Donnerstag, 31. Dezember 2009

Brauseboys Backstage


Gleich zweimal treten wir heute im Kookaburra mit unserem Jahresrückblick an, dann rutscht das Jahr endgültig ins nächste. An dieser Stelle wünschen wir allen unseren Zuschauern, Hörern und Lesern das Allerschönste zum neuen Jahr und bedanken uns für die Treue und Unterstützung mit einem Blick in den geheimen Backstagebereich.

Dienstag, 29. Dezember 2009

Auf Nimmerwiedersehen S-Bahn

Das Jahr rollt unaufhaltsam seinem Ende zu. Ab 29.12. zelebrieren wir daher wieder unseren Jahresrückblick, diesmal "Auf Nimmerwiedersehen 2009" - Ganz großes Lesekino.

Hier das frisch fertiggestellte Promovideo:



Ein Jahr rollt seinem Ende zu! Ein Jahr so vollgestopft mit Ereignissen wie eine Berliner S-Bahn im Herbst. Während auf Deubel komm raus abgewrackt wurde - Altautos, Altaktien, alte Tante SPD, alles kam rein in die große gnädige Schrottpresse der Geschichte -, wrackte sich die Berliner S-Bahn gleich selbst ab. Stillstand und Gedränge im Zug. Dazu Seuchengefahr in der Hauptstadt! Die Schweinegrippewelle rollt, Kündigungs- und Westerwelle grassieren, Pro Reli wurde erfolgreich eingedämmt. Doch schon gegen Merkel war kein Kraut gewachsen, im August infizierten sich tausende Berliner mit Leichtathletik, und Jahrestage wurden gefeiert, bis der Arzt kam.

Termine:

29./30.12.09 - 20.30 Uhr
31.12.09 – 19.30 Uhr (Ausverkauft) / Zusatzshow - 16 Uhr
1./2.1.10 – 20.30 Uhr
6. bis 9.1.10 – 20.30 Uhr

Comedy-Club Kookaburra
(Schönhauser Alle 184, U2 Rosa-Luxemburg-Platz)
Vorbestellen unter: 030 / 48 62 31 86
http://comedyclub.de

Dienstag, 22. Dezember 2009

Heiligabend mit den Brauseboys



Was ich mache, wenn ich nicht den Newsletter schreibe

1.) Eine Strichliste anlegen, wie oft ich das Wort Blitzeis im Radio höre. Überlegen, wie ich mit den Varianten "Blitzendes Eis", "Blitzkrieg", "Blitzer" und "geblitzt wird" umgehen soll.
2.) Pfefferkörner kaufen und in die Pfeffermühle bis zum Rand einkullern lassen, dann eine Brötchenhälfte mit Kassler und Käse belegen und mit Pfefferschrot schwärzen. Mich am frischen Duft der zerrissenen Splitter berauschen.
3.) Aus dem Fenster sehen. Auf der verbliebenen Schneedecke im Hof ist ein Vogel herumgelaufen, offenbar von schwerer innerer Verwirrung betroffen hat er stundenlang in vielfältigen Kreisen sein verstörendes Schneegemälde gemalt.
4.) Zeitung lesen und über Kopenhagen informieren. Der sudanesische Sprecher und "Bremser" heißt Lumumba Stanislaus Di-Aping. Die Ladezeit der Facebook-Fanseite von Thorsten Schäfer-Gümbel ist enorm. Er sagt: "Dem Schneckentempo der Weltgemeinschaft müssen ambitionierte regionale Konzepte entgegengesetzt werden."
5.) Virtuelle Fische füttern.
6.) Virtuelle Fische "trainieren".
7.) Virtuelle Fische vermehren.
8.) Bachs Konzerte für Cembalo und Orchester auf den Plattenspieler legen, jemand im Prager Orchester 1973 spielt einen falschen Ton.
9.) Gebe einer bettelnden Katze eine Handvoll Käse-Rollis, den rollenden Spiel- und Fressspaß.
10.) Vielleicht noch etwas Weihnachtliches oder so einfallen lassen, das an das Ende der Liste "Was ich mache, wenn ich nicht den Newsletter schreibe" kommt, womit ich dann doch den wöchentlichen Newsletter geschrieben habe. Paradox.

