Montag, 23. November 2009

Ich schreibe einen Roman (20)

Gerade habe ich den Roman ausgedruckt. Mal wieder. Version 2.0 . Mein Verleger hatte mir ein paar Hausaufgaben, äh, wertvolle Hinweise gegeben, und ich habe ein paar Wochen lang das Manuskript überarbeitet. Figuren mehr Kontur gegeben, rote Fäden nachgestickt, Ende etwas offener gestaltet. So etwas halt. Das hat sogar noch Spaß gemacht, da es Arbeit war, die einfach nötig war und das Buch besser machte. Jetzt geht es an die Version 2.1. "Feinschliff". Ob das noch Spaß macht? Komma- und Wiederholungsfehler ausmerzen... auf 195 A4-Seiten ...? Mal seh'n. (Jedenfalls halte ich mich schon mal lieber mit Blogeinträgen von der Arbeit ab.)
(Einen endgültigen Titel hat der Roman übrigens immer noch nicht. Aber das ist ein anderes Thema. Demnächst dazu mehr.)
Während des Überarbeitens verunsichert sich der Schriftsteller übrigens permanent selbst. Geht das so? Kann man das machen? Ist das Ende jetzt besser als das vorige? Berlinert meine Figur nun korrekt? Fragen über Fragen.
Glücklicherweise gibt es Testleser, die man um Rat fragen kann. Zwei meiner literarischen Versuchskaninchen mümmelten das Manuskript innerhalb von 24 Stunden weg und riefen begeistert an. Ein weiterer hatte es noch ein paar Wochen durch und war angetan. Ein anderer gab es immerhin seiner Freundin, und die gab mir sehr fundierte Rückmeldung. Zwei sagen seit fünf Monaten: "Ey, ist echt total super, aber bin noch nicht dazu gekommen, die zweite Hälfte zu lesen." Der Rest tut so, als hätte er nie ein Manuskript bekommen, und ich traue mich nicht mehr nachzufragen. Irgendwie verunsichert mich das auch schon wieder.