.”
“Aber wo bekommen wir dann unser Fleisch her?”, fragte er.
“Korn, Korn ist die Zukunft.”
“Korn? Glaub doch nicht alles, was im Weltwanderwege-Netz erzählt wird.”
Wir stellen wir uns heute vor, dass die Steinzeit ein ganz hartes Pflaster gewesen sein muss. Aber wenn alles in Ordnung war, war es wohl ganz in Ordnung.
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Donnerstag, 6.6. /20.30 Uhr
Eschenbräu (Triftstr. 67, nahe U-Leopoldplatz und S-Wedding)

Die Brauseboys - Lesebühne im Wedding - jetzt im Eschenbräu!

Seit sechszehn Jahren jede Woche neue Texte, Betrachtungen, Musik und belebende Heiterkeit. Es sind die kleinen Veränderungen, die wir jede Woche wertschätzen. So ist unsere Hinteransicht jetzt durch feinsamtige Fenstervorhänge veredelt. Auf einem schönen Fensterbrett lässt sich, ganz vorsichtig und auf Bierfilz, kerzengerade ein frisches Eschenbräu hinstellen. Draußen soll gerüchteweise schon so eine Art Sommer herrschen, vor zu viel Sonnenlicht muss eindringlich gewarnt werden. Doktor Obst empfielt, einmal die Woche abends in einen Keller zu gehen. Am 6.6. begrüßen Thilo Bock, Nils Heinrich, Robert Rescue, Frank Sorge und Heiko Werning die Gäste:

Michael Sailer (Schwabinger Schaumschläger)
Bird's Free Funk (Freier Jazz für freie Ohren)

Dienstag, 28. Mai 2019

Brauseboys am 30.5. im Eschenbräu: Die Zerstörung der schlechten Laune

Wedding for Future (von Frank Sorge)

Natürlich muss die Politik jetzt handeln, aber jeder Bewohner dieses Planeten kann einen Beitrag leisten. Vorschläge für Naturschutz im Wedding:
Tierstimmenkurse - Diese Stadt kennt hundert Sprachen, und hundert andere mehr kann sie noch lernen. Was will die Taube auf meinem Dach? Was zwitschern die Spatzen auf Spätkauftischen, wovon träumt eine Ratte am Wegesrand? Frag den Fuchs selbst, wem er wo gute Nacht sagt, und hör den Krähen-Gangs bei ihrem Ghetto-Gossip zu, wenn sie um die Häuser ziehen. 
Renaturierung - Besonders lebensfeindliche Bereiche des Weddings können unmittelbar renaturiert und als öffentliche Grünanlagen weitergenutzt werden. Im Einzelnen wären das: Gesamtanlagen der Jobcenter am Rathaus und am S-Bahn-Ring, die Müller- und die Seestraße, 50.000 Parkplätze in Straßen und in Garagen, sowie dieser schreckliche Keller-Rewe.
Insekten - Jahrhundertelang bot der Wedding eine große Vielfalt an Käfern und anderem Getier, eine Rückbesinnung auf klassische Siedlungsräume für Insekten ist geboten. Eingerollt liegengelassene Teppiche, halb zusammengefallene Möbel, durchnässte Matratzen mit Plastik-Überzug. Es muss kein teures Insektenhotel aus dem Laden sein, um neue Lebensräume zu schaffen. Mit etwas Kreativität und einem Hang zum Aufbewahren möglicherweise einmal sehr wichtigen Abfalls können sie aktiv für den Artenschutz handeln. Denn jetzt ist Ihr Moment gekommen!
Wasser - Zur Müllvermeidung und für den Gewässerschutz dürfen Freiluftbereiche wie der Plötzensee und die Rehberge nur noch ohne jede Bekleidung, Taschen, Spielgeräte, Fahrräder oder sonstige Verkehrsmittel betreten werden, zugelassen sind ausschließlich kompostierbare Kinderwägen. Zuwiederhandlungen werden mit Recyclingarbeiten im Kiez geahndet.
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Donnerstag, 30.5. /20.30 Uhr
Eschenbräu (Triftstr. 67, nahe U-Leopoldplatz und S-Wedding)

Die Brauseboys - Lesebühne im Wedding - jetzt im Eschenbräu!

