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Grand Canyon

Am Ostermontag mittags zur Spreepark-Tour geeilt, Familienaktion. Viel Andrang, unverhofft landen wir in einer Gruppe, die Sabrina Witte übernimmt, eine Tochter der gescheiterten Betreiber-Familie. Die junge Frau hat ein geübtes Marktschreier-Organ, erzählt mit dem ganzen Körper und führt uns drei Stunden über das Gelände. Sie mache nur sehr selten im Jahr einmal die Tour: "Habta Glück, dass Ihr bei mir gelandet seit. Oder Pech."


Grand Canyon


Als Westberliner Kind war ich nie im Kulturpark, kurz nach der Wende muss ich mit meinen Eltern und dem kleinen Bruder aber doch einmal dortgewesen sein. Jedenfalls kann ich mich noch dunkel an ein paar Fahrgeschäfte erinnern, die zum alten Park gehört haben müssen. Später in den Neunzigern muss ich dann auch einmal im Spreepark gewesen sein, Erinnerung aber gleichfalls unklar. Hiermit bin ich aber sicher auch gefahren.


Ihre Kindheit und Jugend auf dem Gelände wäre wirklich speziell gewesen, und das glaubt man ihr schon nach wenigen Andeutungen.


"Offensichtlich betrunkene Personen sind von der Fahrt ausgeschlossen."


Vieles im Park ist abgebaut, verkauft, geklaut, die Vegetation überwuchert die Reste. Wir dürfen aber nicht sagen, es sähe hier verwildert aus. Von Gartenarbeit hätte sie für viele Jahre genug.




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