Mittwoch, 30. Mai 2018

Brauseboys am 31.5.: Sonnenschutzgrundverordnung

Sonnenschutzgrundverordnung (von Frank Sorge)

Vorneweg: Ihre Haut ist uns sehr wichtig.
Diese Verordnung enthält Vorschriften zum Schutz vor übermäßigen Sonnenlicht und Bedingungen für europaweite Regelungen zum Sonnenschutz. Bei freiem Verkehr der EU-Bürger werden mehrere Zeitzonen gekreuzt, von Nord bis Süd gibt es die unterschiedlichsten Einfallswinkel solarer Strahlung. Und nicht zuletzt fällt Sonnenlicht im Wesentlichen von fremden Himmelskörpern auf uns herab, auf die wir bislang keinen direkten, rechtlichen Zugriff haben. Die allgemeine Sonnenschutzgrundverordnung schützt das Recht auf Schatten und Verdunkelung, das Recht auf die eigene Haut ('Mein Melanin gehört mir') und vereinheitlichte Einschmierstandards.
Im Zuge des weiteren evolutionären Fortschritts hat sich Sonnenlicht als unverzichtbar gezeigt. Sonnenlicht ist allgegenwärtig, wird geschäftsmäßig genutzt, ganze Industrien sind davon abhängig, wie das Brauereiwesen (Sonnenlicht > Durst > Getränk). Höchste Zeit, eine Rechtssicherheit für alle Unternehmen und Bürger unter Europas Sonne zu schaffen. Der freie Verkehr von Sonnencremes darf weder eingeschränkt noch verboten werden. Mutwillige Störungen des Erdmagnetfeldes, der Ozonschicht und freier Wolkenbildung werden mit hohen Geldbußen geahndet.
'Schmiere dich stets so ein, dass dein Einschmieren als Teil einer allgemeinen Sonnenschutzverordnung gelten kann.'
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Donnerstag, 31.5. /20.30 Uhr
La Luz (Oudenarder Str. 16-20, Osram-Höfe)


Die Brauseboys - Lesebühne im Wedding

Jeden Donnerstag nehmen Thilo Bock, Robert Rescue, Frank Sorge, Volker Surmann und Heiko Werning ihre frisch geputzten Tastaturen und lassen es klappern.  Die empfohlene Wochendosis Lesebühne, seit fünfzehn Jahren jeden Donnerstag mit illustren Gästen. 

Uli Hannemann (Liebling der Massen)
Manfred Maurenbrecher (Wallbreaker)

Dienstag, 22. Mai 2018

Brauseboys am 24.5. in der Nussbreite: Voll Nuss

Road to Düsseldorf (von Frank Sorge)

Erdbeben im Vogtland, oder, wie es auch am Weddinger Alhambra gerade so schön steht: Die Natur findet einen Weg. Die Rückkehr gigantischer Raubsaurier, wie hier als Kinoankündigung zu sehen, müsste es nicht gleich sein, ginge aber natürlich auch. Armes Vogtland, es ist wirklich gebeutelt, und jetzt noch geschüttelt. Immer weiter herausgeputzt hingegen das fröhliche Leipzig, wo wir einen Pfingsttag verbringen. Da hier gerade das Wave-Gothic-Treffen stattfindet trägt der Heilige Geist Netzstrumpfhose und schwarze Spitze, Pfingsten hat süßen Gruftgeruch. Der mancherorts abgerissene Charme in Leipzig, der auch den Gothics in früheren Jahren gute Fotohintergründe (schwarz-weiß) hergegeben haben wird, weicht nach und nach frisch sanierten Straßen. Irgendwo habe ich im Nachklang auch den Eindruck, ich hätte fast kein Sächsisch gehört, aber vielleicht sind alle der Feiertage wegen ins Grüne geflohen.  Auf dem Leipziger Spielplatz war nur ein Mädchen verhaltensauffällig, das von ihrer Mutter englisch zurechtgewiesen und weggezerrt wurde. Kann man da nicht mal einen Heimatminister hinschicken?
Mit edel gekleideten Vampiren, die zwischen den Waggons hocken, sausen wir nach Berlin zurück. "Wir fahren jetzt nach Düsseldorf!" rufen die Kinder aus Spaß, und ich habe keine Ahnung, wie sie plötzlich darauf kommen.
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Donnerstag, 24.5. /20.30 Uhr
Nussbreite (Seestraße 106, nahe U-Seestraße)


