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Brauseboys am 20.11. (20 Uhr) mit Christian Kreis und Ivo Smolak

Weihnachtsansprache geleakt (von Frank Sorge)
 
“Sehr geehrte Herren, Frolleins und Frauen,
wir müssen alle den Gürtel enger schnellen, da muss ich auch zu Weihnachten mal Klartext reden dürfen. Einfach mal einen Nachtisch etwas kleiner, oder gleich ganz ausfallen lassen. Ganz oder gar nicht, das hat auch meine Großmutter immer gesagt, als sie noch Tochter vom Uropa war, das war ein schlauer Mann. Es muss nicht gleich so schlank sein, wie bei mir, und ich will nicht gleich das Jahr der Reformdiäten ausrufen, aber weniger ist mehr, wenn wer mehr verdienen will. Und irgendwer muss doch mehr verdienen, wenn wir uns die Renten ansehen, meine Herrschaften. Sicher will man am Festtisch der Besinnlichkeit vielleicht über was Schönes reden, aber da muss man eben auch Abstriche machen. Dafür bin ich jetzt Kanzler, und Sie nicht. Also! Wo waren wir eigentlich, ach ja, Weihnachten! Furchtbares Fest, alle haben immer so große Erwartungen… dabei muss man nicht immer alles bekommen, was man sich wünscht, das verdirbt den Charakter. Wer auch immer mir hier diese Rede vorformuliert hat, aber die nächsten Sätze kann ich wirklich nicht sagen. Viel zu nett, viel zu freundlich generell, deshalb habe ich hier mal eingegriffen. Muss der Quatsch überhaupt so lang sein? Ich muss da doch auch noch in meine Weihnachtsferien fliegen, da denkt wieder keiner dran, an mich. An alles muss man selber denken. Ich sag mal frohes…, na, ich sage einfach mal: Fest! Aber ganz fest, und dann muss ich wirklich weg. Regieren ist hier schon anstrengend genug, außerdem ‘gesegnet’, was soll das sein? Verregnet vielleicht, verregnete Weihnachten allen, die es hören wollen.” 
“Herr Merz?”
"Ja?"
“Sie machen gar nicht Weihnachten!”
“Was mache ich nicht?”
“Sie machen die Neujahrsansprache, das ist die Rede des Bundespräsidenten.”
“Ach, deswegen, hab mich schon gewundert. Warum liegt die denn hier, wo ist meine?"
“Ist noch in Arbeit.”
“Na, wenigstens einer in Deutschland!”
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Donnerstag, 20.11. (20 Uhr)
Haus der Sinne (Ystader Str. 10)
 
Was man für den Herbst noch vorhatte, sollte man besser schnell machen. Es steuert doch alles direkt auf den Weihnachtsmarkt zu, Plätzchen backen, an die Rente denken, Kerzen anzünden. Oder LED-Lichter flackern lassen, wenn man modern und emissionsbewusst ist. Wir treten ja auch nur noch unter energiesparenden Lampen auf, glauben wir, unsere Mikros haben jedenfalls seit eh und je Phantomstrom, und da sieht man es ja dem Namen an, dass es den nicht wirklich gibt. Aber uns gibt es, unsere Geschichten und Lieder, unsere Ideen und Pointen, die tragen wir Donnerstag für Donnerstag vor, bevor dann die Weihnachtschöre übernehmen und wir in unseren Rückblick starten! Diese Woche wird allerdings noch herbstbunt und wie immer einmalig, mit Texten von Christian Kreis und Songs von Ivo Smolak.

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