Dienstag, 14. Juli 2020

Brauseboys am 16.7. in der Kulturfabrik Moabit: Mit Michael-André Werner & Lüül

Nur so eine Ahnung (von Frank Sorge)

Wenn ich die Kinder von der Kita hole, erzählen sie immer sofort eine Sache. Offenbar das, was sie am Tag am meisten beschäftigt hat, was sie Besonderes erlebt haben, oder welche neue Frage sich gestellt hat. Man müsste diese Sätze eigentlich aufschreiben. "Weißt du, Papa?", setzt mein Sohn an, nachdem er zu mir gerannt ist. "Was denn?" "Das Weltall", sagt er, "das ist wirklich sehr groß." "Ja, stimmt", sage ich verblüfft, "sogar sehr, sehr groß, unvorstellbar groß." "Und weißt du? Man weiß gar nicht, ob es überhaupt ein Ende hat." "Ja", sage ich, "vielleicht hat es gar keins. Aber was sich Menschen auch schon lange fragen, wie es überhaupt angefangen hat." Er stutzt. "Was denken die denn?", fragt er, jetzt bin ich in der Bredouille. "Die meisten denken, es gab eine große Explosion und seitdem fliegt alles auseinander." "Nein", unterbricht er, "ich meine hier." "Ach so, auf der Erde?" "Ja, ich glaube da kam ein Asteroid und ist auf die Erde geknallt", sagt er. Ich nicke. "Das ist auf jeden Fall passiert, aber vielleicht hat es nicht so angefangen. Aber sag mal, woher weißt du das denn, hast du mit jemandem darüber gesprochen?" Er zögert. "Nur so eine Ahnung", sagt er und lächelt. 

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Donnerstag, 16.7.20 / 20 Uhr
Kulturfabrik Moabit (Windlicht), Lehrter Str. 35
+ Facebook Livestream (Öffentlich, Internet)



Die Brauseboys - Weddinger Lesebühne in Moabit - Sommer Open Air + Stream!

Seit siebzehn Jahren jede Woche neue Texte, Betrachtungen, Musik und belebende Heiterkeit. Seit letzter Woche wissen wir, dass es auch bei Regen schön ist in der Kulturfabrik Moabit. Das Café ist ein gut belüfteter Ausweichort und hervorragend verkachelt. Wir finden Regen ja auch gut, wegen der Pflanzen. Für diesen Donnerstag stehen aber alle Zeichen auf Open Air: Kühle Getränke aus dem Bauwagen, frisch Gegrilltes vom Stand des Café Moab, und viel Platz, um euch zahlreich mit Abstand begrüßen zu können. Ein Traum? Nein, viel besser, die Realität. Und nur Frischluft, nehmt das, Aerosole! Aber wie jetzt nochmal, äh, Moabit? So isses, ja, aber mit Blick auf den Wedding, denn eigentlich muss man nur über eine Brücke (Fennbrücke). Grenzenlos beseelt begrüßen wir auch wieder Gastkünstler. An diesem Donnerstag sind es Michael-André Werner & Lüül.

Kommt vorbei, oder schaltet ab 19.45 Uhr den Livestream ein, und zwar hier:

Es ist vorerst der letzte Stream (Nr. 18) - euch allen, die ihr uns im Lockdown eingeschaltet und unterstützt habt, danken wir mit fliegenden Herzen!  Ohne euch wäre das echt richtig doof gewesen.

Wer den virtuellen Eintritt von 8,- Euro (ermäßigt 5,-) zahlen möchte, ist herzlich dazu eingeladen, via Paypal an hutspende@brauseboys.de zu spenden (Paypal-Account von Volker Surmanns Satyr-Verlag).
Alternativ per Überweisung an Nils Heinrich mit Verwendungszweck 'Brauseboys'
IBAN DE52 5005 0201 1240 6229 00
BIC: HELADEF1822

Dienstag, 7. Juli 2020

Brauseboys am 9.7. in der Kulturfabrik Moabit: Windlichter

Es ändert sich nichts (von Frank Sorge)

Ich habe mich schon so daran gewöhnt, dass sich die Situation ständig geändert hat, dass es mich unruhig macht, wenn sich im Moment wenig ändert. Früher, also vor drei Monaten, hat sich die Lage immer wieder verschoben, es war mehr und weniger erlaubt, neue Erkenntnisse kamen dazu, Regelungen wurden angepasst. Jetzt gehen so die Wochen dahin und ich weiß nicht: Soll ich mir wirklich wünschen, dass sich was ändert? Denn es könnte sich ja zum Schlechten ändern. Da das Jetzt aber nicht so bleiben kann, muss sich was ändern, damit sich auch was zum Guten ändern könnte. Verzwickte Sache. Verloren hat man, wenn man denkt, dass sich Dinge zurück ändern sollten. Zurück dahin, wo es auch nicht gut war, das zeigt sich ja meistens erst, wenn sich was ändert. Aber nicht nur deswegen. Zurück ändern geht so wenig wie Zeitreisen. Es wäre außerdem total unlogisch, wenn ich wieder herausfinden würde aus dem Labyrinth meiner Gedanken mit der Beobachtung, dass sich ja doch nichts ändert. Weil es sich ja schon geändert hat. So viel hat sich lange nicht geändert, da kann man erst recht nicht sagen, dass sich nichts ändert. Der Virus verschwindet nicht einfach, wenn man die Maske über die Augen zieht. Es wird bleiben, wir werden bleiben. Es ändert sich nichts.
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Donnerstag, 9.7.20 / 20 Uhr
Kulturfabrik Moabit (Windlicht), Lehrter Str. 35
+ Facebook Livestream (Öffentlich, Internet)
 

Die Brauseboys - Weddinger Lesebühne in Moabit - Sommer Open Air + Stream!