~#~#~#~#~#~#~#~#
Donnerstag, 24.12. /22.30 Uhr (Einlaß: 22 Uhr)
La Luz (Oudenarder Str. 16-20, Osram-Höfe)

DAS BRAUSEBOYS-HOCHAMT
Die stimmungsvolle Holy-Late-Night-Vorleseshow mit Paul Bokowski, Hinark Husen, Frank Sorge, Robert Rescue, Volker Surmann & Heiko Werning. Es ist Weihnacht im Wedding und wir öffnen nicht nur die Textmappen, sondern werfen einen bunten Strauß Geschenke ins Publikum. Niemand geht leer aus und Texte werden geboren und Wichtel lesen. Die Brauseboys bringen Licht ins La Luz. Der beste Ausklang für den Heiligabend. Halleluja!

Freitag, 18. Dezember 2009

Auf Nimmerwiedersehen 2009!

"Ja, wo habt Ihr denn dieses Bild gemacht?"

Es ist wieder soweit! Ein Jahr rollt seinem Ende zu! Ein Jahr so vollgestopft mit Ereignissen wie eine S-Bahn im August. Ein Abwrackjahr: Altautos, Altaktien, alte Tante SPD, alles kam rein in die große Schrottpresse der Zeitgeschichte. Die Berliner S-Bahn wrackte sich gleich selbst ab. Und dann noch die Seuchengefahr! Die Schweinegrippewelle rollt, Kündigungs- und Westerwelle grassieren, nur Pro Reli wurde erfolgreich eingedämmt. Doch schon gegen Merkel war kein Kraut gewachsen. Tausende Berliner infizierten sich mit Leichtathletik, und Jahrestage wurden gefeiert, bis der Arzt kam.

Wir Brauseboys stellen eine Waggonladung Erinnerungen auf den Prüfstand: Was bleibt und was gehört endgültig auf das Abstellgleis der Geschichte? - Frische Texte, herzerwärmendes Liedgut, Scharfsinn und absurde Multimedia-Präsentationen von und mit Paul Bokowski, Hinark Husen, Robert Rescue, Frank Sorge, Volker Surmann und Heiko Werning.

Auf Nimmerwiedersehen 2009! - Die BRAUSEBOYS-Jahresbilanz

Termine (10 Vorstellungen):
29./30.12.09 - 20.30 Uhr
31.12.09 – 16 Uhr (Zusatzshow!) und 19.30 Uhr (ausverkauft!)
1./2.1.10 – 20.30 Uhr
6. bis 9.1.10 – 20.30 Uhr
Comedy-Club Kookaburra (Schönhauser Alle 184, U2 Rosa-Luxemburg-Platz)
Kartenreservierung (empfohlen): 030/48 62 31 86
Kartenpreise: 8-14€ (je nach Wochentag)

Donnerstag, 17. Dezember 2009

Mittwoch, 16. Dezember 2009

Brauseboys am 17.12.: Über den Dächern

No Angels vor Weihnachten, das könnte man auch programmatisch verstehen. Bei all dem Weihnachtskitsch verliert man schnell den Überblick, aber in diesem Falle heißt es einfach, dass statt uns Brauseboys an diesem Donnerstag die No Angels auf unserer Bühne stehen werden. Man kann dort aber nur hin, wenn man Karten gewonnen hat und ich vermute, niemand aus der großen Runde der Blogleser hier hat welche gewonnen. Wenn doch, bieten wir allen Gewinnern einer No Angel Karte kostenlosen Eintritt zu unserer Veranstaltung an. Man soll uns nicht nachsagen lassen, wir kümmerten uns nicht um das Seelenheil unserer Zuschauer.
Natürlich lassen wir den Damen den Vortritt und nutzen einen anderen Raum des La Luz, das Magna Mata Tanzstudio schräg gegenüber. Man muß vom La Luz nur an der Polizeifiliale vorbei zur Ecke und den richtigen Aufgang finden. Da wird es aber auch eindeutige Pfeile geben und vielleicht wird ein Engelchen von einem Brauseboy verirrten Wanderern den Weg weisen. Das Magna Mata liegt ganz oben über den Dächern des Wedding, die von frischem Schnee bedeckt in der Zigarettenpause auf dem Balkon begutachtet werden können. Das ist ein Blick, ringsum die leuchtenden Häuserhüte.

