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Es werden Posts vom 2022 angezeigt.

Brauseboys am 28.7. (20 Uhr) in der Kufa: Open Air mit Andreas Liebert

Schwamm drüber (von Frank Sorge) In der Straßenbahn belausche ich unfreiwillig ein Pärchen irgendwo hinter mir, ich sehe nicht hin, die Stimmen sind jung. An der Bösebrücke sinnieren sie über die Mauer, die sie nicht mehr kennenlernen konnten. "Unglaublich, oder?", sagt sie, "dass hier einfach eine Mauer durchging." "Unsere Eltern haben das alles erlebt", sagt er, "das ist krass, oder?" Das finde ich auch, vor allem, dass alles schon so historisch beschrieben ist. War doch erst gestern. "Das muss eine wilde Zeit gewesen sein", sinniert er weiter. Verrückt war es, überlege ich, aber eigentlich nicht wild. Plötzlich war sehr viel mehr möglich, aber das artete nicht gleich immer in Ekstase aus, jedenfalls auf der Westseite. Wahrscheinlich ist automatisch alles wild, wenn man zwanzig ist, davor und danach weniger. Ich war zu jung für wild. Wild waren die Siebziger, oder? Da war ich wiederum nicht dabei, aber ich kenne Tapetenmuster aus den

Brauseboys am 21.7. (20 Uhr) in der Kufa: Open Air + Livestream mit Tobias Panwitz

Spartipps (von Frank Sorge & Google) Ich denke, am meisten spart man mit der richtigen Planung. Am meisten spart man mit der richtigen Finanzierung. Am meisten spart man mit dem Eco-Programm des Geschirrspülers. Am meisten spart man mit modernen Kühlgeräten. Und am meisten spart man mit angepasster Fahrweise. Am meisten spart man mit zeitgesteuerten Thermostatventilen. Am meisten spart man mit dem rechten Fuß. Aber am meisten spart man mit Geduld und Kleinanzeigen. ~#~#~#~#~#~#~#~# Donnerstag, 21.7. /20 Uhr Kulturfabrik Moabit (Lehrter Str. 35) + Facebook + YouTube +  Twitch Die Brauseboys am 21.7. im Windlicht: Open Air + Livestream mit Tobias Panwitz Eine wichtige Schlagerfrage der Siebziger ist beantwortet: wann wird's mal wieder richtig Sommer? Jetzt! Was tun? Kurze-Hosen-Warnstufe 3 ausrufen, oder sich von den Beduinen ein paar Tricks abgucken? Die wissen doch, wie Hitze geht, und können sich dafür bei uns Moonboots ausleihen, wenn es bei ihnen in der Wüste schneit. Wi

Brauseboys am 14.7. (20 Uhr) in der Kufa: Open Air mit Lari

Oh, Wunder (von Frank Sorge) Die Wunder des Weltalls, unbegreifbar. Wie weit es wohl reicht, und ist noch jemand da? Wir haben ein Werkzeug, sehr kompliziert, das fängt altes Licht ein, bevor's dunkel wird. Alles, was wir sehen, ist schon sehr lange her. Frag nicht, was Zeit ist, die Antwort ist schwer. Es winkt niemand zwischen den Sternen, die sich immer weiter entfernen. Wir kommen hier nicht vom Fleck, die Erde bleibt unser Versteck. ~#~#~#~#~#~#~#~# Donnerstag, 14.7. /20 Uhr Kulturfabrik Moabit (Lehrter Str. 35) Die Brauseboys am 14.7. im Windlicht: Open Air mit Lari Dicke Regentropfen pladderten auf die Freilichtbühne, ein seltener Anblick. Bisher wusste sich das Wetter zu benehmen, wenn lustige Vorleser auf die Bühne gehen, dann ist es in der Regel - ja, logisch - heiter! Also haben wir uns doch etwas gewundert über den Regenausreisser. Keine Ahnung, wo der her kam, uns wurde Versteppung versprochen. Diese Woche wird es auch wieder so sein, die Welt der Meteorologie ist si