Seit siebzehn Jahren jede Woche neue Texte, Betrachtungen, Musik und belebende Heiterkeit. Danke der Nachfrage, uns geht es prima im Windlicht der Kulturfabrik Moabit. Dort haben wir alles, was wir zum Überwintern der Pandemie im Sommer brauchen: Kühle Getränke aus dem Bauwagen, frisch Gegrilltes vom Stand des Café Moab, ein Pavillon über dem Kopf, wenn es mal nieselt, und viel Platz, um euch zahlreich mit Abstand begrüßen zu können. Ein Traum? Nein, die Realität. Und nur Frischluft, nehmt das, Aerosole! Aber halt, häh, Moabit? So isses, ja, aber mit Blick auf den Wedding, denn eigentlich muss man nur über eine Brücke (Fennbrücke). Was sind außerdem Grenzen? Grenzenlos beseelt begrüßen wir auch wieder Gastkünstler. An diesem Donnerstag ist es Milena Reinecke.

Der Biergarten im Windlicht hat schon ab dem Nachmittag geöffnet, am Besten rechtzeitig vor der Show kommen, um sich mit Abstand einzurichten, auch der Grill wird dann sicher schon in Betrieb sein. Reservierungen können unter reservierung@brauseboys.de gemacht werden, eine Kontaktliste des Abends wird am Bauwagen geführt.  Achtung! Vorgezogene Anfangszeit (20 Uhr). Bitte beachtet, dass ihr durch den Livestream gelegentlich durch Schwenk ins Publikum gefilmt werden könntet.

Oder schaltet ab 19.45 Uhr den Livestream auf unserer Facebook-Seite ein, auch ohne Account. Regulär streamen wir noch bis 16.7., danach wird es (nach jetzigem Stand) ausgewählte Streamshows geben.

Wer den virtuellen Eintritt von 8,- Euro (ermäßigt 5,-) zahlen möchte, ist herzlich dazu eingeladen, via Paypal an hutspende@brauseboys.de zu spenden (Paypal-Account von Volker Surmanns Satyr-Verlag).
Alternativ per Überweisung an Nils Heinrich mit Verwendungszweck 'Brauseboys'
IBAN DE52 5005 0201 1240 6229 00
BIC: HELADEF1822

Mittwoch, 1. Juli 2020

Brauseboys am 2.7. in der Kulturfabrik Moabit: Freiluftstrom

Verzicht (von Frank Sorge)

Was ist es, was das Internet katalysiert? Wie sehr verhalten sich Verschwörungstheorien zum Virus selbst als Virus? Wie wird man immun gegen neurechte Propaganda? Ich vermute, es würde helfen, ein paar Dinge weniger zu machen. Verzicht - bei diesem Wort stellt sich der innere Zwerg sofort mit einem Sturmgewehr in den Vorgarten. Mir nimmt niemand was weg! Muss ja auch nicht, wenn man selbst verzichtet. Aber wo bleibt denn da die...

Aufmerksamkeit - dieser eine da, der letzte Woche was geliket hat, warum macht er nicht weiter? Wo ist er denn? Nur ein Like und dann nichts mehr, sehr enttäuschend. Vielleicht sollte ich extra was machen, damit da noch mehr kommt? Aber wenn dann nichts kommt? Existiere ich ohne Like eigentlich? Schnell mal alles durchgucken, was auch kein Like hat. Das alles like ich natürlich nicht, auch ein bisschen aus Rache. Rache gegen unbekannt, denn die können da auch nichts für. Wie ich.  Merken ja auch nichts von, hätten sie mich mal geliket. Ich like jetzt gar nichts mehr, so. Werden wir doch mal sehen. Könnte natürlich auch ganz damit aufhören, Facebook zum Beispiel, das würde sicher mal auffallen. Aber was man nicht mehr macht, fällt natürlich nicht so sehr auf, wie das, was man macht. Also vielleicht fällt es gar nicht auf, wenn ich das lösche, und das wäre dann ja auch nicht gut. Allein schon, was man da mental investiert hat. Dann nicht mal mehr Aufmerksamkeit bekommen, weil man alles wieder sein lässt? Die Rechnung geht irgendwie nicht auf, da mache ich doch gar keinen...

Gewinn - denn egal, was man tut, es muss immer etwas dabei herausspringen. Sonst wäre man ja schön blöd. Wenn jemand Gewinn macht, heißt das ja, irgendwo ist ein Verlust. Auf der falschen Seite jedenfalls will man selbst nicht stehen, das wäre ja Irrsinn, man muss auf der Haben-Seite bleiben. Nur weil einem jemand mehr dafür gegeben hat, als vielleicht nötig wäre, ist man dafür nicht verantwortlich, dass jemandem was fehlt. Der wollte das haben, ich doch nicht. Im Gegenteil, ich brauchte es ja gar nicht mehr, wenn ich es verkaufe. Stimmt's, oder habe ich....

