Sonntag, 29. November 2009

Ich schreibe einen Roman (21)

Vorangestellte Zitate sind etwas Tolles! Meistens verstehe ich nicht, was sie mit dem Inhalt der jeweiligen Romane zu tun haben, aber egal. Sie ermöglichen aber dem Autor, sich als ungeheuer klug und literarisch gebildet darzustellen.
Ich möchte deshalb meinem Roman gleich zwei Zitate voranstellen.
Eines steht schon lange fest, denn Heiko Wernings Ode an die Flusspferde aus "In Bed with Buddha" hat mich wirklich inspiriert.
Darum glaubt mir, Freunde, wenn ich euch sage:
Und würde morgen die Welt untergehen,
so würde ich mich heute noch vor ein Flusspferdgehege pflanzen."

Das ist schön, und die Literaturwissenschaftler der Zukunft können sich daran erfreuen, motivische Querverbindungen innerhalb der Berliner Lesebühnenliteratur zu studieren.
Und daneben, hab ich mir gedacht, stelle ich noch ein Zitat aus einem Monument der Weltliteratur. Praktischerweise ergab es sich, dass "The Great Gatsby" von F. Scott Fitzgerald sich quasi hinterrücks und heimlich in meinen Roman hineingeschlichen hat (wer Tipps abgeben möchte, wie das kam, möge bitte entsprechende Kommentare abgeben). Dummerweise hat er das getan, bevor ich ihn gelesen hatte. Nun denn, das habe ich an diesem Wochenende nachgeholt. Alle Achtung, nicht schlecht, das Buch. Also, kann man nicht meckern.
Kurz war ich versucht, einen völlig sinnfreien Satz aus "Gatsby" wahllos herauszugreifen und damit die Literaturwissenschaft der Zukunft vor große Rätsel zu stellen:
Er überlegte einen Augenblick.
Dann sagte er etwas betreten: "Ich würde gerne
das Gras mähen lassen."
aus F. Scott Fitzgerald: "The Great Gatsby"

Aber irgendwie wäre es ja schon schön, wenn Zitat und Geschichte sich irgendwie aufeinander bezögen. Zumal die Motivlage der Romane sogar ähnlich ist: Geplatzte Lebensträume und unglückliche Liebe, also Themenfelder, wie man sie in der Literatur nur selten findet und was meinen Roman und "The Great Gatsby" quasi zu Zwillingsgeschwistern im Geiste macht.
Schöne, kluge Sätze findet man bei Fitzgerald tatsächlich viele. Hier meine Top-Ten der Great-Gatsby-Zitate:
(1) "Man sieht in der Tat viel mehr vom Leben,
wenn man nur aus einem Fenster hinausschaut."
(2) "Ich bin einer der wenigen ehrlichen Menschen, die ich kenne."
(3) "Es gibt nur die Gejagten und die Jäger, die Emsigen und die Müden."
(4) "Ich mag große Partys. Sie sind so intim.
Auf kleinen Partys ist man nie unter sich."
(5) "So fuhren wir durch das kühler werdende Zwielicht
weiter auf den Tod zu."

(6) "'Wer ist er?', fragte ich. 'Wissen Sie das?'
'Er ist bloß ein Mann namens Gatsby.'"
(7) "Es ist immer wieder traurig, Dinge,
an die man sich selbst nur mit Mühe gewöhnen konnte,
mit den Augen eines anderen zu betrachten."
(8) "'Jetzt, wo wir die Brücke hinter uns gelassen haben,
ist alles möglich', dachte ich, 'einfach alles ...'
(9) "Kein Feuer und kein noch so frischer Wind vermag es mit dem
aufzunehmen, was ein Mann in seinem gespenstischen Herzen bewahrt."
(10) "Ich war drinnen und draußen, zugleich verzaubert und abgestoßen
von der unerschöpflichen Vielfalt des Lebens."

Aber passt da irgendwas von zu meiner Geschichte? Oder sollte ich doch lieber einen Ausschnitt aus einem Dialog nehmen, der nicht ganz so aufgeladen daherkommt, aber Amüsement und Unterhaltung zum Thema hat? Ach, ich kann mich einfach nicht entscheiden ...
"'Es hat ihr nicht gefallen', sagte er ohne Umschweife.
'Natürlich hat es das.'
'Es hat ihr nicht gefallen', wiederholte er. 'Sie hat sich nicht amüsiert.'"

Freitag, 27. November 2009

Mittwoch, 25. November 2009

Gentrification oder Wedding-Style?

