Samstag, 31. Oktober 2009

Schlimme Frisörsalonnamen (26+27)

Köln ist nicht nur die unbestrittene Hauptstadt schlechten Humors, sondern zugleich auch (oder deswegen) die absolute No. 1 unter den wortwitzelnden Frisören.
Von der Existenz dieses Salons war hier gerüchteweise schon mal die Rede (siehe Kommentare), nun endlich das Beweisfoto. Es gibt ihn wirklich:Ich warte jetzt dringend auf "Haare Krishna" und "Mata Haari". Wobei: Tante Google sagt, letzteren gibt es schon, in Hamburg. Da hätte ich von der Hansestadt eigentlich etwas mehr erwartet. Hey, Hamburger, Ihr wollt Euch doch nicht auf Kölner Niveau begeben?!
(Beweisfoto folgt irgendwann.)

PS: In Hamburg-Harburg gibt es doch sicher auch die Haarburg, oder? Laut Tante Google... ach, fragt sie doch selber.

PPS: Noch mal Köln:

PPS: Das ganze Elend im alten Blog.

Donnerstag, 29. Oktober 2009

MUSE = Pink Floyd, Queen, Ennio Morricone usw.

Ach, war das schöööööön! Das zweite Mal, dass ich die Brauseboys wegen eines Konzertes geschwänzt habe. Und es hat sich wieder gelohnt. Vor 6 Jahren wegen Starsailor. Heute wegen MUSE.
Was für ein Konzert! Habe ich neulich noch gemutmaßt, Muse wollten Queen beerben, muss ich nun ergänzen: Muse wollen auch Pink Floyd (Show-Perfektionismus) und Ennio Morricone (grandiose Rockversion vom "Lied vom Tod") beerben... Ach, war das schööön, so schööön. Mehr davon. Mir fehlen schlicht die

Mittwoch, 28. Oktober 2009

Neulich beim Pizzabäcker La Rosa

Als ich zuschaue, wie der Mann die Pizza in den Backofen schiebt, kommt mir der Gedanke, dass ich in den Zeiten von Analogkäse und Schinkenimitat nachfragen sollte, aus welchen Bestandteilen die Pizza besteht, die ich gerade geordert habe.
„Ist der Schafskäse auf der Pizza auch Schafskäse?“, frage ich also.
Der Pizzabäcker schaut auf.
„Die Pizza kostet 3 Euro. Was erwarten Sie da?“
„Und die anderen Sachen? Spinat, Käse, Tomatensoße?“
„Hauptsache ist doch, dass es schmeckt und aussieht, wie man es gewohnt ist“, antwortet der Mann hinter der Theke. „Ich sage ihnen, wenn sie wüssten, wie beispielsweise die Pizza „Prosciutto“ eigentlich heißen müsste, dann hätten sie noch mehr Probleme mit der Aussprache.“
Auf dem Weg nach Hause werfe ich die Pizza in den Müll und schlage den Weg zur Mittelpromenade ein. An dieser Imbissbude bestelle ich mir eine Schachtel Pommes. „Die sind doch aus echten Kartoffeln, oder?“, will ich schon fragen, doch ich verzichte darauf.

Dienstag, 27. Oktober 2009

Braumeister Video


Gerade erst gefunden, irgendwann im August war es, da lud unser Weddinger Nachbar Felix Römer den Hinark und mich auf den Helmholtzplatz zum Poetry Slam unter freiem Himmel. Hier der Videoüberblick über alle Leser und/oder Slammer des Wochenendes und das Wochenende selbst.

Montag, 26. Oktober 2009

Schlimme Frisörsalonnamen (24+25)

Auch diese Serie möchte ich doch gerne im neuen Blog fortführen und zwar mit einem Fundstück aus Köln, eine Variante eines immer wieder beliebten coiffeuristischen Wortspiels:

Als Kontrast mal dagegen gesetzt ein Frisörsalonname aus Berlin:

Es ist selten dieser Tage, aber hier führt Berlin klar mit 1:0.

Die anderen 23 Frisörsalons findet man hier:

Mittwoch, 21. Oktober 2009

Ich schreibe einen Roman (19)

