Dienstag, 27. November 2018

Brauseboys am 29.11. in der Nussbreite: Ausblick, Rückblick

Das Jahr hört auf, bald ist wieder Jahresrückblick (Sammelbild 1)


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Donnerstag, 29.11. /20.30 Uhr
NUSSBREITE (Seestraße 106, nahe U-Seestraße)


Die Brauseboys - Lesebühne im Wedding

Jeden Donnerstag nehmen Thilo Bock, Robert Rescue, Frank Sorge, Volker Surmann und Heiko Werning ihre frisch geputzten Tastaturen und lassen es klappern.  Die empfohlene Wochendosis Lesebühne, seit fünfzehn Jahren jeden Donnerstag mit illustren Gästen:

Andreas Max Martin (Davor ist nicht danach)

Dienstag, 20. November 2018

Brauseboys am 22.11. in der Nussbreite: Mit euch wollen wir alt werden

Das nullte Türchen (von Frank Sorge)

Es ist nicht ganz leicht, mit Dreijährigen über Kalenderfragen zu diskutieren. Das fängt damit an, dass sie nicht wissen, was ein Kalender ist, bis sie einen geschenkt bekommen, groß mit Türchen und aufgedrucktem Weihnachtsmann, und sich wieder aus dem letzten Jahr erinnern, dass hinter den Türchen Schokolade wartet. Dann ist klar, was ein Kalender ist. "Es ist aber noch nicht Dezember, am ersten Dezember macht man das erste Türchen auf, dann darf man jeden Tag danach eins aufmachen."
"Noch nicht Dezember?"
"Nein, es ist November."
"Morgen?"
"Morgen noch nicht, erst in zwei Wochen."
Große Enttäuschung, da ist der Kalender nun, und darf nicht als Kalender benutzt werden.
"Aber wir wollen was aufmachen!", beteuern sie, schachern, irgendwas muss doch noch gehen.
"Nein, erst im Dezember."
"Wenn Winter ist?"
"Ja, wenn die Weihnachtszeit beginnt, jetzt ist Herbst."
"Können wir die Folie schon abmachen?"
"Was?"
"Die Folie, die da drum ist."
"Die Folie?"
Beide strahlen.
"Na, gut."
Die Folie wird sorgsam vom Kalender entfernt, dann weggeschmissen. Wir haben das nullte Türchen gefunden.
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Donnerstag, 22.11. /20.30 Uhr
NUSSBREITE (Seestraße 106, nahe U-Seestraße)


Die Brauseboys - Lesebühne im Wedding

Jeden Donnerstag nehmen Thilo Bock, Robert Rescue, Frank Sorge, Volker Surmann und Heiko Werning ihre frisch geputzten Tastaturen und lassen es klappern.  Die empfohlene Wochendosis Lesebühne, seit fünfzehn Jahren jeden Donnerstag mit illustren Gästen:

Benjamin B. Weissinger (Waschmaschinen über Prag)
Ostberlin Androgyn (Shiggy Rap)

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Der Tipp zum Wochenende:

Samstag, 24.11. /20 Uhr
Alte Kantine (Kulturbrauerei)

Buchpremiere und Kantinenlesen Spezial: Mit euch wollen wir alt werden

Berlin ist die Stadt der Lesebühnen. Hier wurde das Format gegründet und populär gemacht. Hier hat es namhafte Autorinnen und Autoren hervorgebracht, hier lesen nach wie vor ein gutes Dutzend Ensembles regelmäßig ihre neuen Texte vor. Der Reiz der Lesebühnen ist ungebrochen. Zeit für eine Hommage!



In diesem Kantinenlesen-Spezial wird der frisch erschienene Sammelband "Mit Euch möchten wir alt werden. 30 Jahre Berliner Lesebühnen" präsentiert, indem insgesamt 75 Berliner Autorinnen und Autoren vertreten sind.
Heute wirken mit: Ahne, Andreas Krenzke aka Spider, Heiko Werning, Noah Klaus, Susanne Riedel, Kirsten Fuchs, Dan Richter, Daniela Böhle , Daniel Hoth, Musik von Nils Heinrich - sowie die Herausgeberin und die Herausgeber des Buches: Sarah Bosetti, Andres Scheffler und Volker Surmann

Mittwoch, 14. November 2018

Brauseboys am 15.11. im La Luz: Shower Poets

Neue Entlastungen für Eltern (von Frank Sorge)

