Mittwoch, 17. Juli 2019

Brauseboys am 18.7. im Eschenbräu: Sie nennen es Lesung

Sie nennen es Urlaub (von Frank Sorge)

Für Reisegepäck erscheint es mir seit Jahren sinnvoll, neben dem Smartphone, dem Tablett, dem Reader und einem Medienserver (zwei sind gelogen), noch einen Laptop mitzunehmen. Um Newsletter zu verschicken, das ist doch ein guter Grund, und um überhaupt auch etwas arbeiten zu können im Urlaub. Kein guter Grund, aber ich nenne es ja auch nur Arbeit. Außerdem nehme ich natürlich einen Reiselaptop mit, weil ich genau zu diesem Zweck einmal einen angeschafft habe. Seit der ausgedient hat, nehme ich irgendeinen, der noch so rumsteht, egal wie schwer. Irgendwo aber in dieser Konstruktion musste ein Fehler sein, denn den ersten Tag verbrachten wir immer gemeinsam als Update-Tag. Wenn es überhaupt sinnvolle Internetverbindungen für das Downloaden gab, die an einem wahrscheinlichen zweiten Tag erst gesucht werden mussten. Der dritte Tag, so denn endlich updatefrei und mit guter Verbindung, nutzte ich für das Installieren mittlerweile dringend notwendiger Spielereien, die seit der letzten Reise als dringend notwendig angefallen waren. Mit großem Elan, erholungsinduziert, galt dann der vierte Tag immer der Rekonstruktion wichtiger Passwörter, die nicht hier gespeichert waren, aber leider nötig, um überhaupt einmal etwas sinnvolles anzufangen. Nach rund einer Woche war dann immer alles bereit, nur waren die Anlässe auf einmal gar nicht mehr so wichtig. Irgendwie war in den letzten Tagen rund um die Inbetriebnahme des Laptops doch aufgefallen, dass ich mich unter Palmen befand oder dergleichen, und die Motivation schwand oft so sehr, dass mit dem Laptop dann doch wenig anzufangen war. Fahrplanabfragen und Kartensuche, das machte schon längst ein anderes Gerät besser. Nach vielen Jahren kann ich jetzt sagen, wo mein Fehler war. Ich hätte nur Geräte mitnehmen dürfen, die ich auch sonst im Alltag benutze, ich hätte ich ihn also weglassen sollen, obwohl es ihn gab. Aber ich nenne es ja auch nur Urlaub.
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Donnerstag, 18.7. /20.30 Uhr
Eschenbräu (Triftstr. 67, nahe U-Leopoldplatz und S-Wedding)

Die Brauseboys - Lesebühne im Wedding - jetzt im Eschenbräu!

Seit sechzehn Jahren jede Woche neue Texte, Betrachtungen, Musik und belebende Heiterkeit. Während der ein oder andere sich hier oder dort befindet, finden sich andere hier und dort ein, was sich auch trefflich findet. Am 18.7. begrüßen Robert Rescue und Volker Surmann:

Falko Hennig (Rikscha Blues)
Samson (Kiezpoet)
Krazy (rockt)



Dienstag, 9. Juli 2019

Brauseboys am 11.7. im Eschenbräu: Sommergold

Schluppke macht auch das (von Frank Sorge)

Herr Schluppke, Sie wurden als Gegenkandidat für das Amt des Kommissionspräsidenten der Europäischen Union vorgeschlagen. Was haben Sie, was Ursula von der Leyen nicht hat?

Icke? Zeit. Die hat doch schon ohne Job ville zu tun, ick kann mir janz uff die Sache konzentrieren.

Sicherlich ein gutes Argument, Sie sind ja Arbeitsloser im Ruhestand.

Ja, ick sitze aber ooch jerne. Heißt ooch Vorsitzender in dem Fall, hab ick nachjekiekt. Ick sitze allet aus.

