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Brauseboys am 30.1. im Mastul: Lanzen brechen

Unter den Lebenden (von Frank Sorge)

Das beste Zeichen, wieder gesund zu sein, ist sicher die Lust auf einen Döner. Wenn man hustet, schnieft und fiebert, ist die Zeit der Suppen und Salzstangen angebrochen, und sie ist vorbei, wenn man wieder nach gefährlicheren Speisen verlangt. Langsam tastet man sich heran, bis der eigene Originalzustand an der Dönerkeule wiederhergestellt werden kann.
"Hallo?"
"Hallo, einen Döner bitte."
"Wieder gesund?"
"Ja."
"Ist auch besser. Soße?"
Kaum gibt es ein besseres Zeichen für Gesundheit, als Lust auf das Ungesunde zu bekommen. Nach dünnem Schwarztee, Fenchelplörre und großen Wassergläsern zum Pillenwegspülen könnte ich also ein Bierchen zum Döner nehmen. Mit dem Dönerpäckchen biege ich auf dem Rückweg zum Spätkauf ab.
"Ey, warst du krank, Dicker?"
"Äh, ja."
"Ham uns schon Sorgen gemacht, Alter, alles gut?"
"Ja, so weit."
"Alter, ich seh schon, du hast Döner, dann is' wieder okay."
"Ich nehme noch ein Bier bitte, und Tabak."
"Aber nich' zu viel auf einmal, ja, sonst wirst du krank."
Wieder zu Hause gekommen, fühle ich mich stark und lebendig. Döner, Bier und Kippen, ich war wieder auf Kurs, die Welt konnte kommen. Hätte sie dafür irgendeinen Grund gehabt.

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Donnerstag, 30.1. /20.30 Uhr
AUSWEICHORT: Mastul (Liebenwalder Str. 33)

Die Brauseboys - frische Texte
Zurück im Wedding nehmen Paul Bokowski, Robert Rescue, Frank Sorge, Volker Surmann und Heiko Werning ihre frisch geputzten Tastaturen und lassen es klappern. Die empfohlene Wochendosis Lesebühne, auch 2014 jeden Donnerstag mit illustren Gästen.

Gäste:
Michael Bittner (von den Lesebühnen Sax Royal & Grubenhund)
Bird's Free Funk (Jazz im Trio)

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