Recht - weil ja wohl klar ist, dass daran nicht zu rütteln ist. Allein schon, weil ich es sage, da weiß ich selbst, das ist wasserfest durchdacht. Wenn jemand was anderes sagt, muss derjenige aber auch nicht unrecht haben. Alles ist relativ, sagt man doch. Oder war das 'anything goes'? Mich stört es jedenfalls gar nicht, wenn jemand anderes recht hat, nur will ich nicht unrecht haben. Allein dieser Virus, die einen sagen, er sei total gefährlich, die anderen, er wäre harmlos. Stimmt vielleicht beides, kann doch sein, jeder hat da so seine Gründe. Belege? Wer braucht denn Belege, wenn man recht hat?

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Donnerstag, 2.7.20 / 20 Uhr
Kulturfabrik Moabit (Windlicht), Lehrter Str. 35
+ Facebook Livestream (Öffentlich, Internet)



Die Brauseboys - Weddinger Lesebühne in Moabit - Sommer Open Air + Stream!

Seit siebzehn Jahren jede Woche neue Texte, Betrachtungen, Musik und belebende Heiterkeit. Unverzichtbar! Wir bekommen richtig etwas Sonne ab, im Windlicht der Kulturfabrik Moabit. Dort haben wir alles, was wir zum Überwintern der Pandemie im Sommer brauchen: Kühle Getränke aus dem Bauwagen, frisch Gegrilltes vom Stand des Café Moab, ein Pavillon über dem Kopf, wenn es mal nieselt, und viel Platz, um euch zahlreich mit Abstand begrüßen zu können. Ein Traum? Nein, die Realität. Und nur Frischluft, nehmt das, Aerosole! Aber halt, häh, Moabit? So isses, ja, aber mit Blick auf den Wedding, denn eigentlich muss man nur über eine Brücke (Fennbrücke). Was sind außerdem Grenzen? Grenzenlos beseelt begrüßen wir auch wieder Gastkünstler. An diesem Donnerstag sind es Uli Hannemann & Mädchen aus Berlin.

Der Biergarten im Windlicht hat schon ab dem Nachmittag geöffnet, am Besten rechtzeitig vor der Show kommen, um sich mit Abstand einzurichten, auch der Grill wird dann sicher schon in Betrieb sein. Reservierungen können unter reservierung@brauseboys.de gemacht werden, eine Kontaktliste des Abends wird am Bauwagen geführt.  Achtung! Vorgezogene Anfangszeit (20 Uhr). Bitte beachtet, dass ihr durch den Livestream gelegentlich durch Schwenk ins Publikum gefilmt werden könntet.

Oder schaltet ab 19.45 Uhr den Livestream auf unserer Facebook-Seite ein, auch ohne Account. Regulär streamen wir noch bis 16.7., danach wird es (nach jetzigem Stand) ausgewählte Streamshows geben.

Wer den virtuellen Eintritt von 8,- Euro (ermäßigt 5,-) zahlen möchte, ist herzlich dazu eingeladen, via Paypal an hutspende@brauseboys.de zu spenden (Paypal-Account von Volker Surmanns Satyr-Verlag).
Alternativ per Überweisung an Nils Heinrich mit Verwendungszweck 'Brauseboys'
IBAN DE52 5005 0201 1240 6229 00
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Dienstag, 23. Juni 2020

Brauseboys am 25.6. in der Kulturfabrik Moabit: Freiluft und Bierhorst

Weitere Lockerungen (von Frank Sorge)

Es dürfen sich beliebig viele Menschen treffen, wenn jeder dabei im eigenen Raum ist.
Es darf wieder durch den Mund geatmet werden (mit Maske).
In Supermärkten dürfen so viele Menschen gleichzeitig einkaufen, wie Pakete Toilettenpapier vorrätig sind.
Fehlender Mund-Nasenschutz im öffentlichen Nahverkehr wird durch die Bundeswehr kontrolliert.
In Innenräumen dürfen Kulturveranstaltungen mit einer Zuschauerzahl von 0,38 pro Quadratkilometer ohne weitere Einschränkungen stattfinden.
Schultermuskulatur darf wieder gegenseitig gelockert werden (innerhalb eines Haushalts).
Von einem weiteren Lockern von Schrauben im Verstandesbereich bitten wir Sie abzusehen. 

Diese Lockerungen gelten, nach meiner Kenntnis, ab sofort.
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Donnerstag, 25.6.20 / 20 Uhr
Kulturfabrik Moabit (Freiluftkino), Lehrter Str. 35
+ Facebook Livestream (Öffentlich, Internet)



Die Brauseboys - Weddinger Lesebühne in Moabit - Sommer Open Air + Stream!

Seit siebzehn Jahren jede Woche neue Texte, Betrachtungen, Musik und belebende Heiterkeit. Es war ein toller Auftakt letzte Woche in der Kulturfabrik! Wir danken herzlich allen Helfern und Zuständigen vor Ort für das gute Gelingen. Das Wetter hat gehalten, der Stream ist nicht abgerissen, und vor allem konnten wir euch wieder über ein paar Meter Abstand winken und zahlreich unter freiem Himmel begrüßen. Denn die Kulturfabrik Moabit hat ein Freiluftkino, nehmt das, Aerosole! Aber halt - Moabit, was? Ja, richtig gelesen. Aber fast noch im Wedding, eigentlich nur über eine Brücke (Fennbrücke). Was sind außerdem schon Grenzen? Grenzenlos ist auch die Freude, dass wir wieder Gastkünstler begrüßen dürfen. An diesem Donnerstag ist es der einzigartige Rüdiger Bierhorst. 

