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Brauseboys am 4.5.: Mit Zuckerklub und Klaus Ungerer

Gute Luft macht größenwahnsinnig (von Robert Rescue)

Auf einer Terrasse in Konradshöhe, irgendwo bei oder hinter Tegel. Ich rauche und blicke sinnierend in die Nacht. Drinnen diskutieren mehrere Autoren ihre Ideen für Romane. Der andere rauchende Schriftsteller kommt auf die Terrasse. "Es ist nicht gut, dass wir beide hier draußen stehen", sage ich zu ihm. "Warum nicht?", fragt er zurück. Er ist etwas überrascht. Kann ich verstehen, schließlich war ich gerade irgendwie unhöflich. Aber so ist es nicht gemeint gewesen. „Siehst du da drüben das Einfamilienhaus mit dem einen beleuchteten Zimmer?“
„Ja“, antwortet er und zündet sich die Zigarette an.
"Der Bewohner könnte etwas gegen uns haben. Wir sind Fremde für ihn. Vielleicht holt er gerade die Knarre heraus und richtet sie auf uns. Ich meine, wir beide sind die besten Schriftsteller Berlins und stehen gerade nebeneinander. Wir wären, schlimmstenfalls, beide erledigt. Was wäre das für ein Verlust für die Stadt und ihre Kultur?
"Da könnte was dran sein", sagt der andere. "Was sollen wir tun?"
"Ich habe eine Idee", sage ich und drücke meine Zigarette aus. "Ich gehe wieder rein. Damit ist die Gefahr zwar nicht gebannt, aber wenn der Typ schießt, ist der Schaden nicht so groß."

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Donnerstag, 4.5. /20.30 Uhr
La Luz (Oudenarder Str. 16-20, Osram-Höfe)

Die Brauseboys - frische Texte
Jeden Donnerstag nehmen Thilo Bock, Robert Rescue, Frank Sorge, Volker Surmann und Heiko Werning ihre frisch geputzten Tastaturen und lassen es klappern. Die empfohlene Wochendosis Lesebühne, seit vierzehn Jahren jeden Donnerstag mit illustren Gästen.

Klaus Ungerer
Zuckerklub

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Heiligabend mit den Brauseboys

Was ich mache, wenn ich nicht den Newsletter schreibe 1.) Eine Strichliste anlegen, wie oft ich das Wort Blitzeis im Radio höre. Überlegen, wie ich mit den Varianten "Blitzendes Eis", "Blitzkrieg", "Blitzer" und "geblitzt wird" umgehen soll. 2.) Pfefferkörner kaufen und in die Pfeffermühle bis zum Rand einkullern lassen, dann eine Brötchenhälfte mit Kassler und Käse belegen und mit Pfefferschrot schwärzen. Mich am frischen Duft der zerrissenen Splitter berauschen. 3.) Aus dem Fenster sehen. Auf der verbliebenen Schneedecke im Hof ist ein Vogel herumgelaufen, offenbar von schwerer innerer Verwirrung betroffen hat er stundenlang in vielfältigen Kreisen sein verstörendes Schneegemälde gemalt. 4.) Zeitung lesen und über Kopenhagen informieren. Der sudanesische Sprecher und "Bremser" heißt Lumumba Stanislaus Di-Aping. Die Ladezeit der Facebook-Fanseite von Thorsten Schäfer-Gümbel ist enorm. Er sagt: "Dem Schneckentempo

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Russisches Roulett (von Frank Sorge) Ralle: Dit is' Ding, wa? Mit die Ukraine? Dieter: Wat ham die denn für ne Inzidenz? Ralle: Nich Corona, Dieter, Invasion. Dieter: Jibts ne neue Mutante? Ralle: Alte Mutante, Sowjet-Style. Dieter: Und jetzt ham die mehr Medaillen, oder wat? Ralle: Nich Olympia, Dieter, die Russen. Dieter: Ja, die hatten die meisten, oder? Ralle: Nee, dit war früher mal, die warn jarnich dabei, also doch, aber nich als Russland. Dieter: Ach, jenau, wegen Doping. Wie hieß do' gleich der chinesische Jesundheitsminister? Ralle: Janz olle Kamelle, Dieter. Minister ham die ooch, gloob ick, janich mehr, macht allet Putin. Dieter: Der kann Karate, wa? Ralle: Judo. Dieter: Und wat sacht der jetzt? Ralle: Versteh ick nich, aber wat er macht, sieht man ja. Panzer, Soldaten, Raketen, die janze Grenze lang een Uffmarsch. Een abjekartetet Spiel, sag ick dir. Dieter: Ick kenn nur Russisch Roulett. Ralle: Jenau, so ähnlich kommt mir dit vor, nur mit alle Patronen drin. Sag