Ich finde eher, alle Eltern sollten noch jemand Kinderloses zugeordnet bekommen, so für alltägliche Aufgaben. Das könnte einfach gelegentliches Einkaufen sein, und die Kassenbons können sie dann von der Steuer absetzen. Um das attraktiv zu machen, müsste natürlich die Steuerlast für diese 'Freizeitgestressten' und 'Underperformer' entsprechend und einseitig erhöht werden. Dafür dann einfach gelegentlich für die Hoffnungsträger der Gesellschaft und deren geplagte Erbauer etwas einkaufen, gerne natürlich im Bioladen und beim Neuland-Fleischer. Das kommt ja dann allen entgegen, wenn da gleich größere Batzen beim Finanzamt gegengerechnet werden können. Im Grunde passt die Idee schön auf einen Bierdeckel, warum nur beim Supermarkteinkauf bleiben? Auf den Rand kann man noch schreiben: Weihnachten, Ostern, Geburtstag, Schulanfang (jährlich). Statt sich weiter von der Seitenlinie aus zu ereifern, über die Jugend von heute, besorgt man ihnen das gute Bildungsmaterial, und in diesem Falle schadet es wohl auch nicht, wenn man selbst vor dem Überreichen noch einmal einen Blick in die Sachen wirft. Kann ja nicht schaden.
Das trifft bei dieser Idee zu, als rührendes Ergebnis eines von mir imaginierten, inneren SPD-Erneuerungsforums doch schon viel mehr als die Idee des Gesundheitsministers. Denn bei der Rente, da rührt man ja an die Paradiese der Zukunft: Nackt und gebräunt mit Siebzig Hand in Hand am karibischen Privatstrand von der nachhaltigen Villa ins Wasser laufen - das muss man alles schnell zusammenstreichen, wenn der Beitrag steigt.
Vom FDP-Zukunftsforum, durchgeführt von zwei älteren Herren an einem Schnitzelimbiss in Wilmersdorf, dringt die Idee durch, Kinder sollten crowdgefundet werden. Aber gleichzeitig die Einschränkung: Lieber keine Ideen haben, als schlechte Ideen haben.
Und damit zurück in irgendein Funkhaus.
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Donnerstag, 15.11. /20.30 Uhr
La Luz (Oudenarder Str. 16-20, Osram-Höfe)


Die Brauseboys - Lesebühne trifft Poetry Slam

Jeden Donnerstag nehmen Thilo Bock, Robert Rescue, Frank Sorge, Volker Surmann und Heiko Werning ihre frisch geputzten Tastaturen und lassen es klappern.  Die empfohlene Wochendosis Lesebühne, seit fünfzehn Jahren jeden Donnerstag mit illustren Gästen. Im November mit Brause-Slam und tollen Slam-Gästen:

Luise (Komma Klar)
Sommertag (Song-Slammer-Duo)


Mittwoch, 7. November 2018

Brauseboys am 8.11. in der Nussbreite: Poetry Slam Wochen

Ich liebte den Döner - Fortsetzung (von Frank Sorge)

Ich liebte den Döner in Neukölln, zum Einfrieren könnt ich gleich vier bestelln.
Ich liebte den Döner in Tiergarten, wo Eichhörnchen sehnlich auf Reste warten.
Ich liebte den Döner in Rosenthal, da gibt es nur einen, man hat keine Wahl
Ich liebte den Döner in Niederschönhausen, wo eisige, soziale Winde brausen.
Ich liebte den Döner in Wittenau, selten genug, machte diesen ‘ne Frau.
Ich liebte den Döner in Wartenberg, wo essen in S-Bahnen keinen stört.
Ich liebte den Döner in Müggelheim, der Ayran danach passte nicht mehr rein.
Ich liebte den Döner in Charlottenburg-Nord, daraus lief die Soße in einem fort.
Ich liebte den Döner in Moabit, mein Atem wird schnell da zum Sperrgebiet.
Ich liebte den Döner in Karlshorst, zum Rülpsen geht man in den nahen Forst.
Ich liebte den Döner in Dahlem, da musste ich Extras nicht zahlen.
Ich liebte den Döner in Gropiusstadt, nicht viel zu meckern, er machte mich satt.
Ich liebte den Döner in Rummelsburg, der schnitt seinen Spieß wie ein Herzchirurg.

Jetzt lieb ich im Wedding den Vöner, ohne Fleisch ist der viel schöner.
Denn nach all den Dönern kann ichs nicht mehr sehen,
Der Spieß muss sich für mich nicht weiterdrehen.

(RIP Ingo Insterburg)
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Donnerstag, 8.11. /20.30 Uhr
NUSSBREITE (Seestraße 106, nahe U-Seestraße)


Die Brauseboys - Lesebühne trifft Poetry Slam

Jeden Donnerstag nehmen Thilo Bock, Robert Rescue, Frank Sorge, Volker Surmann und Heiko Werning ihre frisch geputzten Tastaturen und lassen es klappern.  Die empfohlene Wochendosis Lesebühne, seit fünfzehn Jahren jeden Donnerstag mit illustren Gästen. Im November mit Brause-Slam und tollen Slam-Gästen:

Noah Klaus (Slam Poet)
Krazy (Agentur für Sprache und Zweifel)