Es gibt viel Platz und Luft hinter der Kulturfabrik. Der Biergarten hat schon ab dem Nachmittag geöffnet, am Besten rechtzeitig vor der Show kommen, um sich mit Abstand einzurichten, auch der Grill des Café Moab wird dann sicher schon in Betrieb genommen sein. Reservierungen können unter reservierung@brauseboys.de gemacht werden, wir halten die Plätze dann bis mindestens 19.30 Uhr vor. Achtung! Vorgezogene Anfangszeit (20 Uhr). Bitte beachtet, dass ihr durch den Livestream gelegentlich durch Schwenk ins Publikum gefilmt werden könntet.

Oder schaltet ab 19.45 Uhr den Livestream auf unserer Facebook-Seite ein, auch ohne Account. Regulär streamen wir noch bis 16.7., danach wird es (nach jetzigem Stand) ausgewählte Streamshows geben.

Wer den virtuellen Eintritt von 8,- Euro (ermäßigt 5,-) zahlen möchte, ist herzlich dazu eingeladen, via Paypal an hutspende@brauseboys.de zu spenden (Paypal-Account von Volker Surmanns Satyr-Verlag).
Alternativ per Überweisung an Nils Heinrich mit Verwendungszweck 'Brauseboys'
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Dienstag, 16. Juni 2020

Brauseboys am 18.6. in der Kulturfabrik Moabit: Open Air + Stream

Auftreten (von Frank Sorge)

Ich weiß nicht mehr, wie mich meine Eltern von meinem Tretroller getrennt haben, aber irgendwo im Synapsenspuk sehe ich noch die Narbe, denn ich war an den Roller angewachsen. Es war im Endeffekt nichts dabei, ein schlichter Ablösungsprozess, und das langsame Durchsickern der Erkenntnis, dass ein Fahrrad mehr möglich machte, und ich dem Roller auch physisch entwachsen war. Ich dachte schnell nicht mehr an ihn.
Jetzt haben wir aber Roller bestellt, für uns, für Erwachsene. Sie kommen auch schneller herangerollert von den Lieferdronen, als wir gucken können. Tram und Bus vermeiden, auch Wege mit den Kindern auf Fahrrädern, alles ganz praktisch mit so einem Ding, dachten wir uns. Ohne Motoren natürlich, einfach nur Rollen, ein Brett, eine Stange und kräftige Beine. Also klappe ich einen auf und probiere ihn unten aus. Für die nächsten Wochen und Monate war der Herr Sorge dann leider nicht mehr zu sehen und aufzufinden. Er rollerte so hier hin und da hin, ließ sich vom Wind leiten, jagte den Schmetterlingen hinterher und landete eines Tages, unvorhergesehen und zufällig wieder an der eigenen Haustür, die von Efeu überwuchert war. Dort aber merkte er auf einmal, dass eine Sache doch bestechend anders war. Die kräftigen Beine waren nur noch eine Illusion, also kippte er mit weichen Knien auf den Stufen zur Wohnung einfach um.

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Donnerstag, 18.6.20 / 20 Uhr (Einlass 19.30 Uhr)
Kulturfabrik Moabit (Freiluftkino), Lehrter Str. 35
+ Facebook Livestream (Öffentlich, Internet)



Die Brauseboys - Weddinger Lesebühne in Moabit - Sommer Open Air + Stream!

Seit siebzehn Jahren jede Woche neue Texte, Betrachtungen, Musik und belebende Heiterkeit, seit Beginn der Isolation im Livestream der Herzen. Es ist soweit, wir haben ein Obdach gefunden, um Publikum wieder live in Empfang zu nehmen, auch wenn in diesem Falle gar kein Dach über uns ist. Die Kulturfabrik Moabit hat ein Freiluftkino, nehmt das, Aerosole! Aber halt - Moabit, was? Ja, richtig gelesen. Der Weg aus dem Wedding ist jedoch nicht weit, eigentlich nur über eine Brücke (Fennbrücke), außerdem ist sowieso Wedding, wo wir sind. Was sind schon Grenzen? Grenzenlos ist auch die Freude, dass es so geht, aber auch der Stream reisst nicht ab. Es gibt mindestens 40 Sitzplätze in der KuFa, sinnvoll ist eine Reservierung an reservierung@brauseboys.de - ob es noch Platz gibt, antworten wir per Mail und informieren per FB. Achtung! Vorgezogene Anfangszeit (20 Uhr), Einlass um 19.30 Uhr.

Oder schaltet ab 19.45 Uhr den Livestream auf unserer Facebook-Seite ein, auch ohne Account. Streamboy Frank gibt sich größte Mühe, dass alles auch von hier aus klappt, was ein paar Wochen noch so bleiben soll.

