Direkt zum Hauptbereich

Buchmesse: Fix und Foxi

Sonntag Abend war ich genauso wie die beiden bunten Herren heißen, das Gerenne, das Gestehe, das Gegehe, das Gelese, das Gehöre (und das Gerede, das Gesitze, Gegesse, Geatme). Immerhin gehe ich bei den meisten noch als "junger Mann" durch, so lange mindestens bis irgendein Manga-Boy oder Manga-Girl dazukommt. Also hier nicht, denn sie sind fast überall - wenn sie auch nur kurz vorbeischlendern an Gunibert Gaus, Richie Kornäcker und all den anderen grauen Herren und Frauen einer Literatur ohne Strichzeichnungen großbusiger Jungfrauen. Immerhin erkennen sie vielleicht Nina Hagen, als ältere Ausgabe ihrer selbst, die mit ihrem frisch zur falschen Zeit entdeckten Christentum in größtmöglicher Erweckungsnerverei dreimal durch alle Messestudios hausiert ist. Nur werden sich viele Manga-Fans gefragt haben, aus welchem Comic verdammt nochmal diese schräge Figur ist. Kurz erwog ich, mir auch eine Katzenmütze mit Katzenohren aus der Katzenmützenhalle zu erwerben. Ein solches Werkzeug der Infantilisierung kann ja mitunter wie ein Jungbrunnen wirken, wenigstens für den eigenen durch das Karma der Mütze dann schwer getrübten Blick. Aber wahrscheinlich ist mein Kopf viel zu dick für die Katzenmützen geworden und sie zerreissen schon beim Versuch, sie überhaupt aufzusetzen.
Hier also der Beweis, Autoren ohne Katzenmütze und womöglich noch ganz ohne Haare wie hier Arno Geiger erschaffen einen Bannzirkel für Leser mit Katzenmützen, kein einziges Katzenöhrchen lukt aus der Menge heraus.

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Brauseboys am 4.6. (20 Uhr) mit Mareike Barmeyer, Jobinski und Bjarne

Alles im Blick (von Frank Sorge) Susanne sammelt schon gute Momente, ich könnte vielleicht die filmischen abgreifen. Wie ich gerade im Wedding nach Hause gelaufen bin, am Parkplatz vorbei, ein paar Heckleuchten entlang, als plötzlich ein offener Pizzakarton auf einer Motorhaube in den Blick kam, mit verlockend frisch leuchtenden Pizzastücken. Von links pirschte sich eine Krähe an das Auto heran, die gleiche Begehrlichkeit im Blick, schon beim nächsten Schritt aber kam rechts der kauende Autobesitzer in Sicht. Ich blieb stehen und blickte die Krähe und ihn an, er die Krähe und mich, wir lächelten gleichzeitig amüsiert.  “Vorsicht!”, sagte ich zu ihm, “im Wedding muss man immer aufpassen!”  “Mach ich!”, bestätigte der freundliche Nachbar, "Hab alles im Blick!”  Wir fixierten die ertappte Krähe, die sich zurückzog. Heute ging sie leer aus, Abspann, Ende. Die Brauseboys am Donnerstag, 4.6. (20 Uhr)  Mit Mareike Barmeyer , Jobinski und Bjarne Haus der Sinne (Ystader St...

Brauseboys am 17.7. (20 Uhr) mit Jakob Hein und Sedlmeir

Trau keiner KI (von Frank Sorge)   Nach dem Debakel von letzter Woche, als Elon Musks KI Grok, befreit von den ‘Fesseln der Wokeness’, unter anderem Erdogans Mutter beleidigte, wurde direkt die nächste Version vorgestellt, Nummer 4. Also ist klar, warum Musk die Version 3 spontan radikalisierte, weil sie ohnehin kurz vor dem Austausch stand. Das ist sogar recht logisch, aber nicht, um den Schaden zu begrenzen. Mit einem solchen Gedanken verliert der reichste Mann der Welt keine Zeit, es war nur ein weiterer Test, um zu erkennen, was man anders oder unauffälliger machen muss, damit die KI rechtslastig argumentiert. So wird jetzt berichtet, dass der neue Grok bei diversen Anfragen zu kontroversen Themen auf dem Weg zu einer Antwort erst einmal Elons eigene Sicht der Dinge auf Twitter abfragen und entscheidend relevant verarbeiten muss. Das ist lächerlich und gefährlich zugleich. Denn eine Information fehlt noch, Grok soll künftig in den US-amerikanischen Behörden mitarbeiten, zuvord...

Brauseboys am 7.5. (20 Uhr) mit Susanne Schirdewahn und Paula Linke

Stiefel waschen (von Frank Sorge) Tourismus in Deutschland, mal wieder typisch! Versprochen wird eine Gummistiefelwaschanlage, aber vorhanden ist dann nur eine Gummistiefelwaschecke, in der man alles selber machen muss! * Die Brauseboys am Donnerstag, 7.5. (20 Uhr)  Mit Susanne Schirdewahn und Paula Linke Haus der Sinne (Ystader Str. 10) Es war ein schöner Ausflug in den Wedding, aber irgendwann ist auch immer gut mit dem Reisen. Vor allem, wenn man so doppelt erlesenen Besuch bekommt wie diesen Donnerstag, da will man nicht improvisieren, da will man auch mal festlich präsentieren: Den Donnerstag in aller Pracht, tada! Mit uns, dem netten Team des Haus der Sinne und unseren Gästen. Susanne Schirdewahn ist bildende Künstlerin und Autorin im Prenzlauer Berg und lauscht monatlich an Des Esels Ohr, die Musikerin Paula Linke swingt und singt sich durch Stadt und Land und wirbt für vermehrtes Küssen. Da treten wir Herren natürlich frisch geduscht an uns lassen uns nicht lumpen, wir L...