Freitag, 30. September 2011

Mittwoch, 28. September 2011

Brauseboys am 29.9.: Einladung

Schwerer Aufstieg

Mache Kaffee für mich und die Handwerker. Zwei Wasserspezialisten und einen Maurer. Die heiße Gabe aus der Superbohne haben sie sich wirklich verdient, der Wasserlehrling hat zum Beispiel sehr schön mein Bad geputzt. Manchmal muss man eben doch einfach abwarten, wie damals, als kurz bevor ich endlich die Fenster putzen wollte, neue eingesetzt wurden. Was hätte ich mich geärgert? Jetzt freue ich mich stattdessen, auch wenn mir etwas unsinnig erscheint, dass die Putzaktion schon gestern stattfand, obwohl sie heute mit dem Maurer wiedergekommen sind. Aber es ist eine alte Haushaltsweisheit - eine gewissenhaft hergestellte Grundsauberkeit ist nicht sofort zu erschüttern. Vielleicht waren sie auch gestern so gründlich, weil eine Nachbarin drüber trotz des offenen Fallrohrs ein fröhliches Vormittagsgeschäft in die Etagen drunter geschickt hatte. Mein Bad war später blankpoliert, die Flecken auf ihren Hemden habe ich mir aber besser nicht so genau angesehen. 
Es raschelt im Flur und Postboten haben es auch nicht leicht, stellen wir beim Kaffee fest. Vor allem, wenn sie wie hier im Haus noch an jede Haustür trotten müssen mit den Gratisblättchen. Der Lehrling erzählt, um eins draufzusetzen, wie er vor ein paar Jahren mal Quelle-Kataloge ausgetragen hat. "Siehste", sagt sein Schutzbefohlener, "und hättste in der Schule besser ufjepasst, hättste son Mist janich machen müssen. Und könntest jetzt schön in deim Sesselchen n' bisschen arbeiten." Sie verabschieden sich ins nächste Stockwerk und ich schwinge mich schön in mein Sesselchen, um endlich ein bisschen zu arbeiten. Zum Glück haben sie mich nicht gefragt, denke ich, womit ich kein Geld verdiene. 

Sonntag, 25. September 2011

Dönermesse


Der Papst kann zu Hause bleiben, ich bin am Wochenende lieber zur Dönermesse DÖGA gegangen. Das zweite Mal fand sie statt und der Sonntag war erstmals Besuchertag. Viele Besucher fanden sich am Sonntagnachmittag ein, vor allem junge, zugezogene Studenten. Denn für Studenten war der Eintritt kostenlos, was vermutlich auf irgendeinem Radiosender für junge, zugezogene Studenten verbreitet wurde. Ich lernte einen netten Dönerbrotfabrikanten aus Neukölln kennen und fotografierte ihn, das Foto sollte ich ihm unbedingt senden. So war es auch vereinbart, leider ist die Emailadresse auf seiner Visitenkarte nicht korrekt. Aber ist korrekt, dann rufe ich mal an und frage nach der richtigen. Gesetzt den Fall, wenigstens die Telefonnummern auf der Visitenkarte stimmen.


Außerdem präsentierten sich Dönerfleischfirmen wie diese.


Und natürlich nicht nur mit schönen Schildern, sondern auch schönen Schnipseln vom Fachmann. Aber Dönerschneider weltweit, seid gewarnt! Man plant, euch zu ersetzen.


Der Dönerroboter ist schon fünfzigmal verkauft worden, aus guten Gründen, behauptet der Hersteller Alkadur. Und lest die Liste noch einmal, um die subtile Kritik an euch zu entschlüsseln. Bedeuten die ersten fünf Punkte nicht eigentlich dann:
-Ständig wollt ihr selbst was essen oder nach Hause zu euren Familien
-Ihr seid enorm unflexibel
-Ihr schneidet krumm und schief
-Ihr habt dreckige Fingernägel
-Eure Dönerschnipsel sehen scheiße aus, und sind zu dick, zu groß oder zu klein

Hier an diesem Bild fehlt eindeutig etwas im Gegensatz zu dem vorletzten Bild, oder? Ihr!




Samstag, 24. September 2011

Schlimme Frisörsalonnamen (40a-40e)

Der Trend ist global, wie ich an dieser Stelle schon einmal bewies. Hier aber noch ein paar weitere Belege (da ohne fotografische Beweise nur "halb" mitgezählt):

Schlimme Frisörsalonnamen, die ich im Vorbeifahren in den USA sah, ohne dass ich die Möglichkeit hatte, ein Foto zu machen:
  • HAIR WE R, Ocean City, Maryland
  • HAIRPORT, Rehoboth Beach, Delaware
  • HAIR WE GO, Rehoboth Beach, Delaware
Schlimme Frisörsalonnamen, die Mike Mehnert in den USA sah, ohne dass er die Möglichkeit hatte, ein Foto zu machen:
  • HAIR AND NOW, Aurora, Colorado Link
  • ARISTOCUTS, Colorado Springs, Colorado Link

Donnerstag, 22. September 2011

Dienstag, 20. September 2011

Brauseboys am 22.9.: Sondiert uns

Schnipsel aus "Wie man einen Döner isst"