Am Plötzensee wird eine neue Holzskulptur errichtet. Dachte ich, dann sah ich die Beschriftung: Wickeltisch. Hier auch kaum zu lesen, weil es schon sehr dunkel war. Garantiert aber gibt es in der ganzen Stadt keinen beschaulicheren Wickeltisch als diesen und keinen mit so guter Aussicht. Ist das jetzt... (siehe Titel).

Brauseboys am 26.11.: Immer da

Auf unserem Balkon hängen noch drei hoffnungsvolle Tomaten.  Es sind Nachtschattengewächse und die Azteken nannten sie Xitomatl und die Azteken sind auch längst weg, aber die Tomaten sind noch da. Auch Schnee ist vor ihren Augen schon gefallen, aber sie haben ihn ignoriert. In vollem Orange leuchten sie wie die Weihnachtsapfelsinen auf dem Adventsteller, sie sind weder geplatzt noch vertrocknet. Wenn man sie anfässt, fallen sie nicht sofort vom Stiel, ihre Haut ist glatt. Sie sind zu spät für alles, was einer Balkontomate so das Herz bewegen mag, sie werden nur als Kuriosität gesehen und sie werden nicht mehr gegessen. Denn der Balkon ist längst eine Herbstwüste, Trockenheit und blutleeres Laub, knapp über dem Dauerstrom aus benzinbetriebenen Kutschen haben sie ihr Gift gesammelt. Vielleicht hat sie auch das konserviert, wochenlang sehen sie schon aus wie jetzt, in ewiger Jugend gefangen, die viel zu spät begonnen hat. Herbst vergeht, Winter verweht und vielleicht sind sie dann immer noch da.
Auf dem anderen Balkon blüht eine hoffnungsvolle Pflanze. Mit einer violett-weißen Blüte schaut sie rüber zum Baumgiganten mit den verwelkten Blättern. Er scheint ihr egal.
Vor zwei Wochen stand ich in einem dunklen zugigen Hinterhof in Utrecht und rauchte eine Zigarette zum Morgenkaffee. Zu meinen Füßen in den Ritzen der Steinplatten wuchsen Erdbeeren mit kleinen Erdbeeren dran. Und plötzlich wurde ich selbst zur hoffnungsvollen Pflanze, ausgesetzt kaltem Wind und klarem Himmel.



 (Bild braucht 3D-Brille)
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Donnerstag, 26.11.09 /20.30 Uhr
LA LUZ (Oudenarder Str.16-20, Osram-Höfe)

BRAUSEBOYS

Neue Texte, Musik und Multimedia mit Paul Bokowski, Hinark Husen, Robert Rescue, Frank Sorge, Volker Surmann & Heiko Werning.

Gäste:

DOC SCHOKO (Schlecht dran / gut drauf)
http://www.myspace.com/docschoko

TOBIAS GEIGENMÜLLER (hat erfolgreich die Grundschule abgeschlossen )
http://tobias-geigenmueller.de/

Montag, 23. November 2009

Ich schreibe einen Roman (20)

Gerade habe ich den Roman ausgedruckt. Mal wieder. Version 2.0 . Mein Verleger hatte mir ein paar Hausaufgaben, äh, wertvolle Hinweise gegeben, und ich habe ein paar Wochen lang das Manuskript überarbeitet. Figuren mehr Kontur gegeben, rote Fäden nachgestickt, Ende etwas offener gestaltet. So etwas halt. Das hat sogar noch Spaß gemacht, da es Arbeit war, die einfach nötig war und das Buch besser machte. Jetzt geht es an die Version 2.1. "Feinschliff". Ob das noch Spaß macht? Komma- und Wiederholungsfehler ausmerzen... auf 195 A4-Seiten ...? Mal seh'n. (Jedenfalls halte ich mich schon mal lieber mit Blogeinträgen von der Arbeit ab.)
(Einen endgültigen Titel hat der Roman übrigens immer noch nicht. Aber das ist ein anderes Thema. Demnächst dazu mehr.)
Während des Überarbeitens verunsichert sich der Schriftsteller übrigens permanent selbst. Geht das so? Kann man das machen? Ist das Ende jetzt besser als das vorige? Berlinert meine Figur nun korrekt? Fragen über Fragen.
Glücklicherweise gibt es Testleser, die man um Rat fragen kann. Zwei meiner literarischen Versuchskaninchen mümmelten das Manuskript innerhalb von 24 Stunden weg und riefen begeistert an. Ein weiterer hatte es noch ein paar Wochen durch und war angetan. Ein anderer gab es immerhin seiner Freundin, und die gab mir sehr fundierte Rückmeldung. Zwei sagen seit fünf Monaten: "Ey, ist echt total super, aber bin noch nicht dazu gekommen, die zweite Hälfte zu lesen." Der Rest tut so, als hätte er nie ein Manuskript bekommen, und ich traue mich nicht mehr nachzufragen. Irgendwie verunsichert mich das auch schon wieder.