Wer den virtuellen Eintritt von 8,- Euro (ermäßigt 5,-) zahlen möchte, ist herzlich dazu eingeladen, via Paypal an hutspende@brauseboys.de zu spenden (Paypal-Account von Volker Surmanns Satyr-Verlag).
Alternativ per Überweisung an Nils Heinrich mit Verwendungszweck 'Brauseboys'
IBAN DE52 5005 0201 1240 6229 00
BIC: HELADEF1822

Mittwoch, 10. Juni 2020

Brauseboy am 11.6. im Livestream: Strom nach draußen

Gute Effekte (von Frank Sorge)

Es ist ja nicht alles schlimm. Überwachungskameras mit Gesichtserkennung haben es im Moment zum Beispiel nicht leicht. Sehr viele Menschen sind auf Fahrräder umgestiegen, das macht auch noch gesund, solange der grüne Streifen breit genug ist, um nicht von einem Auto umgekachelt zu werden. Manch einer hat durch Verzicht festgestellt, was man auch sonst lassen könnte, und auch die Zufriedenheitsstudien in Deutschland, wo wir so glimpflich durch die erste Welle gekommen sind, sind eindeutig anders, als nur Gemecker über Einschränkungen wiederzuspiegeln. Weniger ist also wirklich oft mehr, und selbst der Bierverkauf in Berlin und Brandenburg ist gestiegen in der Krise, lese ich, trotz Kneipenschließung. Und Menschen wie ich und meine Frau werden in einigen Jahren über eines nicht klagen müssen, worüber schon viele Generationen geklagt haben - zu wenig Zeit mit den Kindern verbracht zu haben, als sie klein waren. 
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Donnerstag, 11.6.20 / 20.30 Uhr
Facebook Livestream (Öffentlich, Internet)



Die Brauseboys - Lesebühne im Wedding - Strom nach draußen!

Seit siebzehn Jahren jede Woche neue Texte, Betrachtungen, Musik und belebende Heiterkeit, seit Beginn der Isolation im Livestream der Herzen. Sehr wahrscheinlich ist es das letzte Mal, dass wir aus dem Echsenstudio streamen, wir hoffen danach wieder draußen lesen zu können. Draußen heißt vermutlich sogar richtig draußen, Open Air, also mit einer unübertroffenen Lüftung unseres Auftrittsortes und viel Platz. Für unsere Zuschauer in der ganzen Welt streamen wir dennoch etwas weiter. Am Donnerstag also noch einmal exklusiv live und in Farbe auf Facebook. Schaltet ein, und lasst euch was vorlesen.

Ab 20.15 Uhr einschaltbar auf unserer Facebook-Seite, auch ohne Account. Der Livestream wird archiviert und kann später nachgeschaut werden. 

Wer den Eintritt von 8,- Euro (ermäßigt 5,-) zahlen möchte, ist herzlich dazu eingeladen, via Paypal an hutspende@brauseboys.de zu spenden (Paypal-Account von Volker Surmanns Satyr-Verlag).
Alternativ per Überweisung an Nils Heinrich mit Verwendungszweck 'Brauseboys'
IBAN DE52 5005 0201 1240 6229 00
BIC: HELADEF1822

Mittwoch, 3. Juni 2020

Brauseboys am 4.6. im Livestream: Das strömende Dutzend

Unsichtbare Gefahr (von Frank Sorge)

Ein gelockertes Familientreffen im Britzer Garten. Die gleiche Idee hatten zwar noch zehntausend Leute, aber es ist viel Platz, um Abstand zu halten, und auch sonst vorsichtig zu sein. Ein paar Campingstühle, ein Klapptisch, bunt gefüllte Schalen und große Decken für ein Picknick. Die Sonne ist stark, aber die Familien sitzen im Schatten unter den Eichen. Es herrscht ausgelassene Stimmung, ohne in Parties zu verfallen, mancher entspannt sich vielleicht das erste Mal seit vielen Wochen, die Kinder rennen herum. Nur ich bin etwas irritiert von den Baumstämmen in Bewegung, in dicken Paketen wimmelt und krabbelt es, unter der Haut wabernder Gespinste, wie Geschwüre. Der Eichenprozessionsspinner ist da, teilweise keinen Meter von Tischen und Menschen entfernt, und keiner bemerkt ihn. Wirklich schlimm, dieser Virus, er ist so unsichtbar. Würde man ihn mit eigenen Augen sehen können, wären die Leute vielleicht nicht so unbesorgt.

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Donnerstag, 4.6.20 / 20.30 Uhr
Facebook Livestream (Öffentlich, Internet)



Die Brauseboys - Lesebühne im Wedding - das strömende Dutzend!

Seit siebzehn Jahren jede Woche neue Texte, Betrachtungen, Musik und belebende Heiterkeit, seit Beginn der Isolation im Livestream der Herzen. Wir haben auch schon mal einen scheuen Blick nach draußen geworfen, ob wir diese Woche nicht schon irgendwo Zuschauer dazuholen können. Dann haben wir diesen Landwehrkanal gesehen und uns schnell wieder verschanzt. Aber wir arbeiten daran, womöglich dann nächste Woche aus Heikos Büro auszuziehen und ein Publikum in Sichtweite dazuladen zu können Am Donnerstag also zum 12. Mal wieder live und in Farbe auf Facebook. Schaltet ein, und lasst euch was vorlesen.

Ab 20.15 Uhr einschaltbar auf unserer Facebook-Seite, auch ohne Account. Der Livestream wird archiviert und kann später nachgeschaut werden. 

