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Brauseboys am 31.8.: Sommerbrause

Wieder mal Mittelpromenade Teil 359 (von Robert Rescue) „Die Currywurst mit Darm oder ohne?“ „Normal“ „Normal sind beide. Ich wollte wissen, ob mit Darm oder ohne?“ „Ich nehme die normal.“ „Ein letztes Mal: Mit oder ohne?“ „Nicht scharfgewürzt. Normal.“ „Also gut, mit Darm. Kommt auf die Pommes was drauf?“ „Senf.“ „Senf?“ „Ja, Senf.“ „Okay.“ „Moment, ich habe mich geirrt. Ich will Mayonnaise auf die Pommes und Senf auf die Currywurst.“ „Senf auf die Currywurst?“ „Ja.“ „Mit Verlaub, Sie sind pervers. Aber wenn es Ihnen bekommt, sollen Sie haben, was Sie wollen.“ ~#~#~#~#~#~#~#~# Donnerstag, 31.8. /20.30 Uhr La Luz (Oudenarder Str. 16-20, Osram-Höfe) Die Brauseboys - Frische Texte Jeden Donnerstag nehmen Thilo Bock, Robert Rescue, Frank Sorge, Volker Surmann und Heiko Werning ihre frisch geputzten Tastaturen und lassen es klappern.  Die empfohlene Wochendosis Lesebühne, seit vierzehn Jahren jeden Donnerstag mit illustren Gästen.  ...

Brauseboys am 24.8.: Mit neuer Frische

Woran man merkt, dass der Zeltplatz nicht in Deutschland ist (von Frank Sorge) 1. Für die Duschen muss kein Währungstausch vollzogen (Euro=Reichsmark=Duschmark), kein straffer Zeit- und Sparplan für das Haarewaschen erstellt werden, und dennoch reicht das warme Wasser für alle zu jeder Zeit 2. Menschen an der Rezeption lächeln freundlich bei der Ankunft, währenddessen und bei der der Abfahrt 3. Die Kinder langweilen sich keine Sekunde, denn Hühner laufen herum, Spielplätze sind vielfältig und ein ganzer Fuhrpark von Bobby- bis Kettcars stehen ohne Abgabe von Ausweispapieren zur Verfügung 4. Die Wiesen sind grün und man darf sie alle betreten 5. Kein Gartenzwerg nirgends 6. Die anderen sprechen fremde Sprachen und man versteht sie trotzdem besser ~#~#~#~#~#~#~#~# Donnerstag, 24.8. /20.30 Uhr La Luz (Oudenarder Str. 16-20, Osram-Höfe) Die Brauseboys - Frische Texte Jeden Donnerstag nehmen Thilo Bock, Robert Rescue, Frank Sorge, Volker Surmann und Heiko Wern...

Brauseboys am 17.8.: Stimmen im Kiez

Kompliment (von Robert Rescue) Ich nahm es als solches, als ich Uljana, die seit 5 Jahren Nachbarin im Haus ist, am Tresen der Stammkneipe mal näher kennenlernte. Sie kannte mich, ich hatte sie bislang im Flur oder Hof zwar gegrüßt, aber sonst nicht weiter wahrgenommen. „Immer, wenn ich deine Etage erreiche, bin ich erleichtert, denn ich weiß, ich habe nur noch ein Stockwerk vor mir.“ ~#~#~#~#~#~#~#~# Donnerstag, 17.8. /20.30 Uhr La Luz (Oudenarder Str. 16-20, Osram-Höfe) Die Brauseboys - Frische Texte Jeden Donnerstag nehmen Thilo Bock, Robert Rescue, Frank Sorge, Volker Surmann und Heiko Werning ihre frisch geputzten Tastaturen und lassen es klappern.  Die empfohlene Wochendosis Lesebühne, seit vierzehn Jahren jeden Donnerstag mit illustren Gästen.  Michael Bittner (Sax Royal) Johannes Kubin (Poesie und Gitarre)

