Schweinkram Ein Wort ist für sich gesehen erst einmal harmlos. Man kann es aussprechen, man kann es auch nur denken, und man kann es nicht kennen. So glaubte ein Schüler in meiner Schreibwerkstatt diese Woche offenbar, dass er mit “Schweineführer” ein besonders lustiges Wort erfunden hätte. Jedenfalls konnte er seine Fabel “Die Katze und der Schweineführer” nicht flüssig vorlesen, immer wieder musste er sich von Lachkrämpfen gekrümmt weg vom Papier drehen. Und das immer genau dann, wenn das Wort “Schweineführer” in seinem Text auftauchte. Und da er sehr stolz über die enthemmende Wirkung seiner Erfindung “Schweineführer” war, kam das Wort “Schweineführer” ziemlich oft vor. Auch die Jungs um ihm herum wurden von Lachsalven geschüttelt, obwohl es ja im Grunde nicht mal Schweinkram war. Später am Tag gab ich dann Schweineführer in die Suchmaschine ein und war direkt auch erstaunt, dass es das Wort wirklich gibt und mir irgendwie entgangen sein musste. Oder sich nie in meinem Weich...
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