Brauseboys am 7.7. (20 Uhr) in der Kufa: Open Air mit Axl Makana & Meikel Neid

Alb und Traum (von Frank Sorge) Ungläubig lese ich die Email nochmal, ich muss mich konzentrieren, nicht, dass ich etwas missverstehe und falsche Hoffnungen wecke. "Liebe Eltern... letzter Tag... Abschied von älteren Schülern... feierlich... daher Zeugnisausgabe und Unterrichtsbeginn erst ab 9..." Steht das da wirklich? Ich hole die Lesebrille, ja, mit Brille das gleiche. Unglaublich, ich informiere die Familie, erst Schock, dann Staunen, dann tanzen wir wild durch die Zimmer. Einmal nicht um 8 in der Schule sein, nach einem ganzen Jahr, das wir das noch erleben. Seit Monaten klagt mein Sohn morgens "Warum kann die Schule nicht um 9 anfangen?", und wir wissen es alle auch nicht, schieben und drängeln, selbst völlig übermüdet. Man muss mit Wünschen einfach hartnäckig sein, bevor sie in Erfüllung gehen, heute ist der Tag. Entspannt wachen wir um 8 auf, keiner klagt, Punkt 9 stehen wir auf der Matte. "Sie sind sehr aufgeregt wegen ihrer Zeugnisse", sage ich

Brauseboys am 30.6. (20 Uhr) in der Kufa: Open Air mit Laura Dee und Frieda Lee

Pistolenfilm (von Frank Sorge) , der (m.). Unterform des Spielfilms und frühe Form der interaktiven Erzählung. Dargestellt werden Konflikte zwischen sogenannten Protagonisten (Hauptfiguren) und ihren Gegenspielern (Kontrahenten), deren Verlauf nicht beeinflusst werden kann. In dieser Frühform der visuellen Erzählung gibt es nur die Rolle des Zuschauers, das selbständige Eintauchen in eine Figur erlaubt einen inneren Perspektivwechsel, durch fehlende Eingriffsmöglichkeiten in die Geschichte wird diese aber als 'Schicksal' erlebt. Ausgehend von den Protoformen Oper, Stummfilm und Tonfilm erleben Spielfilme eine Blütezeit ab der Mitte des 20. Jahrhundert. Die unterschiedlichen Erzählweisen führen zu einer Reihe 'Genres', von denen der 'Western' für ungefähr hundert Jahre dominant wird und strukturell als Pistolenfilm in allen Genres Einzug hält. Jahrzehntelang sind Handlungen ohne Schusswaffen kaum vorstellbar und der Prototyp des Westernhelden als männlicher Kolo

Brauseboys am 23.6. (20 Uhr) in der Kufa: Open Air mit Marco Tschirpke

Ablenkungen (von Frank Sorge) Eine der größten Herausforderungen unserer Zeit ist wohl, sich nicht... ist es schon soweit, dass ich Menschen nicht mehr kenne, die tagelang Schlagzeilen machen? Was soll diese Wollmütze, wer ist das, geh weg aus der Timeline, eigentlich wollte ich... obwohl, dann muss ich ja Meldungen aus Russland lesen, Propaganda zum Frühstück. Putins Gesicht ist gar nicht mehr zu ertragen, blasierte Fratze, lebende Versteinerung. Nicht hingucken versus genau hinschauen. Aufmerksamkeitsdilemma: Man will das (Schimpfwort bitte eigenständig ergänzen) nicht beachten und beißt sich so fest an dem Gedanken, dass man nur noch über das (Schimpfwort ergänzen) nachdenkt. Ignorieren beste Idee und schlechteste Idee, Menschen mit Waffen ignoriert man nicht. Wahrscheinlich auch amerikanisches Dilemma - bin ich noch wer ohne meine Waffe? Antwort aber einfach, ja, solange man die Frage überhaupt noch stellen kann, ist man wer, nämlich lebendig und nicht erschossen. Mit Nachrichten

Brauseboys am 16.6. in der Kufa: Open Air + Stream mit Danny Dziuk

Geben und Nehmen (von Frank Sorge) "Dieter, wie siehst du denn aus?" "Ach, frag nich, hab nich jut jeschlafen." "Der Wodka jestern? Ick hab dir jesacht, nimm nich den russischen, wer weeß, wat die da rinmischen." "Nee, nich der Wodka, ick hatte een Alptraum. Konnte nüscht machen, jedet Mal, wenn ick einjenickt bin, war ick wieder da." "Wo?" "Inna Schule." "Oh, dit muss ja tief sitzen dit Trauma." "Traum, Ralle, nich Trauma, ick hatte ne jute Zeit damals. Keene Beschwerden, und schnell vorbei war dit ooch mit die Lehre. Aber du gloobst nich, wa, im Traum musste ick heute zur Schule, wegen Zwangsdienst." "Heute? Warste bewaffnet?" "Nee, aber mit Maske. Ick musste dahin wegen Betreuungsnotstand und Lehrermangel, und wat die mir nich allet erzählt haben. Sollt ick denen helfen, uffpassen in der Pause, und Grünpflege, allet wegen dem Steinmeier." "Kam der ooch im Traum vor?" "