Wer den Eintritt von 8,- Euro (ermäßigt 5,-) zahlen möchte, ist herzlich dazu eingeladen, via Paypal an hutspende@brauseboys.de zu spenden (Paypal-Account von Volker Surmanns Satyr-Verlag).
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Mittwoch, 27. Mai 2020

Brauseboys am 28.5. im Livestream: Herzen im Strom

Man lässt, was man kann (von Frank Sorge)

Es ist natürlich nachvollziehbar, dass Kneipenwirte fordern, die Kneipen zu öffnen, wenn die schon geöffneten Gaststätten als Kneipe genutzt werden, weil keine Kneipen geöffnet sind. Intuitiv ist jedoch einzusehen, dass drei Halbe einen Menschen unvorsichtiger machen als ein Nackensteak oder ein Teller Bratkartoffeln. Gerade die, die nach drei Halben erst anfangen. Auch gesprächiger macht das Trinken, denn nach viel Essen wird man eher stumm und schläft ein. Von den Kalorien her macht es wiederum keinen Unterschied und Essen ist genauso gesellig. An einen Tisch setzt man dennoch höchstens eine Familie, die ganze Familie am Kneipentisch wiederum wäre für viele aber genau der Grund, doch nicht in die Kneipe zu wollen. Es ist kompliziert, ich kenne das hier zu Hause, warum darf der das und ich nicht? Völlig außer Acht lässt man allerdings die, die schon dürfen, aber noch gar nicht wollen. Die auch nicht demonstrieren wollen, denn sie wollen ja nicht zusammen raus, sie wollen nichts aufmachen, die wollen auch nicht laut Forderungen stellen, schon allein wegen der Aerosole. 
Ich rege mich nicht zu sehr auf über die in der Tram, denen alles und jeder egal ist, sie sind mir im Zweifel genauso egal dann, aber da es jetzt schon jeder vierte oder fünfte ist, werde ich garantiert noch viel weniger Tram fahren als davor. Wenn irgendwas aufmacht, mag ich dort eigentlich im Moment genau deshalb nicht hingehen, weil es aufmacht. Aber für wen macht man dann auf? Für die, die sowieso die Vorsicht fahren lassen wollen? Dann wäre es kein Wunder, was man so draußen an Unvorsicht sieht. Aber könnte man nicht die drinnen lassen, die drinnen sein wollen? Ich meine jetzt auch mit Geld, und nicht nur mit Angst. Ich fände Einsiedlerprämien gut, bessere Steuerklassen für ausgedehntes Homeoffice, Grundsicherung für Künstler, die in Ruhe über den ganzen Mist in ihren Kreativnestern Romane, Alben und Skulpturengärten ausbrüten könnten, mit insgesamt ein paar mehr Themen als Klagen, Verzweiflung und Kapitalismuskritik. Schön naiv natürlich, nach systemrelevant kommt erstmal umsatzrelevant, und gegen Ende bleibt vielleicht irgendwas künstlerisch relevant. Oder auch nichts, denn wer will sich schon daran erinnern?

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Donnerstag, 28.5.20 / 20.30 Uhr
Facebook Livestream (Öffentlich, Internet)



Die Brauseboys - Lesebühne im Wedding - Herzen im Strom!

Seit siebzehn Jahren jede Woche neue Texte, Betrachtungen, Musik und belebende Heiterkeit, seit Beginn der Isolation im Livestream der Herzen. Die, die auf dem Bildschirm fliegen, wenn ihr sie drückt, also anklickt, was wir erst so zwanzig oder dreißig Sekunden später sehen, was uns aber ein herzlich warmes Gefühl bereitet. Wenn man dann die Augen schließt und eine große Muschel ans Ohr hält, hört man über das Rauschen des Datenozeans hinweg so etwas wie Applaus. Es gibt noch keine Neuigkeiten, wenn es anders wieder geht, aber der Stream reisst nicht ab. Am Donnerstag wieder live und in Farbe auf Facebook. Schaltet ein, und lasst euch was vorlesen.

Ab 20.15 Uhr einschaltbar auf unserer Facebook-Seite, auch ohne Account. Der Livestream wird archiviert und kann später nachgeschaut werden. 

Wer den Eintritt von 8,- Euro (ermäßigt 5,-) zahlen möchte, ist herzlich dazu eingeladen, via Paypal an hutspende@brauseboys.de zu spenden (Paypal-Account von Volker Surmanns Satyr-Verlag).
Alternativ per Überweisung an Nils Heinrich mit Verwendungszweck 'Brauseboys'
IBAN DE52 5005 0201 1240 6229 00
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Dienstag, 19. Mai 2020

Brauseboys am 21.5. im Livestream: Auch schon so locker?

Isoliertes Bahnfahren (von Frank Sorge)

