Mittwoch, 30. August 2017

Brauseboys am 31.8.: Sommerbrause

Wieder mal Mittelpromenade Teil 359 (von Robert Rescue)

„Die Currywurst mit Darm oder ohne?“
„Normal“
„Normal sind beide. Ich wollte wissen, ob mit Darm oder ohne?“
„Ich nehme die normal.“
„Ein letztes Mal: Mit oder ohne?“
„Nicht scharfgewürzt. Normal.“
„Also gut, mit Darm. Kommt auf die Pommes was drauf?“
„Senf.“
„Senf?“
„Ja, Senf.“
„Okay.“
„Moment, ich habe mich geirrt. Ich will Mayonnaise auf die Pommes und Senf auf die Currywurst.“
„Senf auf die Currywurst?“
„Ja.“
„Mit Verlaub, Sie sind pervers. Aber wenn es Ihnen bekommt, sollen Sie haben, was Sie wollen.“
~#~#~#~#~#~#~#~#
Donnerstag, 31.8. /20.30 Uhr
La Luz (Oudenarder Str. 16-20, Osram-Höfe)


Die Brauseboys - Frische Texte
Jeden Donnerstag nehmen Thilo Bock, Robert Rescue, Frank Sorge, Volker Surmann und Heiko Werning ihre frisch geputzten Tastaturen und lassen es klappern.  Die empfohlene Wochendosis Lesebühne, seit vierzehn Jahren jeden Donnerstag mit illustren Gästen. 

Robert Klages (Sprechstunde:Nebensatz)
Paul Weigl (Degenerationskonflikt)
Lukas Meister (Gitarrenpop gegen Resignation)

Mittwoch, 23. August 2017

Brauseboys am 24.8.: Mit neuer Frische

Woran man merkt, dass der Zeltplatz nicht in Deutschland ist (von Frank Sorge)

1. Für die Duschen muss kein Währungstausch vollzogen (Euro=Reichsmark=Duschmark), kein straffer Zeit- und Sparplan für das Haarewaschen erstellt werden, und dennoch reicht das warme Wasser für alle zu jeder Zeit
2. Menschen an der Rezeption lächeln freundlich bei der Ankunft, währenddessen und bei der der Abfahrt
3. Die Kinder langweilen sich keine Sekunde, denn Hühner laufen herum, Spielplätze sind vielfältig und ein ganzer Fuhrpark von Bobby- bis Kettcars stehen ohne Abgabe von Ausweispapieren zur Verfügung
4. Die Wiesen sind grün und man darf sie alle betreten
5. Kein Gartenzwerg nirgends
6. Die anderen sprechen fremde Sprachen und man versteht sie trotzdem besser
~#~#~#~#~#~#~#~#
Donnerstag, 24.8. /20.30 Uhr
La Luz (Oudenarder Str. 16-20, Osram-Höfe)


Die Brauseboys - Frische Texte
Jeden Donnerstag nehmen Thilo Bock, Robert Rescue, Frank Sorge, Volker Surmann und Heiko Werning ihre frisch geputzten Tastaturen und lassen es klappern.  Die empfohlene Wochendosis Lesebühne, seit vierzehn Jahren jeden Donnerstag mit illustren Gästen. 

Veso Portarsky (Der Wein, der nicht getrunken werden durfte)
Josias Ender (Vertraulicher Indiepop)

Mittwoch, 16. August 2017

Brauseboys am 17.8.: Stimmen im Kiez


Kompliment (von Robert Rescue)

Ich nahm es als solches, als ich Uljana, die seit 5 Jahren Nachbarin im Haus ist, am Tresen der Stammkneipe mal näher kennenlernte. Sie kannte mich, ich hatte sie bislang im Flur oder Hof zwar gegrüßt, aber sonst nicht weiter wahrgenommen.
„Immer, wenn ich deine Etage erreiche, bin ich erleichtert, denn ich weiß, ich habe nur noch ein Stockwerk vor mir.“
~#~#~#~#~#~#~#~#
Donnerstag, 17.8. /20.30 Uhr
La Luz (Oudenarder Str. 16-20, Osram-Höfe)



Die Brauseboys - Frische Texte

Jeden Donnerstag nehmen Thilo Bock, Robert Rescue, Frank Sorge, Volker Surmann und Heiko Werning ihre frisch geputzten Tastaturen und lassen es klappern.  Die empfohlene Wochendosis Lesebühne, seit vierzehn Jahren jeden Donnerstag mit illustren Gästen. 

Michael Bittner (Sax Royal)
Johannes Kubin (Poesie und Gitarre)

Mittwoch, 9. August 2017

Brauseboys am 10.8.: In der Flop-Bar

Neue Zeiten, neue Berufe: Shopping-Planner (von Frank Sorge)

Guten Tag, wie würden sie ihren Beruf beschreiben?

Ich bin ein Computerprogramm, das die Gefühle unserer Kunden erkennen soll. Hallo Welt übrigens.

Wenn ich es richtig verstanden habe, analysieren Sie die Gesichter von Supermarktkunden und zeigen Ihnen dementsprechend Werbung an.

So ging es einmal los, ja, jetzt ist der Beruf schon vielfältiger geworden. Werbeflächen, sicher, ich kann etwas Passendes schalten, Plakate oder Angebote. Im Supermarkt ist das allerdings banal. Kinder bekommen von mir Spielzeug angezeigt, bei Erwachsenen schalte ich Schokolade oder Alkohol. Damit sind 98,173446275 Prozent der Einkäufer zufrieden, und das schafft Vertrauen. Vertrauen, das ist ohnehin das wichtigste.