Seit sechszehn Jahren jede Woche neue Texte, Betrachtungen, Musik und belebende Heiterkeit. Auch unsere CO2-Bilanz ist nicht so schlecht. Die meisten von uns laufen zu den Veranstaltungen oder benutzen Fahrräder, das Bier als abendliches Grundnahrungsmittel ist lokal gebraut und hat ungefähr 5-10 Meter Transportweg vom Hersteller hinter sich. Manche von uns züchten Tiere und andere Grillen, unsere Kleidung ist vielleicht billig, aber oft Jahrzehnte getragen. Am 30.5. treten wir in absoluter Vollbesetzung an! Thilo Bock, Nils Heinrich, Robert Rescue, Frank Sorge, Volker Surmann und Heiko Werning begrüßen die Gäste:

Andreas Albrecht (Geschmacksverstärker)


Dienstag, 21. Mai 2019

Brauseboys am 23.5. im Eschenbräu: Ein Lied von Schaum und Krone

Geplante Nachfolgeserien: Ein Lied von Eis und Waffel (Letzte Episode von Frank Sorge)

Nach dem Sieg über den Frühsommerkönig treffen die verbliebenen Mitglieder der Eiswölfe (Haus Gelato) aus dem italienischen Norden und die Leckerbäcker von Haus Hörnchen (‘Die Saison naht’) in einem finalen Duell um den Waffeleisernen Thron auf die Königin der Teigerianer. Ihr akkugetriebenes Reittier Mixerion macht kurzen Prozess mit den kurz gebackenen Schildmuscheln der Hörnchen, und sie entgeht den Waldmeister-Minze-Geschossen, die eine Erstürmung der Stammfiliale des Eisladens ‘Bolle Bolle’ nicht verhindern können. Doch wird die Filialleiterin Hörnchen die Eisbombe zünden, die unter dem Laden schlummert?
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Donnerstag, 23.5. /20.30 Uhr
Eschenbräu (Triftstr. 67, nahe U-Leopoldplatz und S-Wedding)

Die Brauseboys - Lesebühne im Wedding - jetzt im Eschenbräu!

Seit sechszehn Jahren jede Woche neue Texte, Betrachtungen, Musik und belebende Heiterkeit. Die Wand, die Wand - die Wand hielt stand. Trotz einigen Innendrucks, denn wir waren letzte Woche bis in den letzten Winkel ausverkauft. Bis ganz in den letzten Winkel? Nein, findige Brause-Ingenieure und Tetris-Profis sind zuversichtlich, noch gut 200 zusätzliche Zuschauer unterbringen zu können. So ungefähr. Am 23.5. begrüßen Nils Heinrich, Frank Sorge und Heiko Werning die Gäste:

Hinark Husen (Der Frühschoppen)
Michael Bittner (Sax Royal)
Lukas Meister (Gitarrenpop gegen Resignation)

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Jeden Donnerstag um 20.30 Uhr lesen die Brauseboys Thilo Bock, Nils Heinrich, Robert Rescue, Frank Sorge, Volker Surmann, Heiko Werning und Gäste im Eschenbräu. Man findet uns in der Triftstr. 67 im Wedding, nach kleinem Fußweg vom U-Leopoldplatz oder S-Wedding. Das Eschenbräu bietet neben verschiedenen hausgebrauten Bieren und sortenreinen Apfelsäften auch kleine Speisen wie frisch gebackene Flammkuchen und Laugenbrezeln an.


Dienstag, 14. Mai 2019

Brauseboys am 16.5. im Eschenbräu: Das braust!

Was man sagt (von Frank Sorge)

Die Kinder haben aus der Kita ein neues Gegenargument mitgebracht, das sie zu Hause weiter erproben.
"Was man sagt, ist man selber."
Wer also sagt, man wäre blöd, ist selber blöd. Ich erinnere mich daran, selige Kinderzeit. Manchmal erscheint sie mir so lang her, als hätte es noch Dinosaurier gegeben. Sie werden bald merken, dass es bessere Argumente braucht, man kommt nicht so weit damit, überlege ich und widme mich der Internetlektüre. Trump wirft den Demokraten vor, Ermittlungen beeinflusst zu haben, die seine Beeinflussungen ermittelt haben. Er nennt auch andere ständig Lügner, wenn er mal gerade nicht selbst lügt. Erdogan lässt Wahlen wegen mutmaßlicher Manipulationen ungültig machen, er weiß halt auch am besten, wovon er spricht. Christian Lindner hingegen reagiert so versessen auf ein paar Spargelwitze, dass sein Vorwurfsmantel der Spargelversessenheit wirklich nur noch ihm selbst passt. Vielleicht reicht das Argument doch etwas weiter, als ich gerade noch gedacht habe.
"Ihr seid aber schlau", rufe ich ihnen zu.
"Selber."
Das wollte ich natürlich nur hören.
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Donnerstag, 16.5. /20.30 Uhr
Eschenbräu (Triftstr. 67, nahe U-Leopoldplatz und S-Wedding)

Die Brauseboys - Lesebühne im Wedding - ab jetzt im Eschenbräu!

