Samstag, 14. Mai 2011

Ein Lächeln

Rumänien

Wie auch in den vorherigen Jahren bietet der rumänische Beitrag immer was fürs Herz und sprüht vor Lebensfreude. Hotel FM heisst die diesjährige Formation, ein Trio von der Bukarester Bach- oder Baumschule.

“Du denkst, du hast Zeit, um es herauszufinden,
aber das Leben wird an dir vorbeigehen,
deine Zeit läuft ab, oh yeah.”


Ein trauriger, vielleicht melodiöse Gesang könnte diese Zeilen so richtig schön unter Friedhofserde begraben. Das Lächeln des Sängers mit der Schmalzstufe gegen unendlich und die eintönige Akkordklopferei, erinnern aber eher an den Bratmaxe-Song und das familiäre Glück am Grill eines Homeshopping-Senders.

“Deine Probleme verfolgen dich jeden Tag,
dein Lächeln ist einfach weggeworfen,
was soll man dazu noch sagen?”

Und ich frage mich auch, was man dazu noch sagen soll. Aber es gibt eine Lösung für das Problem und alle Probleme. Veränderung muss her, das Lied heißt ja auch “Change”.

“Du musst es einfach glauben,
und deine Träume wahr machen,
das ist nicht so schwer.

Ich kann die Welt nicht alleine verändern,
ihr müsst alle mithelfen, alle.
Fangt an, davon zu träumen,
und mache irgendwas, dass einen Unterschied macht und deine Welt verändert.

Die Gesichter der Fremden, vor denen du dich versteckst,
willst du die Flut nicht umkehren?”

Ja doch, rufe ich unter Tränen, und sehr gerührt in Tränenseen versunken - ja, sag mir, wie es geht. Wie macht man das alles, glauben, hoffen, verändern, wenn alles aussichtslos scheint? Seit Jahrtausenden suchen wir die Antwort, aber du hast sie ja offenbar gefunden. Hier und jetzt, sprich sie aus:

“Ein Lächeln kann alles verändern.”

Und meine Oma heisst Karl und kommt vom Mars, alles klar.