Das neue Jahr beginnt, wie das alte aufgehört hat, kalt, herzlos und explosiv. Die Boys von der Seestraße können da ein Lied von singen, oder zwei oder drei, über die Flutkatastrophe an Silvester, über Dauerbaustellen und Ersatzverkehre. Zudem werden hier gerade wieder Straßen aufgerissen, die doch gerade mal ein oder zwei Jährchen fertig gewesen sind - oder, ach, seufz, es ist einfach Berlin, das seinen Beinamen 'Baustelle' für die nächsten Jahrzehnte verteidigt. Gut, dass wir für unsere Donnerstagsshow in den Prenzlauer Berg (Distrikt Ost-Wedding) reisen können, wo man über solch Chaos aus sicherer Entfernung lacht. Hier kommt man hin und man kommt weg, hier ist es warm und trocken, einladend und gemütlich, hier kann man es aushalten. Wenn dann noch herzerwärmende Premium-Gäste ins Haus stehen, wie jede Woche, dann ist die Hoffnung nicht weit, und sei es auch nur für den Abend. Wir freuen uns, zurück im Haus der Sinne zu sein und auf unsere Gäste Ahne und Sebastian Krämer.
Alles im Blick (von Frank Sorge) Susanne sammelt schon gute Momente, ich könnte vielleicht die filmischen abgreifen. Wie ich gerade im Wedding nach Hause gelaufen bin, am Parkplatz vorbei, ein paar Heckleuchten entlang, als plötzlich ein offener Pizzakarton auf einer Motorhaube in den Blick kam, mit verlockend frisch leuchtenden Pizzastücken. Von links pirschte sich eine Krähe an das Auto heran, die gleiche Begehrlichkeit im Blick, schon beim nächsten Schritt aber kam rechts der kauende Autobesitzer in Sicht. Ich blieb stehen und blickte die Krähe und ihn an, er die Krähe und mich, wir lächelten gleichzeitig amüsiert. “Vorsicht!”, sagte ich zu ihm, “im Wedding muss man immer aufpassen!” “Mach ich!”, bestätigte der freundliche Nachbar, "Hab alles im Blick!” Wir fixierten die ertappte Krähe, die sich zurückzog. Heute ging sie leer aus, Abspann, Ende. Die Brauseboys am Donnerstag, 4.6. (20 Uhr) Mit Mareike Barmeyer , Jobinski und Bjarne Haus der Sinne (Ystader St...

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