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Posts mit dem Label "kindergarten" werden angezeigt.

Brauseboys am 28.10. im Slaughterhouse (20 Uhr, 2G) + Livestream: Mit Lutz Steinbrück

Gedächtnisverlust von Frank Sorge Am Essenstisch erwähnt meine Frau einen Jungen, der mit den Kindern im Kindergarten war, jetzt aber auf eine andere Schule geht. "Ich weiß gar nicht mehr, wie er aussieht", sagt meine Tochter verblüfft. Wir hätten ja Fotos, beruhigen wir sie, da würde sie sich schnell wieder erinnern. Das Verblüffen wird es jedoch nicht ändern, weg ist weg, aus den Augen, aus dem Sinn. Zuerst merkt man gar nicht, was man alles vergisst, wie viel und wie schnell, jetzt langsam fällt es ihnen auf. Aber sie wissen noch nicht, dass sie das auch vergessen werden, und dass es sie immer wieder verblüffen wird, wenn sie doch etwas daran erinnert, dass es so ist. Als sie in der Schule sind, zapfe ich einen doppelten Espresso und schlürfe ihn zügig für eine mentale Übung. Mich erinnern, wie es vor der Pandemie war. Als Masketragen in der U-Bahn noch ein seltsamer Spleen von Japanern war. Als wir uns zur Begrüßung noch abgeleckt haben. Wie haben wir da gelebt, wie habe...

Brausegirls am 11.4. im La Luz: Rigoletti, Sarah Bosetti, Sarah Schmidt, Susanne Riedel und Johanna Zeul

Kettenreaktion  (von Frank Sorge) Meine dreijährige Tochter erzählt: "Und da hat Lara gesagt, dass wir nicht mitspielen dürfen, und da hab ich geweint." "Oh je, das ist ja blöd." "Und dann ist Lara zu mir gekommen und hat gesagt, dass ich mitspielen darf, aber ich wollte nicht." "Das verstehe ich." "Dann hat Lara auch geweint." "Ach, schrecklich." "Und dann ist Milena gekommen und hat gesagt, dass wir mitspielen sollen." "Und dann hat sie auch geweint?" "Ja, weil wir nicht wollten." "Und dein Bruder?" "Der hat auch geweint. Und Zehra hat dann auch noch geweint, weil keiner mehr gespielt hat." "Oh, Mann." "Da kam eine Erzieherin und hat gesagt 'Was ist denn hier los?'", erzählt sie weiter, " da musste ich lachen." Wie es weiterging, weiß ich nicht. Aber ich hoffe, es gab eine ähnliche Kettenreaktion. ~#~#~#~#~#~#~#~# Donners...

Brauseboys am 13.7.: Wedding für alle

Der lange Abschied (von Frank Sorge) Es ist mir sehr unangenehm, mich nicht beim Abholen von den anderen Eltern der Kita-Kinder zu verabschieden - aber es geht nicht mehr. Es ist unwürdig. Man hat ja schon so relativ wenig miteinander zu tun. Wenn dann die wenigen Begegnungen peinlich verlaufen, umso verheerender. Nach guter Gewohnheit beende ich  bislang Gespräche in der Garderobe mit 'Tschüß', 'Adieu' oder 'Auf Wiedersehen'. Dann bringe ich die Kinder heraus und frage sie, ob wir direkt nach Hause wollen. Ich frage rhetorisch, denn die Antwort lautet immer “Eis!”. Also fahren wir zum Eisladen, wo, na hoppla, genau die Eltern sitzen, von denen ich mich gerade verabschiedet hatte. So wörtlich war das mit dem ‘Wiedersehen’ nicht gemeint. “Hello again”, sage ich da peinlicherweise, oder “Ach, so sieht man sich wieder”. Mir war schon aufgefallen, dass viele Eltern nicht auf ein ‘Tschüß’ reagieren und hatte das für unfreundlich gehalten. Aber jetzt weiß ...

Brauseboys am 29.9. in der Nussbreite: Voll Nuss

Gewöhnung (von Frank Sorge) Die meisten Kinder sind in der Kita nach drei Wochen eingewöhnt, bei den Eltern dauert es gern etwas länger. Fünf Stunden sollen sie heute da bleiben. Fünf! Was ich da nicht alles plötzlich machen kann. Das ist so unglaublich lange, dass die erste Stunde schon mit dem Staunen darüber vorbeigeht. Die zweite dann mit häufiger, ungläubiger Kontrolle der Zeit, tiefem Zweifel, dass es wirklich noch drei weitere Stunden so gehen soll. Was ich da nicht alles arbeiten kann, sobald ich mich erinnert habe, wie das eigentlich geht. In der dritten Stunde döse ich ein, schrecke aber zehn Minuten später hoch. Muss ich sie gleich abholen? Nein, immer noch zwei Stunden. Soll mich allerdings bereithalten, falls es doch früher sein muss. Halte mich also zwei Stunden wacker bereit, schütte Kaffee ein, stelle ihnen ein paar Bausteine auf, die sie später umwerfen können. Mehr ist kaum drin bei der Aufregung. Komme um 14 Uhr völlig erledigt bei der Kita an. "Kann nic...

Haus im Laden

Wenn die Gerüchte stimmen, zieht hier bald ein Montessori-Kindergarten ins Haus, bzw. ein Kinderhaus in den Laden oder ein Kinderladen ins Haus. Bei Montessoris heißt es eben nicht Kindergarten, sondern "casa dei bambini", Kinderhaus. Haus klingt viel ernsthafter als ein Garten, in dem die Sprösslinge wachsen. Haus klingt irgendwie schon so nach Verantwortung. Nun dachte ich immer, Konzeptkindergärten der Art gingen in eine ganz andere Richtung, muss also erstmal googlen. Ein empfohlenes PDF der Fachgruppe "Theorie" der Dozentenkonferenz der deutschen Montessori-Vereinigung leuchtet mir in Comic Sans Serif entgegen. Man sollte diese Schriftart besser verbieten lassen, als Schutzmaßnahme für Unbedarfte, denn ernst nehmen kann man in ihr nichts. Das kreative Kind ist im Fokus und "der Erziehungsprozess ist im Wesentlichen ein Selbsterziehungsprozess". Das klingt nach Larifari und Faulenzerei, aber weit gefehlt, denn: "Hilf mir, meine Arbeit selbst zu ...