Brauseboys am 9.6. (20 Uhr) in der Kufa Moabit: Open Air mit Andreas Krenzke und Martin Goldenbaum

Bierrabatt (von Frank Sorge)   "Verstehst du dit mit dem Tankrabatt, Ralle?" "Keene Ahnung, Bierrabatt wär mir lieber jewesen." "Aber Marie hat die Preise janich erhöht." "Pscht!" "Nee, aber ick meene, wie dit überhaupt funktioniert. Wer hat welchen Rabatt?" "Kann ick dir nich helfen, Dieter, aber Rabatt heißt ja wohl, dat irgendwat billiger wird." "Jenau, aber die Preise steigen mit dem Rabatt." "Dann muss ick mir korrigieren, dann will ick auf keenen Fall Bierrabatt." "Wann hast du dit letzte Mal in Auto jesessen?" "Zählt'n Krankenwagen?" "Nee, ick meine, wann hast du dit letzte Mal jetankt?" "Wat für ne Frage, du bist immer dabei." "Benzin, Ralle." "Jeht ooch Diesel? Mag ick nich so, aber jeht natürlich ooch mal." "Haste überhaupt een Führerschein?" "Klar doch, aber nur für Pferdekutschen noch." "Du mit ner Kutsche,

1000-Donnerstage-Brauseboys am 2.6. (20 Uhr) in der Kufa Moabit: Open Air mit Manfred Maurenbrecher

Nomen est Omen (von Frank Sorge) "Absolut sicheret Bike, Schlösser waren jestern. Völlig egal, wo ick dit stehenlasse, et bleibt da wie angewurzelt. Selbst wenn die mit 'nem Laster kommen, wa, und dit Feld abräumen, eins lassen se da. Dit will keiner haben. War ein Schnäppchen vor zwei Jahren, Hamsterrad, wenn man so will, hab ick nie bereut. Is wie mit dem spanischen Bier, dit versauert einfach, obwohl et nu wirklich nüscht damit zu tun hat. Is wie son Aufkleber wegen Gift, oder Rattenköder. Die Leute überlegen zweimal, dann dreimal, dann lassen se dit. Scheint sowat Psychologischet, oder einfach Aberglaube, man will et einfach nicht herausfordern. Mir stört dit nich, bin ooch verschont worden bisher, wa? Ick sag trotzdem immer, ick hab Corona, steht ja draußen. Ich kann sowat nich, aber in die Zeit jetzt, wa, müssteste schnell son Jeschäft in Internet uffmachen mit die Aufkleber. Brauchst nur eenen, Corona, und muss natürlich robust sein. War mir nie uffjefallen, dat et übe

Brauseboys am 26.5. (20 Uhr) im Slaughterhouse (oder draußen): Live mit Lutz Steinbrück & Clint Lukas

Ohne Fleiß kein Preis (von Frank Sorge) Rentner, Rollator, Rollband, ich komme dahinter zum Stehen. Das Paar hat Haare weiß wie Schnee. Wir blicken gemeinsam auf die Gegenseite, wo ein Vater mit einem Säugling im Kinderwagen hochfährt, vier kleine weitere Kinder im Schlepptau. Jahrhunderte prallen zusammen, vergangene, kommende. "Och", ruft die Frau vor mir plötzlich zum ihm rüber, "sind dit allet Ihre?" "Ja, ja", lacht der Mann, "eins ist noch draußen." Ich trotte noch ein paar Meter hinter den Senioren her, als wir unten sind. "Donnerwetter", sagt die Frau, "der war aber fleißig." "Ja, sehr fleißig", sagt ihr Partner, "fleißig, fleißig." Frühlingssonne im Wedding, jeder für sich hing den passenden Gedanken nach. ~#~#~#~#~#~#~#~# Donnerstag, 26.5. /20 Uhr Kulturfabrik Moabit (Lehrter Str. 35) Die Brauseboys am 26.5. im Slaughterhouse (oder draußen): Live mit Lutz Steinbrück & Clint Lukas Viele Mensch

Brauseboys am 19.5. (20 Uhr) OPEN AIR TEASER: Live + Stream mit Lari & die Pausenmusik

