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Ficken in Rio (Eine Antwort auf Manuel Schubert in der taz)

Was bisher geschah: In Rio hat ein Journalist der amerikanischen Unterhaltungsplatform The Daily Beast enthüllt, dass es im olympischen Dorf bei der schwulen Dating-App Grindr, kurz gesagt, rund geht. Dazu streute er Andeutungen über prominente Athleten, die ihn angechattet hätten, sparte nicht mit süffisanten Hinweisen auf deren Identität, und berichtete, auch von muslimischen Sportlern kontaktiert worden zu sein, aus Staaten, in denen Homosexualität streng verboten sei. So weit, so sensationsgierig. Über The Daily Beast brach ein Shitstorn sondergleichen rein, weil die Andeutungen des Artikels doch in ihrer Konkretheit sehr nach Zwangsouting rochen. Verschiedentlich wurde kritisiert, dass der besagte Journalist hetero gewesen sei. Ich persönlich halte das für nicht sehr relavant. (Ich glaub, die Homomedien ärgerten sich bloß, dass sie nicht selbst auf die Idee gekommen waren. Ich bin mir allerdings sicher, dass sie sensibler mit Hinweisen auf Identitäten umgegangen wären...

Brauseboys am 19.2.: Fladenbrot und Spiele

Wir wollen die Spiele (von Frank Sorge) Der Wedding macht sich bereit für die olympischen Spiele. Neue Disziplinen, stadtaktive Konzepte, integratives Bewusstsein, am Wedding kommt das IOC nicht vorbei. Hier einige Ideen: Tretbootregatta - Als Wassersport-Standort schlagen wir den Plötzensee vor. Die Ruderwettbewerbe werden nicht als Gesamtstrecke, sondern pendelnd absolviert. In einer krönenden Jugend-Regatta mit Tretbooten, die gleichzeitig mit allen anderen Wasser-Wettkämpfen stattfindet, werden die Teamfähigkeiten junger Athleten besonders auf die Probe gestellt. Dönerwurf - Statt eines Diskus wird ein aluminiumverpackter Döner geworfen. Die Sportler können das Innenleben im Imbiss bestimmen und so spezielle Strategien zu Gewichtsverteilung und Flugeigenschaften probieren. Bei einem Fehlversuch, bzw. Übertritt der Wurflinie muss der Döner gegessen werden. Pfandstaffel - Die Pfandflaschenstaffel (40-mal-10-Meter) auf der Müllerstraße ist ein ambitionierter Teamwett...

Brauseboys am 04.9.: Leidenschaft bewegt die Welt

Ihre Leidenschaft bewegt die Welt (von Robert Rescue) Das steht oben auf der Postkarte und ich denke mir, Ach nee. Zwei Skispringer, Langläufer, Snowboarder oder wie auch immer die heißen sind zu sehen und in einem Kasten unten steht: Setzen Sie ein Zeichen. Bekennen Sie sich zur Bewerbung um die Olympischen Winterspiele 2018 in München und gewinnen Sie tolle Preise. Ich drehe die Karte um und lese: An alle Wintersport-Fans, Seestraße 101, 13353 Berlin. Ich schaue an der Reihe der Briefkästen entlang und gehe dann zu dem von Härtling/Neuruther. Von denen habe ich gehört, dass sie Sport treiben, weshalb ich die Karte bei ihnen einstecke. Bei mir war sie auf jeden Fall fehl am Platz.

Brauseboys am 13.2.: Wieder im La Luz

Lästergold (von Frank Sorge) Na gut, wenn schon die Zuschauerränge in Sochi leerbleiben, sind ja vielleicht auch noch Quotenplätze frei. Dann kann ich ja auch mal den Fernseher einschalten, bevor das gar keiner guckt. Ich springe in lustige Vorberichterstattung über die Toiletten in Sochi, da bleibt keine Fliese trocken. Empfindsame Sportler, die von unter dem Klo hervorspringenden Salamandern erschreckt worden sind, dickere Sportler, die beim Hinsetzen mit der Kloschüssel umgekippt sind, die nicht verschraubt war. Sowie in Kabinen eingesperrte Sportler, von denen einer sich durch komplettes Zerlegen der Tür freigekämpft hat. Da lästert der deutsche Handwerker, kichert leise "Pfusch, Pfusch" und mosert gleich weiter über das russische Handwerk, in dem ja auch immer, "Gluck, Gluck", ein bisschen Wodka im Spiel ist - ach, ist doch kein Handwerker, der da lästert, sondern die ARD, "Zwinker, Zwinker". Schon die Eröffnung wurde so intensiv belästert, al...