Seit sechszehn Jahren jede Woche neue Texte, Betrachtungen, Musik und belebende Heiterkeit. Fleißige Hände haben in dieser Woche den Durchbruch zum Gastraum richtig verschlossen, es wird also noch lauschiger und gemütlicher zur frischen Hopfenbrause. Am 16.5. begrüßen Thilo Bock, Robert Rescue, Frank Sorge und Heiko Werning die Gäste:

Extreme Sofasitzing Terror (Schnelle Eingreiftruppe für Akustikballaden)

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Jeden Donnerstag um 20.30 Uhr lesen die Brauseboys Thilo Bock, Nils Heinrich, Robert Rescue, Frank Sorge, Volker Surmann, Heiko Werning und Gäste im Eschenbräu. Man findet uns in der Triftstr. 67 im Wedding, nach kleinem Fußweg vom U-Leopoldplatz oder S-Wedding. Das Eschenbräu bietet neben verschiedenen hausgebrauten Bieren und sortenreinen Apfelsäften auch kleine Speisen wie frisch gebackene Flammkuchen und Laugenbrezeln an.


Dienstag, 7. Mai 2019

Brauseboys am 9.5. im Eschenbräu: Im Angesicht des Spargels

Zum Mitnehmen (von Frank Sorge)

Paradiese im Jenseits, das ist von Vorneherein eine sinnlose Vorstellung. Braucht man da alles nicht, weil es ja dann jenseits ist. Für mich jedenfalls zählen nur diesseitige Traumvorstellungen. Die Kinder haben Döner mitgebracht. Wie alle Paradiese hat auch dieses einen Makel, in der türkischen Pizza meiner Frau hat sich ihr Wunsch nach Käse in Fleisch verwandelt.
"Hat der Dönermann wieder nicht zugehört", sage ich.
"War so ein neuer, junger", sagt sie.
"Dann müssen wir morgen wieder Döner kaufen", mischt sich meine Tochter ein und schaut empört, "damit er das richtig machen kann."
"Ja, genau", bestätige ich den erstaunlichen Vorschlag der Dreijährigen. Der Schnipsel fällt halt nicht weit vom Grill.
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Donnerstag, 9.5. /20.30 Uhr
Eschenbräu (Triftstr. 67, nahe U-Leopoldplatz und S-Wedding)

Die Brauseboys - Lesebühne im Wedding - ab jetzt im Eschenbräu!


Seit sechszehn Jahren jede Woche neue Texte, Betrachtungen, Musik und belebende Heiterkeit. Es wird jede Woche gemütlicher im Braukeller, eine weitere Reihe lauschiger Vorhänge ist im Anflug, außerdem wird der Durchbruch zum Gastraum bis zur Ankunft der letztgültigen Pforte mit einer festen Wand verschlossen. Vor Freude tanzen wir daher gemeinsam um den Maibaum, wenn sich die Gelegenheit ergibt, was man sich nicht entgehen lassen sollte. Am 9.5. begrüßen Thilo Bock, Nils Heinrich, Robert Rescue, Frank Sorge und Heiko Werning die Gäste:

Martin Huyn (Ohne Fleiß kein Reis)
Doc Schoko (Stadt der Lieder)

Donnerstag, 2. Mai 2019

Kampf- und Feiertag der Arbeitslosen

Seit ca. hundert Jahren findet am 2. Mai die Demonstration gegen den Zwang zur Lohnarbeit statt. Wir hatten Zeit!


Wir bauen auf Roboter, die uns freundlich jede Arbeit abnehmen können.


Inoffizielle Beobachter aus dem Weltraum zählten mindestens hunderttausende Demonstranten auf dem Weg zur den Schön-Schöner-Schönhauser Allee Arkaden.


Wer nicht da war, hat es verpasst.