Donnerstag, 27. September 2012

Meike, David und Micha

Meike Schmitz und David Schwarz bilden das Duo "Schwarz un Schmitz", wobei ich betonen möchte, dass ich mich nicht vertippt habe. Das "un" muss so. Außerdem zu Gast: Michael-André Werner, der unter anderem aus seinem frisch erschienen Roman "Ansichten eines Klaus" vorgelesen hat.

Dienstag, 25. September 2012

Brauseboys am 27.9.: Licht im Dunkel


Schweinkram

Ein Wort ist für sich gesehen erst einmal harmlos. Man kann es aussprechen, man kann es auch nur denken, und man kann es nicht kennen. So glaubte ein Schüler in meiner Schreibwerkstatt diese Woche offenbar, dass er mit “Schweineführer” ein besonders lustiges Wort erfunden hätte. Jedenfalls konnte er seine Fabel “Die Katze und der Schweineführer” nicht flüssig vorlesen, immer wieder musste er sich von Lachkrämpfen gekrümmt weg vom Papier drehen. Und das immer genau dann, wenn das Wort “Schweineführer” in seinem Text auftauchte. Und da er sehr stolz über die enthemmende Wirkung seiner Erfindung “Schweineführer” war, kam das Wort “Schweineführer” ziemlich oft vor.
Auch die Jungs um ihm herum wurden von Lachsalven geschüttelt, obwohl es ja im Grunde nicht mal Schweinkram war. Später am Tag gab ich dann Schweineführer in die Suchmaschine ein und war direkt auch erstaunt, dass es das Wort wirklich gibt und mir irgendwie entgangen sein musste. Oder sich nie in meinem Weichspeicher festsetzen konnte und eben die korrekte Bezeichung für denjenigen ist, der das trüffelsuchende Schwein an der Leine führt. Obwohl ja eigentlich das Schwein den Schweineführer führt, denn es weiß im Gegensatz zu ihm, wo die Trüffel sind und führt ihn dahin. Im Grunde ist das Schwein somit Menschenführer, und gelegentlich also auch Schweineführer, wenn der Mensch ein Schwein ist.
Der eigentlich als Schweineführer bezeichnete ist eher ein Schweinehalter oder ein Schweinestopper, denn seine vornehmliche Aufgabe ist es, das Schwein rechzeitig von den Trüffeln wegzuziehen, in der kurzen Lücke zwischen Entdeckung und Verspeisung. Eine undankbare Aufgabe, dem Schwein die gefundenen Speisen wegzunehmen, die als Arbeit sicher nicht dazu geeignet ist, besonders viel gutes Karma dabei anzusammeln.
Die aber auch nicht dafür da ist, sondern um möglichst viele Trüffel einzusammeln. Das ginge aber mit Hunden besser, die Trüffel genau so gut finden, aber nicht so gut fänden, dass sie diese sofort fressen wollen, wie die Schweine, erzählt mir das nette Internet. Und dass es immer weniger Schweineführer auf der Welt gibt und sie gewiß irgendwann auch einmal ganz vergessen sein werden.

Donnerstag, 20. September 2012

Dienstag, 18. September 2012

Brauseboys am 20.9.: Im La Luz


Alles im Kopf

Ein Dönerimbiss im Wedding ist mindestens zweisprachig, die Kunden sind es nicht zwangsläufig.
"Hallo."
"Hallo. Was möchten Sie haben?"
"Einen Döner mit Käse."
"Welche Soße?"
"Scharf."
Ich stehe im Dönerladen, als ein kleiner, dunkelhaariger Junge an den Tresen kommt und hinauf zum Dönermann sieht. Der sieht den Jungen an, überlegt kurz, sagt "Merhaba" und dann noch etwas, das ich nicht verstehe. Das aber vermutlich einfach "Was möchtest du denn haben?" auf Türkisch heißt. Der Junge stockt und sagt erst einmal nichts. Dann sagt er, nicht besonders vorwurfsvoll: "Aber ich bin kein Türke".
Wir schauen uns den Jungen genau an, ich jetzt natürlich auch, und lassen gemeinsam das Auge des Vorurteils schweifen. Dunkler Teint, braune Kulleraugen, Pausbäckchen, ein blaues SpongeBob-T-Shirt. Es gibt ausreichend Hinweise auf die falsche Vermutung des Dönermanns, peinlich ist es ihm trotzdem. "Okay", murmelt er in mein Arrangement Salat komplett, "ist ja nicht so schlimm."
Er verpackt meinen Döner und holt eine Tüte und Servietten heran, als ihm etwas einfällt. Vielleicht auch, weil der Junge jetzt schon eine weitere Minute nicht auf eine Frage antwortet, die er nicht verstanden hat.
"Was möchtest du denn haben?"
"Einen Döner."
"Okay."

