Donnerstag, 31. März 2011

Mittwoch, 30. März 2011

Brauseboys am 31.3.: Texte und Brause

Wutbürger, Mutbürger, was kommt noch?

Hutbürger?
Glutbürger?
Blutbürger?
Brutbürger?
Flutbürger?
Knutbürger?
Hab schnell gegoogelt, gibt alles schon. Und auch einen, der schon eine solche Zusammenstellung gemacht hat - wahrscheinlich vor Tagen. Und es gab auch schon welche, die mal was geschrieben haben und sogar welche, die mal was vorgelesen haben. Gabs alles schon, was aber immer noch besser ist als: Gibts nicht mehr. Amsterdam gibts noch, kann ich berichten. Und den Frühling gibts auch noch, der ist da schon etwas länger. Ist hängengeblieben, kommt aber gleich. "Süße, wohlbekannte Düfte, streifen ahnungsvoll das Land." Ja, er ist`s, ich hab ihn vernommen. 

Donnerstag, 24. März 2011

Mittwoch, 23. März 2011

Brauseboys am 24.3.: Strahlende Zukunft

Keine Wunder

Es ist natürlich kein Wunder, wenn Nachrichten verwundern. Und dass keine Wunder zu erwarten sind, war auch schon immer so. Aber wenn die Laufzeitverlängerung drei Monate ausgesetzt wird, heißt das dann nicht: sie wird drei Monate länger? Und kommt nur mir die Nachricht verwunderlich vor, dass die Atomreaktoren in Fukushima jetzt endlich wieder Anschluss ans Stromnetz haben?  Ob Gandalf oder Merlin auch einen Sitz im "Rat der Weisen" bekommen, damit wenigstens einer da was aus einem alten Hut zaubern kann? Immerhin hat unser Außenminister mal ein Lob kassiert. Zwar von Gaddafi, aber wenigstens wurde er endlich einmal gelobt. Die wunderlichen Wutbürger dürfen jetzt schon, aber vielleicht sollten wir alle doch recht bald wieder wählen, vor Allem natürlich, damit Guttenberg keine Zeit hat, Kraft aus der Muttererde im politischen Grab für einen baldigen (womöglich strahlenden) Wiedergang zu schöpfen. Oder doch erst regulär, weil er es bis dahin eh nicht schafft? Das bräuchte eine sorgfältige Abwägung. 
Ich sehe ein letztes Video von Knut, von der Kamera einer Zoobesucherin gezockt und schamlos mit dem Logo der B.Z. hinterlegt. Das plötzliche Zucken, das Umfallen ist ein grausamer Anblick, die umstehenden Besucher schreien nach Hilfe und sind gleichfalls entsetzt. Es ist nur ein Eisbär gewesen, okay, aber denkt an eure Kinder mit dem weißen Kuscheltier: sie haben doch alle Internet. 
Dann gehe ich nach draußen, eine gewaltige Kernschmelze geht dort vonstatten. Seit vielen Jahren schon schickt sie uns Strahlung. 

Sonntag, 20. März 2011

Samstag, 19. März 2011

Toni Mahoni und Band



Seit acht Jahren lesen wir jeden Donnerstag unsere Texte im Wedding vor, das haben wir angemessen gefeiert. Ein volles La Luz, ein volles Programm bis zum nächsten Morgen und die Toni-Mahoni-Band machten den Abend unvergesslich, weil einmalig. Hier ein Backstage-Foto der fröhlichen Musikanten.

Freitag, 18. März 2011

8 Jahre Brauseboys: Gala am 19.3. mit Toni Mahoni & Band

Der erste Abend mit den Brauseboys (geschildert von Heiko Werning)
Ich kannte keinen von ihnen, das machte mich misstrauisch. Frank Sorge war zudem beunruhigend jung. Von Robert Rescue hatte ich immerhin gehört, der Rest war mir völlig unbekannt. Wir trafen uns zu einer ersten Vorbesprechung im Laine-Art. Schon auf dem Weg dorthin wurde ich noch misstrauischer. Was war denn das für eine Ecke? Und hier sollte irgendwas sein? Als ich dann durch den Hauseingang der Liebenwalder Straße 39 ging, war ich sicher: Ich war einem Betrüger aufgesessen. Das ist doch überhaupt kein richtiger Ort! Und hier sollte ich wöchentlich auftreten? Übellaunig betrat ich den Raum. Er war vollkommen kahl, mit nackten, geweißten Wänden, einer furchtbaren Neonbeleuchtung und einem Betonfußboden mit Farbspritzern. In der Mitte stand eine Handvoll Stühle, für uns. Das war alles. Ich lachte innerlich auf. Die zwei Besitzer schauten kurz vorbei, stellten sich vor, wirkten aber recht verhuscht und waren sofort wieder verschwunden. Ich versuchte einen Scherz und sagte zu den Kollegen: „Na ja, Schwulenwitze sollten wir hier vielleicht besser nicht machen.“ Ein Volker Surmann hyperventilierte ein bisschen und schaute mich empört an: „Das sollten wir sowieso nicht!“ Au weia, dachte ich. Robert Rescue erläuterte, er werden wahrscheinlich schon bald nicht mehr mitmachen, er mache nämlich eine Ausbildung zum microsoftzertifierten Netzwerkadministrator, er rechne damit, schon bald eine größere Firma übernehmen zu können. Na klasse, dachte ich, der einzige irgendwie seriöse Autor steigt aus, und ich sitze hier mit einem zwergwüchsigen Zoni, einer hysterischen Schwuchtel und einem Kindergartenkind in einem nackten Weddinger Hinterhofzimmer bei zwei finnischen Künstlern. 

