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Es werden Posts vom November, 2009 angezeigt.

Ich schreibe einen Roman (21)

Vorangestellte Zitate sind etwas Tolles! Meistens verstehe ich nicht, was sie mit dem Inhalt der jeweiligen Romane zu tun haben, aber egal. Sie ermöglichen aber dem Autor, sich als ungeheuer klug und literarisch gebildet darzustellen. Ich möchte deshalb meinem Roman gleich zwei Zitate voranstellen. Eines steht schon lange fest, denn Heiko Wernings Ode an die Flusspferde aus "In Bed with Buddha" hat mich wirklich inspiriert. Darum glaubt mir, Freunde, wenn ich euch sage: Und würde morgen die Welt untergehen, so würde ich mich heute noch vor ein Flusspferdgehege pflanzen." Das ist schön, und die Literaturwissenschaftler der Zukunft können sich daran erfreuen, motivische Querverbindungen innerhalb der Berliner Lesebühnenliteratur zu studieren. Und daneben, hab ich mir gedacht, stelle ich noch ein Zitat aus einem Monument der Weltliteratur. Praktischerweise ergab es sich, dass "The Great Gatsby" von F. Scott Fitzgerald sich quasi hinterrücks und heimlich in meine

Doc Schoko

Oft wenn ich moderiere, vergesse ich das Fotografieren. Als es mir einfiel, war es schon spät und ich konnte nicht mehr richtig zielen. Endlich nun habe ich auch sein neues Album auf meinen Plattenspieler legen können, denn es ist fertig und er hatte es dabei.

Gentrification oder Wedding-Style?

Am Plötzensee wird eine neue Holzskulptur errichtet. Dachte ich, dann sah ich die Beschriftung: Wickeltisch. Hier auch kaum zu lesen, weil es schon sehr dunkel war. Garantiert aber gibt es in der ganzen Stadt keinen beschaulicheren Wickeltisch als diesen und keinen mit so guter Aussicht. Ist das jetzt... (siehe Titel).

Brauseboys am 26.11.: Immer da

Auf unserem Balkon hängen noch drei hoffnungsvolle Tomaten.  Es sind Nachtschattengewächse und die Azteken nannten sie Xitomatl und die Azteken sind auch längst weg, aber die Tomaten sind noch da. Auch Schnee ist vor ihren Augen schon gefallen, aber sie haben ihn ignoriert. In vollem Orange leuchten sie wie die Weihnachtsapfelsinen auf dem Adventsteller, sie sind weder geplatzt noch vertrocknet. Wenn man sie anfässt, fallen sie nicht sofort vom Stiel, ihre Haut ist glatt. Sie sind zu spät für alles, was einer Balkontomate so das Herz bewegen mag, sie werden nur als Kuriosität gesehen und sie werden nicht mehr gegessen. Denn der Balkon ist längst eine Herbstwüste, Trockenheit und blutleeres Laub, knapp über dem Dauerstrom aus benzinbetriebenen Kutschen haben sie ihr Gift gesammelt. Vielleicht hat sie auch das konserviert, wochenlang sehen sie schon aus wie jetzt, in ewiger Jugend gefangen, die viel zu spät begonnen hat. Herbst vergeht, Winter verweht und vielleicht sind si

Ich schreibe einen Roman (20)

Gerade habe ich den Roman ausgedruckt. Mal wieder. Version 2.0 . Mein Verleger hatte mir ein paar Hausaufgaben, äh, wertvolle Hinweise gegeben, und ich habe ein paar Wochen lang das Manuskript überarbeitet. Figuren mehr Kontur gegeben, rote Fäden nachgestickt, Ende etwas offener gestaltet. So etwas halt. Das hat sogar noch Spaß gemacht, da es Arbeit war, die einfach nötig war und das Buch besser machte. Jetzt geht es an die Version 2.1. "Feinschliff". Ob das noch Spaß macht? Komma- und Wiederholungsfehler ausmerzen... auf 195 A4-Seiten ...? Mal seh'n. (Jedenfalls halte ich mich schon mal lieber mit Blogeinträgen von der Arbeit ab.) (Einen endgültigen Titel hat der Roman übrigens immer noch nicht. Aber das ist ein anderes Thema. Demnächst dazu mehr.) Während des Überarbeitens verunsichert sich der Schriftsteller übrigens permanent selbst. Geht das so? Kann man das machen? Ist das Ende jetzt besser als das vorige? Berlinert meine Figur nun korrekt? Fragen über Fragen. Glück

