Mittwoch, 12. Mai 2010

Brauseboys am 13.5.: Spuk und Trug

Irgendwie kommt es mir vor, als hätte ich diesen Satz schon mal geschrieben. Oder schon gelesen oder vorausgeahnt, irgendwann damals. Die ganze Situation hier vor dem Rechner und die Wohnung, der Blick aus dem Fenster, alles wirkt wie ein Traum, den ich auf jeden Fall mal gehabt haben muss. Hab ich mir zwar nur ausgedacht gerade, aber wenn ich es mir stark genug vorstelle, klappt es vielleicht. Starre eine Weile auf die ersten Sätze, aber ich durchschaue mich selbst, ich brauche wohl noch Hilfsmittel. Übermüdung kann Déjà-vus auslösen, Alkohol und sonst noch alles mögliche. Man muss nur den Temporallappen durcheinanderbringen oder erschöpfen, was da irgendwo im Gehirn ist.
Also gleich mal mit intensivem Gläserrücken starten, Weihrauch entzünden und immer schön das Glas hinschieben zur Flasche, nachfüllen mit Geistergetränk und zurück hinter die Binde kippen. Darauf ist Verlass, schnell kommt mir das alles schon ein bißchen bekannter vor, eh immer das Gleiche. Ehrlich gesagt kann ich mich aber immer weniger dran erinnern, vorhin überhaupt etwas geschrieben zu haben. Auch wenn da wirklich was steht.
Im Radio gibt es Störgeräusche, eine verzerrte Stimme sagt: "Seitenbacher Müsli". Es gibt Stimmen im Radio, ich kann sie hören. Aber wenn ich es nicht war, die holprigen Sätze vom Anfang, wer dann? Diese blöde Funktastatur macht sowieso, was sie will. Meistens aber ässt si inen Buchsaben eg, obwoh ch ih hinippe. Wenn aber Gespenster im Radio auf Sendung gehen können, dann doch bestimmt auch über meine Funktastatur. Irgendwie kommt es mir vor, als hätte ich diesen Satz schon mal geschrieben. Und tatsächlich, da oben steht er ja. Mysteriös.

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Donnerstag, 13.5. /20.30 Uhr
La Luz (Oudenarder Str. 16-20, Osram-Höfe)

BRAUSEBOYS-THEMENWOCHEN: Im Rausch der Sinne

Übersinnliche Texte, Musik und Multimedia mit Paul Bokowski, Hinark Husen, Robert Rescue, Frank Sorge, Volker Surmann & Heiko Werning. Sieben Donnerstage, sieben Sinne.

Sinn der Woche: Der sechste Sinn

Gäste:
Nils Heinrich (gewann kürzlich ein schwarzes Schaf - Unheimlich witzig)
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Roger Trash (Der Landstreichler - Diabolisch gut)
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