Ich fahre mit der Bahn in eine andere Stadt, und das wäre ja sonst nur diese Bemerkung wert, aber es ist Pandemie, da ist nichts so, wie es war. Als ich beim Hauptbahnhof ankomme, schon das erste Verblüffen darüber, dass hier überhaupt Zugbetrieb ist. Klar, ich habe schon eine Fahrkarte gebucht und gehe davon aus, dass alles fährt wie gedacht. Aber das haben auch die gedacht, die irgendwann eine Karte für die Ärzte oder Rammstein gekauft haben. Ich halte es jederzeit für möglich, dass die Fahrkarte in die Luft gekauft war.
Der Zug hat immerhin eine halbe Stunde Verspätung, wird mir angezeigt, ein Anker zur Normalität. An der Menge der Fahrgäste liegt es nicht, überlege ich, als ich mir irgendeines der leeren Abteile aussuche, die Schuhe abstreife, die Füße hochlege und meinen 'Komfort-Check-In' mache wie empfohlen Bis Hamburg sehe ich nur zweimal Menschen am Abteil vorbeigehen. Einmal den Schaffner, der auf seinem Gerät sieht, dass ich mich schon selbst um seine Aufgabe gekümmert habe, und dann den Schaffner, der irgendwann wieder zurück zu seinem Abteil geht. Die Mikrofonansage hingegen wirkt, als säßen wir zu Tausenden auf einer Wiese und gleich würde Jimi Hendrix spielen. Mit markigen Worten preist der Zugchef die Mitarbeiter, die Fahrgäste, die Bahn, die ganze Welt und wünscht uns eine außerordentlich gute Reise, mit euphorisiertem Vibrieren in der Stimme schaltet er das Mikro wieder aus. Aber ich kenne das gut: Wenn nur ganz wenige da sind, probiert man am Mikrofon eher mal was aus.
Durch die Verspätung verpasse ich meinen Anschluss und steige auf den Zug eines regionalen Unternehmens um. Thank you for letting me not choose Deutsche Bahn again. Hier schlägt die Zugchefin einen anderen Ton an: „Liebe Fahrgäste, in diesem Zug herrscht... ach wissen Sie, herrscht, das klingt ja immer so blöd…“ Sie überlegt. „Es ist uns wichtig, dass Sie auf der ganzen Fahrt einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Wir machen das auch. Bitte tragen Sie ihn nicht: Unter dem Kinn, unter der Nase, am Ohr, auf dem Kopf, in der Hand oder in der Tasche, sondern bitte so, wie er gedacht ist. Es geht ja um unsere Gesundheit, oder?“ Die rhetorische Frage verhallt ohne Reaktion, aber hätte ich irgendwo einen Like zur Performance drücken können, hätte ich das auch gemacht.

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Donnerstag, 21.5.20 / 20.30 Uhr
Facebook Livestream (Öffentlich, Internet)



Die Brauseboys - Lesebühne im Wedding - Himmelfahrtsstrom!

Seit siebzehn Jahren jede Woche neue Texte, Betrachtungen, Musik und belebende Heiterkeit, seit Beginn der Isolation im Livestream der Herzen. Wann wir wieder aus dem Echsenstudio rauskommen (wo es immer schön warm ist und wir täglich frischen Salat bekommen), das wissen wir nicht, aber bald vielleicht. Es steht in den Sternen, wir können es nur noch nicht entziffern. Wir sehen das jetzt irgendwie gelockert, ihr auch? Natürlich wollen wir, dass einzig gute Laune und Lachen dabei dann ansteckend sind, wenn es soweit ist, wie bei unserer - tada! - zehnten Livestrom-Show. An diesem Donnerstag stecken wir uns also weiterhin virtuelle Zweige hinters Ohr, wenn die Kinder schlafen, und trinken unser Himmelfahrtsfass aus dem Eschenbräu unter Beobachtung aus dem Internet, bevor wir in die Maske summend am Vatertag der Gedanken nach Hause schlendern. Bei den meisten ist das gar nicht weit. Schaltet ein, und lasst euch was vorlesen.

Ab 20.15 Uhr einschaltbar auf unserer Facebook-Seite, auch ohne Account. Der Livestream wird archiviert und kann später nachgeschaut werden. 

Wer den Eintritt von 8,- Euro (ermäßigt 5,-) zahlen möchte, ist herzlich dazu eingeladen, via Paypal an hutspende@brauseboys.de zu spenden (Paypal-Account von Volker Surmanns Satyr-Verlag).
Alternativ per Überweisung an Nils Heinrich mit Verwendungszweck 'Brauseboys'
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Dienstag, 12. Mai 2020

Brauseboys am 14.5. im Livestream: Viva la Isolation!

Maskiert (von Frank Sorge)

Ich gehe nach unten in den sonnendurchfluteten Kiez, um einzukaufen. Was soll man auch sonst machen? Meine Maske ist in der Jackentasche, gestern habe ich sie erst vor dem Supermarkt angezogen, jetzt lege ich sie gleich auf der Straße an. Sie ist sehr hübsch, muss ich dazu sagen, ein Hipster-Stoff mit symbolisierten U-Bahnstrecken, und was meine Frau näht, ist sowieso immer top. Wenn man mir nahe genug kommt, kann man auch einzelne Stationen lesen: Friedrichstraße, Alexanderplatz. Die Maske ist leicht und man kann gut in ihr atmen. Je weniger jetzt um mich herum noch eine tragen, desto lieber trage ich sie. Sie entspannt mich jeden Tag mehr auf eine Art, die ich nicht für möglich gehalten hätte. Ich brauche unter ihr keine Mimik, ich brauche keine Gesichtsmaske, wenn ich maskiert bin. Ich kann mal den Mund offenstehen lassen, die Mundwinkel entspannen, die Kiefer lockerlassen. Ein wenig fange ich schon jetzt an zu bedauern, wenn wir damit wieder aufhören.
Auf dem Gehweg schlurft ein Rentner mit Handwagen heran. Ich bin nicht geistesgegenwärtig genug, mit dem Smartphone für die Welt zu fotografieren, was ich sehe, aber es brennt sich mir ohnehin wie ein Foto ein. Offenbar hat er keine übliche Maske mehr bekommen, er trägt eine Clownsmaske aus Plastik, ungefähr wie die Schergen des Jokers. Ein billiges, buntes Teil, das fies lacht und das nur zwei winzige Gucklöcher übrig lässt, durch die er navigiert. Wo immer er hingeht, zum Einkaufen, zur Apotheke, der Horror-Clown-Effekt ist perfekt und wahrscheinlich wird er überall vorgelassen, oder die Schlangen lösen sich unmittelbar auf, wenn er sich anstellt. Andererseits ist hier Wedding, die meisten hier lachen sich vermutlich nur tot. Also hoffentlich nur im übertragenden Sinne, denn auch beim Lachen fliegen diese Aerosole ja ganz schön rum.

