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Posts

Es werden Posts vom Juni, 2011 angezeigt.

Die Müllerstraße

Herausgeber Axel Völcker beschwert sich zurecht, dass ich ihn durch das Foto vom Blättern in seinem hervorragenden Magazin ablenke. Zum Themenmonat machte er eine typografische Analyse des Wedding mit erhellenden Fotos.

van Thom

Ob das Foto jetzt gelungen oder besonders vorteilhaft ist, darf bezweifelt werden. Sven van Thom selbst ist aber ohne Zweifel vorteilhaft und macht Gelungenes, woran kein Foto was ändert.

Brauseboys am 30.6.: Finale im Wedding

Weddinger Gelassenheit V Es sind wieder die Tage, an denen die Kaugummis schmelzen. Wochen und Monate haben sie auf dem Bürgersteig gewartet, Wind, Regen, Eis und der unablässige Druck der Passanten haben sie hart gemacht. Jetzt aber fällt der Sommer auf sie und erweicht ihnen das Herz. Bringt sie zu neuem Leben, hossa, aus Stein wird Fleisch, die Kruste bricht und darunter glänzt es weiß, warm und zart. Es ist die Zeit, die der Weddinger Vorleser ungeduldigt erwartet hat. Wie ein Kind mit Gummistiefeln den frischen Pfützen zustrebt, reisst er sich von allem los, schnürt die Sandale und  schon ist der erste Flatschen anvisiert. Erst schien der grau wie Elefantenhaut, und hat auch entsprechende Haare, die sprießen, aber die Schwarte bricht und enthüllt den süßen Kern. Wie das flüssige Zentrum eines Karamellbonbons, und was für herrliche Fäden man ziehen kann.  Erst hier einer und da noch einer, dann das gleiche mit rechts. Und schon ist der Vorleser präpariert für seine

Doc Schoko grüßt die Massen

Doc Schoko grüßt wie Obama mit Jesus und Zappa im Hintergrund das zu einem Ausweichtermin im Mastul geleitete Publikum. Übrigens das schönste der Welt, natürlich.

Brauseboys am 23.6. im Mastul: Soli-Party

Weddinger Gelassenheit IV Der Herr Sorge schraubt an seinem chinesischen Moped, der Herr Hausmeister kehrt mit neuem Besen Blütenlaub, und der Herr Nachbar grüßt freundlich beim Heimkommen. Kleines Wortgeplänkel, man lacht. Weddinger Gelassenheit im Hinterhof, in den gelegentlich Sonne fällt. 

Andreas Scheffler

Andreas Scheffler vom ehrwürdigen "Frühschoppen" wohnte auch mal im Wedding und ist ihm als Neu-Brandenburger (kein "Neubrandenburger") nicht zuletzt durch einen gelegentlichen Gastauftritt bei uns weiterhin verbunden.

Tito Maffay

Tito schreibt Schönes mit schönen Noten, taugt für schöne Fotos und macht zusammen mit Hagen Damwerth einmal im Monat die schöne Show "Sing dein Ding".

Pjaers Gerät

Blogger Pjaer beehrte uns mal wieder und brachte ein erstaunliches Gerät mit, mit dem er derzeit offenbar eine Art Liebesverhältnis pflegt. Da ich erst nach längerer Rückschau hier berichte, kann ich nicht mehr genau sagen, ob es ein Eierkocher oder Luftbefeuchter war, oder irgendetwas mit Hirnströmen zu tun hatte.

Brauseboys am 16.6.: Für immer Wedding!

Weddinger Gelassenheit III Am nächsten Tag scheint die Sonne und ich besuche einen besonders zuverlässigen Hort von Gelassenheit im Wedding, das Freibad Plötzensee. Ein großes Areal mit langem Strand und weiten Wiesen. Und auch einem FKK-Bereich, in dem der Weddinger seine Gelassenheit frei von jedem C & A Textil baumeln lassen kann. Den ganzen Strand lang wird geplauscht und geplätschert, die Bar spielt Musik und selbst von den wilden Badestellen gegenüber dringt freundliches Murmeln. Ein nackter Mann geht an mir vorbei, der ganze Körper ist mit traurig blickenden Frauenköpfen tätowiert, als hätte er sich jede Freundin des Lebens nicht namentlich, sondern als Porträt aufmalen lassen. Unvermittelt brüllt er über den ganzen Strand: “Ey du Idiot, hör endlich uff, is ja nich zum Aushalten.”  Womöglich meint er sich selbst, denn er ist in Folge der einzige, der sein Verhalten ändert und ruhig wird. Seine Gelassenheit hat Lücken, unsere ist intakt. 

