Donnerstag, 30. Januar 2014

Mittwoch, 29. Januar 2014

Brauseboys am 30.1. im Mastul: Lanzen brechen

Unter den Lebenden (von Frank Sorge)

Das beste Zeichen, wieder gesund zu sein, ist sicher die Lust auf einen Döner. Wenn man hustet, schnieft und fiebert, ist die Zeit der Suppen und Salzstangen angebrochen, und sie ist vorbei, wenn man wieder nach gefährlicheren Speisen verlangt. Langsam tastet man sich heran, bis der eigene Originalzustand an der Dönerkeule wiederhergestellt werden kann.
"Hallo?"
"Hallo, einen Döner bitte."
"Wieder gesund?"
"Ja."
"Ist auch besser. Soße?"
Kaum gibt es ein besseres Zeichen für Gesundheit, als Lust auf das Ungesunde zu bekommen. Nach dünnem Schwarztee, Fenchelplörre und großen Wassergläsern zum Pillenwegspülen könnte ich also ein Bierchen zum Döner nehmen. Mit dem Dönerpäckchen biege ich auf dem Rückweg zum Spätkauf ab.
"Ey, warst du krank, Dicker?"
"Äh, ja."
"Ham uns schon Sorgen gemacht, Alter, alles gut?"
"Ja, so weit."
"Alter, ich seh schon, du hast Döner, dann is' wieder okay."
"Ich nehme noch ein Bier bitte, und Tabak."
"Aber nich' zu viel auf einmal, ja, sonst wirst du krank."
Wieder zu Hause gekommen, fühle ich mich stark und lebendig. Döner, Bier und Kippen, ich war wieder auf Kurs, die Welt konnte kommen. Hätte sie dafür irgendeinen Grund gehabt.

Donnerstag, 23. Januar 2014

Götz Rausch & Enno Park


Während ich noch in Quarantäne verbleiben musste, fand unweit meines Siechenlagers ein unvergesslicher Brauseboys-Abend statt. Zu Gast waren Götz Rausch (Mitte) und Enno Park (rechts). Wer da links noch mit auf dem Bild ist, kann ich mir nicht erschließen (ein Mitmusikant?). Aber es wird schon alles seine Richtigkeit haben.

Mittwoch, 22. Januar 2014

Brauseboys am 23.1. im Mastul: Glattes Eis

Die Vertrautheit der Weddinger (von Robert Rescue)

Ich gehe die Straße entlang. Dicht hinter mir geht eine Mutter mit ihrem Sohn und spricht mit ihm. »Ich habe die Schnauze voll, ich lass nicht mehr zu, dass er dich besucht. Ich rufe ihn morgen an und sage ihm, er soll sich fernhalten. An den Wochenenden macht er ja auch nichts mit dir. Da kannst du die Zeit auch mit mir verbringen. Der Typ zahlt keinen Unterhalt, fährt aber ein dickes Auto.« Sie geht an mir vorbei und ich habe das Gefühl, dass sie mich die ganze Zeit mit Absicht an ihrem Monolog hat teilhaben lassen. »Wie sehen Sie das?«, fragt sie mich plötzlich. »Der Typ zahlt keinen Unterhalt, fährt aber ein dickes Auto«, wiederholt sie. »Eine gute Entscheidung von Ihnen«, stimme ich ihr zu.
An der Ecke biegt sie ab, dreht sich zu mir um und meint: »Dabei bin ich da ja nicht ganz unschuldig. Habe ich mir ja selber eingebrockt, als ich mir den Typ damals angelacht habe.« Sie wendet sich abermals ihrem Sohn zu und redet weiter auf ihn ein, während sie ihren Weg fortsetzen.

Donnerstag, 16. Januar 2014

Dienstag, 14. Januar 2014

Brauseboys am 16.1.: Intermezzo im La Luz

Medizin für die Massen (von Frank Sorge)

Was für ein Gedränge in der Apotheke. Es ist Mittagszeit, an einem langen Tresen stehen bestimmt zehn Apothekerinnen an diversen Kassen und sind in Verkaufsgespräche verwickelt. Zwei große Säulen stehen mitten im Raum und bieten drei Möglichkeiten, zu den Kassen zu kommen, links, rechts oder zwischen beiden hindurch. Ich stelle mich in die Mitte, von der aus man den ganzen Tresen übersehen kann, aber auch links und rechts der Säulen könnten sich Rentner vorbeischleichen. Eine steht mit mir in der Mitte und wundert sich ebenfalls über das Getümmel. Wo man sich denn hier nun anstellen solle, fragt sie, ich sage, hier wäre doch ein guter Platz. Ja, sagt sie, aber da rechts zum Beispiel der ältere Herr, der hätte sich eben vorbeigeschlichen. Wir sehen ihn uns an, den Schuft, hinter ihm ist aber noch eine Seitentür geöffnet, von der weiter kranke Menschen, teils mit Krücken, aus dem Ärztezentrum im Haus in die Apotheke drängen. Vielleicht wäre er von dort gekommen, sage ich, aus dem Ärztezentrum, aber sie sagt, vielleicht, aber da wäre sie auch gerade hergekommen, aus dem Ärztezentrum. Irgendwo wird ein Tresenplatz frei und schlage mich jugendlich in die Bresche, um ein passendes Sonderangebot zur Erkältungszeit zu erwerben, die mich nicht ganz verschont hat. Um dann ganz schnell wieder auf die Straße zu kommen, auf die sogar noch Sonne scheint. Was für eine Rush-Hour hier mittags in den Apotheken der Müllerstraße. Man könnte es fast krank nennen.

Donnerstag, 9. Januar 2014

Dienstag, 7. Januar 2014

Brauseboys am 9.1.: Zurück im Wedding

Alles Banane (von Frank Sorge)

Der erste Schnee in Berlin dieses Jahr, nur fiel er nicht von oben, sondern wurde nach langem Transportweg in Bananenkisten bei Aldi entdeckt. Gleich in mehreren Filialen entdeckten erst Mitarbeiter und dann alarmierte Zollbeamte kiloweise Kokain zwischen den Bananen, eine Menge im spektakulären Verkaufswert von sechs Millionen Euro. Ganz offenbar eine fehlgeleitete Ware, ein peinlicher Irrläufer, man möchte jedenfalls wirklich nicht in der Haut derer stecken, die seit Tagen vielleicht schon irgendwo anders in der Republik Bananenkisten durchsuchen. In denen sie, anders als erwartet, und mit wachsender Verzweiflung immer nur wieder Bananen finden. Der feinste Stoff geradezu für eine absurde Gangsterkomödie, nur dass in dieser Steilvorlage ein Happy-End nicht zu erwarten ist. Sehr schnell war das weiße Pulver aus den Märkten, aber das kennt man ja von Aldi: die besten Angebote sind immer gleich weg.

Donnerstag, 2. Januar 2014

Endspurt, Stachelschweine, Spätkauf

Frohes Neues! Die letzten Termine unserer Jahresbilanz stehen an, von heute bis Samstag (4.1.) noch im Kookaburra, ein paar Karten sollten noch zu bekommen sein. Danach gibt es noch eine letzte Chance, unser Programm zu sehen: In den ehrwürdigen Stachelschweinen, wo es am 5.1. an anderem Ort noch einmal "Auf Nimmerwiedersehen 2013" heißt.

Termine noch vom 2.1. bis 4.1. im Comedyclub Kookaburra
Zusatztermin am 5.1. in den Stachelschweinen

Hier eine unserer Zugaben, ein Lied aus dem Programm des Vorjahres, der "Spätkauf der Herzen":