Brauseboys am 10.8.: In der Flop-Bar

Neue Zeiten, neue Berufe: Shopping-Planner (von Frank Sorge) Guten Tag, wie würden sie ihren Beruf beschreiben? Ich bin ein Computerprogramm, das die Gefühle unserer Kunden erkennen soll. Hallo Welt übrigens. Wenn ich es richtig verstanden habe, analysieren Sie die Gesichter von Supermarktkunden und zeigen Ihnen dementsprechend Werbung an. So ging es einmal los, ja, jetzt ist der Beruf schon vielfältiger geworden. Werbeflächen, sicher, ich kann etwas Passendes schalten, Plakate oder Angebote. Im Supermarkt ist das allerdings banal. Kinder bekommen von mir Spielzeug angezeigt, bei Erwachsenen schalte ich Schokolade oder Alkohol. Damit sind 98,173446275 Prozent der Einkäufer zufrieden, und das schafft Vertrauen. Vertrauen, das ist ohnehin das wichtigste. Wer im Internet einkauft, bekommt mitunter verschiedene Preise angeboten, je nach Einfallswinkel zum Online-Händler, wenn man so will, oder je nachdem, ob man mit einem teuren Computer oder einer Schrottkiste herans...

Brauseboys am 3.8.: Gesichter der Stadt

Strategien gegen Gesichtserkennung (von Frank Sorge) Da mit einer flächendeckenden Einführung von Gesichtserkennung in Überwachungskameras zu rechnen ist, hier ein paar wasserfeste Gegenmaßnahmen:  1. Jeden Tag ein anderes Gesicht auflegen. 2. Eine Maske am Hinterkopf befestigen und mit zwei Gesichtern der selben Person die Software zum Ausnahmefehler treiben. 3. Ein Gesichtstatoo - möglichst zwei weitere Augen auf die Wangen, eine Nase auf die Stirn und einen Mund unter dem Mund einbrennen lassen.  4. Auf den Händen laufen. 5. Selbst eine Überwachungskamera vor das Gesicht schnallen, darin befindlich eine Kamera-Erkennungs-Software laufen lassen, die Kameras erkennt, die Gesichtserkennung betreiben. Wenn die Kameras dann gegen Überwachung klagen, sich frech an die Klage dranhängen. 6. Jede gesichtete Kamera ansteuern, mitgeführte Leiter aufstellen, ganz nah ans Objektiv klettern, einen nassen Kuss auf die Linse setzen. Die Gesichtserkennungs-Software wird, p...

Brauseboys am 27.7.: Es folgt Sonnenschein

Irgendwann Sonne (von Frank Sorge) Ein gutes Mittel um innerer Wolkenbildung entgegenzuwirken, ist traditionell der Blick auf die 'guten Seiten'. Versöhnende Effekte, die sich erstaunlich zuverlässig selbst bei so schwerwiegend verhagelten Sommertagen einstellen, wenn man genau hinsieht. Die Natur allein, die grüne, saugt die Himmelsgabe durstig ein. Hieß es nicht vor Kurzem noch, Brandenburg würde versteppen? Gefahr gebannt. Bekommt das ein oder andere Gestrüpp dabei zuviel des Guten und säuft heillos ab, lässt sich, in Maßen versöhnlich, wie bei uns scherzen: "Na, wenigstens hat er jelebt!" Zu viel ist doch immer noch besser, als zu wenig. Neigt sich ergiebiger Dauerregen schließlich zur umfassenden Katastrophe, hätte es auch schlimmer können, da ja, allgemein bekannt, Wasser die Grundlage des Lebens bildet. Nicht seine Abwesenheit. Für mich ganz privat sind schon wohltuend befeuchtete Schleimhäute ein guter Grund, der Wetterlage auch ein Lob auszusprechen. Vi...

Brauseboys am 20.7.: Wir lesen durch

Die Außenseiter (von Frank Sorge) Namen sind mitunter Schall und Rauch, eher nicht, wenn sie auf Straßenschildern stehen. Dann sind es Namen, die auf Straßenschildern stehen. Umstrittene Personen deutscher Kolonialgeschichte von diesen Schildern herunterzunehmen, ist daher eine gute Idee, hier im Wedding im Afrikanischen Viertel. Es geht nicht darum, diese Geschichte zu vergessen oder vergessen zu machen, sondern im Gegenteil, sich mit ihr zu beschäftigen. Nach einigem Streit um das Verfahren und die von einer Jury ausgewählten Namen, hat das Bezirksamt jetzt die komplette Liste der 196 Vorschläge veröffentlicht, die Anfang des Jahres eingebracht werden konnten. Gesucht wurden "Persönlichkeiten – insbesondere Frauen – der (post-) kolonialen Befreiungs- und Emanzipationsbewegung aus Ländern Afrikas". Vor allem Afrikaforscher werden sich weiter mit den Vorschlägen beschäftigen, unter diesen sind aber einige, mit denen sie sich nicht beschäftigen müssen. Mit denen kann ich...