Donnerstag, 13. September 2012

Gregor und Marlen


An diesem Donnerstag packten wir Brauseboys mal wieder die Wanderrucksäcke und lasen außer der Reihe im Mastul in der Liebenwalder. Dass es hier ebenso behaglich ist, kann das Foto allein erzählen. Gregor Mothes war zu Gast und der Zuckerklub spielte auf, der hier mit Marlen Pelny aber nur zur Hälfte zu sehen ist.

Dienstag, 11. September 2012

Brauseboys am 13.9.: Im Mastul


Suchergebnisse "Bettina ging"

Bettina ging es nicht anders.
Aber Bettina ging einen anderen Weg.
Bettina ging oft in die Kneipe in der Nähe.
Bettina ging es bei ihrem ersten Einsatz ähnlich wie Christine: "Da rutscht dir das Herz in die Hose", weiß sie noch.
Bettina ging voraus in ihr kleines, schmuddeliges Wohnzimmer.
Bettina ging auf meine Bedürfnisse und Beschwerden ein.
Bettina ging ab wie Lotti.
Bettina ging mit der anderen Gruppe direkt in die Box des Red Bull Teams.
In den Sommerferien trainierten wir unseren Simba wieder an und Bettina ging mit ihm wieder zum Reitunterricht.
Lediglich Bettina ging im zweiten Durchgang in der Deckung beherzter zur Sache und sorgte somit für ein Mindestmaß an Stabilität.

Donnerstag, 6. September 2012

Dienstag, 4. September 2012

Im Kino: Dichter und Kämpfer



Kinostart am 6.9: Dichter und Kämpfer - das Leben als Poetryslammer in Deutschland


Die Journalistin Marion Hütter hat einen abendfüllenden Dokumentarfilm über vier Slampoeten in Deutschland gedreht, der dieses Jahr auf der Berlinale vorgestellt wurde und diese Woche offiziell und deutschlandweit in vielen Kinos startet. Auch bei uns Brauseboys sind über die Jahre viele Slammer zu Gast gewesen, und auch wir sind schon auf Slams gesehen worden. Und so ähnlich wie die vier leben wir auch, deshalb sei der Film hier auch ohne unserer Beteiligung wärmstens empfohlen. Und wie es immer so ist, entscheiden die ersten Kinotage über die Zukunft eines Films. Wer also in Berlin oder so ziemlich jeder anderen größeren Stadt diesen Landes diese Woche ins Kino gehen möchte, und schon lange genug von blöden Effekten, Monstern und Superhelden hat, der sehe sich lieber diesen Streifen an.

www.dichter-und-kaempfer.de & www.facebook.com/DichterUndKaempfer

In Berlin:
Hackesche Höfe Kino 5
Kino Zukunft am Ostkreuz 3
Sputnik am Südstern

Brauseboys am 6.9.: Sprechen und Lesen


Da war sie weg, die Idee für den Text (von Robert Rescue)

Nach einem Auftritt der Brauseboys habe ich beim Einräumen der Stühle einen Einkaufszettel aus Karton gefunden. Prima, dachte ich mir, da schreibe ich einen Text drüber. Eine Analyse der einzukaufenden Waren und eine Vorstellung, wer die Person sein könnte, die den Zettel verloren oder entsorgt hat. Zuhause legte ich den Zettel auf den Drucker. Eine Woche später wollte ich was drucken und plötzlich fiel der Zettel in den Papiereinzugsschacht und wurde mit eingezogen. Daraufhin ging der Drucker kaputt. Aufschrauben konnte ich den nicht und somit waren sowohl Einkaufszettel, die Idee dazu, als auch der Drucker verloren.