Mittwoch, 18. Dezember 2019

Auf Nimmerwiedersehen 2019: Ein Jahr kommt unter die Räder vom 12.2.-11.1.


Satire und Liedgut, dazu bewegte Bilder – ein Multimediaereignis! 

Was kam 2019 nicht alles unter die Räder? Weltklima, Menschenverstand, Mieter. Doch der gemeine Berliner hat andere Probleme, für ihn ist klar: Die Apokalypse rollt auf E-Rollern heran. Und das ist erst der Anfang! Erzengel Greta hat in die siebte Posaune geblasen, nun sind die Dämonen entfesselt: Boris Johnson renaturiert den Ärmelkanal zum Styx, der böse Wolf lauert arglosen Deutschen zwischen den Windrädern auf, Bodo Ramelow verwandelt Thüringen in die sozialistische Vorhölle.

Die Brauseboys versuchen in all dem Tosen den Überblick zu halten: Arktis und Amazonasbecken, Kurdistan und Kalifornien; wo brennt die Welt am besten? Und wieso noch mal fackelte Jair Bolsonaro Notre Dame ab? Hinterließ nicht Andrea Nahles mit ihrem YouTube-Hit „Die Zerstörung der SPD“ verbrannte Erde? Floh sie deshalb mit einem Segelboot über den Atlantik?

In ihren wöchentlichen Leseshows haben Thilo Bock, Nils Heinrich, Robert Rescue, Frank Sorge, Volker Surmann und Heiko Werning das Jahr 2019 intensiv beobachtet, nun präsentiert die Weddinger Vorlese-Boygroup ihren Jahresrückblick.

Vom 12.12. - 11.1. beinahe täglich um 20 Uhr im Kookaburra (Schönhauser Allee 184)
Einen Überblick über die Termine gibt es auf unserer Homepage.
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Ab 16.1.2020 lesen wieder jeden Donnerstag um 20.30 Uhr Thilo Bock, Nils Heinrich, Robert Rescue, Frank Sorge, Volker Surmann, Heiko Werning und Gäste im Eschenbräu. Bis dahin findet man uns mit dem Jahresrückblick im Kookaburra.

Mittwoch, 4. Dezember 2019

Brauseboys am 5.12. im Eschenbräu: Licht im Keller

Pluralismus (von Frank Sorge)

In meiner Kindheit wurde viel Gewese um das Aufrechterhalten des Weihnachtsmann-Mythos gemacht. Dazu gehörte, dass die Besorgung der Geschenke unter größter Geheimhaltung erfolgte. Der Moment, nicht mehr an den Weihnachtsmann zu glauben, schien wichtig und war eine erste Initiation, die große von kleinen Kindern unterschied. Bei den Kindern heute scheint das etwas anders zu sein. Die Frage, an den Weihnachtsmann zu glauben, ist nur noch eine unter vielen. Wie viele gibt es insgesamt, um alles zu bewerkstelligen? Kann man ihm oder ihr auch eine WhatsApp-Nachricht schreiben? Selbst die Amazon-Pakete können bequem erklärt werden, denn der Weihnachtsmann wäre schön blöd, wenn er nicht auch einen Lieferservice nutzen würde. Ganz selbstverständlich scheint es sowieso, dass irgendwer bei seinen Aufgaben aushilft, ohne den Protagonisten selbst zu Gesicht zu bekommen. Was auch zufällig der Plot so ziemlich jedes Weihnachtsbuches, jedes Weihnachtsfilms, und jeder Weihnachtsfolge jeder beliebigen Kinderserie ist. Selbst mit den Vierjährigen ertappe ich mich beim gemeinsamen Sinnieren darüber, ob man nicht durch das Verkleiden selbst auch ein wenig zum Weihnachtsmann wird, wie ein Superheld. Ein Vorschulkind kommt in die Kitagarderobe gerannt und schreit "den Weihnachtsmann gibt es gar nicht". Alle zucken mit den Schultern. Es gibt viel wichtigere Fragen, und so viele mehr.
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Donnerstag, 5.12. /20.30 Uhr
Eschenbräu (Triftstr. 67, nahe U-Leopoldplatz und S-Wedding)

Die Brauseboys - Lesebühne im Wedding - jetzt im Eschenbräu!

Seit sechzehn Jahren jede Woche neue Texte, Betrachtungen, Musik und belebende Heiterkeit. Am 5.12. lesen & singen ALLE Boys. Thilo Bock,  Nils Heinrich, Robert Rescue, Frank Sorge, Volker Surmann und Heiko Werning - und aufgepasst: das letzte Mal im Dezember im Wedding, denn bis 11.1.2020 sind wir auch donnerstags mit dem Jahresrückblick im Kookaburra. Dann kehren wir am 16.1. wieder zurück in den Braukeller der Herzen. Am 5.12. begrüßen wir den Slam-Aussteiger und Tausendsassa:

Frank Klötgen (hirnpoma.de)