Montag, 14. Dezember 2009

"Götter, Gurus und Gestörte" ...

... heißt eine schöne Geschichtensammlung, herausgegeben von den Kollegen Anselm Neft & Christian Bartel.

Auf diesen aktuellen Report zur spirituellen Lage der Nation weise ich nicht nur deshalb gerne hin, weil auch ein Beitrag von mir mit drin ist und ich das Büchlein zudem bei der Book-Release mit vorstellen darf, sondern auch, weil es wirklich ein Werk mit hohem Erleuchtungsfaktor ist.

BUCHPREMIERE
am Dienstag, dem 15. Dez. um 20 Uhr
in der
Theaterkapelle Friedrichshain
(Boxhagener Str. 99, 10245 Berlin Friedrichshain)
mit
Ahne, Christian Bartel, Florian Kalff, Anselm Neft,
Jochen Reinecke, Lea Streisand und Volker Surmann

Mit einem Klick aufs Cover gehts zu Amazon

Donnerstag, 10. Dezember 2009

Mittwoch, 9. Dezember 2009

Alles in Ordnung (Brauseboys-Heimatabend am 10.12.)

Gestern hatte ich noch über die Geschichte mit dem Weisheitszahn gelacht und heute schwillt mir schon ein Buckel auf der Backe, Entzündung im Kiefer, eindeutig. Meine Gesichtssymmetrie ist völlig dahin und in Ermangelung anderer Kühlmittel muss ich mir eine kalte Bierflasche ans Gesicht halten. Für den Montag vereinbare ich einen Termin mit dem Hinweis auf Dringlichkeit, aber pünktlich nach den zwei Tagen ist von der ganzen Sache eigentlich nichts mehr zu sehen. Es wird vermutlich diese Tasche hinter dem Weisheitszahn sein, sage ich dem Arzt an der Müllerstraße, das hatte ich schon mal und sonst noch nie. Er schaut in den Mund und kann keinen Weisheitszahn finden.
"Ich kann unten gar keinen Weisheitszahn sehen, da müsste ja mindestens so ein Buckelchen rausgucken."
"Ja, da guckte auch mal so ein Buckelchen raus."
"Jetzt guckt da aber kein Buckelchen raus, glatt wie ein Kinderpopo", sagt der Arzt.
Er ist jung und fesch, wäre ich anders ich wäre jetzt wohl hin und weg. Er kann auch alles mögliche, schwer kompetent, konnte ich beim Warten auf seinen Zertifikaten lesen. Implantieren und ästhetisches Korrigieren hat er in den USA gelernt.
"Einer ist da jedenfalls noch, ich habe ja die Röntgenbilder gesehen damals und nur einer ist herausgenommen worden."
Er sieht mich irgendwie bedauernd an, armer verwirrter Schriftsteller.
"Was schreiben Sie denn?"
"Kurzgeschichten für die Bühne."
"Hier im Wedding?"
"Ja."
Da kenne er nur dieses Theater Gutes Wedding, schlechtes Wedding.
"Ja, das sind die anderen", sage ich.
"Also wenn ich so in ihren Mund sehe, kann ich eigentlich überhaupt nichts entdecken, was irgendwie nach Entzündung aussieht."
"Aber sie ist doch da", sage ich, "sie hängt in meinem Kiefer, jetzt nur noch flach, aber ich fühle sie dort noch."
Er massiert mir nachdenklich die Wangen.
"Naja, womöglich ist das dort ein wenig dicker, das kann schon sein."
"Am Freitag war dort ein gigantischer Klumpen, glauben Sie mir doch. Das flachte dann am Abend ab und ist nach und nach weniger geworden."
"An ihren Zähnen liegt es jedenfalls nicht, aber wir machen mal noch ein Röntgenbild. Soll ja nicht heißen, wir hätten hier nicht alles versucht."
Das Röntgenbild wird eine Nahaufnahme des fraglichen Weisheitszahns.
"Da ist kein Weisheitszahn", zeigt er mir das Bild.
"Aha, dann ist er doch links schon raus, dann ist der rechts noch da."
"Na wie gesagt, ich würde auf den ersten Blick nicht mal vermuten, dass dort überhaupt einer ist. Hier jedenfalls ist keiner, das hier sind Ihre Backenzähne. Und die sehen hervorragend aus, lupenrein, da ist nichts und sie sind wunderbar gewachsen. Und hier auf der Knochen ist sauber strukturiert und absolut einwandfrei. Und ihre Gesichtsfarbe ist auch so gesund."
"Das sind die Komplimente."
"Ach so, also aus zahnmedizinischer Sicht fehlt Ihnen nichts."
"Ist das jetzt beunruhigend oder beruhigend."
"Das müssen sie selbst entscheiden, vermutlich beruhigend. Kann auch eine verstopfte Speicheldrüse sein, lutschen Sie mal ein paar saure Drops."
"Saure Drops?"
"Zitronenbonbons, dann wird das richtig durchgespült."
Ein Freund am Telefon sagt, mein Problem wäre vermutlich psychomatisch. Viel Stress, eingebildete Krankheit, Depression. Ich käme grad ins richtige Alter.
~#~#~#~#~#~#~#~#
Donnerstag, 10.12.09 /20.30 Uhr
LAINE-ART (Liebenwalder Str.39, nahe Osram-Höfe)

