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Lobhudelei 'FDP'

Politwochen 2021 - Der umfassende Kandidat*innen-Check der Brauseboys. In diesem Jahr unnachahmlich mit besonders herzerwärmenden Lobhudeleien der Parteigäste von Nils Heinrich.

(Politwochen am 16.9. mit Anna Kryszan und Maren-Jasper Winter)

~#~

Liebe Verfolgte der deutschen Finanzämter, liebe halbverhungerte Steuerzahler, lieber unterdrückter Mittelstand. Willkommen zu unserer Freiheitsveranstaltung, willkommen zum Start einer neuen Bewegung. Heute wird hier mehr entfesselt, als es im Kit Kat Klub je der Fall war. Heute ist die Partei der Liberalen hier, das Leuchtfeuer der Freiheit, der parlamentarische Arm aller Zahnärzte und Yachtbesitzer: die FDP. Viele hatten sie schon aufgegeben. Höhnisch wurde sie verlacht, als sie vor acht Jahren aus dem Bundestag flog. Doch das ist lange her. Unter ihrem strahlend schönen Vorsitzenden Christian Lindner. Der Mann hat einfach Stil. An seinen wie gegossen sitzenden Anzügen passt alles. Da sind keine Ärmel zu lang wie bei Olaf „Wirecard“ Scholz. Und Christian Lindner will seiner Markenkleidung auch nie beweisen, dass er sie, ohne verkrampft zu wirken, noch drei Nummern kleiner tragen kann, weil er mit Vaseline und Schuhanzieher reinflutscht. Wie man das bei Heiko „Wir haben sieben Leute aus Kabul gerettet“ Maas jeden Tag sieht. Nein. 

Christian Lindners Erscheinungsbild steht für Glamour, lässige Eleganz und Zielstrebigkeit in Freiheit. Christian Lindner ist für mich schon lange der Finanzminister der Herzen. Allein schon dank seiner gleichermaßen gepflegten und über den nötigen Spritzer Spitzbübigkeit  verfügenden Attitude, die die Tür zum Herz jeder Schwiegermutter nicht nur öffnet, sondern ausbaut. Jeder würde ihm abnehmen, wenn er einem Innovationstreiber wie Kim Dotcom staatliche Subventionen in Höhe von 40 Billiarden Euro zusichert, weil DER versprochen hat, eine in einem polnischen Wald entdeckte alte Nazi-Bohnerwachsraffinerie zur Wasserstofffabrik umzubauen und zwecks verlustfreier Kraftstoffgewinnung direkt auf der Sonne zu installieren! 

Man kann sich Christian Lindner, den Bachelor unter den Parteibossen, auch problemlos vorstellen, wie er beim Abfeiern eines Kollabo-kickoffs von Heckler & Koch mit Roland Berger, Motto: „Den Sozialstaat richtig triggern“, mit den passenden TikTok-Moves den Dancefloor dominiert,  zu „King Size“ von Kruder und Dorfmeister im DJ Koze-Remix. 

Das alles, ohne die perfekte Performance seines makellosen, im Gym definierten Wirtschaftsbodys durch das Auftauchen auch nur eines einzigen Schweißtropfens downgraden zu lassen. 

Wer auch immer das Ruder über ein hoffentlich bald freies Deutschland übernehmen will, ohne es in den Strudeln linksgrüner Fünfjahrespläne kentern zu sehen, braucht die Expertise der Freiheitspartei. 

Die Wirtschaft einfach machen lassen! 

Zeit wird’s! Viel zu lange schon musste sich unsere anständige Wirtschaft, das Rückgrat und die Daseinsberechtigung der Deutschen, von willkürlich erteilten Dekreten aus dem Kanzleramt knechten lassen. Kein Wunder, kamen sie doch von einer FDJlerin, die den sozialistischen Schlendrian mit der Muttermilch aufgesogen hat und mit absolutem Kadavergehorsam stalinistische Anordnungen aus Brüssel befolgte, mit denen uns Griechen, Italiener, Slowenen und all die anderen Kostgänger in den Staub getreten haben. 

Kein einziger Ingenieur in diesem Land durfte was erfinden, nicht ein Unternehmer durfte beispielsweise mit einem frechen, unangepassten Softwareupdate den Markt für dieselbetriebene Kraftfahrzeuge von hinten aufrollen. 

Niemand durfte amerikanische Internetgeschäftsmodelle kopieren, groß machen und zu einem angemessenen Preis an die eigentlichen Erfinder verkaufen, wie es die Samwer-Brüder gerne getan hätten. Die klugen Köpfe dieses Landes litten kollektiv unter der Knute von Bundesumweltamt, Attack und WELTHUNGERHILFE! 

Geknebelt und gefesselt warteten sie vergeblich auf ihre Befreiung durch eine liberale Lichtgestalt. Und nun lachen uns sogar die Libanesen feist ins Gesicht, die ihre Energie nicht mit Solarmodulen erzeugen, sondern autark mit eigenverantwortlichen, rußfilterfreien  Dieselaggregaten! 