Im Gegensatz zu Frau von der Leyen wurden sie nicht von den europäischen Regierungschefs vorgeschlagen, sondern von der SPD-Ortsgruppe Rehberge-Ost. Wie kann sich das europäische Parlament ein Bild von Ihnen machen?

Bild ham wa jemacht, fürt Internet, schön mitm Tresen im Hintergrund. Schicket Teil da, steht für europäische Trinkkultur.

Aber wie erfährt man von ihren Ideen für Europa, Ihren Visionen, Ihren Gesetzesvorschlägen?

Ick habn Twitteraccount.

Meinen Sie, das reicht?

Sie leben nich uffm Mond, oder?

Sie posten dort ein Foto jedes Bieres, das Sie trinken. Finden Sie das angemessen, ihren Konsum so zur Schau zu stellen?

Ick stehe für volle Transparenz. Voll und transparent.
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Donnerstag, 11.7. /20.30 Uhr
Eschenbräu (Triftstr. 67, nahe U-Leopoldplatz und S-Wedding)

Die Brauseboys - Lesebühne im Wedding - jetzt im Eschenbräu!

Seit sechzehn Jahren jede Woche neue Texte, Betrachtungen, Musik und belebende Heiterkeit. Kein Wässerchen kann uns trüben, ob es aus bewölktem Himmel herabregnet, oder zart prickelnd, schaumig in gewohnt unfiltrierter Weise aus des Eschenbräus Zapfhähnen strömt. Am 11.7. begrüßen Thilo Bock, Robert Rescue und Frank Sorge ihren ehemaligen Mitstreiter der ehemaligen Lesershow, und einen Weddinger Autor mit historischem Weitblick:

Gerd Schönfeld (Ein Cello im Berufsverkehr)
Martin Goldenbaum (Melodie aus der Ferne)
Mädchen aus Berlin (zaubert Lieder aus dem Hut)


Dienstag, 2. Juli 2019

Brauseboys am 4.7. im Eschenbräu: Kümmer dich um deine Texte

Was wichtig ist (von Frank Sorge)

Besonders anrührend bei Kindern ist ja oft ihre Begeisterungsfähigkeit. Etwas geschafft zu haben, etwas zu entdecken, einen Sachverhalt zu feiern, den man verstanden hat. Es raschelt im Hausflur, ich höre ein Kind dorthin rennen. Es raschelt noch einmal, kurz etwas mit Mama im Wohnzimmer geklärt, dann aufgeregtes Stampfen in meine Richtung: "Papa, Papa, Papa!"
Es stürmt um die Ecke, die Augen leuchten. "Papa, Papa - ein Brief!"
"Oh, toll!", rufe ich, "danke schön." Nehme den Umschlag vorsichtig entgegen, sehe interessiert drauf, bedanke mich noch einmal überschwänglich, das Kind freut sich mit über das bunt bedruckte Papier.
Werfe die Möbelhauswerbung aber erst weg, als es aus dem Zimmer gelaufen ist. Ernüchterung kommt mal von ganz alleine, aber die Begeisterung vorher, die muss gelernt sein.
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Donnerstag, 4.7. /20.30 Uhr
Eschenbräu (Triftstr. 67, nahe U-Leopoldplatz und S-Wedding)

Die Brauseboys - Lesebühne im Wedding - jetzt im Eschenbräu!

Seit sechzehn Jahren jede Woche neue Texte, Betrachtungen, Musik und belebende Heiterkeit. Kühl und schattig, so erholsam kann ein Tag mit Luftaustausch, oder ein Donnerstagabend bei den Brauseboys sein. Mal zurücklehnen, mal zuhören, mal abschalten und die innere Lampe anschalten - dann gleich mit frischem Eschenbräu löschen.  Am 4.7. begrüßen die Sunnyboys Thilo Bock, Nils Heinrich, Robert Rescue und Frank Sorge den Gast:

Mathias Wildenbruch (Kümmer dich um deine Musik)