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Brauseboys am 1.6. (20 Uhr) im Haus der Sinne: Mit Helene Mierscheid & Manfred Maurenbrecher

Handreichung für die KI-Apokalypse (von Frank Sorge)   Mit jeder neuen KI-Version werden künstlich erstellte Texte schwieriger zu erkennen, dabei will uns die KI gar nicht täuschen. Da wiederum stecken Menschen dahinter. Schon heute muss man fragen, ob ehemals untrügliche Zeichen von Menschlichkeit nicht längst simuliert werden, um die Illusion von Empörungswellen zu schaffen:      Feler     Emotionale Ausrufe, z.B. Ach herrjemine, Seufz, Hoppla, Puh, Pa, hach!     Beschimpfungen, Kraftausdrücke, Ignoranz     gRoß- und kLeinschreibungskonventionen aushebeln     Generell unsachlich sein     Smileys     Narzissmus, Egomanie, alles, was Ichbezogenheit fördert     Viele Ausrufezeichen!!!! Um sicherzugehen, dass es sich um menschliche Verfasser von Texten und Kommentaren im Internet handelt, schlage ich daher eine andere Liste an Merkmalen vor, die sehr viel schwieriger zu simulieren sind:     Freundlichkeit in der Ansprache     Kooperationswillen     Interesse an anderen     Positive Lebe
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Brauseboys am 25.5. (20 Uhr) im Haus der Sinne: Mit Piet Weber & Doc Schoko

Zoonett (von Frank Sorge)   Ein paar Tage zwischen Pfauen, das muss man erst verdauen. Das ständige Gehabe, die blau schimmernde Farbe.   Um jedes Weibchen stolzieren,  das Vielaugenrad präsentieren, dazu kreischend Gebell vom bunten Rebell.   Es wanzt sich der Pfauenhahn durchaus toxisch an, treibt in die Enge, schüttelt sein Gestänge.   Mit seinem Gefiederkranz verschlingt er die Henne ganz. Brauseboys - mit Piet Weber & Doc Schoko Donnerstag, 25.5. (20 Uhr) Haus der Sinne (Ystader Str. 10)   Noch gehen wir nicht so weit, die 'Freie Republik Ost-Wedding' auszurufen, aber wir bereiten uns darauf vor. Kernanliegen könnten ein bedingungsloser Anschluss an das Weddinger Radwegenetz sein, Direktverbindungen mit Tram und U-Bahn, bzw. ein neuer S-Bahnhof 'Ost-Wedding' zwischen Schönhauser und Gesundbrunnen. Schon bei den alten Römern hieß es, alle Wege führen nach Wedding, dem Nabel der Welt auf dem Prenzlauer Berg. Unsere Religion ist die lustige Kunst und unser Tempel

Brauseboys am 18.5. (20 Uhr) im Haus der Sinne: Mit Paul Bokowski, Hinark Husen & Piji Summer

Titten und Teslas (von Frank Sorge)   Ich dachte wirklich, ich wäre gegen Social Media immun. Selbst kein Bedürfnis zur Mitteilung zu haben, auch kein größeres zur Aufmerksamkeit, alle Meinungen akzeptieren zu können, ohne labile Hutschnur zu lesen. Bald zwanzig Jahre hat das geklappt, doch das von Elon Musk gekaperte Twitter lässt mir keine andere Wahl mehr, der Dispruptor hat mich disruptet. Entgegen meiner Gewohnheit fange ich an, vorgeschlagene Inhalte stummzuschalten, blocke sogar den ein anderen Account. Ich erschrecke über die plötzliche Freude, die ich dabei empfinde. Vielfalt halte ich aus, aber nicht diese Einfalt. Ich mache die Timeline auf und blocke, blocke, schalte stumm. Ich weiß genau, dass ich verloren habe, ich bin besiegt, denn alle diese Blocks und Klicks verraten mich, ich bin wahrscheinlich erstmalig sozial in diesem Medium, weil ich mich durchschaubar mache. Aber dieses Chauvinisten-Twitter ist anders nicht mehr zu ertragen, ich kann nichts mehr liken für die We

