Sonntag, 29. September 2013

Venus von hinten


Eigentlich wollten wir zur ausgegrabenen Himmelsscheibe, blieben bei Ansicht der sonnigen Himmelsscheibe draußen aber auf dem Weg dahin in Wörlitz hängen. Dort in den berühmten Park wollte ich lange schon, und er konnte mich noch mehr als erwartet in Begeisterung versetzen. So sehr, dass ich fast gar nicht fotografiert habe, nur diese Venus von hinten. Und den Wörlitzer Vesuv, der das letzte Mal 2005 ausgebrochen ist.


Donnerstag, 26. September 2013

Dienstag, 24. September 2013

Brauseboys am 26.9.: Gerissene Hürden

Anfeiern (von Robert Rescue)
Die Wohnung unter mir wurde von einem deutsch-spanischen Pärchen angemietet. Sie selbst sind kaum da. Ab und an kommen junge Leute mit Rollkoffern, die dann für ein paar Tage dort wohnen. An einem Samstagabend um 22 Uhr höre ich von unten Geräusche. Mehrere Personen betreten die Wohnung, die Anlage wird eingeschaltet und dann beginnt ein lautes Tanzen und Gejohle. Nach 20 Minuten ist Schluss. Die Musik endet abrupt und die Leute verlassen die Wohnung. Was sollte das sein? Eine Art anfeiern? Eine spontane Party und dann haben sie plötzlich keine Lust mehr? Ich überlege, ob meine Generation das auch so gemacht hat? Nein, wenn wir gefeiert haben, dann so lange, bis der Letzte nicht mehr stehen konnte oder jemand die Polizei gerufen hat. Ich verstehe die heutige Jugend nicht ...

Donnerstag, 19. September 2013

Die PARTEI


Zum Abschluss der Politwochen besuchte uns die Partei "Die PARTEI", vertreten durch die Direkkandidaten Dr. Helena Barbas (Kreuzberg-Friedrichshain), Anna Bauer (Rottal-Inn) und Stefan Valentin (Pankow). Unter dem Motto "Das Bier entscheidet" schmissen sich die Kandidaten ordentlich an unser Publikum ran und versprachen uns alles.

Dienstag, 17. September 2013

Brauseboys am 19.9.: Inhalte überwinden!

Die besten Wahlwerbespots der weiteren (von Frank Sorge)

Die Wahlwerbung der etablierten Parteien ist bei dieser Wahl gewohnt eintönig. Statt zu lauschen fing ich beim grünen Wahlwerbespot an zu zählen, wie oft Katrin Göring-Eckardt nickt, während Jürgen Trittin redet. Und wie oft Trittin nickt, wenn Göring-Eckardt redet (9:0). Auch beim Video der CDU wird alles getan, um das Verständnis der Sätze zu erschweren. Nicht nur durch die Plänkelmusik, vor allem schwenkt die Kamera immer so albern hier und her, während Frau Merkel redet. Und dann gibt es die schöne Stelle, in der sie über die Baustellen der Hauptstadt blickt: "Deutschland steht heute gut da", die mich ablenkt. Brüderle an der Butterstulle ist auch nicht der Hit, man wartet einfach auf die Stelle mit der NPD-Familie und schaltet dann ganz ab. Der Spot der Linken gefällt mir eigentlich ganz gut, nur die letzten paar Sekunden mit dem Ritterhelm führen komplett in die Irre. Setz dir einen Helm auf, wähl Linke? Schließlich noch wäre bei Piraten und SPD so deutlich mehr dringewesen, dass es fast ein bisschen schmerzt. Wenden wir uns also den vielen weiteren Parteien zu, hier meine Toplist der Wahlwerbe-Spitze der Basis von Bronze bis Gold.

Platz 3 - Die Violetten
Wer mit einem Frank-Zappa-Zitat beginnt, gewinnt bei mir immer. Allerdings nur den dritten Platz, den n danach kann man gleich weiterschalten. Oder abheben. Oder sich verastralisieren. Oder mal die Seele vom Galgen baumeln lassen. 


Platz 2 - PBC
Styling ist alles. Warum der Wahlwerbespot der Bibeltreuen Christen (PBC) hier trotz schwerer inhaltlicher Mängel eine Plazierung bekommt? Weil er sowieso nicht dazu führt, dass die Partei jemand wählt.  Und weil er so viele spannende Fragen aufwirft. Wann wird sich Harald Glöckler zum politischen Engagement seines Bruders bekennen? Wieviel Weihrauch mussten sie den Jugendlichen in ihre Tüten rollen, damit diese ihre hoffnungsvollen Schauspielkarrieren hier schon im Keim ersticken? 


Platz 1 - Die PARTEI
Die Erektionen sind euphorisch, auch zu diesem Wahlwerbespot der PARTEI. Klarer Sieger in Form und Aussage. 



Montag, 16. September 2013

Buchpremiere am 17.9.: Geschichten aus der Müllerstraße


Wir haben es wieder getan, wir haben ein Buch geschrieben. Im schönen Verlag be.bra startet eine Reihe zu "Berliner Orten", die Brauseboys haben ihre liebste Demarkationslinie zwischen den Weddinger Kiezen links und rechts der Müllerstraße ausgewählt:  die Müllerstraße selbst, den früheren "Ku’damm des Nordens". Zwischen Leopoldplatz und Ecke Seestraße begegnen wir dabei vielen skurrilen Gestalten – unter anderem auch uns selbst.