Plakatschmiede

Uff. Gerade sind die Plakate und Flyer für unseren diesjährigen Jahresrückblick "Auf Nimmerwiedersehen 2009" in Druck gegangen. Nicht in Druck gegangen ist dieses Motiv. Aber weil's doch irgendwie schön ist, (und viel Arbeit war) sei es hiermit der Weltöffentlichkeit nicht vorenthalten. Obacht: Der Entwurf enthält einen Fehler, das letzte Datum muss korrekt heißen: "6.-9.1.2010". Danke an die Draisinenbahnen Berlin-Brandenburg und Ingo Hoffmann für die Fotos!

Balu gibt Auskunft

Kulturreferent Balu gibt Auskunft über die Besetzung des großen Hörsaals der Beuth-Hochschule im Wedding. Gerne hätten wir uns spontan solidarisch am Abend ins Kulturprogramm eingegliedert, aber es ging leider nicht. Wir hätten einige Fachsemester Langzeiterfahrung mitgebracht.

Haus im Laden

Wenn die Gerüchte stimmen, zieht hier bald ein Montessori-Kindergarten ins Haus, bzw. ein Kinderhaus in den Laden oder ein Kinderladen ins Haus. Bei Montessoris heißt es eben nicht Kindergarten, sondern "casa dei bambini", Kinderhaus. Haus klingt viel ernsthafter als ein Garten, in dem die Sprösslinge wachsen. Haus klingt irgendwie schon so nach Verantwortung. Nun dachte ich immer, Konzeptkindergärten der Art gingen in eine ganz andere Richtung, muss also erstmal googlen. Ein empfohlenes PDF der Fachgruppe "Theorie" der Dozentenkonferenz der deutschen Montessori-Vereinigung leuchtet mir in Comic Sans Serif entgegen. Man sollte diese Schriftart besser verbieten lassen, als Schutzmaßnahme für Unbedarfte, denn ernst nehmen kann man in ihr nichts. Das kreative Kind ist im Fokus und "der Erziehungsprozess ist im Wesentlichen ein Selbsterziehungsprozess". Das klingt nach Larifari und Faulenzerei, aber weit gefehlt, denn: "Hilf mir, meine Arbeit selbst zu

Keine Rettung für Robert Rescue

Mittenwalde (Ostdeutschland). Offenbar animiert durch seinen prominenten Namensvetter warf sich der im nordwestlichen Zentralwedding weltbekannte Autor und Vorleser Robert Rescue beim Fototermin seiner erfolgreichen Vorlesemannschaft spontan vor eine Drainsine und wurde überrollt. Für Rescue kam jede Rettung zu spät. Der Ausnahmeautor (40) hinterlässt zahlreiche Kladden mit Texten, eine Lesebühne sowie eine virtuelle Fußballmannschaft bei Hattrick. Sein Kollege Frank Sorge unter Tränen: "Wir haben nichts geahnt. Er war doch zuletzt wie immer in den letzten sieben Jahren; schweigsam, verschlossen, in sich gekehrt und arbeitslos." Fassungslos reagierte sein Fallmanager von der Agentur für Arbeit. Heilbutt Magenta wörtlich: "Ich kenne Herrn Rescue seit langem. Seit Jahren stecke ich ihn in eine Maßnahme nach der anderen, und nun das! Alles für die Katz!" Die Brauseboys sind konsterniert: "Wir haben Robert immer geliebt. Wir dachten, mit Liebe geht