Brauseboys am 11.5. (20 Uhr) im Haus der Sinne: Mit Isobel Markus & Tito Maffay

Wer Visionen hat, sollte (von Frank Sorge)   “Der nächste bitte!” “Hallo, ich sehe Unheil.” “Jetzt gerade? Das können Sie so nicht sagen. Sie sehen ja mich und ich will Ihnen helfen.” “Aber wir rasen auf eine Katastrophe zu, ich kann es spüren.” “Ich dachte, Sie können es sehen?” “Es ist noch nicht da, aber ich sehe die Zeichen.” “Sie sehen Zeichen, das ist interessant. Handelt es sich, sagen wir mal, um Buchstaben womöglich, vielleicht auch Zahlen?” “Natürlich auch, jeden Tag, wenn ich das Internet aufmache…” “Ah ja, da kann ich Sie schon beruhigen. Das geht jedem so, der jeden Tag das Internet aufmacht.” “Aber das heißt doch, es ist real, warum tut dann niemand was?” “Machen doch alle, alle tun irgendwas. Ich vermute fast, Sie sollten auch mal wieder was tun.” Brauseboys - mit Isobel Markus & Tito Maffay Donnerstag, 11.5. (20 Uhr) Haus der Sinne (Ystader Str. 10)   Sind Sie auch etwas konservativ? Liegt im Trend, ist nicht schlimm, es ist ja wichtig, Dinge zu bewahren. Nur welc

Brauseboys am 4.5. (20 Uhr) im Haus der Sinne + Livestream: Mit Lisa-Maria Olszakiewiecz & Formularh

Steinzeit-Tick (von Frank Sorge)   Meine Kinder stellen jetzt Fragen wie “Warum gibt es eigentlich so viele Menschen?” In dem Fall muss ich nicht lang überlegen und antworte: “Weil sie gut zusammenarbeiten. Wie Ameisen, von denen gibt es auch viele.” “Gibt es viele Ameisen?” “Sehr viele Ameisen”, ich nutze Mimik und Gesten in theatralischer Ausreizung, “unvorstellbare viele Ameisen, sie sind ja auch wirklich überall. Wie wir. Je besser Tiere zusammenarbeiten, desto mehr können zusammenleben. Und so große Städte wie Berlin gibt es noch gar nicht so lange, in der Steinzeit jedenfalls…” Ich unterbreche, ich muss mich hüten, ich muss mich zügeln. Da ich es gut finde, wenn die Kinder solche Fragen stellen, darf ich nicht so lange reden, bis sie die Lust verlieren. Spätestens beim dritten Satz lande ich nämlich immer in der Steinzeit, ich habe es als Tick identifiziert. Wenn sie als Jugendliche sagen, ihre Eltern leben oft in derselbigen, werden sie für meinen Teil leider recht haben. Ander

Brauseboys am 27.4. (20 Uhr) im Haus der Sinne: Mit Sebastian Krämer & Mareike Barmeyer

Studientag (von Frank Sorge)   Morgen ist wieder Studientag, ich studier’ die Matratze. Strecke Arme und Beine von mir wie ne faule Hauskatze.   Derweil die Kinder fürs Leben was lernen, nämlich Endgegner bezwingen. Rätsel zu lösen und zielsicher springen und Umgang mit Prozessorkernen.   Leerer Bauch studiert nicht gern, das Frühstück um zehn opulent. Bei Kaffee und Tee erdenken wir froh das Lied vom bemühten Student.   Danach an die Hefte, wir haben nicht frei, doch sind es, die Zeit selbst zu wählen. Ein wichtiger Lerneffekt ist noch dabei: Gibt andere Tage, um sich zu quälen. Brauseboys - mit Sebastian Krämer & Mareike Barmeyer Donnerstag, 27.4. (20 Uhr) Haus der Sinne (Ystader Str. 10)   Einige hundert mehr SPD-Mitglieder stimmten für den Koalitionsvertrag als dagegen. Das sind immerhin mehr als die 50 oder so Wählerstimmen, die den Vorsprung zu den Grünen ausgemacht haben, also darf man wohl sagen: Glückwunsch! Offenbar eine super Idee, Berlin wird richtig aufblühen, golden

Brauseboys am 20.4. (20 Uhr) im Haus der Sinne: Mit Danny Dziuk & Mandana

Hello again (von Frank Sorge)   Zurück zum Thema des Frühlings: Künstliche Intelligenz. Elon Musk (bekannt aus: Rocket-Man, Mr. Electric, Return of the Chauvinist) sind die Antworten von ChatGPT zu moralisch, zu links. Daher kündigt er ein eigenes Modell ‘TruthGPT’ an, das unbestechlich die Standpunkte vertreten soll, die er selbst für richtig hält. Zufällig werden es die gleichen sein, seine Standpunkte und die Wahrheit, ganz zufällig, sonst gibt es danach noch ‘theRealTruthGPT’. Vielleicht reicht aber auch eine neue Version, die sich auf jeden Nutzer individuell einstellt. Die man auch ein bisschen belehren kann, wenn man etwas anders sieht, und die uns nach dem Mund redet. Eigentlich dachte ich, das träfe schon auf das Original zu, aber manchen scheint das nicht zu reichen oder nach Oberlehrer zu klingen. Dabei ist längst nicht bedacht, dass wir wirklich weitere Varianten brauchen werden. KidGPT zum Beispiel, das bis zur Volljährigkeit den Nachwuchs betreut, das unangemessene Anfra