Donnerstag, 26. April 2012

Dienstag, 24. April 2012

Brauseboys am 26.4.: Arme Erika


Doch, früher 

war manches besser. So musste ich gerade einige Minuten in einer Kassenschlange stehen, in der ein Irrer hinter mir die ganze Zeit in sein Headset redete. An sich ein erträgliches Übel, man hat sich daran gewöhnt, obwohl es in diesem Fall sehr laut und aufdringlich war und nicht nur mich, sondern sämtliche Menschen an den drei vollen Kassenschlangen beschäftigte. Vor mir standen zwei Asiatinnen, die offenbar dem Inhalt nicht folgen konnten und nur über die Lautstärke des Salms irritiert waren. Wie sehr beneidete ich sie mit jeder Minute und hätte sofort einem kurzfristigen Seelentausch zugestimmt. 
Zuerst schien es, als rede er mit dem Vorstand eines Dax-Unternehmens, in glühenden Worten wurden da Entscheidungen kritisiert, Positionen gefordert und Tatkraft angemahnt. Dann fielen die Worte Heiliger Geist und Predigt und Bibelkreis, und rundherum war es hier im Weddinger Supermarkt auch mit dem letzten Rest Neugierde auf das öffentliche Telefonat vorbei. Das kritisierte Unternehmen hieß Erika, und der Freisprechprediger wusch ihr den Kopf mit einer Bankrotterklärung, einem Shitstorm, einem Salm aus gesprochener Salzsäure, wie ich ihn hier nicht auführen kann. Arme Erika. Dachten alle. Mit schnellen Schritten verließ ich den Ort und trat auf die Straße. Hier hatten einmal Telefonzellen gestanden, früher ist doch manches besser gewesen. 

Dienstag, 17. April 2012

Donnerstag, 12. April 2012

Dienstag, 10. April 2012

Einmal im Jahr Brausegirls: Am 12.4.


Damentennis 

Ich stelle zwei Bier auf den Tresen des Spätkaufs. 
"Fußball?", fragt der Verkäufer. 
"Was?", frage ich. Er nickt zu den Flaschen. 
"Guckst du Fußball?" 
"Ach so, nein", sage ich, "sowas gucke ich nicht." Und zum Spaß füge ich an: "Ich gucke nur Damentennis." 
"Damentennis?" 
"Ja, klar. Sonst gucke ich kein Sport, Snooker höchstens." 
"Damentennis?" 
"Warum nicht?" 
Ein paar Tage später stelle ich wieder zwei Bier auf den Tresen des Spätkaufs. 
"Ah, und? Wie war dein Damentennis?" 
"Ah ja", freue ich mich, "das hast du dir gemerkt." 
"Ja, aber guck mal, Damentennis", er überlegt, "ist doch voll Scheiße, immer denkst du so, gleich seh ich was, aber dann siehst du nie was. Nur so mal kurz diese Sport-Unterwäsche." 
Offenbar hat er es sich nicht nur gemerkt, sondern auch noch darüber nachgedacht. Ich denke auch kurz über eine Erwiderung nach, mir fällt aber nichts ein. Was will er denn da noch sehen bei den Tennisspielerinnen, außer, dass sie Tennis spielen? 

Sonntag, 8. April 2012

Ratten-Drehbild



Ein Ratten-Drehbild, gerade auf meiner Festplatte gefunden. War ein virtuelles Hochzeitgeschenk vor Jahren und hing nur mal in meinen SL-Cartoon-Shops mit Rahmen und einem kleinen Script drin, dass es gedreht hat. Mancher wird jetzt denken, das sind ja merkwürdige Umstände und sie haben recht, denn es sind merkwürdige Umstände. Aber im Grunde ist das alles noch viel merkwürdiger. Denn es sieht irgendwie wirklich gemalt aus, aber es gibt gar kein Original. Jedenfalls kein "echtes", nur längst vergangenes Kratzen auf einem Grafiktablett. Und was dort hinten am Ende des Kabels des Grafiktabletts kommt, ist ja dann noch ein vielfach merkwürdigeres Phänomen.

Donnerstag, 5. April 2012

Herr Maurenbrecher


Und da uns ein Gast auch an einem Geburtstag nicht genügen will, luden wir zudem den internationalen Autoren, Musiker, Dichter und Denker Manfred Maurenbrecher zur Geburtstagsgaudi. Des großen Publikumsstromes wegen verlegten wir den Tisch mal wieder auf die Bühne, das ist doch auch schon was. Das zehnte Jahr kann kommen.

Dienstag, 3. April 2012

Am 5.4. im La Luz: 9 Jahre Brauseboys


Fifat, fifat (von Heiko Werning) 

Neun Jahre Brauseboys, vom 20.3.2003 bis heute, das sind 471 Donnerstage Brauseboys – kein einziger fiel je aus. Gut, einmal hatten wir nur eine Zuschauerin, ein paarmal wurden wir vertreten oder boten unseren Jahresrückblick im Kookaburra, aber verdammte 471 Donnerstage Brauseboys, das ist die Zahl, die steht.  471 Donnerstage Brauseboys, mit pro Abend einem Kasten Bier. Das ist natürlich nur ein grober Durchschnittswert, macht aber dennoch 4710 Liter Bier. Wenn man bedenkt, dass die praktisch ausschließlich an Frank, Hinark, Robert und Heiko gingen, waren das immerhin 1177,5 Liter pro Bierboy. So betrachtet sind wir doch eigentlich ganz schön schlank geblieben. Von den Salzstangen damals im Laine-Art ganz zu schweigen! Die Pizzen bei La Rosa und die Schnitzel im La Luz müssen leider ungezählt bleiben. Gehen wir von einem über die Jahre gemittelten Besucherschnitt von 45 Zuschauern aus, dann haben uns 21195 Menschen gesehen. Das ist, verglichen etwa mit den letzten Einschaltquoten von „Gottschalk live“, ein durchaus beeindruckender Wert: Nur 1,5 Millionen Menschen sehen im Schnitt jede der Vorabendsendungen des verfallenden Goldbärchens, also nur 70 Mal mehr als wir in den neun Jahren an Zuschauern hatten. Und: unsere Zuschauer sind zu 90 % in der werberelevanten Zielgruppe! 
Jedenfalls jetzt noch. Das wird natürlich nicht für immer so bleiben. Das aber schreckt uns nicht. Auch der „Stern“ will nach seinem Erfolg mit „Neon“ nun ein Pendant für „ältere Mitbürger“ herausgeben, mit dem schönen Namen „Viva“. Vermuteter Claim: „Eigentlich sollten wir tot sein“. Viva Brauseboys! Oder wie die Westfalen sagen: Fifat, fifat zum Geburtstag! 
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Donnerstag, 5.4. /20.30 Uhr 
La Luz (Oudenarder Str. 16-20, Osram-Höfe) 

9 Jahre Brauseboys 
Die empfohlene Wochendosis Lesebühne im Wedding, seit neun Jahren jeden Donnerstag mit neuen Texten. Paul Bokowski, Hinark Husen, Robert Rescue, Frank Sorge, Volker Surmann, Heiko Werning und Gäste lesen was vor und feiern wie wild. Die große Geburtstags-Gala zum Gründonnerstag. 

Mit unseren Jubilars-Gästen: 
Ahne (Der Gottflüsterer): www.ahne-international.de
Manfred Maurenbrecher (Der Wallbreaker): www.maurenbrecher.com