Samstag, 21. November 2009

Plakatschmiede

Uff. Gerade sind die Plakate und Flyer für unseren diesjährigen Jahresrückblick "Auf Nimmerwiedersehen 2009" in Druck gegangen.
Nicht in Druck gegangen ist dieses Motiv. Aber weil's doch irgendwie schön ist, (und viel Arbeit war) sei es hiermit der Weltöffentlichkeit nicht vorenthalten.
Obacht: Der Entwurf enthält einen Fehler, das letzte Datum muss korrekt heißen: "6.-9.1.2010".

Danke an die Draisinenbahnen Berlin-Brandenburg und Ingo Hoffmann für die Fotos!

Freitag, 20. November 2009

Balu gibt Auskunft



Kulturreferent Balu gibt Auskunft über die Besetzung des großen Hörsaals der Beuth-Hochschule im Wedding. Gerne hätten wir uns spontan solidarisch am Abend ins Kulturprogramm eingegliedert, aber es ging leider nicht. Wir hätten einige Fachsemester Langzeiterfahrung mitgebracht.

Mittwoch, 18. November 2009

Haus im Laden

Wenn die Gerüchte stimmen, zieht hier bald ein Montessori-Kindergarten ins Haus, bzw. ein Kinderhaus in den Laden oder ein Kinderladen ins Haus. Bei Montessoris heißt es eben nicht Kindergarten, sondern "casa dei bambini", Kinderhaus. Haus klingt viel ernsthafter als ein Garten, in dem die Sprösslinge wachsen. Haus klingt irgendwie schon so nach Verantwortung.
Nun dachte ich immer, Konzeptkindergärten der Art gingen in eine ganz andere Richtung, muss also erstmal googlen. Ein empfohlenes PDF der Fachgruppe "Theorie" der Dozentenkonferenz der deutschen Montessori-Vereinigung leuchtet mir in Comic Sans Serif entgegen. Man sollte diese Schriftart besser verbieten lassen, als Schutzmaßnahme für Unbedarfte, denn ernst nehmen kann man in ihr nichts.
Das kreative Kind ist im Fokus und "der Erziehungsprozess ist im Wesentlichen ein Selbsterziehungsprozess". Das klingt nach Larifari und Faulenzerei, aber weit gefehlt, denn: "Hilf mir, meine Arbeit selbst zu tun" wird als Leitwort der Montessori-Pädagogik angeführt. Kinderarbeit, aha.
Zum Glück sind die Rehberge nicht weit, denn Kinder immer in den ehemals orthopädischen Ladenräumen zur Seestraße hin zur Selbsterziehung zu erziehen kann schnell öde werden. Obwohl für das "kindliche Interesse an Bewegung und aktiver Nachahmung" auch Übungen des täglichen Lebens angeboten werden, die keiner Frischluft bedürfen.
Ein irgendwie unpassendes scheint mir das erste Beispiel für eine solche Übung: das Kerzen anzünden und wieder löschen. Aber es gibt noch ein ganzes Regal mit Übungen des täglichen Lebens: Schuheputzen, Geschirr abwaschen, Kaffee kochen.
Auch das Sparen hat hier Methode: "Jedes Material ist nur einmal oder in sehr begrenzter Anzahl in der Klasse vorhanden, was die gegenseitige Absprache unter den Kindern fördert." Wer es glaubt, wird selig, immerhin kann die Montessori-Pädagogik noch mit anderen gewieften Erziehungsmethoden punkten: "Auch spannendes Erzählen oder Vorlesen sowie das engagierte Gespräch gehören zu den didaktischen Mitteln." In diesem Sinne:

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Donnerstag, 19.11.09 /20.30 Uhr
LA LUZ (Oudenarder Str.16-20, Osram-Höfe)

BRAUSEBOYS

Neue Texte, Musik und Multimedia mit Paul Bokowski, Hinark Husen, Robert Rescue, Frank Sorge, Volker Surmann & Heiko Werning.

