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Es werden Posts vom April, 2015 angezeigt.

Karl

Karl Neukauf ist häufiger schon bei uns Gast gewesen, dennoch versetzen ihn die Osram-Höfe immer wieder sichtbar ins Erstaunen. Sein neues Album "Papperlapapp" ist soeben erschienen.

Robert Klages

Robert Klages war das erste Mal bei uns im Wedding, um Geschichten vorzulesen. In Kreuzberg veranstaltet er die Lesebühne Sprechstunde:Nebensatz zu verschiedensten Themen.

Brauseboys am 30.4.: Lesung in den Mai

(Foto: Yola Sornsakrin)
Donnerstag, 30.4. / 20.30 Uhr
La Luz (Oudenarder Str. 16-20, Osram-Höfe)

Die Brauseboys - frische Texte
Jeden Donnerstag nehmen Paul Bokowski, Robert Rescue, Frank Sorge, Volker Surmann und Heiko Werning ihre frisch geputzten Tastaturen und lassen es klappern. Die empfohlene Wochendosis Lesebühne, seit zwölf Jahren jeden Donnerstag mit illustren Gästen.

Robert Klages
Karl Neukauf

Eurovision 2015 - Die Sieger stehen fest

Jedes Jahr zur gleichen Zeit machen sich Hundertschaften von Hupfdohlen und Schnuckelhasen bereit für ihren großen Auftritt beim Eurovision Song Contest. Außerdem surft ein Weddinger Vorleser auf die Homepage des Wettbewerbs, um die diesjährigen Liedtexte zu lesen, downzuloaden, zu übersetzen, zu kritisieren. Dieses Mal stehen überraschend schon die Sieger fest: Finnland.
Finnland - Ich muss immer
Es lohnt sich vermutlich schon gar nicht mehr, überhaupt noch Wetten abzuschließen. Die Gewinner sind eine vierköpfige Punkband aus Finnland: Pertti Kurikan Nimipäivät (Pertti Kurikkas Namenstag). Die Besonderheit der Band, die es seit 2009 gibt, liegt in den Behinderungen ihrer Mitglieder. Drei haben das Down-Syndrom, einer ist Autist. Trotz dieser Schwierigkeiten bieten sie nicht nur den bestmöglichen, kontrapunktischen Punk-Sound zum Wettbewerb, sie haben auch den besten Songtext in der Tasche.  "Aina mun pitää" - Ich muss immer.
Ich muss immer aufräumen Ich muss immer sauber mache…

Jan und Micha vor Kulisse

An diesem Donnerstag hatten wir eine Fremdkulisse im Hintergrund, eine italienische Szene am See. Die Gelegenheit nutze der Verfasser dieser Zeilen, um unsere Gäste Jan Papke und Michael Bittner malerisch davorzustellen.

Brauseboys am 23.4.: Blühende Fantasien

Zärtlichkeiten mit Fremden (von Frank Sorge)
Nach einer Pause im Geburtsvorbereitungskurs kommen wir in einen abgedunkelten Raum zurück, in dem alle auf ausgerollten Plastikmatten sitzen. Die Atemübungen nahen. Es gibt kein Entrinnen mehr - werden wir keuchen müssen, werden wir Urschreie ausstoßen müssen, wir wissen es nicht. Nur, dass es peinlich wird, da sind wir uns sicher. Es muss. Wenige Minuten später liegen wir herum und atmen, Wehen wegatmen, für Entspannung sorgen. Wir flüstern uns ins Ohr, wir streicheln Rücken und Arme. Zwölf fremde Paare, deren Ergebnis intensiver Geschlechtstätigkeit miteinander zunehmend im Weg ist, machen es in einem Raum. Zärtlichkeiten mit Fremden, die Bäuche verhindern Schlimmeres. Stelle mir vor, wie Geburtsvorbereitungskurse unter Hippies in den Sechzigern und Siebzigern ausgesehen haben könnten: “Fühlen Sie mal den Bauch meiner Frau”, “Fühlen Sie mal den Bauch meines Mannes” oder “Wer möchte noch eine Dammmassage? Ich bin da grad so gut drin”. Zum…

Hans Solo

Hans Solo hat es geschafft, bei Google-Suchen zu einem gewissen Weltraumepos ganz weit vorne mitverlinkt zu sein. Verirrte Nachwuchsjedis und zielgerichtete Netzwanderer werden auf seiner Seite mit vielfältigem Musikgut belohnt, wie auch unsere Zuschauer im La Luz.