BRAUSEBOYS

Der große Brauseboys-Heimatabend mit den nettesten finnischen Gastgebern der Welt. Sechs Jahre lang haben wir jeden Donnerstag hier unsere Geschichten vorgelesen. Neue Texte, Musik und Multimedia mit Paul Bokowski, Hinark Husen, Robert Rescue, Frank Sorge, Volker Surmann & Heiko Werning. Das einmalige Revival für alle, NUR AN DIESEM Donnerstag. Mit Flaschenbier und Klapperbänken.


Gäste:

MATTHIAS REUTER (Schunkeln freigestellt)
http://www.matthiasreuter.de/

HÄNS DÄMPF (Knietief im Sandkasten)
http://www.myspace.com/haensdaempf

Montag, 7. Dezember 2009

Freitag, 4. Dezember 2009

Donnerstag, 3. Dezember 2009

Ich schreibe einen Roman (22)

Mein Roman hat nun endlich auch einen Titel. "Tod eines Komikers" erschien allen im Verlag als zu negativ, als zu sehr nach Miller oder Martin Walser klingend, bzw schlichtweg zu sehr nach Kriminalroman. Da Flusspferde eine recht prominente Rolle in meinem Roman spielen, schlug ich als Alternativtitel "Die Schwerelosigkeit der Flusspferde" vor. Der gefällt inzwischen allen. Beziehungsweise daran haben sich alle ganz gut gewöhnt.
Hier die aktuellen Titelentwürfe. Kommentare ausdrücklich erwünscht.


Allerdings ist es irgendwie doppelt gemoppelt, wenn Flusspferde im Titel sind und dann noch abgebildet werden. Andererseits sind Flusspferde nun mal von Natur aus gemoppelt.
Jemand kam dann auf die Idee, die Schwerelosigkeit durch Luftbubbel eines tauchenden Flusspferds zu visualisieren. (Ich nenne es die O2-Variante des Covers.)
Hinzu kommt eine völlig neue Verunsicherung, für die ein Buchhändler und geachteter Ratgeber des Verlages gesorgt hat.
„Und wie findest du die Entwürfe für den anderen Roman?“, wollte mein Verleger wissen.
„Ach, dieser Lesbenroman?“, fragte der Buchhändler.
„Das ist kein Lesbenroman.“
„Echt nicht? Ich hab das Flusspferd auf dem Cover gesehen und sofort gedacht: ‚Lesbenroman’.“
Preisfrage: Was hat ein Flusspferd Lesbisches an sich? (Zumal das Tier auf den Bildern vermutlich ein Bulle ist.) Aber darum geht es wohl nicht. Schwule wollen keine Tiere auf dem Cover, meint der Buchhändler. Mit einem Flusspferd entferne sich der Verlag zu weit von seiner schwulen Klientel.
Es müssten Menschen aufs Cover. Und ich ahne, für die schwule Zielgruppe sollten sie möglichst sexy und am besten nackt sein. Ein nackter Flusspferdbulle kann da nicht mithalten.

