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Brauseboys am 3.4.: Mikro-Organismen

Nicht die Bohne (von Frank Sorge)

Warum in diesem Supermarkt auch die Kaffeebohnen weggeschlossen sind, ganz hinten im Laden, erschließt sich mir nicht. Gut, sie kosten über zehn Euro, aber klaut man wirklich ein Kilo Kaffeebohnen? Was ich noch weniger verstehe, dass man keinen Mitarbeiter im Laden fragen kann, ob der einen Beutel herausrückt, man darf es nur an der Kasse melden. Woraufhin die Kassiererin aufstehen und durch den ganzen Laden nach hinten gehen muss, um die Kaffeebohnen zu holen. Jeden, der dabei bisher hinter mir in der Kassenschlange stand und schon Waren auf dem Band hatte, bedauere ich zutiefst.
Dabei habe ich schon erlebt, dass die Kassiererin mit dem falschen Beutel herankommt und noch ein zweites Mal laufen muss. "Cremoso", nicht "Gustoso", die Packung, die eher braun ist.
Kassiererin heute will nicht alleine nach hinten, ich soll mitkommen. Zum x-ten Mal frage ich, warum sie die Kaffeebohnen wegschließen, nie erhalte ich eine klare Antwort.
"Schlimm genug, dass wir alles mögliche wegschließen müssen", sagt sie. Ich schaue fragend.
"Aber warum die Kaffeebohnen?"
"Ja, Rasierklingen zum Beispiel."
Es darf auf die Frage offenbar keine Antwort geben.

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Donnerstag, 3.4. /20.30 Uhr
Achtung Ausweichort: Mastul (Liebenwalder Str. 33)

Die Brauseboys - frische Texte
Jeden Donnerstag nehmen Paul Bokowski, Robert Rescue, Frank Sorge, Volker Surmann und Heiko Werning ihre frisch geputzten Tastaturen und lassen es klappern. Die empfohlene Wochendosis Lesebühne, seit elf Jahren jeden Donnerstag mit illustren Gästen. 

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