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ESC-Liedtextkritik: Malta und Fazit 2014

Nach Hause - Malta

Malta macht dieses Jahr einen klassischen Liedtextfehler. Ein Liedbeitrag jedes Jahr setzt mindestens auf die unvergesslichen Zeilen “Komm, wir gehen nach Hause”. Da auch diesem Songschreiber nichts anderes dazwischen einfällt, als gequirlte Chauvie-Scheiße a la “Ich weiß, wie es geht, ich nehm dich in Schutz, ich bau uns was auf” dazwischen zu setzen, fällt es leicht “Geh doch nach Hause” dagegenzurufen. “Willst du mir nah sein, komm mit auf den Ritt” und “Ich geh nicht weg, bis du meinen Namen kennst”, singt er. Ach, geh doch nach Hause.


Fazit:
Ich freue mich nicht darauf, irgendeines der Lieder am Finalabend noch einmal zu hören, es ist ein schlechtes Jahr. Höchstens den niederländischen Trennungssong, der für drei Minuten in dem Spektakel für ein ästhetisches Durchatmen sorgen könnte. Vermutlich der Moment, in dem die meisten mal schnell aufs Klo gehen. Entweder bei “Ruhe nach dem Sturm” (Niederlande), oder bei Norwegens “Ruhiger Sturm”, das aber das Halbfinale nicht überstehen wird. Zu depressiv der Norweger, der bewegungslos mit traurigem Blick von Einsamkeit singt. Mein Fazit für 2014: Keine Innovationen bei Maximalausnutzung von Inhaltsleere, also alles wie immer.

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