Nun ist es so, dass das Tauchen in dem Roman an einer Stelle eine sehr wichtige Rolle spielt. Daher bin ich gerade mal fotoshoppen gewesen und hab Taucher-Entwürfe skizziert, die hoffentlich auch irgendwie ironisch aussehen und zusammen mit dem Titel vielleicht besonders lustig wirken ... - Wie gesagt: Kommentare ausdrücklich erwünscht.

Mittwoch, 2. Dezember 2009

Außennetz (Brauseboys am 3.12.)

Während es die einen immer noch nicht richtig ins Internet geschafft haben, machen sich die im Internet schon wieder bereit fürs Outernet. Das ist aber nicht die Forderung nach mehr Genuss durch weniger Technik, mehr Luft und Sonne statt Bildschirm. Das Außennetz ist nicht der Picknickkorb im Park mit den Freunden, aber es wird bald dem ganzen Park übergeworfen. Und eigentlich ist es ja schon da.
Widerstand zwecklos. Die letzten Verweigerer meinten noch, so lange die Kiste ausbleibt könne das Internet nicht heraus. Aber die Büchsen sind geöffnet, zuerst konnte man nur aus dem Internet das geheimnisvolle Außen beobachten, über eine Webcam die Kaffeemaschine eines weit entfernten Instituts zum Beispiel. Die Computer bekamen aber schnell alle kleine Augen, man stellt sie vor den Bildschirm und kann sich seitdem auch über die Kontinente hinweg zuwinken und links und rechts am Winker vorbei den Zustand der Wohnung überprüfen. Begleitend kann man sich nur durch die Zweidimensionalität der Scheibe getrennt gutgemeinte Ratschläge geben: "Mir ist so heiß." "Ach, dann zieh doch noch was aus." "Noch was?" "Ja, warum nicht?" "Na gut, warte, ich ziehe mal die Vorhänge zu." "Oh, jetzt wird mir aber auch heiß hier." "Ach, dann zieh doch auch noch was aus." Und so weiter.
Der Internettroll sitzt in seiner Höhle mit den noch im letzten Jahrhundert zugezogenen Vorhängen. Es ist leer geworden im Internet 2010, sie sind alle im Outernet. Er kann sie durch die Kameras in ihren Ich-und-Du-Phones im Park sitzen sehen, sie trinken Wein und lachen. Wenn sie sich noch nicht kennen, dort draußen im Aussennetz, halten beide ersteinmal ihre Geräte vor den anderen. Dann wird das Facebook-Profil des anderen angezeigt und man kann sich gleich im Park gegenseitig in die Freundesliste eintragen. Man kann die Geräte auch an das Weinetikett halten und googelt sich automatisch alle Daten zur Herstellung heran, Konsumententipps, Schadstoffanalysen. Bestellt ferner die passenden Kopfschmerztabletten.
Eins der Geräte piepst plötzlich, ein digitaler Freund hat den Park betreten. Der hört über den Kopfhörer die Stimme seiner Navigationssoftware: "Am nächsten Baum rechts abbiegen." In einem anderen Bereich der Rehberge spielen sie "Real World of Worldcraft" mit ihren Geräten, die Bewegungssensoren steuern die Schwerthiebe und die Handys senden Feuerbälle aus. Bald werden wir im Außennetz unsere kleinen Geräte überall davorhalten, um bald darauf mehr darüber zu wissen, als wir alle wissen können. Das wird dann wie Star Trek sein, wenn sie auf einem fremden Planeten stehen und ernst ihre Trikorder in der Luft schwenken.
Weiterführend: http://blog.trendone.de/tag/outernet/

Dienstag, 1. Dezember 2009

Dauergeil im Haifischbecken

Nach längerer Zeit gab es doch mal wieder ein Kolloquium Produkt & Raum. Es fand im trockenen Stadtbad Wedding statt, an der Eingangstür stand demgemäß auch "Stattbad". Der volle Titel der Veranstaltung: "Dauergeil im Haifischbecken" - Ökonomie und Aquaristik im Lichte neuerer sexualtherapeutischer Ansätze. Weitere Fotos vom schönen Ort hier wieder als Anaglyphbilder.