Mittwoch, 30. November 2011

Brauseboys am 1.12.: Vorerst nebenan

Vorerst gelungen

Warum fügt jemand in eine Radiowerbung für Katzenstreu den Satz "Testen sie jetzt selbst" ein? Vermutlich, weil es schnell gehen musste und schnell mal was übersehen wird, wenn es schnell gehen soll. So wurde im schnellen Medium Internet auch aus Bokowski Borowski, in einem Tweet der Jungle World, die sehr zu unserer Freude in der letzten Woche Texte von uns Brauseboys enthalten hat. Von Paul Borowski, Volker Schimanski, Frank Thiel, Robert Blum, Heiko Batic und Hinark Lindholm - den Ballaufboys. Denn ich vermute, hier steckte am Montagmorgen nur ein verkaterter Tatortfreund mit erhöhter Wahrscheinlichkeit für freudsche Fehlleistungen bei Ähnlichkeit mit Tatortkommissarsnamen dahinter. Deutsche Sprache, Klebesprache, erhöhte Tatortkommissarsnamensfehlleistungsneigung vermute ich beim Social-Media-Befütterer in diesem Fall. Und als ich das Interview über den anderen Fall lese, das jetzt alle lesen, kommt mir der Eindruck, auch Guttenberg scheint es nicht schnell genug gehen zu können. Und das lässt vor allem auf eines hoffen: Fehler. Ach ja, der Blogeintrag musste auch sehr schnell geschrieben werden, ist ja schon spät. Morgen ist es schon soweit:

Freitag, 25. November 2011

Mittwoch, 23. November 2011

Brauseboys am 24.11.: Mundkunst

Standarddeutsch

Das erste Mal war ich in der Schweiz. Die Leute sind entspannt und nett, die Züge sind wirklich pünktlich und vermutlich alles andere auch. Schön ist es also in der Schweiz, eine gute Erkenntnis, nur dass mich auf der Straße Schweizer jeden Alters, auch Jugendliche, freundlich grüßen, lässt mich als Gewohnheitsweddinger zusammenzucken. Und dass der Döner umgerechnet 8 Euro kostet natürlich. Kurios finde ich auch, dass ich von allen verstanden werde, aber nicht alle verstehe. Eigentlich niemanden verstehe, wenn der das nicht möchte und das Deutsch nicht wechselt. Praktisch ist es also, dass ich als Vortragender und nicht als Zuhörer eingeladen bin. Was wir noch anerkennend Hochdeutsch nennen, wird hier mitunter locker als "Standarddeutsch" flachgehalten, so viel habe ich dann doch verstanden. Ich wandere halb auf einen Schweizer Berg, weil noch etwas Zeit ist, um darüber nachzudenken. Vor einem Schweizer Schild, das mich auf mein Ziel hinweist, bleibe ich stehen. Ich gehe nach Schönegg und Guggital. Niedlich, dieses Spezialdeutsch, oder? 

Samstag, 19. November 2011

Vernebelter Hafen

Auf einer schönen Hafenrundfahrt in Hamburg nebelte es sehr, mal weniger und mal sehr viel.
Der Hamburger Hafen ist bald kein Freihafen mehr, derweil lagern noch viele Orientteppiche zollfrei in den Lagern. Die Kräne sind zum Teil wohl schon vollautomatisch.
Hier wird gerade ein Geisterschiff be- oder entladen.
Ein sehr großer Hafen, der auch noch deutlich ausgebaut werden soll in den nächsten Jahren. Irgendwo im Nebel gibt es noch etwas Platz für mehr Schiffe.
Entspannt schaukelten wir zurück, auf einer Barkasse, die wohl schon Hans Albers befördert hat, den Nuschelhamburger.


Dienstag, 15. November 2011

Brauseboys am 16.11. bei Esche und am 17.11. im Mastul

Dröhnung

Unglaublich, welchen Gewinn an Lebensqualität der Einbau von zwei neuen Gehäuselüftern bringen kann. Seit Monaten schon schnarrte einer der beiden, oder sind es Jahre, anfangs ließ er sich durch ein beherztes Klopfen auf den PC aber noch beruhigen. Staub schien das Problem zu sein, bald half aber auch kein Klopfen mehr und kein Tritt, kein Aussaugen des Gehäuses brachte mehr Linderung, die Dröhnung war total. Als mich Paul im Nebenhaus kürzlich über Facebook anchattete, ob ich auch den kreisenden Helikopter hören würde, hörte ich schon seit Monaten ständig mehrere Helikopter, unter meinem Schreibtisch. Alles löschte das Dröhnen aus, das Radio konnte ich nicht mehr hören, kein Telefonat mehr im Zimmer führen. Es war in meinem Kopf, es füllte mich aus, es drohte mich zu verschlingen. Und jetzt? Der Computer scheint nicht mal angeschaltet zu sein. Aber er ist es, ein Wunder. 
Plötzlich höre ich wieder Radio und bemerke erst die Programmänderungen, von denen ich gelesen habe. Und als ich es ausmache, diese Stille, die zerstreute Seele traut sich wieder zurück ins Zimmer, setzt mich zusammen im leichten Klackern der Tastatur, wie herrlich. Warum ich das erzähle? Als mahnendes Beispiel, denn neben dem ganzen Wohlbefinden ist da noch ein Gefühl. Ein Gefühl von Verlust und Leere. So irrational es ist - ich weiß, es ist das Dröhnen des kaputten Lüfters, das mir fehlt. Nicht aber, die Dinge gleich anzugehen, möchte ich deswegen anmahnen. Nur, dass man sich an alles gewöhnen kann. Das ist doch das eigentlich Erschreckende. 