Wagen wir mal einen stark hinkenden Vergleich.
Also, nur mal angenommen, Arthur Miller hätte für "Tod eines Handlungsreisenden" zwei Verlage zur Auswahl gehabt. Und der eine Verlag ist dafür bekannt, auf seinen Buchcovern ... sagen wir mal ... ausschließlich wenig bekleidete Frauen abzubilden, dann wäre unter Umständen der folgende Dialog zwischen Arthur Miller und Verlagsangestelltem imaginierbar. Rein hypothetisch natürlich.
"Herr Miller, wir haben großes Interesse, Ihr Stück zu drucken."
"Oh, das freut mich."
"Ja, es wäre wirklich eine wahre Zierde für unser Verlagsprogramm!"
"Das freut mich noch viel mehr. Solange Sie keine nackte Frau aufs Cover packen."
"Nein, natürlich nicht. Das ist uns auch klar, dass zu Ihrem Werk eine nackte Frau auf dem Cover nicht so gut passt."
"Das freut mich."
"Deswegen würden wir - und das würden wir für Ihr Werk wirklich zum allerersten Mal machen! - die Blöße bei der nackten Frau bedecken, z.B. mit einem Aktenkoffer, wegen Vertreter und so. Sie verstehen schon."
"... verstehe schon."
"Ja, und der Titel. Tod eines Handlungsreisenden, also das klingt uns irgendwie zu negativ."
"Öhm, negativ, so so."
"Also ich war so frei, mir für die Programmkonferenz in unserem Verlag einen anderen Titel auszudenken, der bei den Kollegen auch wirklich sehr gut angekommen ist."
"... und der wäre?"
"Öhm ..."
"Ja?"
"Aber bitte nicht lachen, Herr Miller."
"Keine Sorge."
"Nun, wir hätten gedacht an Das verführerische Lachen von der Frau des Vertreters."
Ende des Vergleichs. Er hat seine Schuldigkeit getan und hinkt davon.
Langer Rede, kurzer Sinn: Heute habe ich den Vertrag bei dem anderen Verlag unterschrieben.

Schmutziger Verdacht

Heute Staub gesaugt. Andere züchten Kürbisse auf FarmVille, ich keule lieber eine Herde Staubmäuse. Doch was ich viel rätselhafter finde: Wo kommen die ganzen toten Insekten her, die ich in allen Winkeln finde? Mich beschleicht das Gefühl, meine Wohnung ist eine Art Elefantenfriedhof für Mücken.

Dienstag, 20. Oktober 2009

Meine kleine Farm



Es sind ja immer die Freunde, die einen verleiten und verführen. Zum Rauchen, zum trinken, länger zu bleiben und Geld auszugeben. Das steht dir aber gut, der Nachtbus fährt auch später noch, ich geb dir noch einen aus und ja, nimm ruhig eine Filterzigarette. Digitale Freunde sind da nicht anders, aber es sind mehr.
Immer schon zählen Empfehlungen von Freunden mehr als ein nackter Werbehinweis, und vor allem die Warnungen verleiten zur Nachahmung. Mach es nicht, denke ich also und scrolle den Link zum Facebook-Spiel FarmVille mit dem Mausrad wieder außer Sicht und gleich wieder hinein. Du hast schon genug virtuelle Verpflichtungen, deine Online Fußballmannschaft ist grad abgestiegen, die Mannschaft veraltet und verspielt sich gerade unglücklich den Wiederaufstieg. Deine Umsätze in den virtuellen Läden, in denen du Cartoons und T-Shirts für Avatare verkaufst, sind auch abgeflacht, müsstest du unbedingt mal umdekorieren und ergänzen. Um mit den anderen Elfen deiner Rollenspiel-Gilde mithalten zu können, müsstest du auch noch die ein oder andere Stunde durch finstere Kellerverliese rennen und Rohstoffe für die Gildenburg sammeln. Also rate ich dir, lass dieses kleine süße Aufbaustrategiespiel mal aus, Zeit hast du sonst schon kaum noch.
Seit einigen Tagen stapeln sich kleine Nachrichten in meinem Postfach. Man sendet mir digitale Bäume und Tiere für die Farm, die ich nicht habe. Paul treffe ich auf der Straße, er müsse schnell nach oben, Himbeeren pflücken. Himbeeren pflücken? Ja, auf seiner Farm.
Mach es nicht, sage ich mir selbst, aber verführerischer als Warnungen von Freunden ist nur noch die Warnung an sich selbst. Es ist also zu spät, auf meinem Profil erscheint: “Frank hat das Stadtleben aufgeben, um Bauer in FarmVille zu werden, wo du köstliche Früchte und Gemüse anbauen und liebenswerte Tiere auf deiner ganz eigenen kleinen Farm großziehen kannst.“
Seitdem grunzt und meckert und wiehert und gackert es aus meinem Arbeitszimmer, Boog Boog Bdoog, aber die Freundin baut schon viel länger an ihrem eigenen Wurzelimperium, um sich darüber noch zu wundern.

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Donnerstag, 22.10.09 /20.30 Uhr
LA LUZ (Oudenarder Str.16-20, Osram-Höfe)

BRAUSEBOYS - Neue Texte, Musik und Multimedia mit Paul Bokowski, Hinark Husen, Robert Rescue, Frank Sorge, Volker Surmann & Heiko Werning.

Gäste:

LEA STREISAND (Selbstgeschriebenesvorleserin)
http://leastreisand.de

THOMAS FRANZ (Zwieback for your soul)
http://myspace.com/thomasfranz

ULI HANNEMANN (Weltweiter Blöker)
http://www.uli-hannemann.de

Freitag, 16. Oktober 2009

Honig ohne Ende

Wird mir mit der automatisiert erstellen Terminbestätigung um den Bart geschmiert. Ehre, Dankbarkeit, Freude, Freundlichkeit. Größte Zweifel aber habe ich, dass sich die Mitarbeiter jetzt schon auf meinen Besuch freuen.

