Ungarn - Kriege für nichts Bei “Ein bisschen Frieden” damals, da ging das noch mit den politischen Aussagen. In den Achtzigern hat man auf Friedenslieder noch gehört. Eine Frau, eine Gitarre, eine Botschaft. Den ungarischen Beitrag in diesem Jahr singt eine Frau, begleitet von einer Gitarre, vielleicht ist die Zeit wieder reif. Im Verlauf des offiziellen Videos singen nach und nach irgendwelche Leute auf der Straße mit, bis sie am Schluss alle in Eintracht das Friedenslied “Kriege für nichts” schmettern: Weißt du, dass unsere Erde vor die Hunde geht, all die Kriege für nichts, es hört nie auf. Jeder verdient eine Chance, all die Seelen, all die Seelen, kannst du sie schreien hören? Das ist harter Tobak für das Wohlstandsohr, schreiende Seelen der Verdammten. Jahrelang hat man sich durch Ablenkungen bunte Ohrstöpsel zugelegt gegen derlei Klagen, und die Sängerin Boggie versucht, sie zu durchstoßen. Dass du in Frieden lebst, heißt nicht, dass es in Ordnung ist, a...