Die Brauseboys - Lesebühne im Wedding

Jeden Donnerstag nehmen Thilo Bock, Robert Rescue, Frank Sorge, Volker Surmann und Heiko Werning ihre frisch geputzten Tastaturen und lassen es klappern.  Die empfohlene Wochendosis Lesebühne, seit fünfzehn Jahren jeden Donnerstag mit illustren Gästen. 

Susanne Riedel (Neu beim Frühschoppen)
Torsten Knoll (Nur Gleichmut ist es nie)

Mittwoch, 16. Mai 2018

Brauseboys am 17.5.: Mit Sebastian Krämer & Marco Tschirpke

Luxusschlaf (von Frank Sorge)

Müde sein zu können, ist ja auch ein Luxus, den sich nicht jeder leisten kann. In vielen Berufen ist das Ausgeschlafensein nicht nur nettes Kompliment, beim Busfahrer oder Piloten etwa wird es eindringlich verlangt. Sobald etwas Verantwortung dazugehört, versteht es sich von selbst, Wachheit vorauszusetzen. Bei genauerem Blick, ungetrübt durch Müdigkeit, kann man sogar überall mehr Fälle entdecken - die wenigsten dürfen müde sein. Einschlafende Verkäufer kassieren nicht mehr ab, wegnickende Lehrer werden von Schülern gefesselt, Döner verbrennen, und viele Köche landen selbst im Brei.  Zu schnell kann man ein Werkzeug verwechseln, sägt Falsches von Falschem, schraubt dieses an jenes, und wundert sich in der Nachschau. Ob in Omürs Autowerkstatt oder im Virchow-Klinikum, schnell sind die Konsequenzen unüberschaubar. Als Autor und Vater wiederum habe ich voll und ganz Gelegenheit und Anlass, nicht ausgeschlafen zu sein, eine Luxussituation, wie ich zugeben muss. Selbst eine Zeile wie:
'jnmkkkkkkkkkkkkkkkkkkkkkkkkkk' kann hier mal vorkommen, als Kapitulation vor dem einschläfernden Sirren der PC-Lüfter und als womöglich historisches Typrogramm einer ganzen Epoche, 'Stirn auf Qwertz, 21. Jahrhundert'. Süße Müdigkeit lässt sich von dieser Warte aus auch mit cremigem Honig vergleichen, allerdings erst, wenn man von diesem zu viel gelöffellllllllll
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Donnerstag, 17.5. /20.30 Uhr
La Luz (Oudenarder Str. 16-20, Osram-Höfe)


Die Brauseboys - Lesebühne im Wedding

Jeden Donnerstag nehmen Thilo Bock, Robert Rescue, Frank Sorge, Volker Surmann und Heiko Werning ihre frisch geputzten Tastaturen und lassen es klappern.  Die empfohlene Wochendosis Lesebühne, seit fünfzehn Jahren jeden Donnerstag mit illustren Gästen. 

Sebastian Krämer (Ich'n Lied)
Marco Tschirpke (Du'n Lied)

Mittwoch, 9. Mai 2018

Brauseboys-Cartoonwochen am 10.5.: Mit Hauck & Bauer und Jim Avignon

Fehlermeldung (von Frank Sorge)