Dönertag (von Frank Sorge) Menschen ohne Kinder denken zum Beispiel, dass man es sich leicht macht mit dem Essen, wenn man einen Dönertag beschließt. Aber seitdem unser Stammdöner mal renoviert hat und wir zwischendurch woanders waren, will ein Kind nur noch von dort Döner, wegen einer bestimmten Soße. Das andere Kind will aber von dort auf keinen Fall einen Döner, weil es dort anderes Brot gibt, rundes, nicht eckiges. Nicht nur müssen nach erfolglosen Versuchen, eins der Kinder umzustimmen, dann doch alle losrennen, jeweils ein Elternteil zum anderen Imbiss, wir müssen dort doppelt weiter die Diskussion um die Dönervorlieben führen, denn die Kinder wollen eigentlich nur das Fleisch im Brot. Das wiederum verletzt irgendetwas in den Dönerzubereitern, seelisch, innerlich, hartnäckig wollen sie noch irgendetwas dazupacken, was auch immer. Immer und immer wieder fragen sie nach, die Kinder schütteln entsetzt die Köpfe, aber da müssen wir hart bleiben mit den Dönerzubereitern und lehnen al

Brauseboys am 12.5. (20 Uhr) im Theater der Kufa: Live mit Marc Ottiker

Entschleunigung (von Frank Sorge) "Biste ooch so fertig, Ralle?"     "Fertig? Nee, wieso? Ist doch erst elfe." "Ich meine wegen die Lage, oder die Lagen, wat weeß ick, is doch eene Katastrophe nach die nächste. Machste dir keene Sorgen?"     "Im Nahbereich? Nee, im Gegenteil, ick bin direkt erleichtert." "Dein Rezept für jute Laune musste mir ooch irgendwann mal verraten."     "Überleg doch mal, hätteste letztet Jahr noch jedacht, dat wir hier wieder normal in Seestern sitzen? Hat bestimmt jeder jedacht, jetzt jeht dit Ding pleite und kommt ne Kita rin." "Pleite? Lass dit ma nich Marie hören."     "Die is drinne." "Ick bin drinne!"     "Siehste? Ick bin jedenfalls überglücklich. Dit hätt janz anders kommen können. Denk an' Vulkan, oder dit Brummer-Eck." "Naja, haste ja recht, ick bin ja ooch froh." "Ick hör nüscht, ick bin drinne!" "Ick bin ooch FROH!"

Brauseboys am 5.5. (20 Uhr) im Slaughterhouse: Live mit Lukas Meister

Andere Welt (von Frank Sorge) Mal was erleben im Kiez, mal wieder in einen ganz anderen Discounter. "Entschuldigen Sie, ist der Ketchup hier irgendwo in der Nähe?" "Nein, der ist ganz auf der anderen Seite." Unzählige andere Produkte, als man kennt, und die man auch nicht haben will. Ach, schau, hier werden besonders teure Marken wie zu Hause mit Sonderangebots-Farbe ausgepreist und angepriesen. Ist doch nicht alles anders, wenn man woanders ist. Alle wollen halt was verdienen, das ist die Zeit, es ist nichts was Gutes, woran man nicht auch was verdient hat. Ferrero-Produkte in gigantischen Angebotspaletten, mit Angst-Rabatt, wie sieht eigentlich eine Ferrero-Fabrik aus? Appetitlich? Irgendwann kaufen wir wieder Überraschungseier, sogar Corona-Bier. Hoffnung immer ein gutes Gegenmittel, wenn sie so stur wie möglich ist. Alles wird gut. Mürrische Kassiererin. Wie ausdruckslos kann man "Schönen Tag noch" sagen, bis es genau nach dem Gegenteil klingt? Es hilf

Brauseboys am 28.4. (20 Uhr, Kein-G) im Slaughterhouse: Live mit Sebastian Krämer

Wie immer nichts (von Frank Sorge) Beim Einkaufen bin ich direkt überrascht, dass einige Flaschen Speiseöl im Regal sind. Ich sehe mich verstohlen um, keine versteckte Kamera ist zu sehen, und lege eine Flasche in den Einkaufswagen. An der Kasse dann, während meine Sachen gescannt werden, kommt eine Frau von draußen heran und fragt die Kassierin, ob sie Öl hätten. "Nein", sagt die, "wo denken Sie hin, alles leer, alles weg, seit Tagen. Kein Mehl, kein Öl." Kann sein, dass sie kurz davor oder danach meine Flasche über den Scanner zieht. Ich bin zu verdutzt, um schnell zu widersprechen. "Nein, gehen Sie rein, da sind einige...", zu schnell ist die Frau wieder davongeeilt, um es woanders zu versuchen. Die Kassierin schaut nicht auf, keine Miene verzieht ihr Gesicht, meine einzige Erklärung ist, sie glaubt wirklich, dass nichts da ist. Die Frau von draußen ist ihren Erwartungen auch vorausgeeilt, so schnell, wie sie wieder raus ist. Mit ein wenig Hoffnung hät

