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Spreepark-Tour: Riesenechsen, Riesenrad


Die vielen Dinosaurier auf dem Gelände waren auch nach der Schließung begehrte Objekte für Fotos, Kletteraktionen und Souvenirjäger. So sind jetzt kaum noch welche übriggeblieben, das traurige, stoßzahnlose Mammut am Eingang habe ich wegen einen Platzregens ausgelassen. Dafür zwei Details eines umgestürzten Tyrannosaurus.


Gefallene Riesen, gefallenes Riesenprojekt.


Gegen Ende der Tour erzählt Sabrina Witte auch die Koksgeschichte in aller Ausführlichkeit, mit allen Konsequenzen für die Familie und sie selbst. Und den Bruder, der seit elf Jahren in einem peruanischen Gefängnis sitzt. Mittlerweile hätte sich die öffentliche Meinung zur Familie von "Die Verbrecher" zu "Die Doofen" gewandelt, aber da wisse sie selbst nicht, was ihr eigentlich lieber wäre.


Das Riesenrad wurde zum 40. Geburtstag der DDR neu aufgestellt, gehört als eines der wenigen Dinge noch zum alten Kulturpark. Die starr angebrachten Gondeln sind mittlerweile in starken Winden aneinandergeschlagen und verbogen, das ganze Rad ächzt, knarrt und quietscht. Die Luft bewegt es nach Belieben, sich hineinzusetzen kann schnell lebensgefährlich sein.


Eine Sanierung ist unwahrscheinlich.


Am Ende des Monats ist durch den Rückkauf des Landes auch Schluss mit den Führungen, die Familie räumt das Gelände.


Die Eltern sind länger geschieden, mit dem Vater würde sie seit Jahren kaum ein Wort wechseln, seine Wohnwagen wären aber auch noch hier.


Die Schwanenboote hatten häufiger mediale Aufmerksamkeit, da immer wieder welche entwendet und später in der Spree gefunden worden. Oder sehr viele Kilometer hoch im Norden. Irgendwann hätte sie mit einer Bohrmaschine alle Schwäne zerlöchert, um sie unbrauchbar zu machen.


Hier waren einmal Restaurants, Kinder konnten an Flippern und Arcade-Automaten abgegeben werden. Vorbei diese Zeiten, nach drei Stunden sind wir durch, die Spuren werden weiter verschwinden. Mürbe gelauscht und gelaufen verabschiedet sich die Gruppe, viele reden noch ein persönliches Wort mit Sabrina. Später erst fällt mir auf, dass die Eintrittskarte zur Führung ein "Super Ticket 2001" für 30 DM ist. Ich stecke sie sorgsam weg.

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