Gäste:

DANNY DZIUK (freche Tattoos auf blutjungen Bankiers)
http://dziuks-kueche.de

ELIS (übt sich im Werfen von Fischen)
http://www.myspace.com/eliscbihn

Montag, 16. November 2009

Keine Rettung für Robert Rescue

Mittenwalde (Ostdeutschland). Offenbar animiert durch seinen prominenten Namensvetter warf sich der im nordwestlichen Zentralwedding weltbekannte Autor und Vorleser Robert Rescue beim Fototermin seiner erfolgreichen Vorlesemannschaft spontan vor eine Drainsine und wurde überrollt. Für Rescue kam jede Rettung zu spät.
Der Ausnahmeautor (40) hinterlässt zahlreiche Kladden mit Texten, eine Lesebühne sowie eine virtuelle Fußballmannschaft bei Hattrick.
Sein Kollege Frank Sorge unter Tränen: "Wir haben nichts geahnt. Er war doch zuletzt wie immer in den letzten sieben Jahren; schweigsam, verschlossen, in sich gekehrt und arbeitslos."
Fassungslos reagierte sein Fallmanager von der Agentur für Arbeit. Heilbutt Magenta wörtlich: "Ich kenne Herrn Rescue seit langem. Seit Jahren stecke ich ihn in eine Maßnahme nach der anderen, und nun das! Alles für die Katz!"
Die Brauseboys sind konsterniert: "Wir haben Robert immer geliebt. Wir dachten, mit Liebe geht das. Tja, ging halt nicht. Kann man nix machen." "Warum?" ist die Frage, die sich die Brauseboys nicht stellen, sondern: "Wer liest denn jetzt immer den ersten Text?"
Aus gegebenen Anlass wollen die Brauseboys ihren Jahresrückblick "Auf Nimmerwiedersehen" ihrem Kollegen widmen. "Wir werden dann alle schwarze Kapuzenpullis tragen", sagen die erschütterten Vorleser.

Freitag, 13. November 2009

Brauseboys in 3D



Sollte jemand einen guten Hinweis haben, wo man Brillen mit Rot/Cyan-Folien günstig erwerben oder abgreifen kann, her damit. Dieses Bild ist auch so ganz hübsch, aber mit aufgesetzter Brille deutlich mehr als man erwartet. Man könnte sich gleich dazusetzen, gestern im La Luz mit Corinna Stegemann und Tom van Hasselt. Man muss technisch nicht viel mehr leisten, als idealweise das gleiche Bild aus zwei nebeneinander postierten Kameras zu machen und mit dem StereoPhoto Maker zusammenzubauen. Brille auf und ab in die dritte Dimension. Hier im Album meine ersten Versuche mit Fotos aus dem Archiv, das erste Mal überhaupt lohnte es, alte Doppel von Originalfotos nicht alle gelöscht zu haben.

Brauseboys in 3D


Sollte jemand einen guten Hinweis haben, wo man Brillen mit Rot/Cyan-Folien günstig erwerben oder abgreifen kann, her damit. Dieses Bild ist auch so ganz hübsch, aber mit aufgesetzter Brille deutlich mehr als man erwartet. Man könnte sich gleich dazusetzen, gestern im La Luz mit Corinna Stegemann und Tom van Hasselt. Man muss technisch nicht viel mehr leisten, als idealweise das gleiche Bild aus zwei nebeneinander postierten Kameras zu machen und mit dem StereoPhoto Maker zusammenzubauen. Brille auf und ab in die dritte Dimension. Hier im Album meine ersten Versuche mit Fotos aus dem Archiv, das erste Mal überhaupt lohnte es, alte Doppel von Originalfotos nicht alle gelöscht zu haben.

Mittwoch, 11. November 2009

Gästefotos als 3D-Anaglyph

Um die Bilder anzusehen braucht man eine Rot/Cyan-Brille. Sind meine ersten Experimente, glücklicherweise finden sich in meinem Gästefotoarchiv so manche Kandidaten zum ausprobieren.


Ansatzweise dreidimensional klappt es bei Robert Weber und bei Andreas Albrecht und Marco Kärgel.

 
Wer selber so etwas machen möchte, suche nach "3D-Anaglyph" und dem "StereoPhoto Maker".

Dienstag, 10. November 2009

Brauseboys am 12.11.: Wiedervereinigt

Heikos Memoiren aus Amerika:

 1

Abend auf einem Campingplatz, Apache Junction, Arizona, 20 Uhr, 38 °C. Der Campingplatzbesitzer fragt, ob wir zum ersten Mal in den USA seien. Nein, antworte ich, ich war schon mal vor 20 Jahren hier. Ob es mir gefallen habe, will er wissen. Aber ja, antworte ich, deswegen käme ich ja wieder. Ich wäre schon gespannt, wie sich alles hier entwickelt habe, nach der langen Zeit, wie heute alles aussieht. Er guckt mich kurz irritiert an: "Der Grand Canyon sieht immer noch genau so aus", knurrt er. Und verdammt, ja, so ist es doch.

