Direkt zum Hauptbereich

Brauseboys am 11.5. (20 Uhr) im Haus der Sinne: Mit Isobel Markus & Tito Maffay

Wer Visionen hat, sollte (von Frank Sorge)
 
“Der nächste bitte!”
“Hallo, ich sehe Unheil.”
“Jetzt gerade? Das können Sie so nicht sagen. Sie sehen ja mich und ich will Ihnen helfen.”
“Aber wir rasen auf eine Katastrophe zu, ich kann es spüren.”
“Ich dachte, Sie können es sehen?”
“Es ist noch nicht da, aber ich sehe die Zeichen.”
“Sie sehen Zeichen, das ist interessant. Handelt es sich, sagen wir mal, um Buchstaben womöglich, vielleicht auch Zahlen?”
“Natürlich auch, jeden Tag, wenn ich das Internet aufmache…”
“Ah ja, da kann ich Sie schon beruhigen. Das geht jedem so, der jeden Tag das Internet aufmacht.”
“Aber das heißt doch, es ist real, warum tut dann niemand was?”
“Machen doch alle, alle tun irgendwas. Ich vermute fast, Sie sollten auch mal wieder was tun.”


Brauseboys - mit Isobel Markus & Tito Maffay

Donnerstag, 11.5. (20 Uhr)
Haus der Sinne (Ystader Str. 10)
 
Sind Sie auch etwas konservativ? Liegt im Trend, ist nicht schlimm, es ist ja wichtig, Dinge zu bewahren. Nur welche Dinge? Wir denken zum Beispiel, Vernunft ist bewahrenswert, oder Gelassenheit. Gibt es vernünftige und gelassene Einwände gegen ein Tempolimit? Verzwickte Lage, ist die Frage selbst schon zu progressiv? Könnte man die Letzte Generation womöglich überzeugen, das Kleben zu lassen, gegen ein Tempolimit? Wäre doch eine schöne Win-Win-Win-Situation und wir könnten uns anderen wichtigen Themen widmen. Brötchentasten oder wie man die Innenstadt SUV-gerecht umbaut. Ist sowieso Berlin, das passt gar nicht, wenn es zu schön wird. Lebenswert heißt für uns vor allem lesenswert, jeden Donnerstag im Haus der Sinne. Ganz konservativ gibt es hier, wie früher, neue Texte und Lieder, neue Erfahrungen, neue Gäste - in dieser Woche mit Isobel Markus (Berliner Salonage) & Tito Maffay (Schöner Schein).
 
Hinweis: Wir sind diese Woche oben auf der Bühne, also barrierefrei.

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Brauseboys am 4.6. (20 Uhr) mit Mareike Barmeyer, Jobinski und Bjarne

Alles im Blick (von Frank Sorge) Susanne sammelt schon gute Momente, ich könnte vielleicht die filmischen abgreifen. Wie ich gerade im Wedding nach Hause gelaufen bin, am Parkplatz vorbei, ein paar Heckleuchten entlang, als plötzlich ein offener Pizzakarton auf einer Motorhaube in den Blick kam, mit verlockend frisch leuchtenden Pizzastücken. Von links pirschte sich eine Krähe an das Auto heran, die gleiche Begehrlichkeit im Blick, schon beim nächsten Schritt aber kam rechts der kauende Autobesitzer in Sicht. Ich blieb stehen und blickte die Krähe und ihn an, er die Krähe und mich, wir lächelten gleichzeitig amüsiert.  “Vorsicht!”, sagte ich zu ihm, “im Wedding muss man immer aufpassen!”  “Mach ich!”, bestätigte der freundliche Nachbar, "Hab alles im Blick!”  Wir fixierten die ertappte Krähe, die sich zurückzog. Heute ging sie leer aus, Abspann, Ende. Die Brauseboys am Donnerstag, 4.6. (20 Uhr)  Mit Mareike Barmeyer , Jobinski und Bjarne Haus der Sinne (Ystader St...

Brauseboys am 7.5. (20 Uhr) mit Susanne Schirdewahn und Paula Linke

Stiefel waschen (von Frank Sorge) Tourismus in Deutschland, mal wieder typisch! Versprochen wird eine Gummistiefelwaschanlage, aber vorhanden ist dann nur eine Gummistiefelwaschecke, in der man alles selber machen muss! * Die Brauseboys am Donnerstag, 7.5. (20 Uhr)  Mit Susanne Schirdewahn und Paula Linke Haus der Sinne (Ystader Str. 10) Es war ein schöner Ausflug in den Wedding, aber irgendwann ist auch immer gut mit dem Reisen. Vor allem, wenn man so doppelt erlesenen Besuch bekommt wie diesen Donnerstag, da will man nicht improvisieren, da will man auch mal festlich präsentieren: Den Donnerstag in aller Pracht, tada! Mit uns, dem netten Team des Haus der Sinne und unseren Gästen. Susanne Schirdewahn ist bildende Künstlerin und Autorin im Prenzlauer Berg und lauscht monatlich an Des Esels Ohr, die Musikerin Paula Linke swingt und singt sich durch Stadt und Land und wirbt für vermehrtes Küssen. Da treten wir Herren natürlich frisch geduscht an uns lassen uns nicht lumpen, wir L...

Brauseboys am 17.7. (20 Uhr) mit Jakob Hein und Sedlmeir

Trau keiner KI (von Frank Sorge)   Nach dem Debakel von letzter Woche, als Elon Musks KI Grok, befreit von den ‘Fesseln der Wokeness’, unter anderem Erdogans Mutter beleidigte, wurde direkt die nächste Version vorgestellt, Nummer 4. Also ist klar, warum Musk die Version 3 spontan radikalisierte, weil sie ohnehin kurz vor dem Austausch stand. Das ist sogar recht logisch, aber nicht, um den Schaden zu begrenzen. Mit einem solchen Gedanken verliert der reichste Mann der Welt keine Zeit, es war nur ein weiterer Test, um zu erkennen, was man anders oder unauffälliger machen muss, damit die KI rechtslastig argumentiert. So wird jetzt berichtet, dass der neue Grok bei diversen Anfragen zu kontroversen Themen auf dem Weg zu einer Antwort erst einmal Elons eigene Sicht der Dinge auf Twitter abfragen und entscheidend relevant verarbeiten muss. Das ist lächerlich und gefährlich zugleich. Denn eine Information fehlt noch, Grok soll künftig in den US-amerikanischen Behörden mitarbeiten, zuvord...