Bei technischen Geräten muss man irgendwelche PDFs durchforsten, Foren durchgoogeln oder vor YouTube-Tutorials einschlafen, bis man Fehlermeldungen entschlüsselt hat. Bei Kindern sind diese oft selbsterklärend. Wir bauen mit Duplo Häuser, jeweils mit oberem Stockwerk, einem Teil des Dachs, und Balkonen. Die Männchen tummeln sich schon hier und dort, es gibt Stühle, Betten und einen Tisch.
“Und hier kann die Hello Kitty auf den Balkon”, sagt meine Tochter, “und schön eine rauchen.”
Ich zucke zusammen und mustere sie, ob es nicht vielleicht doch ein Witz war. Aber sie lässt sich nichts anmerken, es war wohl ganz ernst gemeint. Der Balkon ist schon recht voll jetzt, Hello Kitty und Hello Kitty, die Freundin von Hello Kitty, mehrere Kinder, ein Opa.
“Da kann man in Ruhe rauchen”, sagt meine Tochter wieder und Hello Kitty schlendert weiter über den Balkon.
“Kannst du ein Sofa bauen?”, fragt mich mein Sohn, und in sein Wohnzimmer stecke ich zwei Stühle zusammen.
“Und jetzt einen Fernseher”, sagt er.
“Hier ein Bier für den Papa”, ruft meine Tochter dazwischen.
Zum Glück sind wir zu Hause, weit und breit niemand, der es bemerken könnte. Es wäre sehr peinlich, müsste ich noch jemandem erklären, dass das lustigerweise bei uns ja nie so ist, wie sie das spielen. Blühende Fantasie, diese Kinder. Also eine Zigarette auf dem Balkon, okay, aber Fernsehen überhaupt nur ganz selten und wenn überhaupt Bier, dann doch nur, wenn sie längst schlafen.
“In der Kita haben wir auch Duplo gespielt.”
“Ach, ja?” hake ich nach.
Bei aller Begeisterung, dass sie schon so gut sprechen, jetzt fange ich mir doch an vorzustellen, was sie tagsüber den Erziehern so alles vorspielen könnten: “...und da kann Hello Kitty eine rauchen, und die Freundin von Hello Kitty, Hello Kitty, und die Kinder können schön eine rauchen…”
Ich gehe schnell auf den Balkon, einmal kurz durchatmen. Diese Fehlermeldung war deutlich genug.
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Donnerstag, 10.5. /20.30 Uhr
La Luz (Oudenarder Str. 16-20, Osram-Höfe)


Die Brauseboys-Cartoonwochen

Vom 19.4. - 10.5. mit wahnwitzig tollen, voll tollen und wahnsinnig lustigen Cartoonisten. Toll, toll.



Jeden Donnerstag nehmen Thilo Bock, Robert Rescue, Frank Sorge, Volker Surmann und Heiko Werning ihre frisch geputzten Tastaturen und lassen es klappern.  Die empfohlene Wochendosis Lesebühne, seit fünfzehn Jahren jeden Donnerstag mit illustren Gästen. 

Hauck & Bauer (Am Rande der Gesellschaft)
Jim Avignon (Neoangin)

Mittwoch, 2. Mai 2018

Brauseboys-Cartoonwochen am 3.5.: Mit Katharina Greve & Marceese

Die Polizei stinkt (von Frank Sorge)

“Die Polizei stinkt!”, ruft mein zweijähriger Sohn laut auf der Seestraße, wiederholt es oft und amüsiert sich sehr darüber. Passt ja zum 1.Mai, denke ich, einzelne Passanten wohl auch, aber es ist natürlich alles anders und schlimmer als ein Geruch. Ich meine da weniger die Polizei, sondern eher zum Beispiel, warum es sie geben muss. Mein Sohn im Übrigen meinte nur das Polizeiauto. Es stinken also auch die Feuerwehr, der LKW und Autos im Allgemeinen, die Evidenz ist nicht abzustreiten.
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Donnerstag, 3.5. /20.30 Uhr
La Luz (Oudenarder Str. 16-20, Osram-Höfe)


Die Brauseboys-Cartoonwochen

Vom 19.4. - 10.5. mit wahnwitzig tollen, voll tollen und wahnsinnig lustigen Cartoonisten. Toll, toll.



Jeden Donnerstag nehmen Thilo Bock, Robert Rescue, Frank Sorge, Volker Surmann und Heiko Werning ihre frisch geputzten Tastaturen und lassen es klappern.  Die empfohlene Wochendosis Lesebühne, seit fünfzehn Jahren jeden Donnerstag mit illustren Gästen.

Katharina Greve (Das Hochhaus)
Marceese (Baby Kreuzberg)