This is future! Mehr Freude am Erfinden als am Verbieten!

Nicht zu vergessen die Amerikaner. Jeder von ihnen besitzt ein Eigenheim, ein Auto, ein Sportboot und eine persönliche Weltraumrakete. Das alles nur dank der Steuersenkungen von Präsident Donald Trump. Auch er ein erfolgreicher Mann aus der Wirtschaft. Auch er perfekt frisiert. Es kommt eben doch auf die Äußerlichkeiten an. Und siehe da: die Amis haben einen Lauf. Manchmal kommt sogar ne Kugel raus. Aber nur, wenn man dem persönlichen Eigentum anderer Leute zu nahe kommt. Denn Eigentum ist wichtig. Es gehört einem, man darf es für immer behalten und muss es nicht zurückgeben. Ausleihen und mieten, das sind doch Begriffe, die den kollektivistischen Fehlklang von armseligen Zustandsbeschreibungen haben wie Kinderheim, Zwangsneurose und öffentlicher Nahverkehr! Wer will das? Niemand, der die Freiheit schätzt! 

Besitz bringt Bedeutung! Und wer besitzt, soll nicht belastet werden. Denn er hat ja schon. 

Also: Steuern runter! Was soll das überhaupt? Leistung soll sich wieder lohnen. Damit ist aber keine staatliche Leistung gemeint. Nein: die persönlich erbrachte und in materiellen Werten manifestierte Leistungsfähigkeit kreativer Gehirne. 

Wir wären schon längst weiter, wenn die Bewohner dieses Landes nicht nur eigene Fahrzeugflotten besitzen würden, sondern auch die Straßen dazu. Dann hätte jede Person ihre eigene Straße, die von der eigenen Firma direkt zum Eigenheim führt. Fazit: niemand nimmt anderen Platz weg. Es gäbe keine Staus mehr und man braucht auch nicht so einen Quatsch wie Tempolimit. 

Friede den Parkhäusern, Krieg den Mietwohnungen!

Und wenn alles zugebaut ist, zieht man ein zweites Stockwerk hoch, so what? 

Dann hat auch niemand mehr Probleme mit Hochwasser. Im Übrigen sammelt man DAS zukünftig in Rückhaltebecken. Die Rückhaltebecken sind ehemalige, Steuergeld verschlingende öffentliche Schwimmbäder, U-Bahntunnel, Busdepots und Bahnhofsgebäude. Und was macht man mit dem Hochwasser? Man stellt daraus auf der Sonne mit der Anlage von Kim Dotcom Wasserstoff her! Ist doch easy! 

Den Rest vom Klimawandel kriegen wir auch mit technischen Innovationen in den Griff. 

Alte Menschen sind ja im Gegensatz zum coolen Christian Lindner zu schwach, um die Warterei aufs Renteneintrittsalter bei 60 Grad im Schatten auszuhalten. Also bauen ihnen unsere einfallsreichen Ingenieure Ventilatoren in die Erwachsenenwindeln. 

Mit denen kann Omma fliegen! Völlig autark, dank 5G und GPS von der Doppelschicht bei Lieferando direkt in die wärmeisolierte  Eigentumswohnung, wo der Pflegeroboter mit biodynamisch hochgezüchtetem Haferschleim und passgenau dosierten Medikamenten dafür sorgt, dass Omma ihren Kredit für die Butze weitere 30 Jahre abbezahlen kann.

Die FDP, die Butter Lindner unter den Parteien, wird dafür sorgen, dass sich jeder von uns eine Eigentumswohnung leisten wird, die schon nach drei Generationen vollständig abbezahlt ist! Niemand muss mehr Miete abdrücken. Die Rente besteht aus Aktien! Und wenn jetzt jemand sagt: „Aktien sind Glücksspiel“, dann sage ich: „Rentner spielen doch eh alle Lotto! Lasst uns auch die Altersvorsorge zur Tippgemeinschaft machen!“ 

Es wird höchste Zeit, dass die FDP, die Sonne unter den Parteien, endlich endlich endlich Regierungsverantwortung bekommt. Dann können alle mal sehen, was Christian Lindner auch außenpolitisch auf seiner teflonbeschichteten Pfanne hat. 

Er, der sich regelmäßig persönlich vom weißrussischen Honorarkonsul über die Verhaftungen, äh, Fortschritte der dortigen Demokratiebewegung informieren lässt, hat nämlich den Makel, nur der gut frisierte Bademeister eines Sammelbeckens enorm erfolgreicher Egomanen zu sein, endgültig übertüncht, äh, abgeschüttelt. 

Holen wir uns die Zukunft! Aber nicht zur Miete!

Herzlich willkommen bei den Brauseboys: Anna Kryszan & Maren Jasper-Winter von der FDP!

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