Donnerstag, 10. November 2011

Der singende Tresen und Markus Liske


Dieses Mal waren wir vorbereitet, dass bald Konfetti fallen würde. Der singende Tresen hat nämlich immer welches dabei. Markus Liske brachte dazu Geschichten mit, ich habe es nach dem schönen Abend dennoch nicht mehr vermocht, ein Foto zu machen, auf dem nicht irgendjemand die Augen zu hatte.

Dienstag, 8. November 2011

Zuckerklub und Buch


An diesem Abend feierten wir eine Neuerscheinung, den Abschluss unserer Berlin-Trilogie. "Das ist kein Berlin-Buch" handelt im Gegensatz zu den ersten beiden nicht von Berlin, oder wenn, dann eher kritisch. So jedenfalls die Idee, es ist ein guter dritter Teil. Alle Menschen sollten dieses Machwerk besitzen. Zum Sondertermin luden wir uns den von uns angeschmachteten Zuckerklub, es wurde das geplant schöne Fest.

Montag, 7. November 2011

Buchpremiere am 8.11.: Das ist kein Berlin-Buch

Wir haben es wieder getan! Unser drittes Buch erscheint:
Brauseboys: DAS IST KEIN BERLIN-BUCH



Beim Herankommen muss ich das Alter des jungen Mannes deutlich herabsetzen, viel älter als fünfzehn ist der nicht. Er hält eine leere Plastiktüte in der Hand. Im Schillerpark hätte ich ihn für bekifft gehalten, aber hier in der westfälischen Pampa scheint mir das eine zu abwegige Vermutung. Trotzdem mutet es bizarr an, wie er da rumsteht und auf die Wildblume stiert. Es sind Sommerferien in Nordrhein-Westfalen und ideales Badewetter, so ein Teenager gehört doch ins Freibad und nicht an einen stinkenden Moorgraben. Vielleicht ist heute ja doch Ausflugstag für die schrägeren Vögel. (Hinark Husen: Drei Mann im Moor) 

Donnerstag, 3. November 2011

Mittwoch, 2. November 2011

Brauseboys am 3.11.: Das ist auch kein Berlin-Buch

Weichspeicher

Ja, es gibt Tage, an denen fühlt man sich unverstanden. Und dann gibt es Tage, da versteht man selbst niemanden und nichts mehr. Auch die Kombination ist beliebt. Im Grunde ist es nur wichtig, einen solchen Tag vorbeigehen zu lassen und am besten nichts zu tun. Wobei man also im Vorteil ist, wenn man keiner geregelten Tätigkeit nachgeht. Obwohl nun mancher einwerfen könnte, auch mit einer geregelten Tätigkeit ließe sich bisweilen sehr gut nichts tun, vielleicht sogar besser. Daher schreibe ich es hier schon hin, dann muss sich keiner outen. 
In all den vielen sozialen Netzwerken zum Beispiel, das größte Problem an der Kommentarfunktion ist ja, dass sie einen Kommentar ermöglicht. Bekanntlich wird alles gemacht, sobald die Möglichkeit besteht, wer also Kommentare ermöglicht, muss mit Kommentaren rechnen. Und setzt sich zusätzlich der Gefahr aus, auf Kommentare zu antworten. 
Aber es gibt auch Hoffnung, denn längst ist es nicht mehr so, dass das Internet nichts vergessen würde. So las ich vor wenigen Tagen eher zufällig eine unaufällige Email, dass mein Blog-Account wegen Untätigkeit heute gelöscht worden wäre. Ich loggte sofort ein, alles war noch da, aber mit wenigen Tagen Verspätung wäre alles wohl weg gewesen. Zwei Blogs wären einfach von der Landkarte verschwunden, das alte Brauseboys-Blog zum Beispiel. Ich glaube nicht mehr daran, dass immer im Internet steht, was einmal im Internet steht. Das ist eine Legende. 
Außerdem ist es hundertmal wahrscheinlicher geworden, nein, tausendmal, dass man sich daran erinnert, was jemand letztes Jahr auf Facebook geschrieben hat, als dass jemand anderes im Gegenzug  nach einer Woche schon überhaupt noch so lange eine Pinnwand bis zu der Stelle  rückwärts liest, wo der Eintrag steht. Loben wir also das Hirn, die beste Festplatte in unserem Besitz.