Einen guten Dönerimbiss findet man in Berlin im Grunde nur in den Dönerhochburgen Neukölln und Wedding. Auch im Gründungsstadtteil Kreuzberg, er wurde dort aber auch stark von Biofood verdrängt. Auch im Friedrichshain mag es guten Döner geben, aber hier konnte er nie ingesamt kulturell Fuß fassen, weswegen die Blütezeit des Döners vor Allem in den schon genannten Stadtteilen spätestens in den Neunzigern begann. Erstes Qualitätskriterium sind die Menge der Menschen an und im Imbiss, vor allem zu den Essenszeiten mittags oder nach Feierabend. Auch ein spät in der Nacht gut frequentierter Dönerladen kann ein guter sein, nachts sollte man allerdings herausfinden, ob alle in der Schlange ebenfalls Touristen zu sein scheinen. Oder ob alle sehr betrunken sind. Ist sogar beides der Fall, erwägen sie anhand weiterer Beobachtungen, doch einen anderen Imbiss zu suchen. Vermutlich sind Sie außerdem garnicht im Wedding oder in Neukölln, wie Sie dachten. Sollten Sie dennoch den Sog spüren, sich an die Schlange zu stellen, weil Sie auch ein sehr betrunkener Tourist sind, verschieben sie jetzt den Döner auf morgen. Wirklich. 
Wenn Sie tagsüber in einen Imbiss kommen, in dem all die vielen Herren vor dem Imbiss schon den halben Tag dort sind, aber offenbar keinen Döner gegessen haben und auch nicht werden. Und all die vielen im Imbiss auch nur den halben Tag Tee trinken, sind Sie vielleicht in einer Art Pausenraum für Grasdealer gelandet. Die Fleischqualität kann auch schwankend sein, vielleicht wollen Sie grad nichts rauchen. In diesem Fall ist es auch okay, wieder raus zu gehen und vielleicht zur Entschuldigung etwas wie “Ach, ich dachte hier gibts Pizza” zu murmeln. Oder, wenn es neben Döner auch Pizza, Chinapfanne, Currywurst und Hamburger gibt, greifen Sie auf die Wunderwaffe “Ich wollte nur mal gucken” zurück. Das versteht in Berlin jeder. “Ich wollte nur mal gucken”, da nickt jeder knapp zurück oder auch nicht, aber hat verstanden. "Ick wollte nur mal rinkieken, wer hier so rauskiekt”, das ist universelles Erbe Berlins. 

Donnerstag, 15. September 2011

Daniel Gollasch

Die Politikwochen vor der Wahl in Berlin waren eine gute Idee, vielleicht wiederholen wir das Ganze zur nächsten Bundestagswahl. Bestimmt sogar. Leider habe ich selbst die meisten Abende verpasst und daher auch dort keine Fotos machen können. Frisch zurück aus Schweden war ich immerhin noch am letzten Donnerstag dabei. Politischer Gast hier der grüne Kandidat für den unsrigen Wahlkreis im Wedding: Daniel Gollasch.

Und hier nochmal mit Volker und mir. Einer von uns dreien ist nicht Mitglied bei den Grünen.

Dienstag, 13. September 2011

Brauseboys am 15.9.: Sie haben Post (Kandidaten-Check)

Ihre Leidenschaft bewegt die Welt (Robert Rescue)

Das steht oben auf der Postkarte und ich denke mir, Ach nee. Zwei Skispringer, Langläufer, Snowboarder oder wie auch immer die heißen sind zu sehen und in einem Kasten unten steht: Setzen Sie ein Zeichen. Bekennen Sie sich zur Bewerbung um die Olympischen Winterspiele 2018 in München und gewinnen Sie tolle Preise. Ich drehe die Karte um und lese: An alle Wintersport-Fans, Seestraße xxx, 13353 Berlin. Ich schaue an der Reihe der Briefkästen entlang und gehe dann zu dem von Härtling/Neuruther. Von denen habe ich gehört, dass sie Sport treiben, weshalb ich die Karte bei ihnen einstecke. Bei mir war sie auf jeden Fall fehl am Platz.

Daniel Gollasch (Bündnis 90/Die Grünen)wird sich den Fragen der Brauseboys stellen und seine Wedding-Tauglichkeit unter Beweis stellen. Martin Betz wird das ganze musikalisch begleiten.


Dienstag, 6. September 2011

Brauseboys am 08.9.: 100 Lösungen für Berlin (Kandidaten-Check)

Das Buch der Bücher (Robert Rescue)

Für die 100 wichtigsten Probleme Berlins gibt es Lösungen, so meint die Berliner CDU und hat ein Buch drucken lassen. Dieses kann jeder Bürger für 50 Cent am Kiosk kaufen oder auf der Website des Spitzenkandidaten, Frank Henkel, lesen oder herunterladen. Ein interessanter Weg, ein Wahlprogramm zu vermarkten. Beklemmend ist aber der Hinweis auf dem Cover, dass es sich um die "Ausgabe 01/2011" handelt. Das lässt vermuten, das es eine Fortsetzung geben wird. "Noch mehr Lösungen für Berlin" wird es schlimmstenfalls heißen. Oder vielleicht doch "50 Lösungen für Berlin"?

Sven Rissmann (CDU) und ein Vertreter der PIRATEN werden sich den Fragen der Brauseboys stellen und ihre Wedding-Tauglichkeit unter Beweis stellen. Sebastian Krämer wird das ganze musikalisch begleiten.

Montag, 5. September 2011