Mittwoch, 2. November 2011

Brauseboys am 3.11.: Das ist auch kein Berlin-Buch

Weichspeicher

Ja, es gibt Tage, an denen fühlt man sich unverstanden. Und dann gibt es Tage, da versteht man selbst niemanden und nichts mehr. Auch die Kombination ist beliebt. Im Grunde ist es nur wichtig, einen solchen Tag vorbeigehen zu lassen und am besten nichts zu tun. Wobei man also im Vorteil ist, wenn man keiner geregelten Tätigkeit nachgeht. Obwohl nun mancher einwerfen könnte, auch mit einer geregelten Tätigkeit ließe sich bisweilen sehr gut nichts tun, vielleicht sogar besser. Daher schreibe ich es hier schon hin, dann muss sich keiner outen. 
In all den vielen sozialen Netzwerken zum Beispiel, das größte Problem an der Kommentarfunktion ist ja, dass sie einen Kommentar ermöglicht. Bekanntlich wird alles gemacht, sobald die Möglichkeit besteht, wer also Kommentare ermöglicht, muss mit Kommentaren rechnen. Und setzt sich zusätzlich der Gefahr aus, auf Kommentare zu antworten. 
Aber es gibt auch Hoffnung, denn längst ist es nicht mehr so, dass das Internet nichts vergessen würde. So las ich vor wenigen Tagen eher zufällig eine unaufällige Email, dass mein Blog-Account wegen Untätigkeit heute gelöscht worden wäre. Ich loggte sofort ein, alles war noch da, aber mit wenigen Tagen Verspätung wäre alles wohl weg gewesen. Zwei Blogs wären einfach von der Landkarte verschwunden, das alte Brauseboys-Blog zum Beispiel. Ich glaube nicht mehr daran, dass immer im Internet steht, was einmal im Internet steht. Das ist eine Legende. 
Außerdem ist es hundertmal wahrscheinlicher geworden, nein, tausendmal, dass man sich daran erinnert, was jemand letztes Jahr auf Facebook geschrieben hat, als dass jemand anderes im Gegenzug  nach einer Woche schon überhaupt noch so lange eine Pinnwand bis zu der Stelle  rückwärts liest, wo der Eintrag steht. Loben wir also das Hirn, die beste Festplatte in unserem Besitz. 

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Donnerstag, 3.11. /20.30 Uhr
La Luz (Oudenarder Str. 16-20, Osram-Höfe)

BRAUSEBOYS

Neue Texte, Musik und Multimedia mit Paul Bokowski, Hinark Husen, Robert Rescue, Frank Sorge, Volker Surmann, Heiko Werning und Gästen. 

Gäste:
Klaus Bittermann (Autor und Verleger )
www.edition-tiamat.de
Tito Maffay (singt sein Ding)
www.facebook.com/singdeinding