Direkt zum Hauptbereich

Brauseboys am 10.2.: Lesecocktail mit Kemal Hür und Toni Mahoni

Besser so

“Informieren Sie sich in der neuen Hörzu-Wissen über die tödlichen Viren und Bakterien, die unser Leben bedrohen”, empfiehlt mir das Radio. Nein, danke. Und den Kaugummi der Geschmacksrichtung Mojito probiere ich auch nicht aus. Ja, es ist auch mein Lieblingscocktail, aber es ist eben ein Cocktail und kein Kaugummi. Kaugummis nimmt man zum Beispiel nach schwerem Alkoholkonsum, um den schweren Alkoholkonsum für sich und andere erträglicher zu machen und sollte sich zu diesem Zweck in Geschmack und Geruch unterscheiden. Im Gegensatz zum schweren Bierkonsum macht zwar schwerer Mojitokonsum durch die frische Minze einen deutlich besseren Atem. Dann aber braucht es eigentlich auch keinen Kaugummi Mojito mehr nach dem Mojito, den bräuchte es eher nach viel Bier. Der Biertrinker will aber auch keinen Mojito nach dem Bier, getrunken oder gekaut, sondern er will vermutlich Bier nach dem Bier. Der Mojitotrinker wird auch kein Bier danach trinken wollen, also würde er vermutlich dann auch keins kauen wollen. Und sind nicht Schokozigaretten verboten worden, was unterscheidet sie eigentlich von Kaucocktails? Auch wenn es mir selbst zu verworren wird, gibt es doch eine Konklusion, neben meiner tiefen Überzeugung, dass sich sehr bald niemand außer Google mehr an eure Geschmacksverwirrung erinnern kann und mir als Chronisten schon jetzt eine abwegige Fantasie unterstellt werden wird. Einen Bierkaugummi würdet ihr nie anbieten und das ist auch besser so. 

~#~#~#~#~#~#~#~#
Donnerstag, 10.2. /20.30 Uhr
La Luz (Oudenarder Str. 16-20, Osram-Höfe)

BRAUSEBOYS

Neue Texte, Musik und Multimedia mit Paul Bokowski, Hinark Husen, Robert Rescue, Frank Sorge, Volker Surmann, Heiko Werning und Gästen. 

Gäste:
Kemal Hür (migrationshintergründige Texte)
www.de.wikipedia.org/wiki/Kemal_Hür
Toni Mahoni (brät Störche)
www.tonimahoni.com

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Jan Koch

Jan wohnt schon eine Weile nicht mehr im Wedding, sondern auf dem Land. Hier wie dort verbreitet er Wohlbefinden und seine schönen Lieder.

Brauseboys am 10.1. im La Luz: Nächstes Jahr

Zugabe 'Danke, dass ihr zuhört, und für's Verständnis. Dafür gibt es dies Geständnis: Wir können nicht ohne und mögen, wenn's euch gefällt. Was für 'ne Welt wäre es ohne uns und den Text? Wir sagen: Danke, dass ihr zuhört. Danke Publikum!' ~#~#~#~#~#~#~#~# Donnerstag, 10.1. /20.30 Uhr La Luz (Oudenarder Str. 16-20, Osram-Höfe) Die Brauseboys - Lesebühne im Wedding Seit bald sechszehn Jahren jede Woche neue Texte, Betrachtungen, Musik und belebende Heiterkeit mit Thilo Bock, Robert Rescue, Frank Sorge, Volker Surmann, Heiko Werning und Gästen. Am 10.1. begrüßen nach dem Rückblicksmarathon und seinen Erschöpfungsopfern die ausdauerndsten und virilsten Boys Heiko Werning & Frank Sorge gemütlich im Restaurant des La Luz eine freundliche Liedermacherin und einen Verfasser höchst authentischer Taxigeschichten: Eva Wunderbar (Bitte bleib) Christian Schmitz ( Der Fuchsflüsterer vom Zeltinger Platz ) ~#~#~#~#~#~#~#~#

Brauseboys am 16.7. in der Kulturfabrik Moabit: Mit Michael-André Werner & Lüül

Nur so eine Ahnung (von Frank Sorge) Wenn ich die Kinder von der Kita hole, erzählen sie immer sofort eine Sache. Offenbar das, was sie am Tag am meisten beschäftigt hat, was sie Besonderes erlebt haben, oder welche neue Frage sich gestellt hat. Man müsste diese Sätze eigentlich aufschreiben. "Weißt du, Papa?", setzt mein Sohn an, nachdem er zu mir gerannt ist. "Was denn?" "Das Weltall", sagt er, "das ist wirklich sehr groß." "Ja, stimmt", sage ich verblüfft, "sogar sehr, sehr groß, unvorstellbar groß." "Und weißt du? Man weiß gar nicht, ob es überhaupt ein Ende hat." "Ja", sage ich, "vielleicht hat es gar keins. Aber was sich Menschen auch schon lange fragen, wie es überhaupt angefangen hat." Er stutzt. "Was denken die denn?", fragt er, jetzt bin ich in der Bredouille. "Die meisten denken, es gab eine große Explosion und seitdem fliegt alles auseinander." "Nein", un