Am 17. September feiern wir Buchpremiere und stellen die "Geschichten aus der Müllerstraße" erstmals der Öffentlichkeit vor. Um 19.30 Uhr im Lichtburgforum (Behmstraße 13) Eintritt 5 €.

Link zum Buch:  Geschichten aus der Müllerstraße

Samstag, 14. September 2013

Lesershow ist zurück



Die Sommerbräune verblasst schon wieder, aber die Problembezirksbühne LESERSHOW kehrt frisch und fidel aus dem Sommer zurück: Einmal im Monat handgemachte Texte, Lieder, virtuelles Kaminfeuer und Gelegenheitstanz mit Thilo Bock, Martin Goldenbaum, Robert Rescue, Frank Sorge und Gästen. Dieses Mal mit Sebastian Nitsch und Jan Papke. 

Donnerstag, 12. September 2013

Kandidatencheck: SPD/Grüne

Fast schon sind unsere Politwochen vorbei, auch der Wahltag rückt näher, die Spannung steigt. Denn gerade bei uns im Wedding ist noch nicht ausgemacht, ob Direktkandidatin und Mandatsverteidigerin Eva Högl (SPD)... 

oder Direktkandidat und Herausforderer Özcan Mutlu (Grüne) den ersten Sitz in der Mitte erringen kann.


Im vertraulichen Du ging es durch einen vielfältigen Blumenstrauß an Themen, den NSU-Untersuchungsausschuss, Alltagsrassismus, Politikverdrossenheit, Hartz IV, Baugruppen im Wedding, wie ein Veggie-Day bei den eigenen Eltern aussieht, warum Thilo Sarrazin noch in der SPD ist, und ob ideologische Naturschützer an Parteiprogrammen mitschreiben sollten. Tapfer schlugen sich unsere Kandidaten auch durch das Bilderrätsel "Wedding oder nicht" und eine Show mit Überlänge, der es aber nicht an Kurzweil mangelte.


Was also tun, wen also wählen? Zum Glück ist das mit dem Kreuz nicht so schwer, kleiner Strich, noch ein Strich, das ganze zweimal, dann kann man schon wieder nach Hause gehen. Zählen eigentlich auch Smileys oder Herzen?


Wen jetzt genau, es gibt ja auch noch diese und diese und ganz andere, das lässt man den Kopf oder Bauch, oder beide, einfach selbst entscheiden.

Dienstag, 10. September 2013

Brauseboys am 12.9.: Politwoche Rot-Grün

Verfolgt uns

Zwei Kieztrinker aus der Nachbarschaft bei Netto an der Kasse:
"Ey Alter, wo hast'n du 'nen Fuffi her?"
"Meene Mutti war zu Besuch."
Gestern das Duell vor sieben Tagen geguckt. Noch unentschieden, ob ich Anne Will oder Stefan Raab wähle.

Donnerstag, 5. September 2013

Kandidatencheck: CDU/FDP

Links Hartmut Bade, Direktkandidat der FDP, der im Wahlkampf Bade-Salz verteilte. Als langjähriger Sympathisant der Brauseboys sympathisieren wir längst zurück, Westerwelle, Brüderle, Rösler, wenigstens die könnte er doch kurzfristig ersetzen. Schon etwas von der späten Uhrzeit gebeutelt hielt sich Direktkandidat Philipp Lengsfeld (CDU) zunehmend am Stehtisch fest.


Heiko und Volker gaben sich redlich Mühe in den Interviews, beide Kandidaten aus der Reserve zu locken, das Montagsmaler-Ratespiel gewann knapp Philipp Lengsfeld durch Erkennen eines gezeichneten Döners.


Zwischendurch griff Manfred Maurenbrecher in die Tasten unseres Flügels zum Beflügeln.


Dienstag, 3. September 2013

Brauseboys am 5.9.: Wählt die Politwochen

Nicht wählen oder nicht nicht? (von Frank Sorge)

In den letzten Wochen herrschte Einigkeit, dass die Bundestagswahl keine größeren Überraschungen für uns bereithält. Wir erwarten eine große Koalition, Steinbrück meldet sich im Wedding arbeitslos und weiter geht es mit der Mission Merkel, worin die auch immer besteht. Womit aber keiner mehr rechnet ist eine politische Kraft, die sich aktuell gute 30 % verspricht und direkt auf das Establishment zielt: Die Partei der Nichtwähler.
“Wir sind eine Partei für Nichtwähler”, erklärt der Vorsitzende des Bundesvorstands im Interview mit dem WDR. Aber will die Partei der Nichtwähler dann, dass die Wähler nicht wählen? Denn dass Wähler wählen, wäre doch ein etwas kurioses Interesse für eine Nichtwählerpartei. Aber man soll tatsächlich wählen, nämlich die Nichtwähler. Verstehen Sie immer noch nicht ganz? Keine Angst, sie sind nicht allein.
“Aber gäbe es dann nicht ingesamt weniger Nichtwähler als vorher? Zerstören Sie damit nicht ihre eigene Basis, implodiert die Partei nicht, sobald ihr Selbstzweck erfüllt ist?”, frage ich das unbewegte Gesichtsfoto des Vorsitzenden. Und erhalte keine Antwort.