Brauseboys in 3D

Sollte jemand einen guten Hinweis haben, wo man Brillen mit Rot/Cyan-Folien günstig erwerben oder abgreifen kann, her damit. Dieses Bild ist auch so ganz hübsch, aber mit aufgesetzter Brille deutlich mehr als man erwartet. Man könnte sich gleich dazusetzen, gestern im La Luz mit Corinna Stegemann und Tom van Hasselt. Man muss technisch nicht viel mehr leisten, als idealweise das gleiche Bild aus zwei nebeneinander postierten Kameras zu machen und mit dem StereoPhoto Maker zusammenzubauen. Brille auf und ab in die dritte Dimension. Hier im Album meine ersten Versuche mit Fotos aus dem Archiv, das erste Mal überhaupt lohnte es, alte Doppel von Originalfotos nicht alle gelöscht zu haben.

Brauseboys in 3D

Sollte jemand einen guten Hinweis haben, wo man Brillen mit Rot/Cyan-Folien günstig erwerben oder abgreifen kann, her damit. Dieses Bild ist auch so ganz hübsch, aber mit aufgesetzter Brille deutlich mehr als man erwartet. Man könnte sich gleich dazusetzen, gestern im La Luz mit Corinna Stegemann und Tom van Hasselt. Man muss technisch nicht viel mehr leisten, als idealweise das gleiche Bild aus zwei nebeneinander postierten Kameras zu machen und mit dem StereoPhoto Maker zusammenzubauen. Brille auf und ab in die dritte Dimension. Hier im Album meine ersten Versuche mit Fotos aus dem Archiv, das erste Mal überhaupt lohnte es, alte Doppel von Originalfotos nicht alle gelöscht zu haben.

Tom van Hasselt

Auch sehr wahr waren Tom von Hasselts Darbietungen, außerdem überraschte er uns mit einem Medley aus seinem Musical "Dr.Ich" , das am 4. Dezember in der Kulturbrauerei Premiere feiert.

Corinna Stegemann

In gemütlicher Herbststimmung lasen wir über dies und das, aber vor allem immer die Wahrheit, vor allem taz-Wahrheits-Redakteurin Corinna Stegemann.

SL-Anaglyph

Geht eigentlich auch ziemlich gut mit Inworld-Screenshots, das erste Ergebnis hier ist ganz hübsch (auch wenn die Rot/Cyan-Brille doch irgendwie Kopfschmerzen verursacht).

Gästefotos als 3D-Anaglyph

Um die Bilder anzusehen braucht man eine Rot/Cyan-Brille. Sind meine ersten Experimente, glücklicherweise finden sich in meinem Gästefotoarchiv so manche Kandidaten zum ausprobieren. Ansatzweise dreidimensional klappt es bei Robert Weber und bei Andreas Albrecht und Marco Kärgel.   Wer selber so etwas machen möchte, suche nach "3D-Anaglyph" und dem "StereoPhoto Maker".

Brauseboys am 12.11.: Wiedervereinigt

Heikos Memoiren aus Amerika:  1 Abend auf einem Campingplatz, Apache Junction, Arizona, 20 Uhr, 38 °C. Der Campingplatzbesitzer fragt, ob wir zum ersten Mal in den USA seien. Nein, antworte ich, ich war schon mal vor 20 Jahren hier. Ob es mir gefallen habe, will er wissen. Aber ja, antworte ich, deswegen käme ich ja wieder. Ich wäre schon gespannt, wie sich alles hier entwickelt habe, nach der langen Zeit, wie heute alles aussieht. Er guckt mich kurz irritiert an: "Der Grand Canyon sieht immer noch genau so aus", knurrt er. Und verdammt, ja, so ist es doch.

Brause im Mastul

Sehr schön war der letzte Donnerstag, obwohl er nicht am angestammten Ort stattfand. Vielleicht auch ein bißchen weil , aber auf jeden Fall auch trotzdem wir ausnahmsweise nicht im La Luz lesen konnten, sondern im Kulturparadies Mastul nebenan unterkamen. Diesen Donnerstag sind wir aber zurück in den Osram-Höfen. Irgendwas stimmt hier noch nicht mit dem Einbinden der Fotos ins Blog, ich selbst komme nur umständlich von der größeren Version des Fotos bei Draufklick wieder zurück. Vielleicht gehts auch anderen so, das werde ich hoffentlich bald verbessern können. Denn eine technikaffine Bühne sind wir ja, eine Videoübertragung der Lesung beamten wir auf die Frontscheibe des Vereins. So konnte man uns auch von der Straße aus auf die Zettel gucken.