In diesem Sinne:

Liebe und hochverehrte Digitalleser und Analoghörer, treue Bekannte und innige Freunde, Geistverwandte und gute Seelen allesamt,

aufs herzlichste Willkommen in diesem neu errichteten Blog. Gern, gespannt und mit dem größten Vergnügen lesen wir auch in Zukunft eure gewohnt feinsinnigen Kommentare und Ergänzungen.

Unser tief empfundenster Dank gebührt schon allein all jenen, die dieser kleinen Begrüßung lesende Aufmerksamkeit schenken. Untertänigst nehmen wir diesen Vertrauensvorschuß zum Anlaß, noch mehr Kraft und Leidenschaft in neue Beiträge zu stecken.

Hochachtungsvoll
Ihr
Browserboy

Donnerstag, 15. Oktober 2009

Felix Jentsch

Kalt ist es plötzlich geworden, aber da jeder Mensch die Heizleistung einer 60-Watt Glühbirne abstrahlt, lässt sich der nahende Winter gemeinsam in einen Saal gesperrt besser überstehen. Der Neu-Surfpoet Felix Jentsch wohnt sogar näher am La Luz als wir Brauseboys, erfuhr ich erstaunt. Auch Uli kam wieder mit neuen Texten aus Neukölln geradelt.

Ich schreibe einen Roman (18)

Neuer Blog, altes Thema, neue Entwicklungen:
Meine Literaturagentin hat ganze Arbeit geleistet und sich viele Absagen eingehandelt, aber auch zwei interessierte Verlage aufgetan. Zwei Verlage mit homosexueller Zielgruppe interessieren sich für mein Buch.
Wieso "nur" zwei kleine schwule Verlage? frage ich mich und lerne: Große Verlage trauen sich an meinem Roman nicht ran, denn er hat zwei "Probleme": Erstens spielt er im Comedybusiness. Und die Verlage meinen, dass da niemand hinter die Kulissen schauen will. Zweitens hat mein Roman eine schwule Hauptfigur. Damit fällt mein Buch gleich zum zweiten Mal in die Special-Interest-Ecke. Ist das deutsche Verlagswesen wirklich so konservativ? Offenbar.
Wegen eines anderen Projekts habe ich mit einer Kollegin folgenden Dialog geführt:
"Die Verlage wissen nicht, ob es Reisebuch oder Belletristik ist. "
"Satirische Reiseerzählung", sage ich.
"Damit können die Buchhändler nicht umgehen. Die wissen dann nicht, in welches Regal sie es stellen sollen."
"Na und?"
"Womit Buchhändler in Deutschland nicht umgehen können, wird nicht auf den Markt gebracht."
Aha.
Immerhin: Das Regal für meinen Roman ist jetzt klar: Literatur für Homosexuelle. Ein bisschen schade ist das schon, nicht dass ich Schwulen das Buch nicht gönnen würde, aber ich würde es Heten auch gönnen. Sei's drum! Ich habe zwei Verlage! Hurra! ... Na, ja, ein halbes Hurra. Denn ich muss mich jetzt "nur noch" für einen von beiden entscheiden.
Fortsetzung folgt.

Die Teile 1-17 findet man hier.

Mittwoch, 14. Oktober 2009

Die vergessenen Zitate des Thilo S.

1.) Was wollen die Leute noch alles für Privilegien auf ihre Sozialkarte abgreifen? Warum müssen S-Bahnen überhaupt bremsen?
2.) Nachher adoptiert noch unser Außenminister so ein Kopftuchmädchen. Und dann ist ja wirklich Polen offen.
3.) Und dann kommt das Gemüse dieser Typen von noch weiter weg, als sie selbst.
4.) Hartz IV plus Mietanteil? Nicht mal die Könige im Mittelalter hatten eine ordentliche Heizung.
5.) Hartz IV heißt doch de facto Hartz Bier. Das heizt doch von innen.
6.) Wer atmen kann, kann mir auch die Schuhe putzen.
7.) Ich meine das doch alles garnicht so, also wirklich. Das passt in eure Walnusshirne wohl nicht rein, ihr Spacken.
8.) Dass in diesem Land überhaupt noch jemand den Nobelpreis bekommt, ist doch ein Witz.
9.) Eine soziale Schere ist doch nichts Schlimmes. Solang sie scharf ist.
10.) Alle doof, ausser meine Oberschicht-Mutti natürlich.

Veranstaltungstipp --->

Donnerstag, 8. Oktober 2009

Dienstag, 6. Oktober 2009

Sonntag, 4. Oktober 2009

Donnerstag, 1. Oktober 2009