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Brauseboys am 23.9.: Wiedersehen

Zweimal im Leben
sieht man sich, sagt man. Und gestern habe ich jemanden dieses zweite Mal getroffen. Beim ersten Mal ist eine Geschichte draus geworden, es war Heiligabend, spät gegen Mitternacht und seine Frage nach einer Zigarette wurde zum religiösen Diskurs. Vor allem überzog er mich mit Komplimenten, wie auch dieses mal. Man kann sagen, unsere Beziehung entwickelt sich. Als ich aus der Tür trat, schenkte mir der Wedding sofort die Geschichte, die ich eben durch das Heraustreten eingeladen hatte, mir zuzustoßen. Da war er wieder, Araber, aber Christ und in dringender Not nach einer Zigarette. Kein Problem, ich hatte mir gerade eine angezündet, ich würde ihm auch eine drehen. Und wieder dankte er mir wortreich für meine Freundlichkeit, vor allem für meine Freundlichkeit. Ich drehte ihm, er hielt meinen Tabak und die angezündete Zigarette, er umarmte mich, er küßte mich auf die Stirn, er hörte nicht auf zu loben. Das Leben, das Leben, er rief irgendwas zum Leben aus und dankte mir, hier und dort, noch ein Kuß auf die Stirn, Feuer hatte er selber. Ich hab mitgespielt, eine gewisse Vertrautheit brachte ich wegen der oft vorgelesenen Geschichte vom Heiligabend einfach mit und es störte mich nichts. Natürlich habe ich gleich darauf und auch währenddessen alle Taschen geprüft, so schnell klaut man mir nichts. Aber dass ich sofort danach schaute, irritierte mich auch. Er war so offenkundig einfach nur verrückt und ständig auf mir unbekannten, friedensbringenden Drogen, da konnte ich ja auch mal gelassen sein. 
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Donnerstag, 23.9. /20.30 Uhr
La Luz (Oudenarder Str. 16-20, Osram-Höfe)

BRAUSEBOYS

Neue Texte, Musik und Multimedia mit Paul Bokowski, Hinark Husen, Robert Rescue, Frank Sorge, Volker Surmann, Heiko Werning und Gästen.

Gäste:
Toni Mahoni (Irgendwat is immer)
http://www.tonimahoni.com/
Sascha Brohm (Schatzkästen mit Alltagsmärchen)
http://www.sachabrohm.de/

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