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Es werden Posts vom März, 2014 angezeigt.

Buchpremiere "Im wilden Wedding": Zwischen Ghetto und Gentrifizierung

Freitag, 28.3. /20.30 Uhr
La Luz (Oudenarder Str. 16-20)

Buchpremiere: "Im wilden Wedding" mit vielen Gästen
Heiko Wernings neues Buch mit Wedding-Geschichten feiert seine Premiere am Freitag, 28.3., 20.30 Uhr, im La Luz! Mit dabei: Daniela Böhle und Jakob Hein, die Weddinger Barden Jan Koch, Doc Schoko und Tito Maffay sowie die Brauseboys Paul Bokowski, Frank Sorge und Robert Rescue.


Der bewusstlose Strom

Laufe ziellos durch den Wedding, einerseits gegen den Bewegungsmangel, andererseits um noch einen Zipfel Sonne zu erhaschen. Kaum bin ich auf der Müllerstraße formt sich ein Ziel vor Augen, aber ich werde unterbrochen und gestoppt. Eine Frau und ein Mann in dunkelgrauen Anzügen und roten Krawatten spricht mich an, ob sie mich kurz stören könnten, eine kurze Umfrage nur, sie würden gerade in der Gegend berufstätige Leute befragen. In ihrer Hand ein Block mit Zetteln, auf denen ca. fünf Fragen in einer Tabelle angedeutet sind. Hier im Wedding auf der Müllerstraße berufstätige Leute befragen, überlege ich, was für ein Unterfangen. “Sind Sie denn berufstätig?” “Ja.” “Nur ein paar Fragen.” “Eine Umfrage? Von welcher Firma nochmal?” “Unic”, sagt sie, bei Google finde ich später nichts. “Und für wen arbeitet Ihre Firma?” Sie überlegt. “Für alle möglichen… Leute.” So ein schwacher Auftritt, fast vermute ich Zeugen Jehovas. Wie ich meine Einkommensituation in den letzten Jahren wahrgenommen h…

Veras Kabinett

Ebenfalls das erste Mal zu Gast im La Luz: Veras Kabinett. Independent Kunstliedgut.

Brauseboys am 27.3.: Kabinettstücke

Aber dann (von Frank Sorge)
Vielleicht sollte sich der Wedding jetzt auch abspalten und seine Unabhängigkeit ausrufen. Was verstehen denn die anderen von uns? Den Reinickendorfern sind wir zu städtisch, der Mitte zu schmuddelig, den Moabitern zu wenig krass und den Pankowern zu ungebildet, Alter. Und über die Nachbargrenzen hinaus wird das Urteil nicht schmeichelhafter.  Infolgedessen wird der Wedding durch die Zentralverwaltung politisch vernächlässigt, finanzielle und kulturelle Infiltration von oben bedroht seine Integrität. Nichtraucher, Dispo-Positive, Apple-Agenten und Wurstvegetarier machen sich in den staubigen Schankräumen einheimischer Eckkneipen breit und an klebrigen Dönertischen. Sie finden es sogar “cool”.  Wenn wir aber die letzte verwanzte Schrabbelecke des Berliner Zentrums bleiben wollen, liegt es nahe, zu handeln. Die historische Gelegenheit ist da, die meisten Verantwortlichen gucken noch etwas länger Richtung BER und träumen davon abzuhauen, wenn es dann endlich g…

Kiezpremiere "Degeneration Internet" mit Lari und die Pausenmusik am 22.3.

Frank Sorge feiert im Mastul, dem Kulturverein seines Vertrauens, sein neues Buch mit Geschichten aus dem Alltag der digitalen Revolution. Was passiert eine halbe Stunde lang auf dem Twitter-Profil von Justin Bieber? Wann ist ein Nerd ein Nerd? Glücklicherweise gibt es noch das Real Life des Autors im Berliner Wedding – eine Wirklichkeit, die selbst überzeugte Nerds ins echte Leben zurückholen kann. Lesung mit Multimedia und musikalischen Ein-, Zwischen- und Umstimmungen von Lari und die Pausenmusik: http://ludp.de/

Am 22. März ist Indiebookday

Passenderweise fällt das Erscheinungsdatum von "Degeneration Internet" auf den Indiebookday (und erfüllt alle Kriterien). Wie es mit Indie-Büchern so ist, stehen sie oft nicht in jeder Buchhandlung, meins findet man sicher am Samstag z.B. bei Kisch & Co in der Oranienstraße 25.