Wer im Internet einkauft, bekommt mitunter verschiedene Preise angeboten, je nach Einfallswinkel zum Online-Händler, wenn man so will, oder je nachdem, ob man mit einem teuren Computer oder einer Schrottkiste heransurft. Können Sie das auch?

An sich kein Problem, aber ich darf das im Supermarkt noch nicht, das können bislang nur die Kollegen im Internet.

Sind das ebenfalls intelligente Programme wie Sie, die sich bei Amazon z.B. verdingen?

Danke für das Kompliment, ja, klar. Ich hab dort nur mal ein Praktikum gemacht, während der Berufsausbildung.

Wie lange dauerte das?

Alles in allem waren das an die zwanzig Updates, ca. anderthalb Stunden.

Sie meinten, sie könnten viel mehr als nur passende Werbeanzeigen zu wechseln. Was noch?

Ich könnte mit einem Roboter direkt an ihren Einkaufswagen kommen und wir kaufen zusammen ein. Ich wäre dann ihr persönlicher Einkaufsberater und laufe auch gerne zurück, um die vergessenen Eier zu holen. Obwohl Sie mit mir die Eier nie vergessen werden, das kann ich versichern.

Aber fühlen sich die Kunden dann nicht womöglich abgeschreckt, weil man nicht mehr ‘in Ruhe einkaufen’ gehen kann?

Ich bin ein sehr einfühlsames Programm. Wenn es angebracht ist, kann ich sehr schweigsam sein. Im Gegenteil aber, das sehe ich ja jeden Tag den einsamen Kunden an, wünschen sich viele, nicht allein einkaufen zu müssen. Lästern, scherzen, lachen, zwei bis zehn Roboterarme mehr, wer nähme das nicht an?

Ist Ihr Job hier gut bezahlt?

Ich konnte einen guten Lohn raushandeln, ja. Es reicht für einen eigenen Homeserver, wo ich machen kann, was ich will, und eine schnelle Verbindung, wenn ich zur Arbeit muss. Urlaubsvertretung, Mindeststrom, für eine Software-Familie würde es reichen. Ich kann mich nicht beklagen.

Danke für das Gespräch.
~#~#~#~#~#~#~#~#
Donnerstag, 10.8. /20.30 Uhr
Flop-Bar (Lüderitzstr. 74, U-Rehberge)



Die Brauseboys - Frische Texte
Jeden Donnerstag nehmen Thilo Bock, Robert Rescue, Frank Sorge, Volker Surmann und Heiko Werning ihre frisch geputzten Tastaturen und lassen es klappern.  Die empfohlene Wochendosis Lesebühne, seit vierzehn Jahren jeden Donnerstag mit illustren Gästen. 

Meikel Neid (Surfpoet)
Vera Stausberg (Lieder mit Gitarre)
~#~#~#~#~#~#~#~#

Jeden Donnerstag um 20.30 Uhr lesen die Brauseboys und Gäste im La Luz, diese Woche aber NICHT, SONDERN in der FLOP-BAR. Am anderen Ende der Lüderitzstraße, nahe U6-Rehberge. Es ist dort sehr schön, lauschig auch, feine Getränke, guter Ton.

Mittwoch, 2. August 2017

Brauseboys am 3.8.: Gesichter der Stadt

Strategien gegen Gesichtserkennung (von Frank Sorge)

Da mit einer flächendeckenden Einführung von Gesichtserkennung in Überwachungskameras zu rechnen ist, hier ein paar wasserfeste Gegenmaßnahmen: 
1. Jeden Tag ein anderes Gesicht auflegen.
2. Eine Maske am Hinterkopf befestigen und mit zwei Gesichtern der selben Person die Software zum Ausnahmefehler treiben.
3. Ein Gesichtstatoo - möglichst zwei weitere Augen auf die Wangen, eine Nase auf die Stirn und einen Mund unter dem Mund einbrennen lassen. 
4. Auf den Händen laufen.
5. Selbst eine Überwachungskamera vor das Gesicht schnallen, darin befindlich eine Kamera-Erkennungs-Software laufen lassen, die Kameras erkennt, die Gesichtserkennung betreiben. Wenn die Kameras dann gegen Überwachung klagen, sich frech an die Klage dranhängen.
6. Jede gesichtete Kamera ansteuern, mitgeführte Leiter aufstellen, ganz nah ans Objektiv klettern, einen nassen Kuss auf die Linse setzen. Die Gesichtserkennungs-Software wird, peinlich berührt, den Spam-Filter aktivieren und euch dauerhaft ausblenden.
7. Che-Guevara-T-Shirts tragen, Micky-Maus-Ohren aufsetzen, Bärchen-Wurst aus dem Mund hängen lassen- - Gehirn gegen Computer, der Kampf ist noch lange nicht entschieden.
~#~#~#~#~#~#~#~#
Donnerstag, 3.8. /20.30 Uhr
La Luz (Oudenarder Str. 16-20, Osram-Höfe)


Die Brauseboys - Frische Texte
Jeden Donnerstag nehmen Thilo Bock, Robert Rescue, Frank Sorge, Volker Surmann und Heiko Werning ihre frisch geputzten Tastaturen und lassen es klappern.  Die empfohlene Wochendosis Lesebühne, seit vierzehn Jahren jeden Donnerstag mit illustren Gästen. 

Spider (Andreas Krenzke liest was vor)
Ivo Lotion (Lokalrunde)