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Posts mit dem Label "karstadt" werden angezeigt.

Brauseboys am 23.2.: Weddinger Frohsinn

Karstadt (von Frank Sorge) Bei den Kindern deutet sich eine Sprachexplosion an, aus den ersten hundert Einzelwörtern werden Kombinationen gebildet und täglich neue Partikel dazugelernt. Das ist so wundersam zu beobachten, wie das Zusammenfinden erster Eiweißpartikel zu primitiven Bakterien, die einen mit Leben überwucherten Planeten ergeben. Auch der Urknall stinkt dagegen im Grunde ab, mangels staunender Zuschauer. Als Papa Poetus achte ich natürlich darauf, dass ihr erster Sprachteich der Erkenntnis möglichst naturbelassen bleibt. Ein sicheres Terrain bildet, ein elementarer Grundstock, bevor der ganze Wahnsinn unserer globalen Sprachexplosion über sie hereinbricht. "Kommt, Kinder, wir gehen noch zu Karstadt", sagen wir unbedarft, und mein Sohn reckt freudig den Kopf nach vorne und sagt: "Karstadt." "Wow, er hat Karstadt gesagt", sagt meine Freundin, darauf er: "Karstadt, Karstadt, Karstadt." "Puh, willst du nicht lieber was an...

Brauseboys am 31.7.: Mal wieder Karstadt

Karstadt Kundenkarte (von Robert Rescue) Jedes Mal, wenn ich bei Karstadt gefragt werde, ob ich eine Kundenkarte besitze, muss ich an den Kauf der Waschmaschine denken. Damals hatte man mir eine solche Kundenkarte aufgeschwatzt. Seitdem liegt sie deutlich sichtbar auf meinem Arbeitstisch, aber niemals, wenn ich zu Karstadt gehe, komme ich auf den Gedanken, sie mitzunehmen. Das spricht wohl dafür, dass ich mit Kundenkarten generell nichts anfangen kann. Deshalb gebe ich auf die Nachfrage stets die gleiche Antwort: »Nein.«

Brauseboys am 17.10.: Mal sehen, mal hören

Konsequent-inkonsequent (von Frank Sorge) Seit ich mir ein Abo der FAZ nicht mehr leisten kann, lese ich immerhin noch regelmäßig die Berliner Woche. Wenn sie nicht allzu durchweicht im Hausflur liegt. Man muss ja nicht nur über Weltvorgänge informiert sein, sondern auch wissen, was im Kiez passiert. Act global, read local. So warnt mich das Blatt rechtzeitig vor dem Wochenende, an dem wieder Müllerstraßenfest ist. Es hätte wirklich vorkommen können, dass ich am Wochenende arglos aus dem Haus gehe, jetzt kann ich noch rechtzeitig Bier, Nüsschen und Tiefkühlpizza für drei Tage Tieftauchen im Datenozean kaufen. Hätte ich das bei Karstadt am Leopoldplatz gemacht, wäre ich gleichfalls aufgeschmissen gewissen ohne das Blättchen, denn dort ist heute Ladies Night. Für alle weiblichen Kunden ist das Karstadt länger geöffnet, steht da, und auch “Haken Sie ihre beste Freundin - oder gern auch Ihren Partner - unter den Arm und flanieren Sie durch ein Shoppingparadies, das an diesem Abend nu...