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Donnerstag, 14.5.20 / 20.30 Uhr
Facebook Livestream (Öffentlich, Internet)



Die Brauseboys - Lesebühne im Wedding - Viva la Isolation!

Seit siebzehn Jahren jede Woche neue Texte, Betrachtungen, Musik und belebende Heiterkeit, seit Beginn der Isolation im Livestream der Herzen. Wie lange das noch so bleiben muss, können wir nicht sagen, aber draußen stehen schon die nächsten Erreger vor der Tür. Virale Verschwörungstheorien, die Schrauben lockern und die Vernunft gefährden, da bleiben wir doch lieber länger drin. In diesem Internet, mit einem Betriebssystem von... ah, oh, wo ist mein Virenscanner? Ihr aber könnt uns weiterhin aus sicherem Abstand zusehen, wie wir lesen und singen, live und in Farbe auf Facebook, mit ungezügelter Freude. Schaltet ein, trinkt ein Eschenbräu mit uns mit und lasst euch was vorlesen.

Ab 20.15 Uhr einschaltbar auf unserer Facebook-Seite, auch ohne Account. Der Livestream wird archiviert und kann später nachgeschaut werden. 

Dienstag, 5. Mai 2020

Brauseboys am 7.5. im Livestream: Kontaktstrom

"Unter der Maske" (von Frank Sorge & Google)

Panik unter der Maske.
Jetzt wissen wir, wer unter der Maske steckt.
Was unter der Maske passiert.
Unter der Maske muss die Ärztin fast schreien.
Atmen unter der Maske kann schwierig sein.

Murmeln unter der Maske.
Unter der Maske des Narren.
Unter der Maske ein Lächeln.
Freude unter der Maske.
Doch ist Ausatmen unter der Maske wirklich gefährlich?

Der Mann unter der Maske.
Unter der Maske des Managers.
Ich verstehe die Beklemmungen unter der Maske.
Schließlich sammeln sich Schweiß, Öl und feuchter Atem unter der Maske.
Unter der Maske des Narzissmus.
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Donnerstag, 7.5.20 / 20.30 Uhr
Facebook Livestream (Öffentlich, Internet)



Die Brauseboys - Lesebühne im Wedding - Kontaktstrom!

Seit siebzehn Jahren jede Woche neue Texte, Betrachtungen, Musik und belebende Heiterkeit, seit Beginn der Isolation im Livestream der Herzen. Das wird auch noch eine Weile so bleiben, entweder trotzdem an anderen Stellen gelockert wird, oder weil an anderen Stellen gelockert wird, wir werden sehen. Ihr aber könnt uns weiterhin zusehen, denn wir lesen und singen live und in Farbe auf Facebook, mit ungezügelter Freude. Schaltet ein, trinkt ein Eschenbräu mit uns mit und lasst euch was vorlesen.

Ab 20.15 Uhr einschaltbar auf unserer Facebook-Seite, auch ohne Account. Der Livestream wird archiviert und kann später nachgeschaut werden. 

Wer den Eintritt von 8,- Euro (ermäßigt 5,-) zahlen möchte, ist herzlich dazu eingeladen, via Paypal an hutspende@brauseboys.de zu spenden (Paypal-Account von Volker Surmanns Satyr-Verlag).
Alternativ per Überweisung an Nils Heinrich mit Verwendungszweck 'Brauseboys'
IBAN DE52 5005 0201 1240 6229 00
BIC: HELADEF1822

Dienstag, 28. April 2020

Brauseboys am 30.4. im Livestream: Voll unter Strom

To-Do-Liste (von Nils Heinrich)

Fast alles abgehakt:



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Donnerstag, 30.4.20 / 20.30 Uhr
Facebook Livestream (Öffentlich, Internet)



Die Brauseboys - Lesebühne im Wedding - Voll unter Strom!

Seit siebzehn Jahren jede Woche neue Texte, Betrachtungen, Musik und belebende Heiterkeit, seit Beginn der Isolation im Livestream der Herzen. Auf jede To-Do-Liste gehören natürlich noch ein paar mehr Dinge drauf, vor allem am Donnerstag. Obwohl die Liste am Donnerstag eigentlich auch sehr kurz sein darf, und wenn wir ehrlich sind, reicht uns ein Punkt: Einschalten! Den Computer und uns, denn wir lesen und singen live und in Farbe auf Facebook. Wir herzen so viel zurück, wie wie wir können.

Ab 20.15 Uhr einschaltbar auf unserer Facebook-Seite, auch ohne Account. Der Livestream wird archiviert und kann später nachgeschaut werden. 

Wer den Eintritt von 8,- Euro (ermäßigt 5,-) zahlen möchte, ist herzlich dazu eingeladen, via Paypal an hutspende@brauseboys.de zu spenden (Paypal-Account von Volker Surmanns Satyr-Verlag).
Alternativ per Überweisung an Nils Heinrich mit Verwendungszweck 'Brauseboys'
IBAN DE52 5005 0201 1240 6229 00
BIC: HELADEF1822