Direkt zum Hauptbereich

Wer nicht lesen kann

Der kann ja stattdessen was schreiben. Jedenfalls bin ich nicht auf der Bühne heute, sondern zum Schutz der Umwelt vor der in mir verborgenen Seuche zu Hause. Unter weitere Menschen gebracht könnte der Virus womöglich eine globale Katastrophe auslösen. Dieser ist ganz nett, nur beim Rachen war er nicht zimperlich, und er geht wohl zum Wochenende. Aber irgendwo fängt es immer an, daher muss ich vorsichtshalber einsam mit ihm ringen. 
Jedenfalls geht es womöglich nicht nur mir so, also könnten die aus gleichem Grunde Daheimgebliebenen ja mit mir hier einen virtuellen Kreis der Leidensgenossen schließen und mal wieder was im Blog lesen. Und hier wird überhaupt mal wieder was reingeschrieben (und nicht nur von mir aus dem Newsletter kopiert). Hab auch schon irgendwie verlernt, in ein Blog zu schreiben, als wäre es ein Blog und kein Friedhof der Kuscheltiertexte. Viel wahrscheinlicher wusste ich nie, wie es geht und teile damit immerhin das Schicksal der meisten Menschen in den meisten Dingen. Denn wovon würde man wirklich behaupten, dass man weiß, wie es geht oder was es wirklich ist?


Aber ich hab mein Philosophiestudium nicht abgebrochen, um hier jetzt weiterzumachen. Nicht dass ich überhaupt wüsste, wie philosophieren geht. Immerhin kenne ich jetzt ein paar Menschen, die abgeschlossene Philosophen sind, die kann ich im Ernstfall fragen. Zum Beispiel was gut ist oder böse. Das wissen ja vielleicht noch die Theologen, auf die ich grad nur komme, weil die Fotos hier von einem sind, der sie mir für eine längst untergegangene Fotoreihe meiner allerersten Homepage schickte. Jetzt endlich, Bäumchen, nach sechs Jahren bin ich dazu gekommen, sie zu bloggen. Damals hatte ich nicht mal ein Blog, da war an Blogs noch nicht zu denken, da wusste doch noch fast niemand, wie das geht (außer Bov).
Hier also jetzt ein theologischer Einblick in das wahre Böse. Liebe junge Eltern, ich weiß, ihr seid zahlreich, nehmt euren Kindern die Augenbinden ab und lasst sie teilhaben am Blick in den Abgrund. Es sind zwei Fotos, schaut euch nur eins pro Auge an. Nicht jetzt schon hinsehen, hey, ihr könntet erblinden. Und noch einmal, das erste Foto nur mit dem linken und das zweite nur mit dem rechten Auge ansehen und nur wirklich ganz kurz:

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Jan Koch

Jan wohnt schon eine Weile nicht mehr im Wedding, sondern auf dem Land. Hier wie dort verbreitet er Wohlbefinden und seine schönen Lieder.

Brauseboys am 10.1. im La Luz: Nächstes Jahr

Zugabe 'Danke, dass ihr zuhört, und für's Verständnis. Dafür gibt es dies Geständnis: Wir können nicht ohne und mögen, wenn's euch gefällt. Was für 'ne Welt wäre es ohne uns und den Text? Wir sagen: Danke, dass ihr zuhört. Danke Publikum!' ~#~#~#~#~#~#~#~# Donnerstag, 10.1. /20.30 Uhr La Luz (Oudenarder Str. 16-20, Osram-Höfe) Die Brauseboys - Lesebühne im Wedding Seit bald sechszehn Jahren jede Woche neue Texte, Betrachtungen, Musik und belebende Heiterkeit mit Thilo Bock, Robert Rescue, Frank Sorge, Volker Surmann, Heiko Werning und Gästen. Am 10.1. begrüßen nach dem Rückblicksmarathon und seinen Erschöpfungsopfern die ausdauerndsten und virilsten Boys Heiko Werning & Frank Sorge gemütlich im Restaurant des La Luz eine freundliche Liedermacherin und einen Verfasser höchst authentischer Taxigeschichten: Eva Wunderbar (Bitte bleib) Christian Schmitz ( Der Fuchsflüsterer vom Zeltinger Platz ) ~#~#~#~#~#~#~#~#

Einmal im Jahr Brausegirls: Am 12.4.

Damentennis  Ich stelle zwei Bier auf den Tresen des Spätkaufs.  "Fußball?", fragt der Verkäufer.  "Was?", frage ich. Er nickt zu den Flaschen.  "Guckst du Fußball?"  "Ach so, nein", sage ich, "sowas gucke ich nicht." Und zum Spaß füge ich an: "Ich gucke nur Damentennis."  "Damentennis?"  "Ja, klar. Sonst gucke ich kein Sport, Snooker höchstens."  "Damentennis?"  "Warum nicht?"  Ein paar Tage später stelle ich wieder zwei Bier auf den Tresen des Spätkaufs.  "Ah, und? Wie war dein Damentennis?"  "Ah ja", freue ich mich, "das hast du dir gemerkt."  "Ja, aber guck mal, Damentennis", er überlegt, "ist doch voll Scheiße, immer denkst du so, gleich seh ich was, aber dann siehst du nie was. Nur so mal kurz diese Sport-Unterwäsche."  Offenbar hat er es sich nicht nur gemerkt, sondern auch noch darüber nachgeda