Donnerstag, 28. Februar 2013

Mittwoch, 27. Februar 2013

Die goldene Ananas


Heute in wenigen Stunden gibt es den ersten Dr. Sommer Slam, Volker wird ihn moderieren, und Robert wird das erste Mal slammen. Eigentlich also muss man dort unbedingt hin, obwohl ich es schon einen Affront finde, in dieser heimeligen Winterhölle Berlin eine Sommerveranstaltung anzukündigen. Der Ausgehtipp für heute also:

Mittwoch, 27.2. /20 Uhr
AHA Berlin e.V. (Monumentenstr. 13)

Slam des Westens SPEZIAL: Dr. Sommer Slam
Der leistungsorientierte Slam des Westens bekommt eine kleine Schwester: Alle zwei Monate wird nun thematisch geslamt. Deine Bühne, Deine sechs Minuten, ein Thema. Zur Premiere sind alle Texte zugelassen, die sich im thematisch Kosmos der Dr.-Sommer-Seite der BRAVO bewegen: Liebe, Sex & Zärtlichkeit. Natürlich wird auch beim Slam des Westens SPEZIAL um eine Südfrucht geslamt: die goldene Ananas. Wer die bekommt, entscheidet das Publikum, und zwar – einzigartig in Berlin – mittels A- und B-Note für Qualität und thematische Treffsicherheit. Moderation: Volker Surmann

Facebook-Veranstaltung: [Hier klicken]

Brauseboys am 28.2.: Es werde Licht


Feierabend

Im Hof zwitschern Vögel, fällt mir auf. Irgendwas stimmt doch da nicht. Leider kann ich nichts sehen, denn draußen ist der dunkelste Winter seit Aufzeichnung der Sonnenstunden, und die Fenster zu putzen ist mehr als überfällig. Aber kann ich diesen Job haben, auch gerne erstmal als Urlaubsvertretung? Sonnenstunden zählen? Nur eine halbe Stunde höre ich die Zwitscherei durch das angekippte Fenster, womöglich sind es die Finken, dann machen sie schon Feierabend. Sie üben vermutlich, denn bald ist wieder die jährliche Premiere von "Frühlingserwachen".
Auch der Papst hat nur kurz gezwitschert, und macht jetzt Feierabend, lese ich durch mein zweites Fenster, in dem es immer hell ist. Nur 36 Tweets zählt sein Profil, das erst im Dezember eröffnet wurde, das macht dreifaltig mal apostolische 12 pro Monat. Den schönsten hat er am Heiligabend abgesendet, kurz nach der Frage an alle, an welche Weihnachtsbräuche sie sich erinnern würden. Er selbst: "Besonders freute ich mich über die Krippe, die wir daheim aufbauten. Wir schmückten sie mit Moos und fügten jedes Jahr Figuren hinzu." Denn das haben wir früher auch gemacht, erst haben wir Schlümpfe dazugestellt, später Yoda, Luke Skywalker und Obi-Wan Kenobi.

Montag, 25. Februar 2013

DVD Premiere "Dichter und Kämpfer" am 26.2.

Vor einer Weile schon haben wir an dieser Stelle für den Kinofilm "Dichter & Kämpfer" mitgeworben, der einen Einblick in die Lebenssituation von Poetry-Slammern in Deutschland gibt. Jetzt gibt es ihn auf DVD, und man kann ihn zu diesem Anlass auch morgen noch einmal in der Bar des Kaffee Burger sehen. Vor dem Film lesen Brauseboy Frank Sorge und Iris Schwarz. Hiermit also der Veranstaltungstipp:

Dienstag, 26.2. /20 Uhr
Burger Bar (Torstraße 58)

DICHTER & KÄMPFER DVD PARTY
in der BurgerBar mit Slammerin Iris Schwarz und Brauseboy Frank Sorge, kurzer Lesung über das Leben als Autor in Deutschland, dann „Dichter und Kämpfer“ auf der Leinwand und pressfrische DVDs...
Mehr zum Film: www.dichter-und-kaempfer.de

Donnerstag, 21. Februar 2013

Dienstag, 19. Februar 2013

Brauseboys am 21.2.: Ohne Pferd


Szene auf der Müllerstraße (von Volker Surmann)

„Kommst du wohl zurück, Bitch!“
Dass die Umgangsformen im Berliner Wedding eher roh sind, war mir bewusst, doch so grob war mir der Ton auf offener Straße bislang nicht vorgekommen. Ich erschrak und dachte einen kurzen Moment echt, ob die aggressive Männerstimme mich meinen könnte.
„Ey, Bitch! Hab ich dir erlaubt, da hinzugehen?“
Ich schaute mich um und erblickte erwartungsgemäß einen kurzhaarigen Picaldi-Jeans-Proleten mit Goldkettchen, jedoch nicht die dazugehörige Bitch. Es brauchte einen Moment, bis ich begriff, dass er mit dem Mops zu seinen Füßen sprach.

Donnerstag, 14. Februar 2013

Dienstag, 12. Februar 2013

Brauseboys am 14.2.: Valentinsboys


Offline (von Robert Rescue)

Ich will ein Sachbuch schreiben, in dem ich schildere, wie ich für eine geraume Zeit offline bin, also tatsächlich den Stecker ziehe und vollkommen neue Erfahrungen sammle. Doch schon bei der Titelfindung stoße ich auf Schwierigkeiten. „6 Monate offline“ klingt nach einer langen Recherchezeit und niemand, einschließlich mir, wird mir abnehmen, dass ich solange ohne Internet sein werde. „6 Wochen offline“ klingt machbar, aber nicht für mich. „6 Tage offline“ wäre denkbar, aber je länger ich darüber nachdenke, desto eher glaube ich, dass ich ein Buch über ein anderes Thema schreiben sollte. „6 Minuten offline“ wäre wohl das ideale für mich, aber ich fürchte, dafür wird sich kein Verlag und kein Leser interessieren.

Donnerstag, 7. Februar 2013

Dienstag, 5. Februar 2013

Brauseboys am 7.2.: Lesen & Schreiben


Neben mir

Vielleicht lag es am Virus, oder den lustigen Substanzen der medizinischen Gegenwehr, aber die letzte Woche stand ich insgesamt eher neben mir. Nur im ersten Moment erschien es mir merkwürdig, dann aber erkannte ich die Chance. Ich konnte von der Seite viel besser feststellen, dass die Haare mal wieder einen frischen Schnitt vertragen könnten. Wer neben sich steht, hat auch mal wieder einen anderen Gesprächspartner als die anderen sonst, mit denen man vielleicht schon über alles gesprochen hat.
So dachte ich, um mir die Leidenszeit zu versüßen, könnte ich ja mal wieder ausgiebig etwas mit mir selbst machen. Leider war ich offenbar in selbem Maße, wie ich neben mir stand, aus dem nebenstehenden Körper gewichen. Ich fragte mich aus, aber erhielt keine Antwort. Ich stupste mich an, machte irgendwelche Vorschläge zur Tagesgestaltung, erntete aber nichts als Schulterzucken vom schlaffen Selbst, das sich ausweichend von hier nach da setzte, um immerwährend zu seufzen und sich elendem Nichtstun zu ergeben.
Jetzt, wo sich die Teile wieder finden, denke ich doch, wir haben da eine Chance nicht genutzt. Nur an wen soll ich den Vorwurf richten?