Chio

Chio Schuhmacher kennen wir vor allem singend, jetzt aber zum wiederholten Male auch formidabel vorlesend.

Brauseboys am 16.4.: Mit frischer Tinte

Vorbereitung (von Frank Sorge)
Eltern, die noch nicht wissen, was ihnen blüht, eint die spezielle Mischung aus Vorfreude und Angst im Gesicht. Sie können noch nicht sagen, wie es ihnen ergehen wird. Sie ahnen, dass sie auf dreißig Kilometer Dauerlauf vorbereitet sind, aber es mindestens fünfzig werden, und sich nach diesen die Strecke noch auf hunderte Kilometer ausdehnen wird. Tausende? Wir kommen ein paar Minuten zu spät in den Geburtsvorbereitungskurs und platzen in die Vorstellungsrunde wie eine Fruchtblase. Platsch, da sind wir - alles ganz natürlich. Wir greifen Stühle und reihen uns ein, ein zukünftiger Vater nennt seinen Vornamen, dass es sein erstes Kind wäre und erläutert, dass er keine speziellen Vorstellungen zum Geburtsvorbereitungskurs mitgebracht hat. Er scheint einem Muster zu folgen, das irgendwo vor ihm gestartet wurde, und das auch die nächsten streng erfüllen. Man muss also den Vornamen sagen, erschließe ich mir, dann, dass es die erste Geburt ist, dann, dass man k…

Ich habe einen Beruf, ich bin sensibel

Den folgenden Text habe ich am 2.4. bei den Brauseboys uraufgeführt, er ist zum mündlichen Vortrag verfasst. Aber da die Realität ihn gerade akut einzuholen droht und einzelne Politiker allen Ernstes Berufsverbote für Depressive fordern, habe ich mich zur Veröffentlichung entschieden.

Guten Tag.  Meine Name ist Volker Surmann, und ich war im Jahre 2005 mal wegen einer depressiven Episode in therapeutischer Behandlung. Eigentlich dürfte ich gar nicht vor Ihnen stehen. Denn Bühnenkünstler wurde mit dem Gesetz zum Schutze der Zivilbevölkerung (GzSZ) vom Sommer 2015 als sensibler Beruf eingestuft. Ich könnte ja jeden Moment eine Waffe ziehen und Sie alle niedermetzeln.
BUH!
Nach §7, Absatz 2 GzSZ dürfen Bühnenkünstler mit indizierten Vorerkrankungen nur noch vor Publiken bis maximal 9 Personen auftreten, darunter keine Kinder, Pflegebedürftige sowie Haustiere mit bis zu vier Beinen. Bevor ich weiterspreche, müsste also die deutliche Mehrheit von Ihnen den Saal verlassen. Zu Ihrer eigenen Sich…

Anika Auweiler

Anika Auweiler besuchte uns das erste Mal mit ihren Liedern im schönen Wedding.

Brauseboys am 9.4.: Schöner verlesen

Besser zum Spezialisten (von Frank Sorge)
Herr Schluppke, Sie sind in diesem Jahr zum Bier-Buddha des Weddings gewählt worden, sind Stichwortgeber und zugleich Maskottchen der "Degentrifizierungs-Bewegung", jetzt außerdem niedergelassener Entrückungsspezialist? Woher nehmen Sie plötzlich die Energie?
Sie meinen, weil ick davor so lange arbeitslos war? 
Das wollte ich nicht andeuten.
Hat nicht jeklappt, aber ejal - klingt allet prima, wat Se da uffzählen, nur Energie brauch ick dafür nich.
Was dann?
Stehvermögen, dicket Fell, klaren Kopp.
Aber geht es bei ihrer neuen Praxis für Entrückung nicht gerade darum, den Kopf zu vernebeln?
So stellen Sie sich dit vor? Dann sollten Se lieber mal vorbeikommen, ick kann ihnen helfen mit die verqueren Ansichten.
Helfen Sie mir vorerst, zu verstehen. Was erwartet mich dort?
Vor allem ne liebevoll bewahrte Kneipe, die sonst hätte uffjeben müssen. Alkohol kriegen Se ooch, wenn Se welchen brauchen, Dartscheibe is noch da, Rauchen jeht, allet wie i…

Andreas Gläser

Andreas Gläser ist seit Anbeginn unserer Zeitrechnung zu Gast und las Klassisches (im Aufbau-Verlag erschienen) und Neues (im Abbau-Verlag erschienen).

Ivo

Im Vordergrund Ivo Lotion, im Hintergrund ein Osterstrauß.