Schlimme Frisörsalonnamen (28)

In Kopenhagen findet demnächst der Weltklimagipfel statt. Die Ergebnisse werden, so rechnet man, dürftig ausfallen, aber immerhin wurde die dänische Frisörbranche vom Thema ergriffen: Dank für dieses erschreckende Fundstück an Mike!

Christoph Weiherer

Der breite Akzent des Müncheners Christoph Weiherer war nicht in jedem Falle ganz leicht zu verstehen, nicht mit letzter Sicherheit kann ich über den Inhalt seiner Darbietungen berichten. Die Güte jedenfalls war zweifelsfrei.

Robert Weber

Ex-Surfpoet Robert Weber besuchte uns seit längerer Zeit wieder und las u.a. wunderbare Kinofilmzusammenfassungen vor.

Brause im Mastul

Sehr schön war der letzte Donnerstag, obwohl er nicht am angestammten Ort stattfand. Vielleicht auch ein bißchen weil , aber auf jeden Fall auch trotzdem wir ausnahmsweise nicht im La Luz lesen konnten, sondern im Kulturparadies Mastul nebenan unterkamen. Da wir eine technikaffine Bühne sind, beamten wir eine Videoübertragung der Lesung auf die Frontscheibe des Vereins. So konnte man uns auch von der Straße aus auf die Zettel gucken.

Mal dich frei 6 - Wunderlampe

Auch diese Reihe gab es im alten Blog . Wenn draußen die meiste Zeit des Tages Dunkelheit herrscht, greife ich auch mal wieder zum virtuellen Pinsel. Das erste heißt Wunderlampe , das zweite Dänemark .

Morgen im Mastul

Spätes Aufstehen macht traurig, auch wenn dem späten Aufstehen ein spätes Zubettgehen vorausgegangen ist. Man hat einen hellen Teil des Tages gegen einen dunklen eingetauscht, dieser Verlust an Sonnenlicht muss wieder reingeholt werden. Dabei hat man sich den hellen Vormittag auf Pump geholt, denn er hat beim Tausch noch nicht stattgefunden, vielleicht ist die Nachtwache sogar eine Droge, die man mit kostbarem Sonnenlicht bezahlt. Noch eine Stunde Dunkelheit und dann die nächste, eine geht noch und morgen geht noch eine mehr. Wenn ein Tier in der Nacht wacht, dann zum Jagen oder weil es dann weniger Fressfeinde gibt. Beides trifft auf den menschlichen Nachtwächter seltener zu, es sei denn man zählt das Ausharren am Tresen des nächtlichen Tanztempels zur Jagd. Dann gleicht die Tanzfläche einer Straßenlaterne mit einer Wolke aus Motten, die auf eine Fledermaus warten. Herbst adé, schon kommt der Schnee. ~#~#~#~#~#~#~#~# Donnerstag, 5.11.09 /20.30 Uhr MASTUL (Liebenwalder

Aufruf ans sog. politische Kabarett

Liebe sogenannte "Politkabarettisten"! Könnt Ihr einfach mal aufhören, Eure Westerwelle-Gags nur aus dessen Homosexualität zu ziehen? Es gibt verdammt vieles, das Westerwelle disqualifiziert, sein Schwulsein gehört nicht dazu. Nicht, dass es ihn zu irgendwas besonders qualifizieren würde, aber es ist nunmal so: Ein schwuler Idiot ist in den seltensten Fällen Idiot, weil er schwul ist. Und ein dämlicher Politkabarettist ist nicht Politkabarettist, weil er dämlich ist. Aber manchmal könnte man es glauben.