Brause im Mastul

Sehr schön war der letzte Donnerstag, obwohl er nicht am angestammten Ort stattfand. Vielleicht auch ein bißchen weil, aber auf jeden Fall auch trotzdem wir ausnahmsweise nicht im La Luz lesen konnten, sondern im Kulturparadies Mastul nebenan unterkamen. Diesen Donnerstag sind wir aber zurück in den Osram-Höfen.

Irgendwas stimmt hier noch nicht mit dem Einbinden der Fotos ins Blog, ich selbst komme nur umständlich von der größeren Version des Fotos bei Draufklick wieder zurück. Vielleicht gehts auch anderen so, das werde ich hoffentlich bald verbessern können. Denn eine technikaffine Bühne sind wir ja, eine Videoübertragung der Lesung beamten wir auf die Frontscheibe des Vereins. So konnte man uns auch von der Straße aus auf die Zettel gucken.


Sonntag, 8. November 2009

Donnerstag, 5. November 2009

Brause im Mastul

Sehr schön war der letzte Donnerstag, obwohl er nicht am angestammten Ort stattfand. Vielleicht auch ein bißchen weil, aber auf jeden Fall auch trotzdem wir ausnahmsweise nicht im La Luz lesen konnten, sondern im Kulturparadies Mastul nebenan unterkamen.

Da wir eine technikaffine Bühne sind, beamten wir eine Videoübertragung der Lesung auf die Frontscheibe des Vereins. So konnte man uns auch von der Straße aus auf die Zettel gucken.

Mittwoch, 4. November 2009

Morgen im Mastul

Spätes Aufstehen macht traurig, auch wenn dem späten Aufstehen ein spätes Zubettgehen vorausgegangen ist. Man hat einen hellen Teil des Tages gegen einen dunklen eingetauscht, dieser Verlust an Sonnenlicht muss wieder reingeholt werden. Dabei hat man sich den hellen Vormittag auf Pump geholt, denn er hat beim Tausch noch nicht stattgefunden, vielleicht ist die Nachtwache sogar eine Droge, die man mit kostbarem Sonnenlicht bezahlt. Noch eine Stunde Dunkelheit und dann die nächste, eine geht noch und morgen geht noch eine mehr. Wenn ein Tier in der Nacht wacht, dann zum Jagen oder weil es dann weniger Fressfeinde gibt. Beides trifft auf den menschlichen Nachtwächter seltener zu, es sei denn man zählt das Ausharren am Tresen des nächtlichen Tanztempels zur Jagd. Dann gleicht die Tanzfläche einer Straßenlaterne mit einer Wolke aus Motten, die auf eine Fledermaus warten. Herbst adé, schon kommt der Schnee.

~#~#~#~#~#~#~#~#
Donnerstag, 5.11.09 /20.30 Uhr
MASTUL (Liebenwalder Str.33, nahe Osram-Höfe)

BRAUSEBOYS

Das La Luz ist ein wundervoller Ort für uns, ausnahmsweise lesen wir ABER NUR DIESEN DONNERSTAG im Kunst- und Kulturverein MASTUL nebenan, also NUR UMS ECK vom La Luz. BEGLEITSERVICE wird eingerichtet: www.mastul.de

Neue Texte, Musik und Multimedia mit Paul Bokowski, Hinark Husen, Robert Rescue, Frank Sorge, Volker Surmann & Heiko Werning(zurück im Lande).

Gäste:

ROBERT WEBER (Hörspiele, Surfpoesie)
http://robertweber.wordpress.com/

CHRISTOPH WEIHERER (Langhaariger Liederbombenleger)
http://www.myspace.com/weiherer

Dienstag, 3. November 2009

Aufruf ans sog. politische Kabarett

Liebe sogenannte "Politkabarettisten"! Könnt Ihr einfach mal aufhören, Eure Westerwelle-Gags nur aus dessen Homosexualität zu ziehen? Es gibt verdammt vieles, das Westerwelle disqualifiziert, sein Schwulsein gehört nicht dazu. Nicht, dass es ihn zu irgendwas besonders qualifizieren würde, aber es ist nunmal so: Ein schwuler Idiot ist in den seltensten Fällen Idiot, weil er schwul ist. Und ein dämlicher Politkabarettist ist nicht Politkabarettist, weil er dämlich ist. Aber manchmal könnte man es glauben.