Brauseboys am 21.4. (20 Uhr, KEIN-G) im Slaughterhouse: Live mit Jacinta Nandi & Markus Sommer

Opa Hase (von Frank Sorge) “Glauben denn deine Kinder noch an den Osterhasen?”, fragt sie am Telefon. “An den Osterhasen, wo denkst du hin? Sie sind sechs und wissen die unglaublichsten Dinge. Nicht aus der Schule natürlich, sondern meistens von YouTube, oft muss ich mit Wikipedia korrigieren. Planeten, Dinosaurier, Tiere, ökologische Landwirtschaft. Im Moment alles, was mit Japan zu hat. Sie haben auch ihre dezidierte Meinung zu Putin, also da ist der Osterhase jedenfalls lange schon Weihnachtsmann von gestern.” “Dann ist ja gut.” “Schreibt einfach auf die Karte ‘vom Opahasen’, Wortspiele mögen sie auch. Ach so, wusstest du, dass Japan und Deutschland von der Fläche fast gleich groß sind? Immerhin aber 40 Millionen mehr Menschen in Japan leben. Was dann fast so viele wie in Russland sind, obwohl es in der Fläche, überleg mal, fünfzigmal größer ist.” “Habt ihr denn noch Mehl bekommen?” “Ja, klar”, sage ich, “gar kein Problem, ich musste nur zu Öz…” Ich bekomme ich einen Hausschuh an d

Brauseboys am 14.4. (20 Uhr, KEIN-G) im Slaughterhouse: Live mit Eva Mirasol & Karl Neukauf

Checkliste für den Urlaub (von Frank Sorge & Google) Ich packe meinen Koffer und nehme mit… Zählt mein Immunstatus für den Urlaub? Fünf nützliche Reiseutensilien, Packliste für den Urlaub zum Abhaken. Gesundheitstipps für den Urlaub, praktische Ideen. Meditation statt Urlaub. Aufbauhilfe statt Urlaub. Flucht statt Urlaub. Arrest statt Urlaub. Neue Möbel statt Urlaub. Lesen statt Urlaub. Krank statt Urlaub. Geld statt Urlaub. Glücklich ohne Urlaub? Ohne Urlaub durchgearbeitet. 40 Jahr ohne Urlaub. Keine Reise, kein Problem. Urlaub ohne Impfung. Urlaub ohne Koffer. (Suchstrings ‘für den Urlaub’, ‘statt Urlaub’ und ‘ohne Urlaub’) ~#~#~#~#~#~#~#~# Donnerstag, 14.4. /20 Uhr Kulturfabrik Moabit (Lehrter Str. 35) Die Brauseboys am 14.4. im Slaughterhouse: Live mit Eva Mirasol und Karl Neukauf Wir sind ja keine Minister, aber die Vereinbarkeit von Kunst und Familie ist auch ein schwieriges Ding. Wie soll man zum Beispiel den hohen Drogenkonsum, der durch weltweite Stars vorgelebt wird, m

Brauseboys am 7.4. (20 Uhr, KEIN-G) im Slaughterhouse: Live mit Torsten Torsten

Reflexe (von Frank Sorge) Ich gehe durch den Supermarkt, meine Augen suchen die vollen Regale ab. Nicht die leeren, das wäre sehr unlogisch, man muss immer asymmetrisch agieren, in meiner ökologischen Nische jedenfalls. Jetzt überlege ich, was einmal noch gehamstert werden könnte, wenn es dann dran ist. Bei den naheliegenden Ausweichprodukten zum Öl lassen sich jedenfalls noch Vorräte anlegen. Man kann auch mit Schmalz sehr gut braten. Aus einem gewissen Kalkül hat ein Mitarbeiter neben den leeren Toilettenpapierregalen eine volle Palette Küchenrolle abgeladen, die alten Reflexe aus Lockdown Eins schlagen wieder an. Knappheit auch mit Überraschungen, so versuche ich seit Tagen erfolglos irgendwo Nudossi zu bekommen. Denn ich habe zwei Kinder, ihre Namen sind Nutella und Nudossi, Nomen est Hauptnahrungsmittel, aber scharf getrennt. Aus irgendeinem Grund jedoch ist eines nicht mehr zu kriegen, was ist da los? Keine Haselnüsse mehr aus Russland? Oder kriegt auch Nudossi zu wenig Öl? Kann