Besuch in Leipzig


Ich bin wirklich gerne auf der Buchmesse in Leipzig, um nächstes Jahr irgendwas dort zu tun zu haben muss ich mich aber vermutlich ganz schön ranhalten. Aber sonst gehe ich einfach so hin und irgendwer wird mich vielleicht schon lesen lassen, ich hab ja dieses Jahr auch einfach so Besuch bekommen.

Mittwoch, 16. März 2011

Brausegirls am 17.3.: Festwoche Teil 1

Der letzte Zug (von Paul Bokowski)

Es ist Mittwoch, kurz vor acht. Müde stehe ich am Bahnhof Leopoldplatz und warte auf die U9 in Richtung Rathaus Steglitz. Langsam rollt der Zug in die Station, die Türen öffnen sich, ich steige ein. Vom oberen Bahnsteig ist das Rauschen der einfahrenden U6 zu hören. „Zurückbleiben bitte" schallt es aus den Lautsprechern und gerade als das Warnsignal ertönt, springt ein Mann die letzten Stufen der Treppe zur U9 hinab und wirft sich, kopfvoran, zwischen die sich schließenden Türen. Sieben, vielleicht acht Menschen stürmen ihm hinterher und versuchen sich durch den hüftbreiten Spalt zwischen den Türen zu zwängen: Tumultartige Szenen, bis schließlich die nüchterne Stimme des Zugführers aus den Lautsprechern ertönt: „Meine sehr verehrten Damen und Herren, das ist der letzte Personenzug in diese Richtung überhaupt!" 




Donnerstag, 10. März 2011

Mittwoch, 9. März 2011

Brauseboys am 10.3.: Asche am Mittwoch

Politischer Aschermittwoch 


Und auch Gaddafi meldet sich wieder zu Wort: die USA, Frankreich und Großbrittanien hätten sich verschworen, um an das libysche Öl zu kommen. Ganz was Neues, dann müssten sie jedoch offenbar mit al-Qaida verbandelt sein, die er wiederum für den Aufstand verantwortlich macht. Weswegen er sich bei den USA, Frankreich und den Briten beschwert, dass sie ihn nicht im Kampf gegen den Terrorismus unterstützen würden. Wie es nun al-Qaida geschafft haben soll, die libysche Bevölkerung gegen ihren Kuschel-Diktator mit dem grünen Märchenbuch aufzubringen, auch dafür hat Gaddafi eine Erklärung: halluzinogene Pillen. Mit denen haben SIE dann wohl auch IHN selbst unter Kontrolle, wenn er behauptet, es hätte keine Demonstrationen gegeben und niemand hätte auf Demonstranten geschossen. Auch sein Geld, von dem mittlerweile einiges auf ausländischen Konten gesperrt ist, wäre garnicht sein Geld. Schon vorletzte Woche hatte er auf Rücktrittsforderungen geantwortet, er hätte doch gar kein Amt, von dem er zurücktreten könne. Er wird allerdings nicht darauf hoffen können, dass die Libyer seinen Trick mit dem langen Bart übernehmen: Das war nicht unser Diktator, werden sie nicht sagen. 
"Karl-Theodor hat an seinem politischen Talent und seiner Leistung für das Vaterland nichts dadurch verloren, dass er die Stärke hatte, zu seinen Fehlern zu stehen", sagt Horst Seehofer am Aschermittwoch. Auch eine Art, die Wörter Betrug, Täuschung und Lüge zu vermeiden. "Unsere hochverehrte Kanzlerin hat gestern anlässlich des Weltfrauentages die Männer aufgefordert mehr nachzudenken. Damit wollte ich gerade beginnen." Tja, hat leider nicht geklappt. Hätte man ahnen können. 

Donnerstag, 3. März 2011

Dienstag, 1. März 2011

Brauseboys am 3.3.: Guttbye

Minister tritt zurück

Ich ging ja fest davon aus, zu Guttenberg würde erst morgen zurücktreten. Aber dann schicke ich doch auch heute schon den Newsletter, der in den letzten 7 Tagen neben meiner Vorlese- und Autorentätigkeit in mühevollster Kleinarbeit entstanden ist und fraglos Fehler enthält. Und über jeden einzelnen dieser Fehler bin ich selbst am unglücklichsten. 
Es wurde allerdings zu keinem Zeitpunkt bewußt getäuscht oder bewußt die Urheberschaft anderer nicht kenntlich gemacht. Sollte sich jemand durch inkorrektes Zitieren oder versäumtes Setzen von Internetlinks bei insgesamt 12 Veranstaltungen und 3856 Zeichen (mit Leerzeichen) hierdurch verletzt fühlen, so tut mir dies aufrichtig leid. 
Sag' zum Abschied leise Guttbye: http://twitter.com/#!/search/%23guttbye
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Donnerstag, 3.3. /20.30 Uhr
La Luz (Oudenarder Str. 16-20, Osram-Höfe)

BRAUSEBOYS

Neue Texte, Musik und Multimedia mit Paul Bokowski, Hinark Husen, Robert Rescue, Frank Sorge, Volker Surmann, Heiko Werning und Gästen. 

Gäste:
Tilman Birr (gewann den Obernburger Mühlstein)
http://www.tilmanbirr.de/
Ilja Schierbaum (gewann den John Lennon Talent Award)
http://www.iljaschierbaum.de/

Hier die anderen 11 Veranstaltungen: