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Brauseboys am 28.7.: Für eine Handvoll Texte

Waikiki Gun Club (von Frank Sorge)

Auf Hawaii gäbe es viele Obdachlose, erzählt die Freundin dort auf einem ersten Spaziergang in Honolulu. Nicht alle seien es hier geworden, mitunter würde man als Obdachloser in anderen US-Bundesstaaten ein One-Way-Ticket zur Anreise bekommen, erläutert sie. Denn es falle eine Todesart definitiv aus: Man könne nicht erfrieren.
Wir passieren einige, wie sie am Abend am Strand campieren, die meisten aber fallen in Einkaufs- und Schlenderstraßen als Werber auf. Sie haben bedruckte Westen des 'Waikiki Gun Club' um, halten ein Schild mit dem selben Aufdruck in der Hand. Vermutlich sollen sie auch Flyer verteilen, an Touristen, die mal mit einer richtigen Waffe schießen wollen, aber eigentlich stehen sie nur stumm für ein paar magere Dollar ihre Zeit ab.
Ich sehe niemanden, der sie anspricht oder sich informiert. Als ich begreife, wer hier wirbt, traurig und zerlumpt in gelb bedruckter schusssicherer Weste, unterdrücke ich den drängenden Impuls, an jeder Station schlaue Ratschläge aus mitteleuropäischer Sicht loszuwerden.

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Donnerstag, 28.7. / 20.30 Uhr
La Luz (Oudenarder Str. 16-20, Osram-Höfe)

Die Brauseboys - frische Texte
Jeden Donnerstag nehmen Thilo Bock, Paul Bokowski, Robert Rescue, Frank Sorge, Volker Surmann und Heiko Werning ihre frisch geputzten Tastaturen und lassen es klappern. Die empfohlene Wochendosis Lesebühne, seit dreizehn Jahren jeden Donnerstag mit illustren Gästen. 

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