Brauseboys am 31.3. (20 Uhr, 3G) im Slaughterhouse: Live + Stream mit Jana Berwig

In den Weiten des Internets (von Frank Sorge) Meine Augen suchen den Boden des Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko ab. Ich suche nach Steinen, die verrollt sind, nach Staub, der verweht ist, Rändern und Senken. Zwei Bilder habe ich vom selben Stück Land auf dem Kometen, der sich verändert, eins von 2014, eins von 2016, fotografiert von der Raumsonde Rosetta, die ihn zwei Jahre begleitet hat, in der Zeit, in der er sich der Sonne näherte und erwärmte. Kometen halt, dieser macht alle sechseinhalb Jahre seine Runde zwischen Jupiter- und Erd-Orbit. Wie sich seine Oberfläche verändert, versuche ich herauszufinden. Warum? Weil es sehr viele Fotos sind, mehr als die beteiligten Forscher anschauen können, und weil die KI, die das machen könnte, es auch noch nicht schafft. Also hilft es, wenn viele Menschen mitmachen und zudem der KI etwas beibringen können. Ich hänge hier jetzt fest, weil ich eine Email bekommen habe, dieses Projekt auszuprobieren, weil ich angemeldet bin bei einer Plattform fü

Brauseboys am 24.3. (20 Uhr, 3G) im Slaughterhouse: Live mit Johanna Zeul

Grüße aus der Quarantäne von Browserboy. Das Virus greift auch das Gehirn an, habe ich gelesen, und führt zu historischer Verklärung. Ich erinnere mich aber gerne, wie wir damals zusammen geangelt haben, Laine hieß der Fluss, glaube ich. Danach sind wir immer ins Lutz und haben Spargel gegessen. Vor allem Robert konnte von dem Edelgemüse nie genug bekommen. Hach, naja, ich trink noch einen Gin Tonic auf die alte Zeit und wünsche recht herzlichen Hochzeitstag nachträglich. ~#~#~#~#~#~#~#~# Donnerstag, 24.3. /20 Uhr Kulturfabrik Moabit (Lehrter Str. 35) Die Brauseboys am 24.3. im Slaughterhouse: Live mit Johanna Zeul Herzlichen Glückwunsch an uns selbst, denn soeben ist unsere Bühne 19 Jahre alt geworden, am Freedom-Day, einfach so. Am 20. März ging alles mal los, eine Aufbruchsstimmung gab es da, wie sie unser Bundespräsident kürzlich gefordert hat, vermutlich weil es so eine typische Bundespräsidentenforderung ist. Da sieht man aber mal, wir hatten die schon, die Aufbruchstimmung, da

Brauseboys am Donnerstag (17.3., 20 Uhr) im Slaughterhouse: Live + Stream mit Ahne & Martin Goldenbaum

Faktencheck (von Frank Sorge) Meine Kinder haben eine blühende Fantasie. In Vorbereitung auf mögliche Urlaubsziele studieren wir einen Kinderatlas, in dem unter zahllosen Klappen spannende Informationen verborgen sind.  “Was ist das?” Mein Sohn zeigt auf das Bild eines Kraters. “Das ist ein Krater in Russland, da ist 1908 ein Meteorit runtergekommen.” “Der die Dinosaurier ausgerottet hat?” “Nein, das hier ist nur hundert Jahre her, bei dem, der die Dinosaurier ausgelöscht hat, ist man auch nicht sicher, welcher Krater auf der Erde dazugehört. Wahrscheinlich einer im Golf von Mexiko.” “Damals konnte das ja keiner untersuchen, da gab es ja noch keine Menschen”, ergänzt meine Tochter. “Ja, genau”, sage ich, “die Dinosaurierforscher hätten das bestimmt auch schnell herausgefunden, aber da blieb keiner übrig.” “Und wenn ein Meteorit kommt, der die Menschen ausrottet”, überlegt mein Sohn, “dann bleiben vielleicht die Elefanten übrig, und Elefantenforscher untersuchen den Krater.” “Ja, oder