Karneval der Kulturen

Eigentlich müsste ich "Karneval 2011" schreiben, denn es gab ja schon so viele, die Unterschiede sind schwer zu sehen. Aber so können zukünftige Generationen der nächsten Jahrhunderte den ungefähren Zeitpunkt der Aufnahme anhand des "Telefons" bestimmen. Ich hatte Zeit und schwankte zwischen Badesee und Karneval. Aber da alle beim Karneval sind, ist ja niemand am See. Auch ganz schön, wenn mal niemand am See ist wie vor ein paar Tagen, aber wenn dann nun gerade Karneval ist, kann ich ja auch zum Karneval gehen. Der See rennt ja nicht weg. Kaum war ich angekommen, traf ich Wolf, seinen Bruder und einige Compagneros. Sie hatten große Wodka-Lemmon-Tanks in ihren Rucksäcken, wovon ich mit gut zwei Bechern profitieren konnte. Eine perfekte Spülung für den rechtzeitig verzehrten Börek und eine perfekte Grundlage für eine entspannte Wanderung durchs Getümmel. Ich wäre bereit für die nächste Hippie-Bewegung, manch anderer offenbar auch. Wenn man an vorderster Front mittanzt

Nils

Unser ehemaliger Brauseboy-Frontmann Nils Heinrich , jetzt schon länger solo erfolgreich. Eine gewisse Ähnlichkeit mit einem ehemaligen Wirtschafts- und Verteidigungsminister, die uns anderen zunehmend auffällt, ist garantiert nicht beabsichtigt und rein zufällig.

Theußl wirbt für uns

Da der Österreicher Weddinger Christoph Theußl zu diesem Zeitpunkt noch kein eigenes Produkt für den Offline-Shop beitragen konnte, wurde er vertraglich geknebelt, bis auf weiteres für unsere Produkte zu werben.

Brauseboys am 9.6.: Mit alles

Weddinger Gelassenheit II Gurken sind weiterhin verdächtig, auch wenn sie spanisch sprechen. Im Grunde wie bei Kachelmann ist die Schuldfrage durch Freispruch geklärt, aber der ganze Vorgang kommt einem weiterhin, wie der Berliner mit seinem angeborenen Misstrauen sagt, spanisch vor. Vorläufig unschuldig, aber lange noch nicht rehabilitiert.  Selbst im Weddinger Alltag, eigentlich ein Bollwerk der fröhlichen Ignoranz gegenüber der Welt, ist die Gemüseangst angekommen. “Ein Döner bitte.” “Knoblauchkräuterscharf?” “Keine Soße bitte.” “Salat mit alles?” “Nein, Salat ohne alles.” “Aber Salat is nich spanisch, ist von türkische Markt.” “Egal, ein Döner ohne alles.” “Und ohne Soße?” “Ja.” “Okay.” Unschlüssig stehen wir einen Moment still und atmen die Sekunden. “Kostet null Euro.” Ich gebe ihm das Doppelte, dann bin ich wirklich dran und muss eine Entscheidung treffen.  “Döner?” “Nein, ein Pide bitte mit Ei und Sucuk.” Ein guter Plan, denke ich, von Gemüse hat dieses G

Weddings Barde

Jan Koch sammelt "Eierschalen für Verhungernde", ist schon weithin als Barde des Wedding bekannt und holte sich dieses Mal einen Violinisten zur Verstärkung (dessen Namen ich leider vergessen habe).

Thilo erobert den Wedding

Thilo wohnt nur zeitweise im Wedding, aber in den letzten Jahren hat er mehr Leseveranstaltungen hier begründet, als wir Brauseboys zusammen. Sie heißen "Dichter als Goethe", "Und ewig rockt der Bock", "Herr Bock oder Herr Werning laden ein" und "Lesershow Wedding". Und wenn das kein Siegerlächeln ist.

Brauseboys am 2.6.: Wedding Wochen 2011

Weddinger Gelassenheit Ganz plötzlich ist die Kassenschlange im Supermarkt etwas länger geworden, da meckert es schon von hinten. "Nu machen Se dochmal ne zweite Kasse uff, watt solln ditte? Unmöglich is dit." Die Kassiererin blickt auf und sagt: "dann muss ick aba ma nach hinten." Ganz ruhig steht sie auf, öffnet ihre Kassentür und schlendert zu einem Hinterraum,  in dem sie verschwindet. Dann hören wir Sie mit einer fast erotisch jede Silbe auskostenden Stimme eine weitere Mitarbeiterin an die Kasse rufen und beobachten, wie sie bald darauf wieder aus der Tür kommt und gemütlich zur Kasse zurückgeht. Als sie wieder sitzt und sich sortiert hat, die Verstärkung ist noch nicht in Sicht, wirft sie einen verächtlichen Blick in Richtung der Rentnerin am Schlangenende, scannt meine Milch ein und sagt: "Beim Arzt warten se stundenlang, aber hier sollet plötzlich schnell jehn." Das ist die (siehe oben).