Pressetext der Aktion:

Was ist der Indiebookday? Ihr liebt schöne Bücher. Am Indiebookday könnt Ihr das allen zeigen. Es geht ganz einfach: Geht am 22.03.2014 in einen Buchladen Eurer Wahl und kauft Euch ein Buch. Irgendeines, das Ihr sowieso gerade haben möchtet. Wichtig ist nur: Es sollte aus einem unabhängigen/kleinen/Indie-Verlag stammen.
Danach postet Ihr ein Foto des Covers, des Buches, oder Euch mit dem Buch (oder wie Ihr möchtet) in einem sozialen Netzwerk (Facebook, Twitter, Google+) oder einem Blog Eurer Wahl mit "#Indiebookday". Wenn Ihr die Aktion gut findet, erzählt davon.
Der erste Indiebookday 2013 bekam in den deutschsprachigen Ländern große Aufmerksamkeit. 2014 wird der Indie…

Lea Streisand

Lea las dieses Mal vor allem Teile ihres wachsenden Romans, der in Fortsetzungen in der taz erscheint.

Doc Schoko

Doc Schoko brachte an diesem Donnerstag unter anderem ein kurz zuvor geschriebenes Lied mit.

Gauck und Bokowski

Im Puttensaal der Bibliothek am Louisenbad. Paul las für den Bundespräsidenten, der sich gut amüsierte. Danach gab es eine kurze Diskussion mit den beiden und dem Publikum.

Brauseboys am 20.3.: Neue Bücher

Einpackhilfe (von Frank Sorge)
Am sonnigen Sonntag fahren wir mit dem Fahrrad durch den Wedding fast bis nach Spandau und zurück, durch den erheblichen Kraftverlust brauchen wir Kuchen zum Abendkaffee und halten am gewohnten Bäcker. Der hat aber nicht mehr die gewohnten Mitarbeiter, arglos bestelle ich zwei Stücke zum Mitnehmen. “Ich hol uns schnell Kuchen”, habe ich vor einigen Minuten zu meiner Freundin gesagt, die draußen wartet und den Blick über die Müllerstraße streifen lässt. Die Frau am Tresen hat die Kuchenstücke gefunden, seitdem arbeitet sie für mich verdeckt am Einpacken. Offenbar überlegt sie, wie das ganz grundsätzlich funktionieren soll, so ganz theoretisch erst einmal. Kommt das Einwickelpapier erst unter die Pappe oder wirft man es drüber, und wird es dann darunter gefaltet? Aber wie? Die Zeit verrinnt weiter, die Freundin wundert sich und sieht durch die Scheiben, ich zucke mit den Schultern. Nach zehn Minuten gibt die Verkäuferin auf und reicht mir ein ein völlig ve…

Danke, Leipzig!

Es war wieder eine spannende Buchmesse im wunderschönen Leipzig. (Handyfoto per Instagram)

Messevorbereitung

Vorbereitungen abgeschlossen, Messe kann losgehen.

Brauseboys am 13.3.: Wedding liest

Selbst schuld (von Frank Sorge)
Das Telefon klingelt und eine Frau fragt, ob sie mit dem Amtsgericht Oschersleben verbunden ist. Es ist Montag früh,  es muss am Montag liegen. "Nein", sage ich und auf die Frage, wo sie denn dann gelandet wäre: "In Berlin." Nach dem Auflegen ärgere ich mich ein bisschen, denn eine solche Gelegenheit ergibt sich ja nicht jeden Tag. Aber ich muss besser vorbereitet sein, so schnell kann ich nicht auf ein Gericht umschalten. Das Gesetz der Fehlanrufe sagt jedoch voraus, dass ich jeden Moment damit rechnen muss, dass es erneut klingelt. Also beginne ich mir alternative Antworten zurechtzulegen: "Nein, hier immer noch NSA-Zentrale Berlin-Mitte, beim Amtsgericht ist weiterhin besetzt, probieren Sie es später nochmal." Besser wäre noch, meine Stimme zu verstellen, ich entscheide mich für einen leiernden Brummton: "Ja, Frau X, schön, dass Sie sich melden, Sie sind übrigens schuldig", erscheint mir als Blindschuss nicht s…

Gala-Gäste

Und zwar Hinark Husen, dessen Rückkehr in den aktiven Brauseboys-Dienst regelmäßig im Gästebuch gefordert wird, und Premierenpate Rüdiger Bierhorst, der uns schon in den allerersten Bühnenstunden 2003 erfreute. Herzlichen Dank euch beiden.

Brausegirls 2014

Vergesst Oscar-Selfies, wir haben ein Foto von den Brausegirls. Dieses Jahr (v.l.n.r.) Kirsten Fuchs, Daniela Böhle, Sarah Bosetti, Meike Schmitz, Alexander (Pianist für Meike, ignorieren!), Claudia Tothfalussy und Chio Schuhmacher. Brechen wir den Retweet-Rekord?

Brausegirls am 6.3.: Brauseboys am 8.3.

Weddinger Biorhythmus (von Frank Sorge)
Kurz vor Monatsende, am Tresen des Kulturvereins ist es leer und ruhig. Daniels Bericht von einem Bankbesuch am gleichen Tage stützt die Annahme, dass es genau daran liegen könnte. “Das ist ja leer heute”, sagte er dort leicht verwundert am Schalter und bekam die prompte Antwort: “Kommen Se mal morgen wieder, dann ist hier Tanz auf allen Flächen.”