Direkt zum Hauptbereich

Posts

Es werden Posts vom September, 2026 angezeigt.

Brauseboys am 1.10. (20 Uhr) mit Bruno

Pizza-Ferrari (von Frank Sorge) Der G3-Pizza-Ferrari ist ein überzeugendes Produkt und hält, was er verspricht. Die Lichter flackern schön beim Einschalten, nicht die am Gerät, die im Wohnblock. Unter seiner rot lackierten Kuppel entstehen innerhalb weniger Minuten bis zu 400 Grad über einem dünnen Schamottstein. Kurioserweise soll das Wort Schamotte im 18. Jahrhundert von italienischen Porzellanarbeitern in Thüringen erfunden worden sein, behauptet Wikipedia. Man muss sich das Wort also gesächselt vorstellen, Schärm bringen Glück und Schamotte sorgt für einen guten Pizzaboden. Vor der Benutzung des Ferraris sollte man alles nötige Werkzeug und Gerät bereithalten, außerdem die Pizzen gut vorbereitet haben, denn das Ding ist schnell. Kaum hat man eine Pizza aufgelegt und die Kuppel geschlossen, wird der Mini-Ofen zur Black-Box, dort drinnen wütet mutmaßlich ein Inferno. Ein Inferno in Forno, wenn man so möchte. Der eingebaute Timer reicht nur fünf Minuten weit, aber man ist irre, wenn ...

Brauseboys am 24.9. (20 Uhr) mit Aidin Halimi und Jana Berwig

Seestern: Der übertragene Sinn (von Frank Sorge) Die Brauseboys am 24.9. (20 Uhr)  mit Aidin Halimi und Jana Berwig Frische Texte, neue Lieder, spannende Gäste Haus der Sinne (Ystader Str. 10) - Kellerbühne Ein Gespenst geht um, das Gespenst des Kommunismus, sagen die einen, ein Gespenst der guten Veränderung, sagen die anderen. Nur eines ist definitiv: Franziska Giffey hat keinen Platz im Abgeordnetenhaus mehr, Kai Wegner und Partnerin verbleiben aber, für ein bisschen Kontinuität. Manches mehr werden wir wohl auswerten an diesem Donnerstag nach der Wahl, auch wieder ganz ohne politische Gäste, sondern voll konzentriert auf aktuelle Texte und klingende Lieder. Zur Unterstützung dieses Projekts "Schöner Donnerstag" haben wir auch beste Gäste dazugeladen, es handelt sich um Aidin Halimi von der Lesebühne 'Fuchs und Söhne' und Jana Berwig inklusive Gitarre. Weil das schon gespenstisch nach schönem Abend klingt, gehen wir dafür in den Keller des Haus der Sinne (leider...

Brauseboys-Politwochen am 17.9. (20 Uhr) mit Roland Schröder (Linke), Susanne Schirdewahn und Karel Ott

Überraschungstasche (von Frank Sorge) Ich laufe ja viel mit meiner Ukulelentasche herum, auf der Müllerstraße fragte im Vorbeigehen vor Kurzem ein Mann seinen kleinen Sohn: “Guck mal, welches Instrument ist in der Tasche?” Der Junge überlegte kurz und sagte dann: “Geige!” “Richtig!”, sagte der Vater. Ich bin einfach weitergelaufen und habe sie nicht korrigiert. Hätten sie gewusst, dass ich eigentlich meine Heckler & Koch Kleinkaliber-Maschinenpistole durch den Kiez trug, hätte sie das sicher nur verwirrt. Manchmal rechne ich jedenfalls damit, dass ich die Tasche öffne und gar keine Ukulele darin ist. Randvoll mit Geldscheinen könnte sie dann sein, das wäre was, oder es ist wirklich mal plötzlich eine Geige im Kasten und dann spiele ich halt die. Ich wurde auch schon für einen Geiger des Deutschen Symphonie-Orchesters gehalten, vermute aber, dass sich nur unsere Taschen ähnlich gesehen haben. Die Brauseboys-Politwochen am 17.9. (20 Uhr)  mit Roland Schröder (Linke), Susanne Sc...

Brauseboys-Politwochen am 10.9. (20 Uhr) mit Mike Szidat (SPD) und Annie We

Was Nettes sagen (von Frank Sorge) An der Supermarktkasse spielte eine Kundin mit der Verkäuferin ein Spiel, es hieß, glaube ich: “Was Nettes sagen!” Die eine sagte: “Einen wunderschönen guten Abend!”, die andere setzte drauf: “Danke sehr, und Ihnen auch noch einen ganz besonders schönen Abend!” Aber damit nicht genug, sagte die Kundin noch: “Es war so schön hier bei Ihnen, da komme ich wahnsinnig gerne wieder!”  “Na, unbedingt, Sie sind herzlich willkommen, kommen Sie gerne so oft wieder, wie Sie möchten.” “Das werde ich machen, sobald wie möglich, ich danke Ihnen nochmal ganz herzlich, dass ich hier so eine schöne Zeit mit Ihnen hatte…” Ich hatte den Anfang ihres Gesprächs nicht mitbekommen, denn ich stand ganz abseits neben der Kasse und lauschte erst rüber, als es so dolle herzlich wurde. Sie sprachen auch sehr laut, fast als wären sie Schauspielerinnen, und da kamen mir erste Zweifel, ob die Ursache der überbordenden Freundlichkeit überhaupt Freundlichkeit war.  “Das lie...

Brauseboys-Politwochen am 3.9. (20 Uhr) mit Sunčica Klaas (B'90/Grüne) und Manfred Maurenbrecher

Tief durchatmen (von Frank Sorge) Vor ein paar Tagen klingelte es an der Tür und der dritte Glasfasermann stand da, vermutlich sind das schon Roboter, ich sagte trotzdem 'Tut mir leid', als ich jedes Ansinnen ablehnte (und ihn ein paar Häuser weiter zu Robert Rescue schickte). Als es das nächste Mal klingelte, war ich entsprechend erleichtert, dass meine Frau die Tür öffnete. Dieses Mal war es Haustürwahlkampf, oh je, und das genau zur Abendbrotzeit. Ich hielt mich in der Küche am Herd wie ein ordentlicher Hausmann und lauschte nur, es waren die Grünen, ehrenamtliche Freiwillige. Größere Diskussionen waren nicht zu erwarten, da im Schatten des Küchenschranks ja noch Robert Habeck saß und mir jetzt auch mit dem Finger an den Lippen bedeutete, möglichst leise zu sein. Ganz normaler Küchenbesuch, es gab hier durchaus Leute im Haushalt, die grün wählten, bzw. mal gewählt hatten, es würde mit ein paar Floskeln getan sein und irgendwelche Blumensamenpäckchen nahmen wir immer gern. D...